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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bonn: Kein bisschen Frieden, aber ein bisschen Cluster


lomolo
14.04.03, 21:53
http://hometown.aol.de/HeinerLH/Reuterbruecke/Reuter1.JPG

von links: Langer Eugen, Hauptpost, Bonn-Center

http://hometown.aol.de/HeinerLH/Reuterbruecke/Reuter2.JPG

von links: Langer Eugen (112m), Hauptpost (162,5m), Hochhaus Tulpenfeld (Regulierungsbehörde, 70m), Bonn-Center (?m)

http://hometown.aol.de/HeinerLH/Reuterbruecke/Reuter3.JPG

Blick in die Reuterstraße mit Sendeturm der Telekom.

Patrick
14.04.03, 22:23
:daumen:

natürlich hatte ich keine Kamera dabei als ich in Bonn war!:mad:

el mariachi
14.04.03, 22:25
Ein Cluster ist das nicht, dafür stehen die Gebäude zu weit auseinander, aber für eine Stadt mit 320.000 Einwohnern ist das sehr respektabel. Danach kann ich mir hier in Stuttgart nur die Finger schlecken!;)

Chewbacca
15.04.03, 00:05
Das ist wirklich kein Cluster, und sowohl Langer Eugen, als auch Bonn Center könnte man meinetwegen gleich sprengen.
Aber der Posttower wiegt alles auf!!!

lomolo
15.04.03, 00:45
Original geschrieben von Chewbacca
Das ist wirklich kein Cluster, und sowohl Langer Eugen, als auch Bonn Center könnte man meinetwegen gleich sprengen.
Aber der Posttower wiegt alles auf!!!

Das Bonn-Center ist sicher kein Highlight, wenn es auch genau betrachtet ein ganz klein wenig aus der Masse der 60/70er Jahre Hochhäuser herausragt.

Der Lange Eugen (im Volksmund nach dem kleinwüchsigen ehemaligen Bundestagspräsidenten und Bauherrn des Abgeordnetenhochauses, Eugen Gerstenmeier, benannt) dagegen steht nicht nur wegen seiner ehemaligen Funktion unter Denkmalschutz. Der lange Eugen ist eines der Hauptwerke von Egon Eiermann, einem der renommiertesten deutschen Architekten des 20. Jahrhunderts.
Hier ein Text zu Eiermann aus der Neuen Züricher Zeitung:

"Der Architekt Egon Eiermann als Designer

Er war ein Meister des markigen Wortes und ein streitbarer Prophet der «konstruktiven und funktionalen Klarheit». Egon Eiermann (1904- 1970), einer der Grossen in der deutschen Nachkriegsarchitektur. Demonstrative «Haut-und- Knochen-Architektur» war sein Markenzeichen, und funktionale Ästhetik war sein Credo. Gemeinsam mit Sep Ruf schuf er den Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Brüssel (1957/58) und schrieb mit Bauten wie der Kaiser- Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin (1957-63), dem «Langen Eugen» in Bonn (1965-69) oder den Olivetti-Türmen in Frankfurt am Main (1972) deutsche Architekturgeschichte.

Dass Eiermann auch ein ganz wichtiges Stück der deutschen Designgeschichte nach 1945 mitgeschrieben hat, zeigt nun das Badische Landesmuseum Karlsruhe in einer reizvollen Möbelschau: Etwa 70 Entwürfe dokumentieren im Museum beim Markt seine unermüdliche Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen. Die Möblierung gehörte für Eiermann zum Gesamtkonzept eines Hauses. Der Zusammenklang von aussen und innen war deshalb Aufgabe des Architekten und keine «Angelegenheit für Dekorateure». So hat Eiermann beispielsweise beim Bau des Hauses Hesse in Berlin-Lankwitz (1931) seine These so überzeugend vertreten, dass das Bauherrenehepaar die alten Möbel kurzerhand verkaufte und sich à la Eiermann einrichtete.

Eiermann entwarf einfach alles: Aschenbecher, Lichtschalter, Kleidungsstücke und Teppichmuster - oft rasch auf Speisekarte und Tischdecken skizziert. Aber sein Lieblingsthema waren Sitzmöbel: sauber und ökonomisch konstruiert, ergonomisch und ganz unprätentiös in der Optik. Die Karlsruher Ausstellung spannt den Boden über sämtliche Entwurfsphasen: von der expressiven «Jugendsünde» (Eiermann) der «Bewag»-Möblierung von 1928 bis zu den erfolgreichen Serienproduktionen der Nachkriegszeit. Ein besonderer Verkaufsschlager war das weltweit vertriebene Stuhlmodell «SE 18»: Allein 4000 Stück dieses hölzernen Klappstuhls bestellte in den fünfziger Jahren die Stadt Bern.

Die ablesbare Konstruktion lag Eiermann am Herzen: Sessel mit sichtbaren Rahmenhölzern und Gurten, auf denen lose Sitzkissen lagen. Und er liebte die «Strippe»: überkreuzte Seilverspannungen, Flechtwerk und dicht verknotete Schnüre. Leicht wirkte das alles, unkompliziert und auf verblüffende Art selbstverständlich. Doch im muffigen Nachkriegsdeutschland, das gerade die martialische «Reichsheimstättenkultur» der NS- Zeit hinter sich gebracht hatte und schon wieder heimlich nach schwellenden Polstergarnituren lechzte, war das absolute Avantgarde.

Auch andere Entwerfer hissten die Fahne der «guten Form». Dennoch war das Gros der neuen deutschen Produkte auf den Möbelschauen in Stuttgart und Köln im Vergleich zu Skandinavien oder den USA dürftig. Um so aufsehenerregender wirkten damals Eiermanns Serienmöbel in Biegeholztechnik: Möbel aus plastisch durchformtem Sperrholz. Möbel für alle aus der Fabrik: «Gut, schön und billig.» Auf der Kölner Möbelmesse von 1952 waren die Klassiker erstmals zu bestaunen: Der dreibeinige Biegeholzstuhl «SE 3», der Klappstuhl «SE 18» und der Kollegstuhl-Evergreen «SE 68» mit Stahlrohrgestell. In unzähligen Varianten bis hin zur Kinderversion wurden diese Modelle immer wieder überarbeitet und optimiert. Auf den ersten Blick sind Ähnlichkeiten mit Entwürfen von Charles Eames nicht zu übersehen, aber der zweite Blick offenbart wesentliche Unterschiede der konstruktiven Details. Es kam Eiermann auch gar nicht darauf an, etwa ganz Neues zu erfinden. Entscheidend war für ihn, das Zukunftsweisende aufzugreifen und weiterzuentwickeln. In diesem Kontext stehen auch seine vom Schweizer Designer Willy Guhl inspirierten Experimente mit Kunststoffsitzen, die damals allerdings an der Tücke des unausgereiften Materials scheiterten.

Ganz charakteristisch für Eiermann ist immer wieder die Liebe zur Farbe und zum ungewöhnlichen Materialmix: Wie die Karlsruher Schau anschaulich dokumentiert, hatte er keine Angst vor Rot, Gelb, Blau! Spielerisch kombinierte er Teakholz mit knallrotem Polyester, verband filigranes Stahlrohr mit Weidengeflecht und montierte hölzerne Stelzbeine unter einen Baumscheibentisch Ganz frei und mutig war das alles, aber es passte immer. Aber Eiermann war nicht nur vom Funktionalismus beherrscht, er erlaubte sich auch seine Luxusgeschöpfe. Das waren die seit 1949 produzierten «Eierkörbe». Organisch weich geformte Korbsessel zum Träumen und Lümmeln. Handgefertigte Unikate, die sich damals zwar nur wenige leisten konnten, aber seine Version von «Form und Material aus einem Guss» als Idealbild verkörperten. (Bis 14. November)

[ Katalog: Egon Eiermann. Die Möbel. Hrsg. Badisches Landesmuseum Karlsruhe. Info-Verlag, Karlsruhe 1999. ISBN 3-88190-236-8. 174 S., DM 44.- (in der Ausstellung). ]

Neue Zürcher Zeitung, 06.10.1999 "

Für seine Zeit 1965-1969 ist der Lange Eugen ein herausragendes Beispiel deutscher Architektur. Leider mußte in den 80er Jahren aus Feuerschutzbestimmungen ein Rettungstrakt angebaut werden, der einen harten Eingriff in die ursprüngliche Form darstellt.
Der Architekt des Post-Tower, Helmut Jahn ist übrings ein großer Bewunderer von Eiermann.

rec
15.04.03, 00:54
Den Blick von der Reuterbrücke mag ich auch sehr gerne. Wenn man die Reuterstraße entlang und dann die Brücke hoch fährt und die Hochhaussilhouette baut sich vor einem auf, das hat schon was. Wenn dann noch ein hohes Gebäude im Zuge des neuen Kongreßzentrums gebaut werden sollte, wäre das schon gigantisch für eine Stadt von der Größe Bonns. Ein solches Gebäude würde aus der oben gezeigten Perspektive den Langen Eugen verdecken oder links davon erscheinen. Den Lange Eugen mag ich übrigens. Seine Architektur erscheint aus heutiger Sicht eher unspektakulär, aber kaum ein anderes Gebäude in Bonn symbolisiert die fast 50 jährige Geschichte der Stadt als Hauptstadt und Regierungssitz der Bundesrepublik so wie er. Dieses Kapitel der Stadt sollte unbedingt auch weiterhin im Stadtbild sichtbar sein.

Thor
16.04.03, 21:03
Sieht ganz nett aus:)

Cologne68
17.04.03, 00:48
Der Post-Tower sieht wirklich klasse aus wenn man über die Brücke fährt. Die anderen Gebäude beachte ich dann eigentlich weniger. ;)
Die Meinung über den Post-Tower teilen allerdings nicht alle.
Der folgende Bericht ist aus dem Ksta.

Posttower passt Experten nicht ins Konzept

von ta, 15.04.2003


Architekten wollen das Bonner Regierungsviertel schützen.

Bonn - Gegen eine "schleichende Zerstörung" des ehemaligen Bonner Regierungsviertels mit seinen vielfältigen historischen Bezügen hat sich jetzt eine Gruppe von Architekten, Denkmalschützern und Stadtplanern unter Federführung des Bundes Deutscher Architekten gewandt. Die Initiative, die den zielgerichteten, historisch bewussten Ausbau des Areals um den Langen Eugen zum UN-Campus fordert, wird von prominenten Politikern und Bauleuten unterstützt - so vom ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker sowie dem Präsidenten der Bundesarchitektenkammer, Peter Conradi.

Vor allem möchten die Architekten den Bund in die Pflicht nehmen, von dem sie verlangen, "dass er seinen Pflichten beim Erhalt und bei der behutsamen Weiterentwicklung der historischen Stätten der Demokratie in Bonn durch geeignete Verfahren nachkommt". Die Stadt müsse sich um einen städtebaulichen Rahmenplan bemühen, der den Weiterbau des Quartiers "mit qualitativen Mindestansprüchen", die seiner historischen Bedeutung und der Nutzung als UN-Campus gerecht werden, sichere. Den Posttow- er führen die Experten als Beispiel für eine unmaßstäbliche Bauweise an. Der massive Eingriff des Hochhauses der Deutschen Post bedeutet hier "eine Abkehr von den sinnvollen Planungs- und Gestaltungsansätzen, die seit den 70-er Jahren für dieses Quartier galten".

rec
17.04.03, 01:38
Also, ich bin wirklich ein friedlicher Mensch, aber wenn ich diesen Artikel lese, werde ich aggressiv. :angry2:

Daß der KSTA dem Post-Tower nicht gerade wohlgesonnen ist, ist nicht neu. Die haben schon während der Planungs- und Bauphase gegen den Turm gestänkert (Neid?). Ich habe im KSTA bis heute nicht einen (!) wenigstens neutralen Artikel über den Post-Tower gelesen. Haben die keine Themen mehr, daß sie jetzt eine neue Attacke starten? Der Inhalt des Artikels scheint jedenfalls nicht mehr ganz aktuell zu sein. Er erinnert mich an eine Initiative obskurer Gestalten (u.a. einiger Architekten) vor einiger Zeit, die das ehem. Regierungsviertel komplett unter Denkmalschutz stellen wollten. Die Stadt hatte sich damals mit Erfolg massiv dagegen gewehrt, weil dies eine Weiterentwicklung verhindert und aus dem Viertel ein Freilichtmuseum gemacht hätte. Die Stadt Bonn macht nun wahrlich einen schwierigen Umstrukturierungsprozeß durch, daß Leute versuchen aus Neid und Profilierungssucht hier Steine in den Weg zu schmeißen, ist mir unfassbar. Selbst wenn es eine neue Initiative geben sollte, glaube ich nicht, daß irgendjemand in Bonn diesen Leuten Beachtung schenken würde. Wenn ich schon die Namen lese, Peter Conradi, der alte Stänker vom Dienst. Seine "Viagra-Tower"- Attacken aus der frühen Planungsphase des PT werde ich nicht vergessen, sowas primitiv-polemisches habe ich selten gehört und gelesen. Als sich herauskristallisierte, daß kaum jemanden sein Gequatsche interessiert, ist er damals schnell in der Versenkung verschwunden. Dort soll er bitteschön bleiben. Oder der "Berliner" Richard von Weizsäcker, total lächerlich. Die Stadt legt großen Wert darauf, daß die Stätten der "Bonner Republik" erhalten bleiben. Auf diese Zeit schaut man gern zurück. Gerade im Moment arbeitet man an einem "Weg der Demokratie", der Besucher mit Hilfe von Informationstafeln an den ehem. Regierungsbauten vorbeiführen soll. Das Bundeskanzleramt und der Lange Eugen werden mit Hilfe des Bundes aufwendig saniert und neuen Bestimmungen zugeführt, ebenso das Parlamentsgebäude, das in das neue Kongreßzentrum integriert wir. Der Post-Tower dagegen ist ein Zeichen für das "neue" Bonn und dieses Symbol wird von vielen Seiten begrüßt. Die Bedeutung der Post für den erfolgreichen Vollzug des Umstrukturierungsprozesses ist immens. Bonn ist nicht mehr Parlament und Regierung, sondern u.a. gekennzeichnet durch Dienstleistungsunternehmen wie Telekom und Post. Veränderungen und Weiterentwicklungen im Stadtbild kann und muß es geben.

Bewacher
17.04.03, 07:35
Seine "Viagra-Tower"- Attacken aus der frühen Planungsphase des PT werde ich nicht vergessen, sowas primitiv-polemisches habe ich selten gehört und gelesen.

Manche Architekturzeitschriften bezeichnen HH's fast immer als "Viagra-Architektur" (dann drohen aber mit juristischen Problemen, wenn man solche Art des Journalismus für Architekturpornographie hält... :D :D :D ).
Das allgemein - ob gerade Bonn ein HH-Standort werden muß, könnte man im Blickfeld des Drachenfelses (Rheinromantik!) gewisse Zweifel haben. Ich würde aber auch eher die tolle Altstadt (wie die schönen Gebiete nördlich davon, die man nur als Nord-Altstadt bezeichnet) komplett unter Denkmalschutz stellen als das Regierungsviertel mit dem einen oder anderen Kästchen.

rec
17.04.03, 16:42
Original geschrieben von Bewacher
Ich würde aber auch eher die tolle Altstadt (wie die schönen Gebiete nördlich davon, die man nur als Nord-Altstadt bezeichnet) komplett unter Denkmalschutz stellen als das Regierungsviertel mit dem einen oder anderen Kästchen.

An die historische Bausubstanz der innenstadtnahen Bereiche geht zum Glück keiner mehr ran. Das war in den 1970er Jahren leider noch anders. Heute steht dort das meiste unter Denkmalschutz. Heutige Stadtentwicklung konzentriert sich im Wesentlichen auf den ehemaligen Regierungsbezirk. Aber selbst dort findet kein Wildwuchs statt. Selbst vergelichsweise unbedeutene Gebäude wie die ehem. LV Baden-Württembergs oder die ehem. Botschaften von Kanada und den Niederlanden stehen unter Denkmalschutz und werden in geplante bzw. laufende Neubauprojekte behutsam integriert.

lomolo
17.04.03, 19:00
Original geschrieben von rec
Heutige Stadtentwicklung konzentriert sich im Wesentlichen auf den ehemaligen Regierungsbezirk. Aber selbst dort findet kein Wildwuchs statt. Selbst vergelichsweise unbedeutene Gebäude wie die ehem. LV Baden-Württembergs oder die ehem. Botschaften von Kanada und den Niederlanden stehen unter Denkmalschutz und werden in geplante bzw. laufende Neubauprojekte behutsam integriert.

Ja

http://hometown.aol.de/HeinerLH/Kanadahaus.jpg
rechts die alte Kanadische Botschaft, links der Anbau (Fertig)

http://hometown.aol.de/HeinerLH/Hollandhaus.jpg
rechts die alte Niederländische Botschaft (im Bau)

Apropos Namensgebung. Die finde ich hier sehr gelungen, weil auf den historischen Kontext verwiesen wird. Genauso sorgfältig sollten wir auch mit den anderen Bezeichnungen umgehen. Bundesviertel beispielsweise ist noch vertretbar, aber nicht schön. Vom "ehemaligen" Regierungsviertel zu reden stellt dagegen eine unnötige Abwertung dar. Erstens ist de facto das Regierungsviertel noch Regierungsviertel, weil 1. und 2. Sitze von Ministerien, Kanzleramt und Bundespräsidialamt hier sind und zweitens geht man anderswo bei Umnutzungen auch nicht so bescheiden vor.

Der Reichstag wurde nie als ehemaliger Reichstag bezeichnet, klar, denn das Gebäude wurde zu diesem Zweck gebaut - genau wie der Bonner Bundestag und die meisten Bonner Ministerien.
Es käme auch niemand auf die Idee z.b. ein Kulturzentrum in einem alten Fabrikgebäude - nehmen wir mal eine Ziegelei -, "Kulturzentrum ehemalige Ziegelei" zu nennen, sondern vermutlich "Kulturzentrum Ziegelei" oder Kulturzentrum Alte Ziegelei.

Umgekehrt wurde in der Vergangenheit ja auch verfahren: Das Bundespräsidialamt in der Villa Hammerschmidt - nicht in der ehemaligen Villa Hammerschmidt, die Hauptpost im Fürstenbergischen Palais, nicht ehemaligen Fürstenbergischen Palais, etc. etc.

Mit der Bezeichnung "Alt" fährt man in den meisten Fällen am besten. Damit ist gesagt, das es auch "Neu" gibt (in Berlin), aber es ist auch genau gesagt von welchem Bauherrn zu welchem Zweck das Gebäude gebaut wurde. Außerdem hatten die Bundesreinrichtungen keine Vorläufer dieses Namens, vorher gab es Reichsministerien etc.

Ich plädiere also für mehr Sorgfalt bei Benennungen. Beispiel Bundeskanzleramt:
Die Reichskanzelei stand in Berlin
Nun gibt es hier das Bundeskanzleramt ("neue" kann man sich sparen)
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit zieht demnächst in das "alte Bundeskanzleramt" in Bonn oder in das "Bonner Bundeskanzleramt", denn es wird 2. Amtssitz des Bundeskanzlers bleiben (zumindest offiziell und mit wenigen Beamten).

Der Grundsatzstreit über den Bonn-Berlin-Umzug ist nun wirklich ausgestanden und auch Berlin-Befürworter können sich nun entspannt zurücklehnen und dem historischen Bewustsein eine Chance geben. Immerhin geht es um ein halbes Jahrhundert Deutscher Geschichte, die Deutschland ein völlig neues Gesicht gegeben hat.

rec
16.03.05, 00:01
Die Bonner "Skyline" vom Venusberg aus gesehen, etwa 100m über dem Talgrund. Im Hintergrund bereits der Ennert, nördlicher Ausläufer des Siebengebirges. Aufgenommen im Sommer 2004. Leider ist die Qualität nicht berauschend.

http://img96.exs.cx/img96/6445/venusberg6hh.jpg

rec
18.01.06, 13:27
Gefunden bei fotocommunity.de:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/3270/display/3663021

"Dieses Bild ist bei einem Rundflug mit einem Segelflugzeug über Bonn entstanden. Flughöhe zum Zeitpunkt der Aufnahme ca. 800 Meter über dem Boden.
Da es wie üblich kein ganz ruhiger Flug war, ist das Bild leicht unscharf."

ZET-101
23.06.06, 01:57
Ich bin gespannt, wie das Ganze einmal mit UNCC- und Telekom-Hochhaus, falls es denn gebaut wird, aus den verschiedenen Richtungen aussehen wird.