Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bahn plante 2004 angeblich Bau einer 600-Mio-Euro-Zentrale
carpe_diem
22.04.2004, 17:19
Bau einer 600 Millionen Euro teuren Zentrale ?
Bahn-Lenker Hartmut Mehdorn will bis 2010 rund 6000 seiner über ganz Berlin verteilten Mitarbeiter in einem neuen Firmensitz zusammenziehen. Die neue Zentrale ist Chefsache und soll unbedingt in Sichtweite des Kanzleramts stehen - eine ziemlich teure Angelegenheit.
Palast soll Image aufpolieren
Der neue Bahn-Palast soll einen 150 Meter hohen Turm und ein öffentlich zugängliches, großzügig ausgestattetes so genanntes Konzernforum umfassen: Dieser Teil der Zentrale soll ähnlich wie die Wolfsburger Autostadt von Volkswagen vor allem das Image der Bahn verbessern helfen.
Bahn: Reine Spekulation
Die Deutsche Bahn hat den Bericht über die teure Konzernzentrale als "reine Spekulation" bezeichnet. Die Bahn prüfe verschiedene Möglichkeiten in Frankfurt und Berlin, sagte Konzernsprecher Werner Klingberg in Berlin. Ziel sei die Reduzierung der Zahl der Standorte und eine Rückführung der Fremdvermietungen. Details gebe es aber noch nicht.
"Völlig aus der Luft gegriffen"
"Die Zahl von 600 Millionen ist völlig aus der Luft gegriffen", sagte Klingberg. Einen Vorstandsbeschluss gebe es noch nicht. Die Verbindung Konzernzentrale und Bahnhof sei auch nicht zwingend. Das Architekturbüro Henn, was nach Angaben des Magazins die 600 Millionen Euro errechnet hat, sei "immer wieder mal für uns tätig", so Klingberg.
Projekt "Mobile City"
Das konzernintern als "Mobile City" benannte Projekt solle nach Angaben der Bahn vor allem "die Wirtschaftlichkeit erhöhen und Synergien heben". Inklusive der neuen Bahnzentrale wird der Lehrter Bahnhof dem Magazinbericht zufolge statt der zu Baubeginn veranschlagten 250 Millionen Euro nun 1,3 Milliarden Euro kosten.
Quelle: dpa/manager-magazin
Wenn das mehr als ein Pressegerücht ist, hört sich das doch mal sehr interessant an...
TheBerliner
22.04.2004, 18:09
Bitte? Will die Bahn unverhofft tausende neue Arbeitsplätze schaffen? Ich glaube hier handelt es sich um eine Ente. Die Bahn ist am Potsdamer Platz vertreten, streng genommen damit in Sichtweite des Kanzleramtes, baut neu am Stettiner und am Lehrter Bahnhof. Ich sehe keinen Bedarf für Büroflächen bei der Bahn.
Trotzdem, mehr als interessant ist der Bericht allemal! :lach:
Stimmt schon, wobei ich die Höhe von "nur" 150 Metern für 6000 Mitarbeiter etwas unterdimmensioniert und 600 Millionen Euro Kosten für sehr hoch halte. Und warum prüft man eine Möglichkeit auch in Frankfurt, wenn man die Mitarbeiter in Berlin an einem Standort zusammenfassen will?? Bestimmt nicht viel dran. :confused: Abwarten. :)
Nicht ganz so pessimistisch klingt es hier: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/334976.html - in der Ausgabe der Berliner Zeitung vom/für den 23.4.
Es ist nicht die Rede von FFM sondern allenfalls ersatzweise vom Ostbahnhof oder Gleisdreieck :daumen:
Seraph Eleison
22.04.2004, 22:50
600.000.000 €??!!
Überall in Deutschland verfallen die Bahnhöfe (und damit meine ich nicht den kleinen Dorf-Bahnhof irgendwo in Brandenburg) und in Berlin soll eine wahnsinnig teure Prunk-Zentrale gebaut werden? :nono:
goschio1
23.04.2004, 18:05
Hier eine Meldung aus der Immobilienzeitung:
http://www.immobilien-zeitung.de//htm/news.php3?id=10441&rubrik=
Bahn: Noch keine Entscheidung zu Berliner Konzernzentrale
Die Deutsche Bahn AG hat sich noch nicht festgelegt, ob ihre neue Konzernzentrale in Berlin am Lehrter Bahnhof oder an einem anderen Standort errichtet werden soll. Mit dieser Aussage relativierte ein Konzernsprecher einen Bericht in der heutigen Ausgabe des "manager magazin", wonach Bahnchef Hartmut Mehdorn rund 6.000 seiner Berliner Beschäftigten in einem 150 m hohen Hochhaus neben dem in Bau befindlichen Hauptbahnhof/Lehrter Bahnhof zusammenziehen wolle. Der Neubau würde nach Angaben des "manager magazin" einschließlich der geplanten Bügelbauten über den Gleisanlagen rund 600 Mio. EUR kosten. Als weiterer möglicher Standort für den neuen Firmensitz ist u.a. das Gleisdreieck in Gespräch. Bereits in Bau ist ein Gebäudekomplex am Nordbahnhof, den die Deusche Bahn AG Anfang 2005 als Mieterin beziehen wird.
Im Bezirksamt Mitte hat es aber bereits eine Bauvoranfrage gegeben - das läßt uns heute der Tagesspitzel wissen. :D
600.000.000 €??!!
Überall in Deutschland verfallen die Bahnhöfe (und damit meine ich nicht den kleinen Dorf-Bahnhof irgendwo in Brandenburg) und in Berlin soll eine wahnsinnig teure Prunk-Zentrale gebaut werden? :nono:
Das eine hat doch mit dem anderen gar nichts zu tun. Wenn die Bahn ihre 6.000 Mitarbeiter in eine eigene Zentrale verlegt, dann spart sie ja jährlich Millionen an Miete! Nach einigen Jahren dürfte man die 600 Miillionen wieder reingeholt haben...
Abgesehen davon - großartige Neuigkeiten :)
Diese beiden Häuser, die den Bahnhof so überspannen werden bestimmt nicht voll vermietet werden! Soll sie doch dort einziehen, anstatt NOCH ein Haus zu bauen - und dann noch zu einem derart hohen Preis! Da hat sich vielleicht um zwei 0en vertippt...
el mariachi
23.04.2004, 20:41
600.000.000 €??!!
Überall in Deutschland verfallen die Bahnhöfe (und damit meine ich nicht den kleinen Dorf-Bahnhof irgendwo in Brandenburg) und in Berlin soll eine wahnsinnig teure Prunk-Zentrale gebaut werden? :nono:
Richtig, die Bahn muß sparen.
Wenn die Privatisierung der Bahn gutgehen soll muß man ihr auch Zugeständnisse bei der Grundversorgung machen.
Stimmt schon, wobei ich die Höhe von "nur" 150 Metern für 6000 Mitarbeiter etwas unterdimmensioniert und 600 Millionen Euro Kosten für sehr hoch halte. Und warum prüft man eine Möglichkeit auch in Frankfurt, wenn man die Mitarbeiter in Berlin an einem Standort zusammenfassen will?? Bestimmt nicht viel dran. :confused: Abwarten. :)
da hat wohl jemand in der redaktion was verwechselt. in frankfurt will die bahn allerdings auch ein neues hochhaus bauen, allerdings nur mickerige 20 stockwerke hoch...
goschio1
23.04.2004, 23:15
Das finde ich auch nicht in Ordnung, dass ein Staatsunternehmen soviel Geld für eine neue Zentrale ausgibt.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen das ein 600 Mio € Bau für 6000 Mitarbeiter unter marktwirtschaftlichen Bedingungen sich lohnen würde.
Falls doch, dann bin ich ganz ruhig und freue mich auf den Baubeginn. :)
Habe grade nochmal die Daten für die Coba rausgesucht:
Mitarbeiter: 2400
Baukosten: 305 Mio (heute etwa 350 Mio €)
Demnach ist das Bahn Projekt noch günstig im Vergleich zur Coba.
Auch die Bahn möchte ja schliesslich durch einen Imagegewinn profitieren. So ein Hochhaus ist eben auch Werbung.
Ob diese bei einen Staatsunternehmen allerdings positiv ausfällt ist fraglich.
Auch die Bahn möchte ja schliesslich durch einen Imagegewinn profitieren. So ein Hochhaus ist eben auch Werbung.
Ob diese bei einen Staatsunternehmen allerdings positiv ausfällt ist fraglich.
So ist es - ein solches Hochhaus am Hauptbahnhof wäre dies allemal.
na jetzt aber!
freilich spart man beim zusammenlegen etwas - die ebenso oft beschworenen wie rätselhaften "synergieeffekte".
aber: 600 mio. euro?
1. das ist fast so viel wie das ganze berliner stadtschloss kosten soll.
2. kann man sicherlich auch am rand von berlin flachbauten errichten , die nur einen bruchteil kosten.
3. wäre mir das egal, wenn die bahn voll privat wäre, aber leider bekommt sie immer noch milliarden steuergelder - und um es klar zu sagen: mit meine steuergeldern will ich nicht, dass die banhn irgendeinen unnötigen 600mio-protz-glasturm in berlin-mitte baut.
Um Synergieeffekte geht's dabei ja nur nebenbei - der Hauptgrund sind die gesparten Kosten für die Anmietung von Büros und der Imagefaktor - ich kann mir keine besseres Aushängeschild für die Bahn vorstellen als ein fertiggestellter Hauptbahnhof in Berlin mit Verwaltungshochhaus nebendran :daumen:
Abgesehen davon: Eigentlich willst du doch generell nicht dass irgendwer einen Glasturm in Berlin baut - oder :D
Die Verluste der Bahn sind inzwischen nur noch minimal und werden demnächst wohl den Gewinnen weichen - also sehe ich da kein Problem.
Kampflamm
24.04.2004, 12:04
Imagefaktor
Pünktliche Züge wären auch ein gute Imagefaktor. Egal wie viele 600Mio HH die bauen (und wenn man 600 sagt wird es wahrscheinlich ehr 800), bei dem Image gibt es nichts mehr zu retten. Wie jemand bereits sagte, wenn die Bahn privatisiert wäre, könnten sie sich so viele 600Mio Türme bauen wie sie wollten, aber so lange sie am staatlichen Tropf hängen sollte man vielleicht das Geld ein bisschen besser anlegen.
Da stimme ich Kampflamm vollkommen zu. Die Bahn muss erstmal ihr Streckennetz sanieren und die Pünktlichkeit verbessern. Ich fahre notgedrungen recht viel Bahn, da erlebt man immer wieder die unmöglichsten Dinge. War teilweise auf ner Strecke, die normalerweise 2 Stunden Fahrzeit hat, über eine Stunde länger unterwegs. Der eine Zug hat Verspätung, man bekommt seinen Anschluß nicht. Bis der nächste kommt, ist wieder ein anderer Anschluß weg. Und dann wird Bahnfahren zur Last. Da können die noch so tolle Werbung machen, wie angenehm Bahnfahren ist und das man da so schön Arbeiten kann, im Zug.
Aber sagen nicht die Statistiken dass über 90% der Züge pünktlich sind?
Ich meine auch mal Statistiken gelesen zu haben wonach die Deutsche Bahn in dieser Hinsicht in Europa auch führend ist. Könnte was dran sein, nach dem was ich bis jetzt so von ausländischen Studenten an meiner FH gehört hab, die die Deutsche Bahn als überaus pünktlich, ordentlich, sauber und eben "typisch deutsch" beurteilen.
Diese Studien kenne ich auch. Aber als regelmäßiger Bahnnutzer kann ich das nicht glauben oder bestätigen. Manchmal sind es auch bestimmte Strecken, wo die Züge chronisch unpünktlich sind.
Diese Studien kenne ich auch. Aber als regelmäßiger Bahnnutzer kann ich das nicht glauben oder bestätigen. Manchmal sind es auch bestimmte Strecken, wo die Züge chronisch unpünktlich sind.
Naja, ich glaube solchen Studien sollte man schon mehr vertrauen als den persönlichen subjektiven Eindrücken.
Meine Erfahrungen decken sich übrigens mit diesen Studien, ich hab noch nie eine Verspätung erlebt, obwohl ich schon öfters mit dem Zug fahre.
Die Strecke, die ich hauptsächlich meine, führt an der Lahn entlang. Die Strecke zwischen Gießen und Koblenz. Da sind im Sommer krass viele Fahrradfahrer unterwegs. Und da liegt der Rekord bei 1er Stunde Verspätung!! Im Sommer fahre ich regelmäßig ne halbe Stunde nach der planmäßigen Abfahrtszeit erst zum Bahnhof, weil es jedes mal das Gleiche ist. Die Bahn versteht es, sich die Kunden zu vertreiben. Dann sollen sie auf solchen Strecken Sonderzüge für Fahrradtouris auf Strecke schicken. Und der Zug von Kassel nach Frankfurt kommt auch öfter mal zu spät. Dürfte ja nur jeder 9. Zug sein, der zu spät kommt. Das ist eindeutig mehr. Wobei es sich da mit den Verspätungen eher im Rahmen hält. Meist um die 10 Minuten. Aber selbst dann wird es mit dem Anschluß in Frankfurt zur S-Bahn wieder eng. Da überlege ich mir echt manchmal, ein Auto zu kaufen. Aber ich quäle mich dann doch meist mit der Bahn rum. Die Bahn muss das Bahn fahren atraktiver machen und nicht umgekehrt. Ständige Preiserhöhungen und misratene neue Preismodelle, die keiner versteht, sind da nicht unbedingt förderlich. Das Gleiche gilt auch für den Nahverkehr.
@Schmittchen
WIE BITTE!?! Das ist doch aber irgendein entlegener Winkel des Bahnhofs?! Das da die Baubehörden noch keinen Stress gemacht haben...?
Schmittchen
24.04.2004, 22:51
Das ist kein entlegener Winkel, das ist die westliche Frontseite des Bahnhofs. Der Rest sieht entsprechend aus, übrigens ca. 400m Luftlinie entfernt vom künftigen Grundstück der EZB. Dass keinem etwas auf den Kopf fällt, stehen Absperrgitter herum. Leider wurde der sehr schöne alte Ostbahnhof (http://www.altfrankfurt.com/Spezial/Bahn/Ostbahnhof/pic/Ostbahnhof01.jpg) 1944 zerstört.
dele, wusst ich gar nicht dass Du kein Auto hast, hattest noch nie eins oder...?
Ich nutz die Bahn nicht so oft wie Du, einige Male im Jahr und dann halt immer lange Strecken wenn ich zwecks Kurzurlaub irgendwohin fahre. Hatte aber noch nie Probleme, bin dem Anschein nach einer der wenigen zufriedenen Bahnkunden.
Jedenfalls find ich die Kombination 150m-Turm, 6000 Mitarbeiter, 600 Mio. Euro, schon etwas "ungewöhnlich". Klar, wenn da noch ne Menge Flachbauten dabei sind, dann geht das,... naja im Moment ist da einfach noch viel zu viel Spekulation dabei.
Natürlich können wir als Laien schwer schätzen wieviel es die Bahn kostet all diese Büros anzumieten, aber ganz vereinfacht kann man ja sagen dass es eigentlich egal ist ob unsere Euros in diese Büros oder einen 600 Mio. Euro Bau fließen. ... Mit dem kleinen Unterschied dass der Bau auch die Wirtschaft beleben würde.
Also ich freu mich wenn dieses Megaprojekt kommt und die nicht gerade vom wirtschaftlichen Aufschwung verwöhnten Berliner sollten das vielleicht auch.
dele, wusst ich gar nicht dass Du kein Auto hast, hattest noch nie eins oder...?
Ich nutz die Bahn nicht so oft wie Du, einige Male im Jahr und dann halt immer lange Strecken wenn ich zwecks Kurzurlaub irgendwohin fahre. Hatte aber noch nie Probleme, bin dem Anschein nach einer der wenigen zufriedenen Bahnkunden.
Stimmt, ich habe kein Auto. Braucht man in Frankfurt auch nicht wirklich, wenn man alle Einkaufsgelegenheiten, Job, etc. in der Nähe hat. Fahre nur gelegentlich zu meinen Eltern aufs Land raus und das ist eben ne brutale Tour mit 3 mal Umsteigen. Heute fahre ich die Strecke zum Glück nur noch alle 3 Wochen mal. Früher jedes Wochenende, da ist man schon sehr gefrustet. Und es kommt immer wieder zu ner Verspätung. Eine reicht ja schon und der ganze Plan ist für die Katz.
Noch ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung:
Synergie in Mobile City
Luftige Pläne bei der Deutschen Bahn: Hartmut Mehdorn will bis 2010 am Lehrter Bahnhof in Berlin einen 150 Meter Wolkenkratzer als neue Konzernzentrale. Das Objekt "Mobile City" soll für Synergieeffekte sorgen.
...
Bahn-Chef Hartmut Mehdorn will laut einem Pressebericht mit einer neuen Konzernzentrale in Berlin hoch hinaus: Am Lehrter Bahnhof, dem neuen Hauptbahnhof, soll bis 2010 ein 150 Meter hoher Turm entstehen, damit rund 6000 der derzeit in Berlin verstreuten Bahn-Mitarbeiter zusammenziehen können
...
Das konzernintern als "Mobile City" betitelte Projekt, für das es noch keinen Vorstandsbeschluss gebe, werde einschließlich zweier bereits zur ursprünglichen Planung für den Lehrter Bahnhof gehörenden Bürokomplexe rund 600 Millionen Euro kosten. Dies gehe aus Berechnugnen des Berliner und Münchener Architekturbüros Henn hervor.
...
Mit der neuen Zentrale werde der aufwändige Umbau des Lehrter Bahnhofs statt der zu Baubeginn veranschlagten 250 Millionen nun 1,3 Milliarden Euro kosten, berichtet das Magazin weiter. Der Büroturm soll demnach mit einem öffentlich zugänglichen Konzernforum — ähnlich wie die Autostadt von Volkswagen in Wolfsburg — vor allem das Image der Bahn verbessern helfen.
...
So wie es aussieht wird also dann auch der Lehrter Bahnhof endlich fertiggestellt...
Vielen Dank für diese schönen Info's ;)
carpe_diem
03.05.2004, 02:02
Noch ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung:
Mit der neuen Zentrale werde der aufwändige Umbau des Lehrter Bahnhofs statt der zu Baubeginn veranschlagten 250 Millionen nun 1,3 Milliarden Euro kosten,
Wie kann es eigentlich sein, daß man sich mal eben um eine Milliarde Euro verschätzt??? Oder was waren die Gründe für so eine krasse Kostenexplosion...?
Wie kann es eigentlich sein, daß man sich mal eben um eine Milliarde Euro verschätzt??? Oder was waren die Gründe für so eine krasse Kostenexplosion...?
so verstehe ich den text eigentlich nicht, die zentrale der deutschen bahn war ja ursprünglich nicht am lehrter bahnhof eingeplant....
wenn die bahn nun dort soviel investieren will, würde mich mal interessieren ob sie das dach des bahnhofs eventuell auch komplettieren. aus geldgründen wurde das dach ja damals an beiden enden verkürtzt....sieht ziemlich merkwürdig aus heute....
trance-x
03.05.2004, 09:42
1. so oder so hatte die bahn sich vorher schon umgesehen. so stand z.b. ein hochhaus am gleisdreieck zur debatte ... neu waere das ganze also nicht, nur eben der zusammenfassungsgedanke. die alternative dazu ist nicht nix, sondern sonst viel eher: 1 sowieso-neubau + alte gebaeude, die schon verwendet werdet an unterschiedlichen stellen ... jay hatte also durchaus recht ...
kampflamm hat wie ueblich unrecht. wer massenweise geld zum fenster rausschmeisst, weil er gegen den trans-metro-rapid ist, hat nix mehr zu lamentieren. die summen sind geradezu ungeheuerlich, die da an schaden entstanden sind, weil hier gepennt wurde. es muesste schon laengst ein entsprechendes backbone gebaut worden sein ...
2. der mrd.-betrag setzt sich aus allem zusammen, also inklusive dem ja schon seit geraumer zeit im bau befindlichen lehrter bahnhof ...
Das Tier
03.05.2004, 15:03
wenn die bahn nun dort soviel investieren will, würde mich mal interessieren ob sie das dach des bahnhofs eventuell auch komplettieren. aus geldgründen wurde das dach ja damals an beiden enden verkürtzt....sieht ziemlich merkwürdig aus heute....
Das ist so nicht richtig. Das Schlimme ist ja, dass die Kurzversion nicht billiger ist, sondern nur gebaut wurde damit der Bahnhof bis zur WM 2006 fertig ist. Und dass alles auf Anordnung des allseitsgeliebten Herrn Mehdorn.
.... Eigentlich sollten die drei Bahnsteige auf einer Länge von 430 Meter überdacht werden. So hat es der Architekt Meinhard von Gerkan geplant. Doch nun erhalten die Bahnsteige nur auf einer Länge von 321 Metern einen Wetterschutz. Der Westteil des Daches ist 172 Meter, der Ostteil 107 Meter lang (die Lücke dazwischen muss noch vom Nord-Süd-Dach geschlossen werden). Statt 34 wurden nur 23 tragende Stahlbögen aufgestellt. Die Übrigen lagern unter der Westeinfahrt des Ostbahnhofs, im Viadukt an der Koppenstraße. Azer begründet die Verkürzung so: Wäre dies nicht geschehen, hätte sich die Fertigstellung des gesamten Bahnhofs verzögert - vielleicht sogar bis 2009. Geld sparte die Bahn durch die Dachverkürzung nicht. Denn die Umplanung war aufwändig, viele Elemente mussten neu hergestellt werden. ....
Quelle: Berliner Zeitung
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0417/lokales/0005/index.html?keywords=lehrter%20bahnh of;ok=OK%21;match=strict;author=;re ssort=;von=1.1.2000;bis=3.5.2004;ma rk=bahnhof%20lehrter
Kampflamm
03.05.2004, 15:36
kampflamm hat wie ueblich unrecht. wer massenweise geld zum fenster rausschmeisst, weil er gegen den trans-metro-rapid ist, hat nix mehr zu lamentieren. die summen sind geradezu ungeheuerlich, die da an schaden entstanden sind, weil hier gepennt wurde. es muesste schon laengst ein entsprechendes backbone gebaut worden sein ...
Na na na, da sind wohl wieder die Pferde mit dir durchgegangen. Wer schmeisst hier wo Geld raus? Ich nicht. Und da die Bahn immer noch mit Steuergeldern finanziert wird darf hier wohl jeder lamentieren.
Quelle: Berliner Zeitung
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0417/lokales/0005/index.html?keywords=lehrter%20bahnh of;ok=OK%21;match=strict;author=;re ssort=;von=1.1.2000;bis=3.5.2004;ma rk=bahnhof%20lehrter
na dann war es halt so......knapp daneben ist auch vorbei.... :nono:
trance-x
04.05.2004, 04:57
Na na na, da sind wohl wieder die Pferde mit dir durchgegangen. Wer schmeisst hier wo Geld raus? Ich nicht. Und da die Bahn immer noch mit Steuergeldern finanziert wird darf hier wohl jeder lamentieren.
was du da reden?
1. entsteht eine mittaeterschaft durch naehrbodenschaffung. das bedingt nun einmal kommunikation. lediglich der anteil am negativen gesamtumsatz waere hier also diskutierbar.
2. bleibts folglich doppelmoralisch.
3. waers ansonsten ohnehin nicht ganz zu ende gedacht, denn mit den steuergeldern passiert ja was. du verbaust ja kein geld, nech?
Es gibt Neuigkeiten zum Hochhausbau am Bahnhof!
Eigentlich ist das doch recht unvorstellbar! Immerhin ist die Vivico doch ein recht konservativ investierender Laden.
http://www.lap-consult.com/projekt.php?sp=00169&kat=_05
Auf der Seite wird ein Baubeginn von 2009 behauptet! Immerhin war mir die Visualisierung neu!
(Übrigens, dieser Thread hat echt Skyscraperniveau au au!)
Na, so neu kann das Ganze nicht sein, wenn als beteiligter Architekt O. M. Ungers aufgeführt wird. Der ist nämlich letztes Jahr verstorben. Spricht auch nicht gerade für einen zügigen Planungsfortschritt, wenn man sich kurz vor Ende des angedachten Zeitraumes (2001-2009) noch in den HOAI-Phasen I-III befindet. IV wäre dann übrigens die Genehmigungsplanung :D.
ach AeG, du weißt wie man vorfreude mit einem schlag kaputtmachen kann ;)
ich bin ja gespannt, ob sich am hbf in nächster zeit überhaupt noch was tut, nachdem herr mehdorn ja angeblich auch nicht in den würfel will.
Tja da guck ich einmal ins SSC und lass mich gleich von deren Threads hier negativ beeinflussen!
Das mit OM Ungers hätte ich wissen müssen, :nono: !
paderwan
02.05.2008, 19:46
An der Stelle wird sicherlich etwas entstehen. Die Nähe zum Bundeskanzleramt, Reichstag und Hauptbahnhof wird Horden von Lobbyisten anziehen und die brauchen Hotels und Wohnungen.
Na wenn der Vorstand + Anhang in den Würfel zieht (ziehen soll); dann noch einer oder sogar beide Bügelbauten über dem Hbf der Bahn zur Verfügung stehen, wer soll denn dann noch in dem Hochhaus arbeiten? Wieviele Leute arbeiten denn in Berlin für die Bahn?
Schon genug, ich glaub 16000, aber es gibt natürlich viele Standorte in nicht so exponierter Lage, was oftmals auch nicht nötig ist.
Andi_777
04.05.2008, 09:50
In den Würfel wird Mehdorn eh nicht ziehen. Der will schon etwas mehr Repräsentanz. Ich hoffe so inständig, dass aus Würfel und Scheibe nichts wird!
Mehr Repräsentanz:confused: Der Würfel wird eine Kantenlänge 42,5 m haben, das ist doch kein kleines Gebäude! Die Lage gegenüber dem Regierungsviertel, also ich wüßte nicht, wo es mehr Repräsentanz in Berlin geben könnte!?
Mit Scheibe meinst Du wohl das HH, in der Tat, wenn es nur 100 m wird, dann sollte man es besser lassen - das wird aussehen wie gewollt und nicht gekonnt (wie vieles in Berlin), nur die 150 m Variante setzt den städtebaulichen Landmark.
paderwan
04.05.2008, 12:56
Bis das fertig ist, dürfte Mehdorn schon in Rente sein. Er ist jetzt 66 Jahre alt.
Andi_777
04.05.2008, 13:45
Ich bin - wie schonmal bemerkt - gegen ein städtebauliches "Landmark". Hier ist Hbf und Reichstag Landmark genug. Warum brauchts da ein Bürohochhaus zum Schau-Stehlen...
Naja, wenn die städtebaulichen Planungen für das Gebiet nördlich des Hauptbahnhofs so umgesetzt werden wie im Masterplan Heidestraße vorgesehen, dann gibt es dort zusammen mit dem Hochhaus ein nettes kleines Cluster...würde mir ganz gut gefallen.
Masterplan (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost.php?p=173648&postcount=32)
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