Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dresden: Neubau Rudolf-Harbig-Stadion (realisiert)
TheBerliner
09.06.2005, 17:46
In Dresden ist seit längerem ein Neubau Anstelle des Maroden Rudolf-Harbig-Stadions im Gespräch. Vergangenen Herbst haben die TU Dresden und die RWTH Aachen als Semesteraufgabe die Planung für ein neues Stadion gestellt.
Vor kurzem waren alle Modelle im Dresdner Rathaus zu sehen, leider habe ich keine Fotos gemacht, als ich dort war.
Hier sind dennoch ein paar Bilder der Entwurfsmodelle. Noch mehr Bildmaterial und weitere Entwürfe gibt's bei http://home.dial.ddkom-online.de/SGDmk/s00.htm
1. Der einzige Entwurf von Studenten der TUD. Man beachte die ultimative Fan-Toilette
http://home.dial.ddkom-online.de/SGDmk/pics/stadien/10-04.jpg
http://home.dial.ddkom-online.de/SGDmk/pics/stadien/10-03.jpg
2. Mein persönlicher Favorit
http://home.dial.ddkom-online.de/SGDmk/pics/stadien/06-01.jpg
http://home.dial.ddkom-online.de/SGDmk/pics/stadien/06-02.jpg
3. Dieser Entwurf ist bei den Fans sehr gut angekommen
http://home.dial.ddkom-online.de/SGDmk/pics/stadien/09-03.jpg
4.
http://home.dial.ddkom-online.de/SGDmk/pics/stadien/15-01.jpg
5.
http://home.dial.ddkom-online.de/SGDmk/pics/stadien/02-01.jpg
http://home.dial.ddkom-online.de/SGDmk/pics/stadien/02-04.jpg
6.
http://home.dial.ddkom-online.de/SGDmk/pics/stadien/01-04.jpg
baukasten
09.06.2005, 19:01
Der 2. Entwurf gefällt mir auch am besten. Unterscheidet sich auf ausgesprochen angenehme Weise vom deutschen Stadion-Einheitsbrei. Die Außenhaut in den Vereinsfarben und die Weiternutzung der architektonisch ansprechenden Flutlichtmasten sind die Stärken dieses Entwurfs. Damit kann sich ein Dynamo-Fan, der am alten Harbig-Stadion hängt, sicher gut identifizieren. Für alle anderen ist es ein Stadion mit hohen Wiedererkennungswert.
Die einstufige Traverse des 3.Entwurfs hat es mir aber auch angetan. Kommt der Wahrnehmung eines "Kessels" entgegen und ist sicher auch für die Stimmung nicht schlecht. Außerdem finde ich, dass mittelgroße Stadien zweistufig immer etwas lächerlich wirken.
sebastian c
10.06.2005, 12:38
Da sind ein paar schöne Entwürfe dabei. Von der Form her finde ich Nummer 3 klar am ansprechendsten. Zu Entwurf 1: Wieso blau? Möchte man nicht lieber etwas einmaliges in den Vereinsfarben, also vor allem in gelb, schaffen?
TheBerliner
10.06.2005, 12:57
Ich würde fast unterstellen, die Farbwahl resultiert aus den Modellmaterialien:
http://home.dial.ddkom-online.de/SGDmk/pics/stadien/10-01.jpg
Man hat von dem Plexiglas einfach die blaue Folie nicht abgezogen. :lach:
Ernsthaft, vielleicht ist eine gelbe Fassade hier als zu aggressiv erachtet worden und man hat sich für das neutralere Blau entschieden.
Schmittchen
10.06.2005, 13:12
Nummer 2 stammt ja wohl von jemanden der ein Praktikum bei Sauerbruch Hutton gemacht hat.
TheBerliner
10.06.2005, 13:22
Gut möglich :lach:
Nr. 4 erinnert entfernt an Arbeiten von Herzog & De Meuron.
das stadion dürfte aber in dresden nicht erste priorität haben...
zur zeit wird versucht, investoren für den wiener platz zu finden (operetten umzug) und im herbst diesen jahres sollte eigentlich der bau der waldschlösschenbrücke beginnen.
TheBerliner
31.07.2005, 14:23
Fühestens wenn sich ein Austieg Dynamos in die Erste Liga abzeichnet wird was passieren.
baukasten
06.01.2006, 12:38
Die Entscheidung für einen Investor ist gefallen:
"Weg frei für Dynamo-Stadion"
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1045181
Foto:
http://www.sz-online.de/nachrichten/fotos.asp?artikel=1045181
Damit hat sich das Angebot mit den niedrigsten Baukosten (und somit geringsten Zuschüssen seitens der Stadt) durchgesetzt. Architektonisch sieht der HBM-Entwurf alles andere als vielversprechend aus. Einziges Plus: die Giraffen sollen stehen bleiben.
Schmittchen
24.07.2006, 17:21
Nach einer Meldung in der IZ (http://www.immobilien-zeitung.de//htm/news.php3?id=18898&rubrik=) ist ein weiterer Schritt zu einem neuen Rudolf-Harbig-Stadion (Foto des bestehenden Stadions (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/70/Rudolf-Harbig-Stadion1.jpg/800px-Rudolf-Harbig-Stadion1.jpg)) gemacht: Kürzlich stimmte der Dresdner Stadtrat zu, dass die HBM Stadion- und Sportstätten GmbH für 40 Mio. Euro ein neues Stadion mit ca. 32.000 Steh- und Sitzplätzen baut. Vorausgesetzt die Finanzierung klappt, wofür das Land noch einer Bürgschaft der Stadt zustimmen muss.
Und so sieht der HBM-Entwurf aus:
http://img231.imageshack.us/img231/7483/hbmentwurfbe3.jpg (http://imageshack.us)
Copyright: HBM Stadion- und Sportstätten GmbH
Mit dem Bau soll im Herbst dieses Jahres begonnen werden.
Dr.Faust
07.03.2008, 22:04
Seit Februar wird im Rudolf- Harbig- Stadion nicht nur abgerissen, sondern auch neu aufgebaut! Mit dem Montieren der ersten Betonfertigteilstützen begann praktisch das Wachsen des neuen Stadions. Die säulenartigen Stützen sind fast 18 Meter hoch. Die Stützen der mittleren Reihe messen immerhin noch zehn Meter. Neben den neuen Tribünen werden die Säulen künftig auch die Lasten der Dachkonstruktion tragen, die zusätzlich durch verankerte Stahlseile gehalten wird.
Ein paar Bilder vom Umbau:
http://www.stadionwelt.de/neu/sw_stadien/index.php?folder=sites&site=neubau_d_detail&id=59
Schön zu sehen, das auch im Osten neue, moderne Stadien gebaut werden. Ich glaub der Stadionbau war der beste Schutz vor einer drohenden Insolvenz. Jetzt muss die Stadt eben in schwierigen Zeiten dem Verein auch mal unter die Arme greifen und investieren.
^ Wieso sollen im Osten keine neuen Stadien gebaut werden? Du selbst wohnst fußballtechnisch gesehen in einer Viertliga-Stadt, die ein Stadion hat, wonach sich mancher Erstligaverein die Finger lecken würde.
Ansonsten stand heute in der LVZ geschrieben, dass Dynamo Dresden als Ausweichspielstätte ins Leipziger Zentralstadion möchte. Die vorher diskutierte Ausweichspielstätte in Teplice (Böhmen) stünde nicht mehr zur Debatte, da die weite Anreise den Gegnern nicht zugemutet werden kann (Anm.: Teplice liegt ca. 65 km südlich von Dresden und ca. 15 km hinter der deutschen Grenze).
^ Wieso sollen im Osten keine neuen Stadien gebaut werden? Du selbst wohnst fußballtechnisch gesehen in einer Viertliga-Stadt, die ein Stadion hat, wonach sich mancher Erstligaverein die Finger lecken würde.
Gerade deshalb! Weil eben die meisten Ostvereine in unteren Ligen spielen.
Wie wir alle wissen war das Stadion in Leipzig eine politische Entscheidung und keine wirtschaftliche.
Ich freue mich ja eben, dass gerade trotz schlechter finanzieller Lage ehemaliger großer Ostvereine (Magdeburg, Dresden), neue Stadien gebaut werden. Im Fußball ist der Ost-West-Unterschied größer denn je. Aber nur durch moderne Stadien kann man zumindest Anschluss halten und langfristig bestehen. Natürlich muss der sportliche Erfolg mittelfristig schritthalten, sonst bleiben trotzdem die Zuschauer aus.
Man sieht ja bei Rostock und Cottbus, wie schwer es ist. Hier fehlen schlicht und einfach die großen Sponsoren...und bei diesen Vereinen meiner Meinung nach vor allem auch Tradition und Zuschauer. Ich sag nur SAP und Hoffenheim...ein Wahnsinn... :hammerlol
Im Osten geb ich langfristig nur Dresden und Leipzig (einer der beiden Vereine) eine Chance.
Wen übrigens der Fortgang der Bauarbeiten interessiert, der findet hier reichlich Material und Information:
http://www.bauen-fuer-emotionen.de/index.php?id=43
-----------------
Mod: Wäre wünschenswert gewesen, wenn das Projekt etwas vorgestellt worden wäre, statt nur einen Link hinzuwerfen.
-----------------
Die Website hinter dem Link erklärt das Projekt hervorragend und beantwortet alle Fragen. Auch wenn ausführliche Artikel immer gerne genommen werden, bediene ich mich hier mal der Annehmlichkeit des Internets, den Zugang zu einer Information über einen Link zu vereinfachen. Danke.
Ich finde das neue Stadion genauso nichtssagend und hässlich wie das davor. So sieht wirklich jedes Provinzstadion der Welt aus.
Warum hat man nicht mal irgendwo in die Konstruktion bisschen Witz mit rein gebaut? Ich finde rein gar nichts interessantes an dem Gebäude.
Ich hätte dem Stadion einen Hauch von Barock verpasst, irgendwie, ne offene Kuppelkostruktion an denen das Flutlicht installiert ist oder sowas. Oder eine Hauptfassade ähnlich dem Hauptbahnhof. etc blabla Man kann sich so schön von bestehender oder historischer Dresdener Bausubstanz inspirieren lassen.
Das passt besser zum Barockpark nebenan und besser zu Dresden an sich und würde das Stadion recht einzigartig machen. Das alte Wembley mit seinen zwei Turmbauten hat man auf Anhieb identifizieren können. Genauso das Berliner Olympiastadion mit seiner Dachaussparung. Diese Allerweltsbetonglaskästen mit ideenlosem Plastikdach obendrauf haben Null Charme.
Da hat die Stadt sich wiedermal toll ins eigene Fleisch geschnitten.
WolfsheimJena
18.08.2008, 12:56
Kontrafaktisch wie man sehen kann. Seit mehr als zehn Jahren spielen Rostock und Cottbus oben mit. Weil dort handwerklich gute Arbeit im Kleinen geleistet wird. Sponsoren zu finden ist nicht leicht, aber es geht bei Sponsoren nicht um die Stadtgröße, sondern um die Medienpräsenz. Und diese ist bei erst- und Zweitligisten definitiv höher als bei Viert- und Fünftklässlern.
So hatte Cottbus vor einigen Jahren Jacobs als Hauptsponsor, obwohl Jacobs keinerlei Verbindungen nach CB hatte.
Leipzig und Dresden werden beide auf absehbare Zeit unten bleiben. Gerade in Leipzig ist der Fußball durch jahrelange Provinzfehden, halbseidene Machenschaften und Chaotentum nachhaltigst zerstört worden. Man wird auch im Jahre 2020 noch gegen Halle und Halberstadt spielen, weil ich nicht sehe, welcher Sponsor zu hoffen glaubt, sein Image mit so einer Chaoten- und Provinzlertruppe zu verbessern. In Leipzig steht der Fußball in krassestem Gegensatz zur eigentlichen Weltoffenheit der Stadt. Manchmal scheint es, als sammle sich dort die unterste soziale Schublade der Stadt. Das ist zwar nicht so, es gibt auch normale begeisterte Anhänger und eine wichtige Jugendarbeit. Die Außenwirkung ist aber nachhaltig zerstört.
Dresden gebe ich noch eher eine Chance, die Stadt hat mehr Geld und der neue Trainer ist recht fidel. Aber auch hier ein großes Gewalt- und Hooliganproblem. Ansonsten werden wir weiterhin Rostock, Cottbus, ansatzweise Aue und Jena sehen. Gerade Aue ist ja das Lieblingskind der Industriellenfamilie Leonhardt und der von ihnen dominierten Leonhardt Group. Insofern kommt das Geld wenigstens aus der Region. Auch herrscht dort ein strenges, professionelles Management, das sich m. E. langfristig auszahlen wird. In Dresden in weiter Zukunft, für Leipzig hat sich der Fußball erledigt.
Bitte beim Thema Stadionbau bleiben. Ueber den ostdeutschen Fussball oder zum Leipziger und Dresdner Hooliganproblem speziell darf im Kaffeeklatsch-Thread weiterdiskutiert werden. Gruss Cowboy
Vielleicht liegt gerade in der aktuellen Situation die Chance! Wenn keiner mehr dran glaubt, kann es ja nur aufwärts gehen. Die Erwartungshaltungen sind doch heute wesentlich andere als in den 90ern, als im Zuge der Wiedervereinigung und später des WM-Booms auf einmal immense Gelder ohne Verstand für irgendwelche "Halb-Götter" ausgegeben wurden. Klar, die Vision "Bundesliga" muss das Ziel sein. Aber bitte nicht um jeden Preis.
Guderian
18.08.2008, 14:26
Das ist ja gerade das Problem, in Dresden und Leipzig glauben (fast) alle das ihre Vereine mindestens in die erste Bundesliga gehören. Keiner will sich eingestehen, dass die Leistungsfähigkeit des eigenen Teams dem Tabellenrang entspricht. Deswegen stürzen sich die Städte in Schulden um überdimensionierte Stadien zu bauen, die die Vereine nie werden füllen können. Selbst wenn einem die Baukosten geschenkt werden, muss man die Betriebskosten auch erstmal erwirtschaften. Das wird umso schwerer, wenn die letzten treuen Fans in einem nur zu eindrittel gefüllten Stadion gegen leere Ränge anschreien müssen. Das deprimiert noch mehr als die Fehlleistungen der Mannschaft, weil es einem immer wieder die Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit vor Augen führt.
Der Irrglaube, ein modernes Stadion würde eine Mannschaft auch sportlich erfolgreich machen, hat schon viele Vereine in die Insolvenz getrieben. Bei Eisern Union bauen die Fans ihre Alteförsterei selbst zu einem drittliga-tauglichen Stadion (http://www.tagesspiegel.de/berlin/Koepenick-FC-Union;art270,2590329) um. Und genau das ist es auch, was bei Dynamo Dresden gerade noch wirtschaftlich vertretbar wäre. Wenn der SAP Milliardär Hopp seine Milliarden in den TSG Hoffenheim versenken will, dann ist das seine Sache. Aber bei öffentlichen Mitteln ist das einfach nur föderale Verschwendung. Das ist aber kein Ostproblem, auch viele kleine Westvereine haben sich neue Stadien mit Steuergeldern bauen lassen.
WolfsheimJena
18.08.2008, 18:52
Wie wahr wie wahr. Man könnte das auch Provinz-Größenwahn nennen. Natürlich wäre es toll, wieder an die Europacup-Zeiten mit AS Rom in Jena und Magdeburg anzuknüpfen. Aber es entspricht nicht der erreichbaren Realität - noch nicht.
Aber die sollte man tunlichst im Auge behalten - der Bau von Stadien in solcher Größe wie in Dresden, Leipzig und Magdeburg ist keine Gemeinschaftsaufgabe. So wie es die Unionisten in Berlin machen - das hat Augenmass und Sinn für das Erreichbare. Aber das kann ich hier nicht erkennen. Wie Guderian sagt, ich denke die Vereine kranken auch an den übersteigerten Erwartungen. Leipzig, Jena und Dresden sind als Städte erfolgsverwöhnt, warum sollte es ausgerechnet also im Sport nicht klappen - weil es Sport eben von Menschen gemacht wird-
sebastian c
19.08.2008, 00:05
Wieso genau hat denn das alte Stadion nicht mehr ausgereicht? Sieht gar nicht baufällig aus und groß genug ist es doch auch, oder? Oder war es vor dem Umbau öfters mal ausverkauft?
Dresden hat ja schon ein schönes Fanpotential, aber bei dem Thema Anspruch und Wirklichkeit habt ihr sicher nicht Unrecht..
Und 40 Millionen für ein EM-Spiel der Frauen 2011 zu investieren lohnt ja auch nicht wirklich..:D
Letzter Spieltag der Regionalliga Nord Saison 2003/2004 gegen VfR Neumünster offiziell 36000 (gefühlte 40000) Zuschauer.
Mit dem Sieg wurde die Relegationsrunde zur zweiten Liga und dort schließlich der Aufstieg in die zweite Liga geschafft.
Und wer hier von Gewaltproblem redet, muß auch erkennen, daß das neue Stadion ein wichtiges Instrument ist, dieses Gewaltproblem in den Griff zu bekommen. Es werden durch den höheren Komfort (Klappsitze mit Rückenlehne, alle Plätze überdacht, VIP-Bereich, ...) Zuschauer angelockt, welche durch das bisherige Nichtvorhandenseins dieses Komforts in Dresden nie zum Fußball gegangen wären und auch nicht Teil des Gewaltproblems sind. Damit werden die Gewalttäter weiter in Unterzahl gedrängt. Außerdem ergeben sich besser Möglichkeiten der Videoüberwachung, auch wenn ich kein Freund davon bin.
Weiterhin macht sich eine Werbebande im neuen Stadion besser als bisher direkt an der das Spielfeld umgebenden Aschenbahn. Es ergeben sich weitere neue Werbeflächen.
Leider sind die Vermarktungsrechte noch nicht zwischen HBM und Dynamo Dresden vertraglich geregelt.
Neue Spielerkandidaten werden sich eher für Dynamo entscheiden, wenn sie die neuen Trainings- und Umkleidemöglichkeiten sehen. Auch die Geschäftstelle war bisher in einem ollen Plattenbau untergebracht und wird nun in die Haupttribüne integriert.
Die Möglichkeiten, den Klub wieder zu neuen Höhen zu führen, werden also ungleich größer sein als bisher. Nun kommt es darauf an etwas daraus zu machen. An den Fans sollte es nicht liegen. Wenn der Erfolg da ist oder in errreichbarer Nähe ist, wird die neue Schüssel in Dresden auch ausverkauft sein. Da bin ich mir sicher.
@ Thorsten:
Volle Zustimmung! Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie eine derartige Debatte vom Zaun gebrochen wird. Dynamo ist einer der Traditionsvereine in den neuen Bundesländern. Es gab auch genügend Ecken im Westen, wo mit Staatskohle Projekte finanziert wurden. Im Osten beginnt dann plötzlich eine Grundsatzdebatte, die so nicht nachvollziehbar ist.
Am neuen Stadionbau muss auch eine Gedenktafel angebracht werden, da die britischen Bomber das alte Stadion als Orientierungspunkt für ihre Bombardierungen verwendet haben.
Vorbildlich finde ich, dass die Fans so an der Gestaltung mitbeteiligt wurden. :daumen:
sebastian c
29.12.2008, 01:02
^
Ich denke das hat mit Osten oder Westen erstmal gar nix zu tun. Immer wenn öffentliche Gelder investiert werden muss man gucken wem sie zu Gute kommen und ob die geförderten Projekte - für die Allgemeinheit, für die Bürger, für einen gewissen öffentlichen Zweck - auch wirklich lohnenswert sind. Da kann man dann bei Investitionen in Fußballstadien, die
a) wenn überhaupt mit den Stadionbesuchern nur einem Teil der Bevölkerung unmittelbar nützen
b) in erster Linie dem ansässigen Fußballclub und damit idR einem wirtschaftlichen Unternehmen zu Gute kommen
c) den Konkurrenzkampf mit anderen Vereinen und damit Städten anstacheln, die Fairness des (eigentlich sportlichen) Wettbewerbs in den Ligen einschränken
d) einfach ganzschön teuer sind und je nach Art der zukünftigen Eigentürmer/betreiberstruktur über Jahrzehnte hohe Folgekosten nachziehen
e)..
f)...
....
schonmal ins grübeln kommen.
Konkret im Dresdner Fall kann ich`s nicht beurteilen; zumindest das hohe Zuschauerpotential lässt ja optimistisch in die Zukunft blicken...bei Magdeburg, Leipzig, aber auch Düsseldorf etc fragt man sich aber schon: Musste das sein?
p.s. Irgendwann wird man sich sowieso wieder nach den schönen alten Schüsseln sehnen. Nieder mit den Arenen! ;)
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/Siegen_Leimbachstadion.jpg
vBulletin® v3.8.2, Copyright ©2000-2010, Jelsoft Enterprises Ltd.