Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Köln: Nord-Süd U-Bahn (Bauthread)
Zunächst mal handelt es sich hier natürlich um eine absolut begrüßenswerte Maßnahme. Was sich allerdings immer wieder aufdrängt, ist die Frage nach den überirdischen Stadtbahntrassen entlang der Ringe. Das alte Problem, die Ringe sind von einer absoluten Prachtstraße höchsten Ranges in Abschnitten zu einem konturlosen, chaotischen Misch-Masch geworden (speziell Zülpicher Platz bis ca. Salierring/Sachsenring). Eine Fortsetzung der U-Bahn vom Zülpicher Platz bis zum Chlodwigplatz wäre eine gigantische städtebauliche Chance ! Und in meiner laienhaften Annahme auch technisch einfacher realisierbar, da es nicht mitten duch die Stadt geht, sondern einem Strassenverlauf gefolgt würde. Meinungen ?
Interessant in diesem Zusammenhang der aktuelle Stand der Bauarbeiten lt. KVB:
http://www.kvb-koeln.de/newsfiles/20050720193840_Stand_der_Bauarbeite n_im_Detail.pdf
In diesem Artikel wird auf Seite 4 übrigens eine mögliche Ost-West U-Bahn vom Heumarkt aus erwähnt - davon hatte ich bis jetzt noch nichts gehört, gibt es dazu nährere Angaben ?
Die Ost-West-Stadtbahn soll zwischen deutzer brücke und melaten bzw. universität entstehen und als zentraler Tunnel das Ost-West-Niederflurnetz verbinden. die station heumarkt wird als Umsteigebahnhof erbaut, wobei die Obere ost-west-ebene vorerst als verteilerebene in betrieb genommen wird und erst zu einem späteren zeitpunkt zur bahnsteigebene umgebaut wird.
Soweit ich weis soll beim Bau der U-bahnstation neumarkt in den siebziger jahren auch eine zweite ebene als rohbau erbaut worden sein.
die planungen für die Ost-west-u-bahn haben leider noch nicht begonnen.
der bau der ost-west-u-bahn wid wohl aus Finaziellen grüden nicht vor 2015 erfolgen.
weitere anträge
-Verlängerung linie 3 mengenich unterirdisch ins görlinger zentrum
-Tieferlegung Barbarossaplatz
-Linie 13 Bahnhof mülheim bis ostheim
-Linie 13 Sülz gürtel bis bayentalgürtel
leider ist die tieferlegung der ringtrasse leider überhaupt nicht in diskussion
gruss ray
colonius
13.08.2005, 14:01
Ja das mit dem Rohbau unter der UBahn Station "Neumarkt" hatte ich auch schon gehört!
Die Ost-West-Ubahn wird kommen, die FDP ist in Köln unheimlich dahinter her, dass sofort im Asnschluss an die Nord-Süd-Trasse die O-W-Trasse begonnen wird (Kostenersparnisse). Jedoch wird das noch ein Weilchen auf sich warten lassen, aber DASS sie kommt steht unweigerlich fest, denn der Neumarkt soll verkehrstechnisch entwirrt werden und die Hahnenstrasse zu einem grossen, breiten Boulevard ausgebaut werden, dann könnte eine schöne Prachtstrasse mit zwischengeschalteten Plätzen vom Rhein bis zur Inneren Kanalstr entstehen, quasi ähnlich der Ringe, nur gerader Verlauf:
Heumarkt-Cäcilienstr-Neumarkt-Hahnenstr-Rudolfplatz-Aachener Strasse.
Ausserdem soll unter der UBahn Station "Bf Deutz-Messe-K'arena" ebenso ein Rohbau für eine spätere UBahn von der Severinsbrücke Richtung "Messe" (jetzige Linie 3/4) existieren...die Treppenabgänge sind vermauert bzw mit Reklametafeln verschlossen. Hat jmd ähnliche Infos dazu?
Leider ist kein Geld da, um all diese Pläne umzusetzen, auch wenn sie sinnvoll sein mögen. Denn selbst wenn sämtliche Fördermittel nur nach Köln fließen würden, was auch nicht wünschenswert ist, würde es Jahrzehnte dauern, bis sich diese Pläne finanzieren lassen. Die Tieferlegung der Ringlinie finde ich allerdings nicht so wichtig, denn nach Eröffnung der Nord-Süd-Strecke wird dieser Abschnitt an Bedeutung verlieren.
(...) Das „rote Haus“ ... wird abgerissen, um dort einen so genannten Kompensationsschacht zu bauen. Er ist nötig, um den Untergrund der Häuserzeile am Alter Markt zu stabilisieren. (...)
(...) Das „rote Haus“, Alter Markt 31-33, soll nach der Fertigstellung der Tunnelröhre für die U-Bahn im Jahre 2008 - dann mit dem integrierten Abgang zur neuen U-Bahn-Haltestelle „Rathaus“ - wieder aufgebaut werden. (...)
http://www.ksta.de/html/artikel/1125475896178.shtml
Ein billiger Nachkriegsbau... *pff* die Chance sollte man nutzen um die Vorkriegsbebauung zu rekonstruieren, würde vmtl. auch nicht viel teurer sein.
Sollten wir das projekt nicht der offiziellen Bezeichung nach "Nord-Süd Stadtbahn" unbenennen? Köln hat leider keine U-Bahn...
Genau das mit dem ROHBAU Bahnhof deutz messe hab ich auch gehört. ich vermute mal das die zugänge der station hinter den werbeplaketen ( realtiv groß angelegt) befindet.
leider hab ich nicht von einer aktuellen planung gehört, obwohl die messelinien ja zum atraktiveren erschließen der Messeanlage eine unterirdische führung betragen könnten, was mir nicht unbedingt unwichtig erscheint. man könnte so mit einer geschickten führung eine voll u-bahn zwischen hbf
und messe einrichten die an messetagen ziwschen rechensberger platz und messe nord verstärkt werden könnte. wenn die messecity fertig wäre könnte sie den bahnhof im minutentakt atraktiv im minutentakt mit dem kongresszentrum nord verbinden.
Ich habe allerdings auf einer seite mit den Grünen gelesen das sie der ubahn zustimmen und die in den rat einbringen wollen. danach würde mülheim viel näher an deutz heranrücken.
Ich hoffe nur das die ftp die planung vorantreibt und die ost-west-u-bahn schleunigst gebaut wird. das alte netz leidet ziemlich an überlastung, zur deutlichen entlastung muss zumindest ein viergleisiger bahnhof am neumarkt entstehen um die linien nivau frei ausgefädelt und über zwei kehranlagen west und ost verfügt. ( Sonderbahn richtig stadio bzw. zur messe oder kölnarena). nur so kann die u-bahn an kapazitätszuwächse vorbereitet werden. am optimalsten und u-bahn gerechtesten wäre ein viergleisiger ausbau mit einem reintunnel ( vision der ende sechziger) und einem viergleisigem ausbau von deutz bis zum abzweig hinterm neumarkt
Aus vordringlich muss ich sagen finde ich die von der FTP vorgeschlagene verlängerung der nord sued u-bahn. ich frag mich wie man eine höchst moderne, hoch frequenzierte u-bahn dann als straßenführung weiter plant?!?
mein vorschlag wäre eine verlängerung unterirdisch bis zum bayenthalgürtel und diese station vorerst unterirdisch als endstation ausbaut ( a la Bonn Bad Godesberg). danach erflogt die verlängerung unterirdisch in stücken. das wird zwar gesamtgesehen teurer sein aber andere städte wie zb münchen haben auch jedes jahr neue ubahnschächte gebaut, aber hierbei mehrere kleine projekte als ein großes. kölns problem ist einfach, das wir noch viel zu viel auf straßenbahn fixiert sind...
sooo werden halt die strecken als straßenbahnstrecken geplannt und halten keine nivau freien einfädelungen gebaut.
colonius
08.09.2005, 16:09
Mal eine kurze Frage: Weiß zufällig jemand, wann die Stationen Poststr. und Appellhofplatz (sowohl Breite Str. als auch Zeughaus) mit Hochbahsteigen ausgestattet werden?
Ebertplatz, Breslauer Platz und Severinstr werden ja im Zuge der Nord-Süd-Trasse eh erhöht...Danke im Voraus!
Mir sind keine Termine bekannt. Am besten bei Stadt oder KVB nachfragen.
Oder alternativ hier mal recherchieren:
http://www.drehscheibe-online.de
http://48352.rapidforum.com
http://groups.google.de/group/de.etc.bahn.stadtverkehr?lnk=srg
colonius
15.09.2005, 11:48
@rec
Danke für die Info!
Die station poststrasse und apellhofplatz wird wohl erst ende des jahrzehnst umgebaut... der grund ist wie immer das geld...
Ich würde übrigens eine tieferlegung der ringlinen vom zülpicher platz bis hinter den babarossaplatz begrüßen.
der grund ist die linientrennung Innenstadt/Ringe...
weder die station babarossaplatz noch zülpischer platz sind als verknüpfungsstation geeignet... beim rudolpfplatz würde ich es auch ebensfalls als nicht ausreichend bezeichnen...
die einzige richtige verknüpfungsstation neben dem ebertplatz (am anderen ende der stadt allerdings) ist der friesenplatz..
Ich muss sagen das dies ein großes defizit der Umstrukturierung war, dass man zwar jetzt ebenerdige stationen hat aber leider von station zu station lange wege zu fuß hinter sich legen muss. dies lässt sich nur duch neubau lösen und das ist viel aufwändiger als ein hochbau.
gruss daniel
Der Breslauer Platz ist wohl bis auf weiteres Kölns öffentlichste Baustelle. Grosse Baumaschinen treiben Ihre Schaufeln in die Tiefe und ins Grundwasser um Schlitzwände zu setzen und so für eine später trockene Baugrube zu sorgen:
http://img295.imageshack.us/img295/8637/dscn28036mu.jpg (http://imageshack.us)
http://img295.imageshack.us/img295/8767/dscn28075ts.jpg (http://imageshack.us)
Die gewaltige Schaufel
http://img295.imageshack.us/img295/3355/dscn28101fp.jpg (http://imageshack.us)
Auf diesem Bild ist gut zu erkennen das die neue UBahnstation Breslauer Platz in offener Baugrube erstellt wird. Die schwarzen T-Träger werden später das Gewicht des darüber liegenden Platzes abfangen.
http://img295.imageshack.us/img295/9796/dscn28123jb.jpg (http://imageshack.us)
Die Website www.nord-sued-stadtbahn.de ist neu und umfangreicher gestaltet wieder erreichbar.
Untergrund-Kämpfer: http://www.tagesspiegel.de/wissen-forschen/archiv/26.01.2006/2311629.asp
Mal wieder ist die Ost-West-U-Bahn in der Diskussion:
http://www.ksta.de/html/artikel/1138712313149.shtml
Hoffentlich kommt der Antrag durch (und das Geld her ;) )
Ich halte das Projekt für eine der wichtigsten Baumaßnahmen in Köln.
Die Ost-West-Achse hätte die Chance ein attraktiver Boulevard (ähnlich wie die Ringe) zu werden. Und der Neumarkt, wäre nicht mehr eine Insel im Straßenverkehr.
Die Ost-West-Strecke ist sicher eine der sinnvollsten Tunnelplanungen, die es in Köln gibt. Bleibt die Frage der Finanzierung. Die Kölner verbraten ja nun sehr gerne die Fördermittel für SPNV-Projekte (fast) alleine, und das kann eigentlich auf Dauer nicht angehen. Insofern hoffe ich, dass die Mittel in Zukunft gerechter verteilt werden.
Sehr interessanter Artikel über eine zweite unterirdische Ebene am Bahnhof Deutz Messe. Leider stehen die Chance, dass sie jemals aktiviert wird nicht sehr gut!
http://www.ksta.de/html/artikel/1138712319165.shtml
Nach dem Bangen der letzten Wochen scheint die künstlerische Gestaltung der neuen U-Bahn-Stationen jetzt doch gesichert zu sein:
http://www.ksta.de/html/artikel/1138712342819.shtml
Das ist doch mal eine gute Nachricht, die dem aktuellen Rotstift-Trend entgegenwirkt! :)
Hallo zusammen
bin grade bei Surfen mal wieder auf einen Interessanten Artikel der FTP gestoßen.
Hierbei wird von der Planung der Ost-West-U-Bahn gesprochen.
Wir können nur hoffen das dieses Projekt möglich bald ( oder überhaupt) realiesiert wird.
http://www.fdp-koeln.de/index.php?l1=9&l2=0&l3=1&aid=3340
Seid bitte so nett wenigstens eine kurze Kernaussage des Artikels auf den Ihr verweist mit Euren eigenen Worten wiederzugeben.
Verlage belassen die Artikel nicht ewig auf Ihren Servern und das Thema soll doch noch auch in ein paar Monaten lesbar sein, nicht?
dem artikel der KVB zufolge werden in diesem jahr umfangreiche baumaßnahmen in vielen streckenabschnitten vorgenommen...
Baumaßnahmen
März
Trennung Linie 1 (19.3.) wg. Sanierung Überfahrt Aachener Str./Alter Militärring:
Auf der Aachener Straße Richtung Innenstadt, in Höhe der Haltestelle „Alter Militärring“, werden die Gleise erneuert. Am Sonntag, dem 19. März 2006 von 1:15 bis 18:00 Uhr, fahren die Züge der Linie 1 von Bensberg kommend nur bis zur Haltestelle „Eupener Straße“. Der nicht bediente Streckenabschnitt von der Eupener Straße bis zur Endstelle Weiden, Schulstraße wird durch einen Ersatzverkehr mit Gelenkomnibussen bedient. Kosten: 250.000 Euro
25./26.3. Trennung Linie 16 zwischen Bonn-Tannenbusch (Hersel) und Sürth wg. Veränderung der Stromversorgung in Wesseling: Ersatzverkehr mit Omnibussen
April
Fertigstellung Haltestelle Niehl
Kosten 1,35 Mio. Euro
8.4.-9.4. Trennung Linie 7,
fährt nur bis Haus Vorst, wg. Brücken-Bauarbeiten der HGK an der Bonnstraße.
22./23. 4. Sanierung Simonskaul
Nach einer Untergrundabsackung durch eine defekte Abwasserleitung muss der Boden neu aufgebaut werden. In diesem Zuge wird der komplette Abzweig auf der Neusser Straße in die Hauptwerkstatt erneuert. Zeitgleich werden im Gleisbogen an der Scheibenstraße die Schienen erneuert. Kosten 400.000 Euro
23.4. Auswechselung
Weiche am Reichenspergerplatz. Kosten 130.000 Euro
20.4.-28.4. Vollsperrung Bonner Straße/Bonner Wall
wg. Antransport/Montage der Tunnelbohrmaschinen. Weitere Anlieferungen und Straßensperrungen April/Mai.
März/April/Mai
Verbreiterung der Bahnsteige „Zülpicher Platz“
unter laufendem Betrieb; Fertigstellung bis zur Fußball-Weltmeisterschaft.
Mai
Fertigstellung Weiden West,
Eröffnung 1. Juni 2006 (Fahrplanwechsel 28. Mai 2006). Kosten 4,1 Mio. Euro
Stadion-Haltestelle:
Ausstattung des Bahnsteigs mit neuer Beleuchtung, Videoüberwachung, Lautsprecheranlage, behindertengerechter Rampe, zwei elektronischen Informationsanzeigern, einem Großflächenanzeiger. Investitionen von rund 500.000 Euro.
Gleisanbindung der Stadionanlage zur Ausfahrt in Fahrtrichtung Weiden-West Kosten : 650.000 Euro
13./14. Mai Trennung der Linie 18
wegen Ausbau der Zweigleisigkeit im Bereich Roisdorf/Alfter. Zweite Sperrung der Linie 18 vom 29.9. bis 1.10
Juli
Bau der Hochwasserschutzmauer im Bereich Heinrich-Lübke-Ufer bis Schönhauser Straße vom 9. Juli bis 29. Juli: Dafür kompletter Abbau der Bahntrasse, Ersatzverkehr für die Linie 16 zwischen Ubierring und Heinrich-Lübke-Ufer. Danach Neubau der Trasse. Kosten 1,6 Mio. Euro
Juli/August
Ausbau der Niederflurstrecken: Umbau der Haltestelle Chorweiler (Gleisanhebung um 55 cm. Ersatzverkehr für die Linie 15 zwischen Longerich und Chorweiler vom 31. Juli bis 6. August. Eingebaut werden 1.100 Tonnen Schotter. Anschließend kann die Linie 15 mit Niederflur-Fahrzeugen besetzt werden; die dafür benötigten 25 Fahrzeuge der neuen Serie 4500 sind Anfang August komplett.
August
Unterbrechung der Linie 18 in Alfter vom 4. August bis 7. August, Ersatzverkehr zwischen Waldorf und Dransdorf. 2. Trennung vom 29.9.-1.10.
Oktober
Anhebung der Bahnsteige an der Poststraße und am Appellhofplatz (Linien 3, 4, 12, 16, 17, 18, 19) vom 9. Oktober bis 15. Oktober (Termin ist abhängig von der Durchführung der Trennung Breslauer Platz.). Eine Woche Komplettsperrung des Innenstadt-Tunnels.
In der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober wird ein Stellwerkswechsel am Dom und am Appellhofplatz vorgenommen, dabei ist sechs Stunden lang die Haltestelle "Dom/Hbf" auf dem Schienenweg nicht erreichbar.
Oktober
Ab 8. Oktober zehn Monate Sperrung Breslauer Platz.
Sperrung im U-Bahn Tunnel Breslauer Platz: Um eine wesentliche Bauzeitverkürzung zu erreichen und einen günstigeren Bauablauf, wird der U-Bahn Tunnel an der Haltestelle Breslauer Platz vom 8. Oktober bis 16. Oktober komplett gesperrt. In Richtung Ebertplatz wird ein Ersatzverkehr mit Omnibussen eingerichtet. Am 16. Oktober wird ein provisorischer Kopfbahnhof in Betrieb genommen, der vom Ebertplatz bis an das nördliche Ende der heutigen Station reicht. Dadurch kann der nördliche Ausgang der Station weiterhin genutzt werden. Für ca. 10 Monate, also bis Mitte Juli 2007, bleibt diese Regelung bestehen. Ab Ende Juli 2007 ist die Durchfahrt wieder möglich, allerdings ohne Fahrgastwechsel an der Haltestelle "Breslauer Platz", für die der Innenausbau weitergeht. Dadurch ist die Inbetriebnahme der Haltestelle bereits im Herbst 2009 möglich.
Betriebskonzept
Für die Zeit der Trennung werden die Linien 16 und 18 zwischen Barbarossaplatz und Ebertplatz über die Ringe verkehren. Die Linie 19 fährt von Norden kommend bis Breslauer Platz, von Süden kommend bis Dom/Hbf. Die Linie 5 endet ebenfalls am Dom/Hbf. Als Verstärkung auf der Neusser Straße bis zum Ebertplatz sowie auf den südlichen Ringen bis Dom/Hbf wird zeitweise die Linie 6 eingesetzt.
Durch die veränderte Betriebsführung wird sich die Zahl der Fahrgäste im Querschnitt auf den Ringen zwischen Friesenplatz und Hansaring bis auf 90.000 verdoppeln. Die Umsteigevorgänge am Ebertplatz und am Neumarkt werden sich um 30 - 40 % verringern, dafür verlagern sich zusätzliche Umsteigevorgänge auf den Hansaring, den Friesenplatz und den Rudolfplatz sowie den Zülpicher Platz. Letzterer wird bis dahin eine Verbreiterung der Bahnsteige - Fertigstellung noch vor der Fußball-Weltmeisterschaft - erfahren haben, die anderen Stationen sind durchaus auf 20.000 bis 30.000 Umsteiger am Tag eingerichtet.
Oktober
Sperrung Linie 12 im Süden ab 16.10. für zehn Monate.
Ab Mitte Oktober beginnt der Ausbau der Linie 12 im Süden der Strecke zwischen Eifelplatz und Zollstock. Der Stadtbahnbetrieb wird für zehn Monate eingestellt und durch Omnibusse übernommen.
Vorausgegangen ist unter Federführung der Stadt Köln eine Koordination verschiedener Gewerke und Bauarbeiten: Leitungs- und Rohrverlegungen der RheinEnergie, Leitungsverlegungen der Telekom, Erneuerung der Abwasserkanäle durch die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB), Neubau der Haltestellen und Ersatz der Gleise sowie der Neubau der Straße.
Ursprünglich sollten diese Arbeiten hintereinander erfolgen; dies hätte jedoch entlang der Strecke der Linie 12 vom Gürtel bis nach Zollstock für Anwohner, Geschäftsinhaber, den Nahverkehr und den Individualverkehr eine mehr als dreijährige Baustellentätigkeit bedeutet. In einem ehrgeizigen Projekt wurden sämtliche Gewerke so koordiniert, dass innerhalb einer Frist von 10 Monaten sämtliche Arbeiten ausgeführt werden können. Voraussetzung allerdings ist dafür die Einstellung des Bahnverkehrs. Beginnend mit dem Fahrplanwechsel im Oktober 2006 endet die Linie 12 am Eifelplatz. Zwischen Eifelplatz und Höninger Platz findet ein Ersatzverkehr mit Omnibussen statt.
Sämtliche Maßnahmen erfordern zusammen rund 30 Mio. Euro. Durch die Koordinierung der Baumaßnahmen entstehen jedoch wesentliche Vorteile, nicht nur die zeitliche Dauer betreffend. Allein durch den Wegfall der sonst erforderlichen Kanalschacht-Verlegungen entfallen Kosten von ca. 1,2 Mio. Euro. Auch der Bau der Haltestellen und die Erneuerung der Gleise gestaltet sich um ca. 1,9 Mio. Euro günstiger. Bei den Leitungsverlegungen werden Einsparungen von ca. 2 Mio. Euro erwartet.
Oktober/November
Eingleisige Verkehrsführung der Linie 16 zwischen Godorf und Wesseling: An vier Wochenenden im Oktober/November jeweils von freitags 21 Uhr bis montags früh (14./15., 21./22., 28./29., 4./5.11.)
Weitere Maßnahmen im Bereich Fahrweg im Jahr 2006
Im Jahr 2006 werden weitere Baumaßnahmen vorgenommen, die jedoch ohne betriebliche Auswirkungen auf die Kunden bleiben:
Im Bereich Poll/Ensen der Linie 7 wird auf einer Strecke von 2,6 km eine Oberbauverstärkung der Trasse vorgenommen. Kosten 2 Mio. Euro.
Auf dem Gürtel wird zwischen Aachener Straße und Dürener Straße auf 2000 Meter Länge das Gleis erneuert, dabei werden vier Weichen und zwei Kreuzungen ersetzt. Kosten 2 Mio. Euro.
In Ossendorf werden zwischen Margaretastraße und Iltisstraße auf 2000 Meter die Gleise ersetzt. Kosten 2 Mio. Euro.
Zwischen Slabystraße und Zoo/Flora werden die Gleise auf 2000 Metern ersetzt. Kosten 1,6 Mio. Euro.
Am Dom/Hbf hat die Stadt Köln den Einbau von Aufzügen vorgesehen.
Quelle: KVB AG http://www.kvb-koeln.de
colonius
06.07.2006, 07:48
Kurzer Nachtrag: Anfang Juni hat sich die erste der 3 Tunnelbohrmaschinen ("Tosca") in Bewegung gesetzt und wird sich nun ohne Pause durch den Kölner Untergrund graben, die ersten 120 Meter sind geschafft:
koeln.de: www.koeln.de/artikel/Koeln/Tosca-frisst-sich-durchs-Koelner-Erdreich-29580-1.html
Kölner Stadt Anzeiger: www.ksta.de/html/artikel/1152178232064.shtml
Nord-Süd-Stadtbahn.de: www.nord-sued-stadtbahn.de/
Mehrere Webcams sind ab sofort verfügbar und liefern interessante Einblicke:
http://stadtbahn.relaunch.net/webcams/
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Danke für den Hinweis, ich habe die Kameras in unsere Webcam-Liste (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=4432) aufgenommen. Gruß, Schmittchen.
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Cologne68
22.08.2006, 12:50
Interessanter Link, ich bin mal gespannt ob die U-Bahnen wirklich 2010 fahren werden.
Ich bin vor Kurzem Mal wieder KVB gefahren, von der Severinstraße Richtung Ehrenfeld und konnte erstaunt feststellen, dass sich die KVB jetzt auch darum bemüht, neben den Arbeiten an der Nord-Süd-Stadtbahn nun auch vorhandene Stationen zu renovieren. Das wurde auch Zeit.
Die Stationen Poststraße und Apellhofplatz werden mit hellem Stein verkleidet. Sieht sehr gut aus - direkt elegant. Das Lindgrün der Station Friesenplatz ist nicht ganz mein Fall.
Neues gibt es auch zur Rheinseilbahn. Die Seilbahn soll linksrheinisch bis zum Zoo verlängert werden und künftig auf dem Dach des Aquariums enden, um den Bereich Zoo/Flora für Besucher besser einzubinden. Der Zeitplan der Umsetzung ist jedoch noch offen.
betterboy
10.03.2007, 12:59
Die Renovierung der Haltestelle Friesenplatz war aus meiner Sicht total überflüssig, denn die Fliesen und das ganze Erscheinungsbild der Haltestelle war okey! Wieso jetzt alles mit Graffiti-anziehenden hellen Fliesen ausgestattet wird ist mir unklar. Man sollte schon wissen, dass man diese auch regelmäßig pflegen muss, damit es nicht so kommt wie am Neumarkt, der ja mittlerweile mit seinem grauen Rauputzcharme wieder renovierungsbedürftig erscheint.
Der Friesenplatz wurde neu gefliest, weil die alten Fliesen reihenweise von der Wand gefallen sind (es gab unübersehbare große Lücken im alten Fliesenspiegel)
Geplantes Liniennetz der KVB nach Eröffnung des Nord-Süd-Tunnels:
http://www.ksta.de/ks/images/mdsBild/1173166534240l.jpg
KVB-Vorstand Reinarz weist dem geplanten Ost-West-Tunnel übrigens kaum eine betriebliche Bedeutung zu. Der Fahrzeitgewinn sei zu vernachlässigen, die Tieferlegung höchstens städtebaulich zu begründen.
Viele Insider Bilder vom Kölner U-Bahn-Bau finden Sie hier http://forum.bauforum24.biz/forum/index.php?showtopic=14286&st=0http://forum.bauforum24.biz/forum/index.php?showtopic=14286&st=0
Ausserdem findet man unter Videos noch einen 35 Jahre alten Film zum download. Er zeigt Den U-bahnbau am Appellhofplatz - Sehr Interressant! Besonders die altertümlichen Geräten und Bauweisen.
Wenn Reinarz einen Ost-West-Tunnel städtebaulich begründen kann, warum macht man sich dann nicht erst mal an einen Tunnel für die südlichen Ringe? Das ist städtebaulich ja wohl das größere Problem! Was wäre das für eine Chance, wieder einem Prachtboulevard nahe zu kommen!
Citysurfer
10.04.2007, 18:17
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Hinweis der Moderation: Die Einbindung des Zitats wurde editiert.
Grund: Unnötiges Zitat.
Bitte künftig auf die Boardregeln (6. Absatz 7) (http://deutsches-architektur-forum.de/forum/regeln.php?) bezüglich Zitate achten. Vielen Dank.
Sinnvoller wäre m.E. die Ring-U-Bahn über Zülpicher Str., Barbarossaplatz bis Saliering weiterzuführen und die U-Bahn stadtauswärts über Barbarossaplatz bis Eifelwall. Die Haltestelle Eifelwall könnte zugunsten einer Rampe und einer Haltestelle "Südbahnhof" wegfallen. Am Barbarossaplatz entstünde ein Kreuzungs,-Umsteigebahnhof.
Dies böte die Möglichkeit die unsägliche Situation am Barbarossaplatz und der Luxemburger Str. zwischen Barbarossaplatz und Eifelwall grundlegend neu zu ordnen.
Eine U-Bahn entlang der südlichen Ringe (ab Salierring) halte ich für nicht so zwingend, da die Bahn dort heute schon auf einer eigenen Trasse fährt.
Ja, aber nach dem Sachsenring wechselt die Bahn wieder mittig auf die Straße, und bietet wieder das zerklüftete alte Bild. Die Trasse vom Barbarossaplatz nach Südosten sehe ich allerdings genau wie Du. Meine Idealvorstellung: ("Utopie" passt vielleicht besser... :D )
-Ring-U-Bahn fortsetzen vom Zülpicher Platz bis Ubierring, Tunnelausfahrt am Rheinufer Höhe Siebengebirge.
-die Verbindung von Hahnenstr. über Mauritiussteinweg beim Bau des Ost-West-Tunnels neu über den Rudolfplatz zum Zülp führen, Busse können im Veedel um die Wolkenburg die Straßenbahn ersetzen. Den Tunnel auf die Zülpicher Str. abzweigen lassen, bis zur DB-Unterführung, Tunnelausfahrt an der Uniwiese.
-den Tunnel vom Rothgerberbach/Blaubach unter dem Barbarossaplatz fortsetzen, und wie Citysurfer schon sagte, Eifelwall fällt weg, eine neue Station „Südbahnhof“ und Tunnelausfahrt am Uni-Center.
-den Abzweig vom Salierring in einen kurzen Tunnel bis Eifelplatz oder kurz hinter den Volksgarten. (ein solcher Aufwand wurde schon betrieben, z.B. an Geldernstr./Parkgürtel oder an der Longericher Straße Richtung Heimersdorf/Chorweiler: die Tunnel sind nur wenige hundert Meter lang, ersterer sogar nur wenig länger als ein Doppelzug)
So wäre die komplette Innenstadt von Straßenbahnen befreit, der besondere „Zwittercharakter“ der Kölner Stadtbahn bliebe jedoch erhalten.
Durch die großzügige Anlage speziell der südlichen Ringe könnte vieles davon im Tagebau realisiert werden - der m. E. kostengünstiger ist (?) - um den Verkehr möglichst wenig zu behindern.
Das wäre eine grandiose Chance, die Ringe mit Mittelstreifen und seitlichen Grünanlagen so aufzuwerten wie am Hansaring/Kaiser-Wilhelm-Ring oder einen unzergliederten Allee-Charakter wie am Hohenzollernring zu erhalten.
Also aus rein verkehrlichen Gesichspunkten ist die Teiferlegung der Ringe weit aus Interressanter. Der Babarrossaplatz stellt nunmal die größte Porblemzone des ganzen Netzes dar. Und ich würde fast sagen, das es einer der hässlichsten Plätze in Deutschland ist ( wo ich nochnichtmal einen platz erkennen kann).
Allerdings wäre eine Umsteigepunkt zwischen Ringlinien am rudolfplatz zur linie 1 auch ziemlich sinnvoll ( Die meist genutze linie). besonders wenn dadurch die Langen wege vermieden werden könnten. der zweite aspekt für eine ost west ubahn ist natürlich, das die letzten reinen straßenbahnstrecken aus der innenstadt verschinden würden.
Wie oft hört man von verspätungen wegen falschparkern/ Feuerwehreinsätzen/ autounfällen ect. auf den linien 1/7/9?
Das die ost west u-bahn verkehrstechnisch keinen vorteil bringt stimmt so also nicht. Aufgrund der hohen zugfolge ( zum teil noch auf straßenbahnstrecken) ist sie ziemlich störanfällig.
Einen Zeitgewinn würde sie nicht bringen, aber die autofahrer wären glaub ich nach der fertigstellung sehr dankbar. Ausserdem würde sie vorteile im betriebsablauf bringen
Sind München, Zürich, Straßburg oder Amsterdam hässlich? Alles Innenstädte mit Straßenbahnen. Straßenbahnen an sich sind nicht das Problem, sondern die fehlende Integraion ins Straßenbild mit den Schottertrassen und den rostigen Oberleitungsmasten. Das lässt sich aber preisgünsiger ändern, als durch immer neue U-Bahntunnel. Und das bisschen Fahrzeitverkürzung wird durch die langen Wege in den Untergrund auch wieder vernichtet. Da auch nach dem Bau eines Ost-Westtunnels 4/5 der Strecken der Linien 1/7/9 oberirdisch verlaufen, dürfte sich an den Verspätungen durch betriebliche Störungen ohnehin nich viel ändern
Köln hat in den 60er Jahren den Fehler gemacht, sich nicht für eine "richtige" U-Bahn entschieden zu haben. Mit dem heutigen gemischten System kann man weder die Vorteile einer U-Bahn noch die einer Straßenbahn ausspielen.
Man hätte den Bau der Nord-Süd-Stadtbahn dazu nutzen sollen, einen ersten Schritt hin zu einer vollständigen Trennung zwischen einem oberirdischen Straßenbahn- und einem zumindest im Stadtzentrum unterirdischen U-Bahnnetz zu machen. Leider wurde diese Chance vertan.
AmDomzoKölle
12.04.2007, 09:57
Das Problem ist, daß Köln flächenmäßig einer sehr große Stadt ist in Bezug zu der Einwohnerzahl (im Gegensatz zu Hamburg, München).. Dieses ganze Stadtgebiet mit Ubahnen zu erschließen wäre wohl auch in wirtschaftlich guten Zeiten zu teuer und wohl auch eher unsinnig gewesen. Alternative wäre dann die strikte Trennung zwischen Ubahnen im innenstadtbereich und den dahin führenden Straßenbahnen aus den Außenbezirken. Dies wäre mit vielem Umsteigen verbunden und damit wohl auch nicht im Sinne der Fahrgäste!!
Das war sicher kein Fehler, denn mit dem gemischen System kombiniert man eher die Vorteile von Straßenbahn und U-Bahn.
Bei einer reinen U-Bahn hätten funkionsfähige Straßenbahnstrecken wie die auf der Aachener, auf der Luxemburger, die am Rheinufer oder auf dem Pfälzischen Ring auch noch für teures Geld in den Untergrund oder auf Damm-oder Einschnittstrecken außerhalb der dichtbesiedelen Bereiche verlegt werden müssen, wo sie wenigerFahrgastpoenzial hätten
Wie soll denn so eine Trennung überhaupt aussehen? Was hätte man beim Bau der N-S-U-Bahn mit vetretbarem Aufwand anders machen sollen?
Ich glaub das ist hier ein sehr heikeles Thema worüber sich die städtplaner und ingeneure auch die köpfe drüber zerbrechen.
Die achener str tiefer zulegen macht wenig sinn das ist richtig. Also sagen wir mal:Teils, Teils.
Man hätte natürlich Kreuzungsbereiche tiefer legen können wie das hier schonmal angesprochen worden ist und man hätte die oberirdischen haltestellen per fußgängertunnel erschliessen können.
das sich eine staßenbahn in das Stadtbild einfügen lassen kann sieht man ja in anderen Beispielen. Leider hat Köln aufgrund knapper Kassen meist nicht das Geld die Strecken besonders schön auszubauen, hier steht eher die Wirtschatlichkeit im Vordergrund.
Dazu kommt das auf unseren Staßenbahnen halt keine Straßenbahen fahren sonder Stadtbahnen, die in sachen Größe und Länge einfach nicht für eine Straßenbahn optimal sind.
Das andere Problem besteht darin das eine reine Straßenbahn und eine viel befahrene Straße einfach nicht zusammen passt. Und das ist Kölns Problem.
Besonders im innenstadtberreich stellt die Bahn eine gewisse hürde dar, die aus sicht der autofahrer natürlich nicht optimal ist.
Zu #39:
Ich würde eher mal sagen das kann man schlecht vergleichen.
München und Hamburg haben sehr leistungsfähige S-bahnsystem die das U-bahn/ Straßenbahnsystem ergänzen. Die Randberreiche werden nunmal anders erschlossen. Das S-Bahnsystem in Köln ist ja noch zum teil in Planung bzw. in den Kinderschuhen.
Dazu kommt das München und Hamburg zu den reichsten Städten gehören und da ist einfach viel mehr geld für den OPNV vorhanden.
Achso aufgrund knapper Kassen kann leider bei Straßenbahnen in Köln keine Rücksicht aufs Stadtbild genommen werden. Aber für milliardenteure U-Bahntunnel ist schon noch ein bisschen was über?
Wenn die Nord-Süd-Bahn fertig ist, werden in der Innenstadt bis auf das kleine Stück zwischen Barbarossaplatz und Eifelwall ausschließlich Niedeflurfahrzeuge fahren. Diese unerscheiden sich in ihrer Größe und vom Aussehen kaum von Straßenbahnen in anderen Städten.
München und Hamburg sind genauso verschuldet wie jede andere deutsche Großstadt (außer Dresden), die ÖPNV-Infrastruktur wird sowieso überall zu 90% von Bund und Ländern bezahlt. Und Hamburg hat überhaupt keine Straßenbahn mehr, dort wird das lückenhafte U/S-Bahnnetz durch Busse ergänzt, die an die Leistungsfähigkeit der Straßenbahnen nicht im geringsten heranreichen. Die Stadt würde heute nahverkehrsmäßig besser dastehen, wenn man die Strab beibehalten und sie evtl da wo es sinnvoll ist, unter die Erde gelegt hätte
Und wenn der KVB-Mensch meint, dass die Ost-West-Bahn verkehrstechnich nur wenig bringt, dann wird er sich das wohl gut überlegt haben, und ein wenig Ahnung von der Materie wird er wohl auch haben. Bis zum Neumarkt von Westen aus gesehen sind die Gleise ja auch einigermaßen ins Stadtbild integriert, zwischen Rudolfplatz und Neumarkt ist doch eher die lumpige Randbebauung das städtebauliche Problem.
Das Problem in Köln ist wohl eher, dass den Veranwortlichen das Stadtbild einen ****** interessiert und man lieber Jahrzehnte auf neue Fördergelder für U-Bahnstrecken wartet, nur um nichts tun zu müssen. Wäre der Wille vorhanden, könnte man direkt loslegen und die Ost-West-Achse auch mit Straßenbahn aufwerten.
Echnaton
12.04.2007, 16:43
@Hardy: Weit wichtiger als der Schuldenstand, sind die laufenden Einnahmen und da haben HH und M schon erhebliche Vorteile.
HH hat zudem das Stadtstaatprivileg und M ist Landeshauptstadt...
Kann man nicht ganz so stehen lassen:
Die Stadt Köln hat für das Jahr 2007 mit 990 Mio. Steuereinnahmen kalkuliert, im 1. Quartal sind laut Stadtkämmerer aber bereits 800 Mio. in die Kassen gekommen. Die Summe solle man aber jetzt nicht x 4 nehmen...!!! Abwarten...
Natürlich haben Stadtstaaten oder Landeshauptstädte gerade von Flächenländern ohne mehrere große Städte wie Bayern riessen Vorteile in der Verkehrsführung. Außer München und Nürnberg noch dazu gepaart mit Olympischen Spielen hat Bayern keine innerstädtischen Maßnahmen gebraucht. Das sieht besonders in NRW mit vielen Zentren ganz anders aus...
Köln hat viele Fehler gemacht und macht sie weiterhin - stimmt! Dabei finde ich aber das gemischte System aus Straba/U-Bahn nicht schlimm, im Gegenteil! Nur die Umsetzung ist aus meiner Sicht falsch. Die U-Bahn muss in der Verkehrsführung linksrheinisch sternförmig auf den Ausfallstraßen immer bis zum separaten Mittelgleis geführt werden. z.B. Eifelwall - Luxemburger Str.
Auch bei der neuen U-Bahnlinie hätte die Bahn erst ab Gürtel wieder oberirdisch verlaufen dürfen, in der heutigen Busspur rechts bis Verteiler. Nein, sie kommt Marktstraße hoch und fährt das engste Stück bis Gürtel oberirdisch, was zu einer einspuriger Verkehrsführung auf der Bonnerstr. führt und die Rheinuferstraße parallel dazu belastet...
Ich würde vor einem Bau einer Ubahn als Ost/Westachse es auch vorziehen, erst einmal den Barbarossaplatz bis Eifelwall (2 Stationen mit S-Bahnhof Süd Anbindung) und die Ringe entlang mit 3 Stationen zu vollenden!! Mal Sünden der Vergangenheit aufarbeiten, aber gerade das kann Köln zu selten...
Am Barb.Platz wäre für Köln in der Verkehrsführung und im Stadtbild viel gewonnen!!
Man pflastert lieber 3x einen Platz und freut sich weiterhin über Kippen, Glas und Kronkorken in den Ritzen, als die Steine wie im Rheinauhafen schön zu verfugen...
Schönes Wochenende!
@hardy:
Muenchen hat allerdings die groesste Pro Kopf Verschuldung aller deutschen Staedte ;), ausgenommen Stadtstaaten, die man da eh nicht als Vergleich hernehmen kann. Und auch andere Staedte ausser Dresden wie zB Stuttgart stehen verschuldungstechnisch ziemlich gut da.
@Maik66:
Sehe ich absolut genau so - mit einer neuen Einfassung der Gleise könnte man trotz Bahn die Caecilien- bzw. Hahnenstr. optisch aufbessern. Eine Mittelspur mit Baumbegrenzung und kleinen Grünanlagen wie am Ehrenfeldgürtel oder auf der Luxemburger Str. hat sogar was richtig urbanes, wie eine Allee. Die südliche Ringbahn in einen Tunnel zu legen würde speziell am Barbarossaplatz (schlimmer gehts nimmer) und auf dem Sachsenring/Karolingerring große städtebauliche Chancen bieten!
Das stimmt narürlich alles der babarossaplatz sollte schnell unter die erde.
ausserdem hat das pro kopf verschulden nichts mit der stadtkasse zu tun. ein pro kopf verschulden kann schon entstehen wenn man sich ein neues auto auf raten kauft oder ein haus finaziert.
das Einkommen ( Steuereinahmen ect.) sind die eine Sache, die andere Sache ist natürlich die Verschuldung. Dazu kommen noch viele andere Sachen aber darum geht es ja eigentlich garnicht.
Ich wollte es nur am Rande erwähnen.
Wir reden hier ja über eine mögliche zukunft des Kölner OVPN.
DIe pro-Kopf -Verschuldung hat doch nichts mit den privaten Schulden der Einwohner zu tun. Es macht schon einen Unterschied, ob eine Millionenstadt 1Mrd € Schulden hat oder eine 10000-Seelen-Gemeinde.
Es ist jedenfalls aus meiner Sicht festzuhalten, dass die (west)deutschen Metropolen sich bei den finanziellen Rahmenbedingungen für die Realisierung von U-Bahnenstrecken nicht besonders stark voneinander unterscheiden. In Köln wurden ja auch jede Menge Strecken gebaut, allerdings hätte man aus rein städebaulicher Sicht auf einige Strecken verzichten, dafür andere realisieren können. Z.B die Nord-Süd-Bahn südlich des Heumarkts direkt zur Reinuferstraße und dort oberirdisch und für das gesparte Geld die Bahnen am Barbarossaplatz vergraben. Auch die Ehrenfelder Bahn hätte man schon an der Äußeren Kanalstraße nach oben führen können. Da gibts dann auch sicher noch mehr Beispiele...
das Stimmt schon.
In Köln ist man ja leider noch dabei die ganzen Sünden der siebziger wieder grade zu biegen.
das Problem sehe ich darin, dass die Stadt Köln Strecken plant und ein Teil realisiert und die Nutzer müssen dann jahrzehnte an den Folgen dieser "Provisorien" leben.
Wenn ich mir jetzt mal das beispiel stuttgart, essen oder dortmund anschaue sieht man ja das es auch anders geht. wenn man jetzt wieder sieht das ebenerdige kreutzungsberreiche in der neuen u-bahn gebaut werden, dann kann man da eigentlich nur den Kopf schütteln...
Aber man soll nicht soviel meckern man kann sich ja freuen das so viel getan wird für den OPNV
colonius
15.05.2007, 13:06
Nachdem Carmen beide Tunnelröhren fertiggestellt hat (259m&241m) haben Tosca und Rosa mittlerweile über die Hälfte der Strecke zurück gelegt: Tosca 2442m, Rosa 2098m
http://stadtbahn.relaunch.net/aktueller_stand_tunnelvortrieb.html
An der zukünftigen Haltestelle Marktstrasse tut sich auch einiges, die Einschalung der Tunneleinfahrt ist betoniert und die ersten Haltestellen-Fertigteile (Bahnsteigelemente) liegen bereit!
Das Grossprojekt nimmt immer mehr Form an und ab August wird die Tunnelsperrung Ebertplatz/HBf aufgehoben...man hat dann das Vergnügen die Ausbauarbeiten des neuen, 3gleisigen UBahnhofes Breslauer Platz live mitzuerleben, da die Züge bis zum Endausbau einige Monate durch diesen Geisterbahnhof fahren werden!
UBahnhof Breslauer Platz: http://stadtbahn.relaunch.net/projekt/haltestellen/breslauer_platz/
Nachtrag: Hier ein link zu den webcams verschiedener Baustellenbereiche
http://stadtbahn.relaunch.net/webcams/index.html
Würde nach der Lage der Bohrer sogar annehmen, Tosco (Oströhre) ist jetzt am Rathaus und wird Anfang Juli fertig sein. Rose (Weströhre) etwa Anfang August.
Für die Verlängerung der Nord-Süd-Strecke über die Bonner Straße sollen möglicherweise bis zu 75 Häuser abgerissen werden. Je nachdem, ob für Autofahrer zwei oder vier Fahrspuren zur Verfügung stehen sollen:
http://www.ksta.de/html/artikel/1176113399678.shtml
Naja, dann mal viel Spass, wir sind ja nicht mehr in den 60ern...
Ein 40m breiter Boulevard wäre ja an sich nicht schlecht, dummerweise sind die Gebäude, die am nächsten an der Straße stehen, noch die ansehnlichsten, der Rest ist dermaßen hässlich, dass da wohl nur der Komplettabriss der Bonner Straße helfen würde.
colonius
19.05.2007, 11:44
Es ist tatsächlich eine Kompletsanierung der Bonner Strasse inkl. Ausbau zum Boulevard im Gespräch.
Da allerdings auch einige Häuser abgerissen werden müssen wenn nur eine Spur pro Richtung gebaut wird und die Ansichten der Grünen nicht vertretbar sind, da völlig realitätsfremd, denke Ich dass es 4 Spuren geben wird. Ich sehe hierdrin eine Chance, die Bonner Str. von Grund auf zu sanieren.
Die Stadtbahn unter die Erde zu legen ist einfach zu teuer und Köln hat das Geld im Moment nun mal nicht. man darf froh sein dass es so zeitnah überhaupt eine Stadtbahnverlängerung gibt, das wird - in Verbindung mit einer ausreichend grossen Park&Ride-Anlage am Verteiler - für noch mehr Entlastung der Südstadt sorgen.
Das Projekt hat mit den 7 UBahnhöfen und 5 Oberirdischen Stationen so schon ein riesen Ausmass und wir können froh sein dass alles so schnell und reibungslos gebaut wird!
Aber immerhin endet die Vierspurigkeit ohnehin am Rande der Südstadt und ein Teil des Verkehrs soll ja auf die Bahn verlagert werden, so dass das nicht ganz so unrealistisch ist. 75 Häuser abzureißen, die alle unterschiedlichen Besitzern gehören, schon eher. Aber so ein Komplettneubau hätte schon was...
ohhhje
ich selber als hausbesitzer und Vermieter muss jetzt die Stirn runzeln...
Als in der guten Wohnlage sind die Grundstückpreise nicht grade niedrig. und ich nehme an das dort einigermaßen gute Renditeobjekte eine Marktwert zwischen 300.000 und 600.000 € kosten, wenn nicht noch teurer.
Bei 75 Stück plus Abrisskosten und Zusatzentschädigungen für Umzug und Mietausfällen ect. kommen wir locker erstmal auf 50 Mil. € wenn nicht noch höher dazu kommen noch ausbaukosten der Straße ect. könnten wir locker wieder an die 100-150 Mil. € insgesamt kommen wenn nicht höher... also ich bin jetzt im Straßenbau kein Fachmann, aber ich sag mal das wäre ein viertel der kosten für die Nord Sued Ubahn mit dem man rechnen könnte auf die gesamte Länge hin...
Man sagt das der laufende U-bahnkilometer 100 Millionen euro kostet ( Bei einer nicht so Anspruchvollen Trasse).
Bei etwa zwei Kilometer könnte es Fast auf das gleiche Raus kommen vielleicht geringfügig teurer werden.
Einerseits ist das sch**** das geld zu verschwenden, andererseits wäre ein verbesserter Betriebsablauf mittels U-bahn für die Stadtbahn natürlich sinnvoller
Apropos Finanzierung solcher Projekte: da ich beruflich seit einiger Zeit in Berlin wohne (bin aber Pendler und am WE immer in der geliebten Heimatstadt!) hat sich dort eine alte Vorstellung wieder gefestigt: die Berliner U-Bahn wäre ein ideales Modell für eine Fortsetzung der Ring U-Bahn!
Da diese verkehrstechnisch nicht unbedingt notwendig wäre - die Gleise verlaufen zu einem großen Teil mittig auf einer eigenen Trasse, oder neben dem Straßenverlauf – wäre ein solches Vorhaben größtenteils „nur“ Stadtreparatur und Kosmetik, und damit eigentlich zu teuer.
In Berlin ist mir jedoch aufgefallen, dass die weitaus meisten Stationen keine Verteilerebene haben, sondern man direkt von der Straße über eine Treppe auf die Gleisebene gelangt. Durch eine längere Passage vor Beginn der Bahnsteige wird eine Art Gleis-ebener Verteilungsfläche mit Möglichkeiten für Kioske, Automaten und Gastronomie geschaffen. Der Berliner Tunnel ist daher nur wenige Meter unter der Oberfläche - für Köln wäre eine Grabung in Tagebauweise (erheblich günstiger als der Tunnelbau mit Schildvortrieb) daher machbar, und verkehrstechnisch auf den meisten Abschnitten durch die ohnehin vorhandene eigene Trasse auch absolut problemlos.
Das könnte folgendermaßen aussehen:
• Zülpicher Platz - Barbarossaplatz: Tagebau auf eigener Trasse, Stationen nach o.g. „Berliner Modell“. Der Verkehr fließt ungehindert weiter. Die (ohnehin fest geplante) Ost-West-Achse von der Hahnenstraße kommend, könnte die Bahnen, die vom Neumarkt in Richtung Zülpicher Strasse fahren, am Rudolfplatz in den Ringtunnel führen, und am Zülpicher Platz auf die Zülpicher Straße - mit Tunnelausgang dann Höhe Zülpicher Wall. So entfallen auch die oberirdischen Gleise in den kleinen Straßen und Gassen südlich des Neumarktes.
• Barbarossaplatz: wäre eine Großbaustelle (endlich!!!:D), da dort natürlich auch die von der Severinsbrücke kommende Ost-West-Trasse in eine kurze Tunnelfortsetzung von Höhe Weyerstraße bis Anfang der Luxemburger Straße verlegt werden würde (lasst mich ruhig phantasieren...;)). Dennoch wäre auch dort eine „flache Lösung“ für die Ringtrasse möglich: am Bahnhof Potsdamer Platz fährt die U-Bahn „durch“ die große S-Bahnhalle, in einem massiven, auf Stützen gelagerten Betonschacht, der sogar als gestalterisches Element genutzt wurde! So wäre die untere Ebene für diese zweite Ost-West Achse nicht viel tiefer als eine „normale“ Kölner U-Bahnstation mit Verteilerebene anzulegen.
• Salierring bis Sachsenring: Tagebau wieder auf eigener Trasse, Stationen nach „Berliner Modell“. Der Abzweig Eifelstraße bis zum Eifelplatz ist sehr kurz (ca. 200m), und sicher könnte man die Eifelstraße dort bei einer Tunnelgrabung einige Monate umgehen, oder ohne Schildvortrieb graben. Tunnelausgang dann hinter dem Eifelplatz am Volksgarten.
• Karolingerring bis Chlodwigplatz: evtl. trotz Enge der Straße auch im Tagebau möglich, bis auf Chlodwigplatz; die unterirdische Kreuzung könnte dort ähnlich wie am Barbarossaplatz aussehen: die Renderings zur Station dort lassen eine hohe, offene Halle als Verteilerebene vermuten. Der Ringbahn-Schacht könnte dort wie beschrieben „durch“ geführt werden.
• Ubierring bis Rheinuferstrasse: Tagebau auf der Grünfläche. Auch hier natürlich absolut keinerlei Beeinträchtigung des Verkehrs. Die Verbindung unter der Rheinuferstraße zum Ufer wäre sehr kurz und daher auch ohne Schildvortrieb möglich.
Damit würden alle Straßenbahnen aus der Altstadt verschwinden, und man hätte eine gigantische Chance für die Neu- und Umgestaltung der Ringe!
Haben solche Träume eigentlich nur Spinner wie wir, die keine Architekten sind? :D
Ganz meiner Meinung:D
was ich übrigens sehr schade finde ist das der clodwigplatz nicht für eine ring ubahn vorbereitet wurde, wird wahrscheinlich eher teuer da noch eine "Ring"- Stadtion rein zu schustern...
was ich auch etwas unötig finde ist, wenn jede paar meter ne station gebaut wird, ich meine man sollte zb auf die station eifelstraße einfach verzichten zum beispiel. is ja klar das alle ubahnen in köln so teuer sind wenn jede 300m ne station gebaut wird. in der innenstadt is das ja okay aber ich meine etwas ausserhalb muss das ja nicht sein.
die UBahn 18 müsste bis hinter der Millitärring verlängert werden, das wäre super :D :D
1. würde das die autofahrer freuen weil mit dem stau dann ein ende wäre.
2. hätte man dann fast, könnte man sagen eine Voll-Ubahn:daumen:
Citysurfer
27.06.2007, 14:03
zu #53 - #56) Der Abriss von bis zu 75 !! Häusern für einen 2 oder 4-spurigen Ausbau der Bonner Str. mit mittig geführter Stadtbahnstrecke halte ich für völlig unrealistisch und nicht vertretbar.
Zu allen in den Vorgängerartikeln genannten Gründen kommt noch ein weiterer hinzu. Wie ich beim Durchfahren der Bonner Str. vom Gürtel in Richtung Verteiler - bei nur oberflächlicher Betrachtung - gesehen habe, stehen einige der Häuser, die für einen evtl. stehenden Ausbau weichen müssten, unter Denkmalschutz!
In diesem Zusammenhang drängt sich mir zudem unweigerlich die Frage auf, wie seitens der Verwaltung auch nur ansatzweise ernsthaft der Abriss von zig in Privatbesitz befindlicher Häuser erwogen werden kann - wenn am Breslauer Platz ein Abriss des Kommerzhotels mit der Begründung, man habe als Stadt keinen Zugriff auf dieses Gebäude, ausgeschlossen wird.
Rheingeo
28.06.2007, 20:03
@ citysurfer
Sehe ich genauso. Ich war für eine Verlängerung des Tunnels bis zum Gürtel.
Dann hätte man sogar die alte Strassenbreite wiederherstellen können. Das hätte zu einer geschlossenen Bebauung entlang der Bonner Str. geführt.
Leider meinte man das Geld, für eine solche Tunnelverlängerung, lieber für zwei völlig unnötige Haltestellen ausgeben zu müssen (Rathaus & Karthäuserhof).
Hinter dem Gürtel wäre auf der Bonner Str. genug Platz für einen oberirdischen, breiten Bahnkörper. Aber vielleicht hätte man bei der Stadtbahn einen ähnlichen Weg wie in FFM in den 70ern gehen sollen (Verlängerungen des Stadtbahnnetzes nur noch Metromässig trassiert).
Abgesehen davon ist die Nord-Süd-Stadtbahn, meiner Meinung nach, zum Teil eine echte Fehlkonstruktion (Höhengleiche Abzweige, zu kurze Tunnelstrecke, zu viele Haltepunkte...). Die Durchschnittsgeschw. auf der Strecke dürfte nicht besonders hoch sein ;)
Der EXPRESS (habe gerade keine bessere Quelle zur Hand) berichtet, dass KVB-Boss Reinarz die Kostenkalkulation für den U-Bahn-Bau geschönt haben soll, um Zusagen für Fördermittel von Bund und Land, die andernfalls hätten zurückgezogen werden können, nicht zu gefährden.
Quelle: http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=XP/index&pageid=1004370693460&rubrik=200&artikelid=1182012974777
NewUrban
16.11.2007, 03:42
Iss ja witzig, man spöttelt über die "Kanzler U- bahn" fragt sich, ob Hamburg wirklich die U- 4 braucht und dann setzt Köln eins drauf: 1,1 milliarden€, Respekt! Dafür Hat Berlin "nur" nen Hauptbahnhof gebaut! Aber ihr schaft ne neue Durchmesserlienie durch die, mit historischen Artefakten aus 2000 Jahren unterfütterte, Innenstadt! Ein Meter u- Bahn kostet so viel, wie fünf Meter Transrapid in München! Trauriger Rekord
Ahligator
16.11.2007, 09:04
.... auch "Monitor" geguckt gestern abend? ;)
In Köln passiert das, was auch in vielen anderen geschichtsträchtigen Städten beim U-Bahnbau passiert: Man stößt auf wertvolle archäologische Fundstücke. Ob die zusätzlich entstehenden Kosten gut angelegt sind, darüber lässt sich streiten. Auf jeden Fall besteht die Chance, Interessantes über die Geschichte der Stadt herauszufinden und wertvolle Funde zu machen. In vielen Städten der Welt sind beim U-Bahnbau gemachte Funde nicht nur in Museen, sondern auch in den U-Bahnstationen ausgestellt oder in sie integriert, was sie zu besonderen Orten macht. Ich hoffe, dass man das in Köln auch so machen wird.
"U-Bahnbau und Archäologie" ist ein recht interessantes Thema. Hier sind einige Fakten, Fotos von Stationen mit Artefakten und Listen zu dem Thema zu finden: Archaeology and Metros (http://mic-ro.com/metro/archaeology.html).
In manchen Städten lösen archäologische Funde während des U-Bahnbaus hitzige Diskussionen aus, und es entsteht eine Art Feindschaft zwischen Ingenieuren und Archäologen. In Rom liegt der U-Bahnbau beinahe brach, weil der ganze Untergrund vor interessanten Artefakten nur so strotzt. Aber in vielen Städten gehen Archäologie und U-Bahnbau heutzutage von vornherein Hand in Hand, denn wenn die Erde schonmal offen ist, ist es eine super Gelegenheit für Archäologen, und von den dabei gemachten Bodenanalysen können auch wiederum die U-Bahnbauer profitieren.
http://img461.imageshack.us/img461/9334/athenssyntagma4400vb6.jpg Athen, Station Syntagma.
Citysurfer
16.01.2008, 23:26
SPD und Grüne stimmten im Verkehrsausschuß für eine Einengung der Fahrbahn der Bonner Straße auf je eine Fahrspur pro Richtung zwischen Marktstr. und Gürtel bei der geplanten oberirdischen Weiterführung der Nord-Süd-U-bahn bis zum Verteilerkreis. Der Abschnitt vom Gürtel bis zum Verteilerkreis soll dann mit je 2 Spuren je Richtung weitergeführt werden. Am Verteilerkreis soll eine Park&Ride-Anlage entstehen. Der Rat der Stadt soll Ende des Monats hierüber entscheiden.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1200224779565.shtml
Im Kommentar:
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1200224779579.shtml
wird ein Engpass befürchtet. Der Schreiber des Kommentars befürwortet eine Variante, die - bei leichten Straßenverschwenkungen - und bei Abriss "nur weniger" Häuser eine durchgehende Zweispurigkeit der Bonner Str. erhalten könnte.
Citysurfer
23.02.2008, 13:27
Laut Express Artikel
http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=express/index&pageid=1004370693460&rubrikid=200&ressortid=100&articleid=1200129039172
soll entgegen der Planungen ein riesiges Abwasserrohr die künftige U-Bahn-Station Heumarkt queren. Dies würde der Planung von Prof. Coersmeier schweren ästhetischen Schaden zufügen.
Wegen nötiger Kosteneinsparungen sei dies leider nicht anders möglich. Lt. Express erwägt Coersmeier Klage wegen Urheberrechtsverletzung. :nono:
colonius
23.02.2008, 14:54
Stört mich persönlich jetzt weniger, an der UBahnhaltestelle Äussere Kanalstrasse queren gleich 3 riesige Rohre die Station.
Man kann ein solches Rohr ja durch gestalterische Mittel in seiner Störkraft etwas mindern. Nicht ideal, aber ich denke eine UBahnhaltestelle kann das verkraften, immerhin gibt es weitaus hässlichere Stationen.
Citysurfer
29.03.2008, 09:14
Droht ein Verkehrschaos auf der Rheinuferstr? Nach derzeitigen Plänen soll die Nord-Süd-U-Bahn südlich der Südbrücke die Rheinuferstraße oberirdisch queren - bei Vorrangschaltung für die Bahn.
Nun fürchtet die Politik ein Verkehrschaos wegen ständiger Rückstaus auf der Rheinuferstr. Die CDU will nun die Straße dort in einen Trog legen lassen - was ca. 40 Mio. € mehr kosten würde.
SPD und Grüne sehen die Schuld für Situation bei der CDU, da die Planung in deren Regierungszeit beschlossen wurde. Die Frage stellt sich mir, was bei einer Querung des der Bahn in Höhe des Bayenthalgürtels (wie Rot/Grün es wollte) da grundsätzlich anders gewesen wäre.
Die Kölner Politik schiebt den Schwarzen Peter hin und her.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1205081003497.shtml
Genauso kann man fragen, was da grundsätzlich anders sein soll, als bei der jetzigen Kreuzung mit der Rheinuferstraße am Uberring. Und überhaupt mit allen andern Querstraßen...
Citysurfer
30.03.2008, 19:39
@hardy Stimmt grundsätzlich. Die Nord-Süd-Bahn soll nach Fertigstellung aber mit einer höhren Taktdichte fahren. Das wäre der Unterschied zu heute. Wo die Bahn dabei dann die Rheinuferstrraße quert dürfte m. E. in der Tat egal sein.
Der KStA hat nen kurzen Bericht zum Baufortschritt der Haltestelle Chlodwigplatz geliefert inklusive eines kleinen Bildes. Ist zwar nicht super informativ, aber wen's interessiert, der klicke hier (http://www.ksta.de/html/artikel/1206878687957.shtml).
Citysurfer
12.06.2008, 22:53
Die Streckenführung der neuen Nord-Süd U-Bahn zum Rhein hin soll nun doch, wie ursprünglich geplant (Querung an der Südbrücke) verlaufen.
Das erneute Gutachten - von SPD und Grünen durchgesetzt - hat dies eindeutig favorisiert. Die sog. Gürtelvariante ist damit endgültig vom Tisch.
Also - außer Spesen nichts gewesen - außer einer weiteren Zeitverzögerung.
Empfohlen wird im Gutachten auch ganz klar eine Tieferlegung der Rheinuferstr. an der betreffenden Stelle.
http://www.ksta.de/html/artikel/1212172870620.shtml
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1213162121234.shtml
Es sind mittelalterliche Fundamente der Wehranlage am Chlodwigplatz gefunden wurde. Unter anderem auch eine sogenannte "Schlüsselscharte", die ab- und im Kölnischen Stadtmuseum wieder aufgebaut werden sollte.
Leider wird der Rest nach gründlicher archäologischer Untersuchen abgetragen und durch die U-Bahn-Station ersetzt.
Wahrscheinlich gehört eine unterirdische archäologische Stätte IN einer U-Bahn-Station (Verteilerebene?) dem Reich der Phantasie an... Aber schön wär's!
Artikel des KStA (http://www.ksta.de/html/artikel/1217410438740.shtml) und koeln-nachrichten.de (http://www.koeln-nachrichten.de/content/view/3294/58/).
Citysurfer
27.09.2008, 00:35
Die Kölner Politik hat mal wieder eine "Glanzleistung" abgeliefert. Der Rat hat mit den Stimmen von OB und SPD (bei Enthaltung der Anderen) beschlossen, die Rheinuferstr. in Höhe der Südbrücke auf 6 Spuren auszubauen. So soll verhindert werden, dass hier eine Staufalle, durch die hier als Straßenbahn die ebenerdig die Rheinuferstraße querende Nord-Süd "U-Bahn", entsteht.
Na bravo! Ich bin der Meinung, dass die für eine Tunnellösung, die mehr aufzubringenden 60 Millionen € gut eingesetzt gewesen wären. Zumal niemand weiß, ob diese jetzt beschlossene Lösung in der Zukunft wirklich tragfähig ist - vor allem dann, wenn irgendwann in Zukunft die Nord-Süd-Bahn im 5 - Minuten - Takt fahren soll. Stau ist m.E. vorprogrammiert - spätestens an der Stelle, an der sich die Fahrspuren wieder auf 2 reduzieren (ein kurzes Stück stadtauswärts sogar auf 1 Spur, da man hier, weil man ein Grundstück nicht erwerben konnte nicht zweispurig ausbauen konnte!).
Egal, erstmal einen irreparablen Schaden am Stadtbild produzieren (lt. Stadtanzeiger sollen hierfür 150 Bäume abgeholzt werden), um dann irgendwann festzustellen, dass man doch einen Tunnel braucht.
http://www.ksta.de/html/artikel/1218660611323.shtml
Dem vor dem Ratsbeschluss geschriebenen Kommentar "Keinen Murks beschließen":
http://www.ksta.de/html/artikel/1218660606858.shtml
- kann ich mich nur anschließen.
Der nächste Eintrag im Kölner Unortkataster ist sicher.
Citysurfer
08.12.2008, 23:02
Die KVB berichten in ihrer aktuellen Ausgabe von "Köln-Takt" über die Querung der Rheinuferstr. durch die künftige Nord-Süd-Stadt(U)-Bahn.
Enthalten ist auch eine Computersimulation der künftigen Querungssituation (allerdings noch mit 4-spuriger Rheinuferstr. und sehr schmal wirkenden Spuren).
http://svoe.zgk.de/cms/weiter.do?val=/otc/kvb/artikel/005artikel.jsp&att=columnLeft&comp=artikel&tc=kvb&ausgabe=ks
Mittlerweile ist eine Bürgerinitiative gegen den sechsspurigen Ausbau der Rheinuferstr. aktiv:
http://www.kein-kahlschlag.de/
Salzufler
09.12.2008, 10:58
Heute abend (17.00 Uhr) gibt es wieder mal eine Informationsveranstaltung über den Baufortschritt und die weiteren Bauabläufe.
http://www.nord-sued-stadtbahn.de/
(auf der linken Seite im weißen Feld)
Salzufler
09.01.2009, 00:43
Seit Montag laufen nun offiziell die Bauarbeiten für die 2. Baustufe.
http://www.ksta.de/html/artikel/1231173622762.shtml
Irreführend ist die Überschrift "Umsteigen fällt bald weg", im Text wird gesagt in die Innenstadt, doch wer 2011 zum Neumarkt will muss, anders als heute dann Umsteigen. Oder meint der KSTA mit Innenstadt den Bereich Heumarkt/Rathaus?
Interessant ist auch der erste Kommentar, der mit Blick auf die geplante FH in diesem Bereich eine Haltestelle in Höhe der Alteburger Straße vorschlägt. Nur glaube ich, das der Abstand zwischen den Haltestellen "Bonner Wall" und "Schönhauser Straße" zu kurz ist um dazwischen noch eine Station zu packen.
^
Die Gegend wird sehr gut erschlossen vom Rheinufer und von der Bonner Straße aus. Wo soll da noch eine Haltestelle hin, in die Rampe? Die Haltestellenabstände im Kölner Stadtbahnnetz sind ohnehin viel zu gering.
Rheingeo
04.03.2009, 10:49
Oberbauer Schramma fordert Stop des Baus... :nono:
http://www.ksta.de/html/artikel/1236027626596.shtml
Der Stop des Baus ist meiner Meinung nach unverantwortlich!
Die Stadt Köln müsste in diesem Fall sämtliche Mittel an Bund und Land zurückzahlen!
RebellHAI
04.03.2009, 11:01
Die Zeichen für das Gebäude gibt es bereits seit einem Jahr... anstatt einfach mal zu Überprüfen und ggfls. das Fundament zu stärken vom Archiv sowie auch anderen Häusern, wurden hier Eiskalt die Daumen gedreht und die Gefahr nicht Ernst genommen... jetzt haben wir den Salat und natürlich ist der Sündenbock der Ubahntunnel. Sicherlich eine Ursache. Aber eben nur Eine.
Es wird jetzt wieder Millionen kosten alleine den Beton den die reinkippen rauszukriegen...:nono:
Vielleicht sollten wir hier im Deutschen Architektur-Forum überhaupt erstmal die Meldung bringen, dass das Kölner Stadtarchiv gestern eingestürzt ist, wahrscheinlich weil direkt daneben bzw. darunter eine neue U-Bahn-Linie gebaut wird. Zum Glück ist bisher kein Todesopfer zu beklagen, aber es werden einen Tag danach noch immer zwei Menschen vermisst. Zudem sind viele Original-Dokumente der Geschichte Kölns unwiederbringlich verloren, auch der Gesamtnachlass Heinrich Bölls.
Und dann sollten wir uns die Frage stellen, was für Vollidioten eigentlich beim Bau dieser U-Bahn-Linie im Einsatz sind, nachdem bereits 2004 ein Kirchturm aufwändig vorm Einsturz gerettet werden musste, der ebenfalls wegen dem U-Bahn-Bau beschädigt wurde und sich zur Seite geneigt hat. Nicht davon zu sprechen, dass das Projekt mittlerweile 320 Mio. Euro mehr kostet als ursprünglich geplant.
Quelle: FAZ (http://www.faz.net/s/RubB08CD9E6B08746679EDCF370F87A4512/Doc~EE8650971330545249E3D8268051B54 92~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)
@ Rheingeo und RebellHAI:
Wenn ihr in Anbetracht des kaum zu ermessenden kulturellen Verlustes, den die Vernichtung unzähliger historischer Dokumente mit sich gebracht hat, einen Stopp des U-Bahn-Baus für "unverantwortlich" haltet und mit ein paar Millionen Euro argumentiert, solltet ihr eure Prioritäten überdenken. Was muss noch geschehen, damit ein Stopp "verantwortlich" wird? Müssen erst Schulen und Kindergärten einstürzen?
Entschuldigt meinen Sarkasmus, aber eure Kommentare sind wirklich ein Ärgernis.
Citysurfer
04.03.2009, 11:48
@Tobias Du hast natürlich irgendwie recht. Aber man wird einen Bau, der jetzt bereits über eine Milliarde € gekostet hat und der in weiten Teilen schon fertig ist nicht stoppen. Es wird m.E. zu größeren Verzögerungen kommen, da jetzt umfangreiche Prüfungen und weitere Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Aber zu einem endgültigen Baustopp wird es nicht kommen.
Über den Verlust der kulturellen Güter darf ich mir gar keine Gedanken machen. Auf gut kölsch: 'Isch künnt kriesche!'
Rheingeo
04.03.2009, 11:52
In Anbetracht der Tatsache das bereits 70% des Projektes fertiggestellt sind sehe ich es als nicht sinnvoll an den Bau jetzt zu stoppen. Wir sprechen hier nicht von ein paar Millionen, sondern von vielen hundert Millionen die bereits verbaut worden sind und bei einem Stop niemals einen Nutzen bringen würden. Die erbrachten Leistungen müsste die Stadt Köln dem Bund und dem Land NRW erstatten!
Ich sehe Herrn Schramma als Populisten auf Stimmenfang (die Abwahl steht in wenigen Monaten bevor)!
Ich hoffe selbstverständlich dass niemand bei dieser Aktion zu Schaden gekommen ist und bedaure den Verlust des größten und ältesten Stadtarchives in Deutschland mit über 2000 Jahren Stadtgeschichte! Ich sehe hier allerdings eher die zuständigen Bauingenieure und Statiker in der Pflicht (mal ganz abgesehen von der laxen Bauaufsicht der Stadt Köln)!
Ungeachtet dessen dass es schon immer befremdlich war durch eine sehr enge, mittelalterliche Straße einen Stadtbahntunnel zu bauen. Aber ich stelle das Projekt Insgesamt nicht in Frage, denn schließlich gab es immer gute Gründe für das Projekt Nord-Süd-Stadtbahn!
RebellHAI
04.03.2009, 12:34
Ich selber finde es auf gut Deutsch gesagt Scheisse das quasi die geschichte Kölns mit einem Schlag weg ist. Viele Texte von Böll und co. usw.
Nein das ist durch nix zu ersetzen...
aber wer ersetzt eine Milliarde die weg ist wenn man den Bau stoppt?
Und wie ich bereits sagte:
Die Ubahn kann höchstens eine der ursachen sein. Und das muss sie noch nicht mal... immerhin ist unter dem Gebäude selber doch Erde weggerutscht. Aber nicht in den Tunnel sondern ins Bodenlose... (wenn meine Infos stimmen)
@ Tobias
Wie soll ein solcher "Stopp des Baus" denn funktionieren, man kann ja nicht einfach alles stehen und liegen lassen im jetzigen Bauzustand..?
Der Rückbau aller Baustellen inkl. Abriss der schon entstandenen oberirdischen Anlagen (Breslauer Platz, Rampe Bonner Str, ...) würde nicht nur viel Geld kosten, sondern auch die Anwohner auf viele weitere Jahre mit Bauarbeiten (bei denen ja auch wieder etwas passieren kann) belästigen.
Ich wüsste nicht, wem damit gedient wäre, es würde ja weitergebaut, bloß halt wieder zurück in den Ursprungszustand (lediglich die Tunnel selbst könnte man zuschütten).
Man kann ja nicht mit den Fingern schnippen und alles ist wieder wie vor Baubeginn.
schriftsetzer
06.03.2009, 09:35
Ich habe einen Kommentar auf koeln.de gefunden:
"Heute hatte ich Gelegenheit, mit einem Mitarbeiter der "Strabag" über das Unglück zu reden. Die Strabag arbeitet am Breslauer Platz.
Der Mitarbeiter meint, man müsse gar nicht mehr über einen Bau-Stopp reden, denn die Qualität des Betons, der derzeit in das Loch geschüttet wird, habe die härteste und dichteste Konsistenz (sagte er C24?). Das würde man im Leben nicht mehr da unten raus schaffen können.
Somit könnte es also sein, daß die feinen Oberen der Stadt den Baustopp glamourös verkünden, ohne zu erwähnen, daß es eh keine Rettung mehr gibt?"
Das ist doch auch irgendwie etwas dran, oder? Denn immerhin reden wir von 1700 Kubikmetern...
RebellHAI
06.03.2009, 09:56
Sollte dies tatsächlich der Fall sein wäre das ein Handfester Skandal nehmen denen die es eh schon gibt...
Und es dürfte wie ich gesagt hab Millionen kosten das zeug wieder rauszubekommen... wenn überhaupt.:nono:
@ schriftsetzer
Hier mal ein Link der Betonfestigkeitsklassen inkl. neuer DIN http://www.abacus-computer.de/aba1045_neu_1.htm
AAPMBerlin
07.03.2009, 17:57
@ Schriftsetzer#87:
was war denn das für ein "Mitarbeiter"??? Beton, solange kein Stahlbeton, ist relativ einfach wegzukriegen: Bohrungen rein, hydrierfähiges Material rein und am nächsten Tag die Blöcke rausfahren... Oder Diamantseilsäge... oder, falls Erschütterungen kein Problem darstellen: 7to-Krupp-Hydraulikhammer am 80to Cat 375 LME, und du kriegst alles weg. Klar mit einem Boschhammer geht das natürlich nicht. Ich denk mal dieser Mitarbeiter hat noch nie mit einer Abbruchfirma gearbeitet.
Salzufler
12.03.2009, 23:50
Bericht aus dem Stadtanzeiger zu den vorgezogenen Betonierarbeiten am Heumarkt.
http://www.ksta.de/html/artikel/1233584127208.shtml
Dort wird auch bestätigt, dass der Beton, der in den Nord-Westlichen Teil der Baugrube gefüllt wurde um das Übergewicht des Süd-Östlichen Teils auszugleichen, auch mit einer Spitzhacke (nette Formulierung) heraus zu holen ist.
Edit: Außerdem hängt an einem Kran in der Baugrube ein riesiges Banner mit Werbung für Ruhr2010.
P.S.: Über diesen blöden Kommentar, der da unten beim KSTA verlinkt ist kann man sich nur aufregen. Natürlich ist es zur Zeit nicht vermittelbar und pietätlos über weitere (sinnvolle und äußerst notwendige) Großprojekte zu diskutieren.
Aber warum soll eine Nord-Süd-Autobahn weniger gefährlicher sein als der U-Bahn-Bau? Na gut, der Kommentator muss ja besonders jetzt die Stimmung weiter anheitzen, denn die Auflage bricht nach einem einwöchigem Höhenflug ein.
Ich würde aber im Gegenteil behaupten, das dieser Tunnel einige extreme Probleme hervorrufen würde. Beispiele: Unterfahrung des WDR-Hochhauses, Bau direkt neben dem Schauspielhaus, an dem keine besonderen Vorkehrungen für einen Tunnel getroffen werden, Tunnelrampen in die Quartiere. Warum das einfacher sein soll...
Salzufler
27.03.2009, 19:43
Trotz gegenteiliger Ankündigung im Rat gestern wird an der Baustelle Bonner Wall augescheinlich an der Verschalung der zu betonierenden Decke gearbeitet.
Da sieht man mal was für eine Autorität Schramma noch besitzt...
Salzufler
31.03.2009, 19:52
Nun geht der U-Bahn-Bau auch offiziell an den vom Baustopp betroffenen Baustellen weiter:
http://www.stadt-koeln.de/1/presseservice/mitteilungen/2009/03131/
http://www.ksta.de/html/artikel/1238410160840.shtml
Stefan Junger
16.04.2009, 21:25
Als Konsequenz aus dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat die Bezirksregierung "im Einvernehmen" mit den KVB die Bauaufsicht auf das Düsseldorfer Unternehmen Spiekermann übertragen. Diese haben bereits unter anderem beim Neubau des Berliner Hauptbahnhofs und beim Bau der ICE-Schnellstrecke zwischen Köln und dem Rhein-Main-Gebiet die Planung und Überwachung wahrgenommen.
RP (http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/697331/Duesseldorfer-uebernehmen-U-Bahn-Bau.html)
Citysurfer
30.05.2009, 14:34
Störgeräusche durch Nord-Süd-Stadtbahn in der Philharmonie hörbar!
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1238775230602.shtml
Keiner der durchgeführten Tests für eine Schalldämfung konnte ein befriedigendes Ergebnis liefern. Störgeräusche in der Philharminie deutlich hörbar. :nono: :Nieder:
Tja, wenn hier nichts Entscheidendes mehr passiert war's das wohl in Köln mit Konzerten und Aufzeichnungen auf höchstem internationalem Niveau - dafür müssen wir dann wohl künftig nach Bonn fahren...
Kölner84
12.06.2009, 10:23
Auch die Rundschau berichtet.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1238775232945.shtml
Weiß jemand wie es um das Umfeld der Haltestelle Heumarkt bestellt ist.
Hier gibt es ja sehr gute Vorschläge im Masterplan und Handlungsbedarf ist dringend gegeben um die Umgebung wieder einladend zu gestalten.
In der Berichterstattung habe ich noch kein Wort über eine Planung zu Wiederherstellung der Oberfläche an diese wichtigen Stelle gelesen. Gibt es schon Details?
Kölner84
15.06.2009, 09:21
http://www.kvb-koeln.de/german/news/press.html?NID=1076
Kölner84
14.08.2009, 11:21
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895314881.shtml
Ungewisse Zukunft für den Weiterbau der Nord-Süd-Bahn an der Severinstraße. KVB, Bilfinger Berger und die Staatsanwaltschaft können im Moment keinen Zeitpunkt nennen, wann die gutachterlicher Arbeiten am Unglücksort abgeschlossen werden können oder wann die Ermittlungen der Anklagebehörde beendet sind.
Auch möchte niemand mehr einen Fertigstellungstermin nennen.
Benevolo
14.08.2009, 13:26
wie furchtbar, furchtbar, furchtbar!
Ich war gestern in einem Haus in der Severinstraße in der Nähe der Haltestelle Karthäuserhof. Ich war wirklich entsetzt, wie laut der Baulärm selbst bei geschlossenen Fenstern ist und die Menschen leben dort schon seit ein paar Jahren damit. nicht zu reden von der Situation vor der Tür: Lärm, Baustelleneinrichtung. Jetzt haben sie nicht einmal eine Perspektive wann das alles ein Ende finden wird.
Ich glaube manchmal wäre es wirklich besser aus Köln wegzuziehen, damit man das ganze Elend in dieser Stadt nicht immer mitbekommt. :nono:
RainerCGN
06.09.2009, 16:07
Die Arbeiten am Tunnel gehen zügig voran:
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/27/838327/400_6262613132323133.jpg
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/27/838327/400_3565383561303463.jpg
auch die Erneuerung der Bonner Straße macht sichtliche Erfolge. Wobei mir dieser Einheitsbrei an grauen Betonsteinplatten hier in Köln echt auf den Senkel geht. Hochwertig sieht das nach meinem Geschmack nicht aus. Selbst wenn die gerade erst verlegt sind. Naja die Stadt hat wohl leider kein Geld für hochwertige Beläge. Schade eigentlich..
http://foto.arcor-online.net/palb/alben/27/838327/1440_3432316664303234.jpg
Bitte immer die Bildquelle angeben. Danke. Gruß rec
Quelle: Bilder von mir.
Kölner84
19.11.2009, 09:39
In eine Dringlichkeitsentscheidung soll der Stadtrat den Abriss der Brücke Severinstraße, die über die Stadtbahnhaltestelle der Linie 3 und 4 führt beschließen. Die Brücke ist stark sanierungsbedürftig und könnte so einem Zug mit den Bauarbeiten zu NS-Stadtbahn relativ günstig erneuert werden.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1246895336591.shtml
Meiner Meinung nach eine gute Idee, nur ist die Severinstraße in den nächsten Jahren dann noch mehr geschunden als momentan schon, besonders Richtung Waidmarkt...
Wäre das nicht evtl. auch eine Gelegenheit, die Severinsstraße wieder als geschlossenen Straßenzug herzustellen? Eine Living Bridge, oder sowas wie der "Ehrenfelder Deckel" über der A57?
Kölner84
20.11.2009, 08:56
Sehr gute Idee, dass wäre natürlich klasse. Der Blick geht heute auf die vielbefahrene Straße, da wäre es viel besser, die Brücke gar nicht als solche zu erkennen sondern einfach eine insich geschlossene Severinstraße. Mangels Zeit glaube ich jedoch nicht an die Umsetzung :-(.
Kölner84
12.01.2010, 12:11
Auch der Verkehrsclub fordert einen Teil der Strecke vor der kompletten Fertigstellung in Betrieb zu nehmen. Die Linie 5 könnte so bis zum Heumarkt fahren und den Innenstadttunnel schon früher entlasten. Die Kosten (zwischen zehn und elf Millionen) sollten nicht davon abhalten diesen Schritt zu gehen. Schließlich ergeben sich doch auch Mehreinnahmen wenn neue Fahrgäste gewonnen werden.
http://www.ksta.de/html/artikel/1262688278175.shtml
Salzufler
15.01.2010, 17:09
http://www.ksta.de/html/artikel/1262688291448.shtml
Der Ausbau der Haltestellen der Nord-Süd-Stadtbahn soll ca. 21 Millionen Euro mehr kosten als ursprünglich veranschlagt. Das hat die Ausschreibung des Innenausbaus der Haltestellen ergeben. Verantwortlich dafür seien höhere Kosten für Baustelleneinrichtung, sowie neue Brandschutzvorgaben.
Herr Neweling, Leiter Stadtbahnbauamt, schlägt vor auf Gestaltungselemente wie hinterbeleuchteten Glaswänden in der Station Kapitol zu verzichten, wogegen es Widerstand gibt.
Meiner Meinung nach sind 600.000€ für dieses Gestaltungselement gut angelegt, das kann man sich in den neuen Bochumer U-Stationen ansehen.
Zum Eröffnungszeitpunkt:
Die KVB geht derzeit von einer Eröffnung Ende 2012 / Anfang 2013 aus. Ein Blick in die Grube am Waidmarkt verrät auch, dass es hier jetzt relativ einfach sein sollte nach der Beweissicherung die östliche Schlitzwand zu ersetzen.
Für einen vorläufigen Rumpfbetrieb bis Heumarkt sehe ich derzeit keine Chancen, erstens wegen des oben genannten Punktes, zweitens müsste man unter der Bechergasse eine Weiche einbauen und von dort einspurig weiterfahren, was allerhöchsgens einen 10-Minuten-Takt ermöglichen würde, oder man müsste ab Bechergasse alternierend in einen von beiden ausgebauten Tunneln fahren und genau die selbe strecke zurückfahren; hierfür würde ein großes Kreuzungsbauwerk benötigt, welches whrscheinlich kein Platz unter der Bechergasse hätte und außerdem sehr teuer wäre.
RainerCGN
19.01.2010, 22:23
Wie das Internetportal koeln.de heute berichtet ist der Künstlerwettbewerb zur Gestaltung der Haltestellen entschieden worden. Aus Kostengründen hat man sich auf 4 Haltestellen beschrenkt, da die Investition von 1,75 Mio. EUR nicht überschritten werden darf.
Hier der Artikel von koeln.de:
http://www.koeln.de/koeln/geisterzuege_und_papageien_in_koeln s_neuer_ubahn_267444.html
Benevolo
20.01.2010, 09:57
Im KStA wird darüber auch berichtet. Der Artikel ist allerdngs noch nicht online.
Was mich entsetzt ist, dass die KVB jetzt von einer Eröffnung frühestens 2013 spricht - was nach Kölschen Maßstäben mind. 2020 bedeutet. :nono:
Naja, dann werde ich wenigstens demnächst als Rentner mit der 5 zum Friseur in die Südstadt fahren können, um mein während der Bauphase spärlich gewordenes Haupthaar schneiden lassen zu können. ;)
Rhinefire
11.02.2010, 19:58
Es gibt neue alarmierende Nachrichten: Beim Bau der Haltestelle Heumarkt wurden teilweise nur SIEBZEHN PROZENT des eigentlich notwendigen Baustahls verwendet. Weitere Infos im folgenden Link:
http://www.ksta.de/html/artikel/1265053927713.shtml
RebellHAI
11.02.2010, 22:53
Milliarden in den Sand gesetzt weil Raffgierige [XXX] die Taschen nicht voll genug bekommen?
Das wars mit den Nord/Süd bau.
Wisst ihr wie viel es kosten wird das ganze Nachzurüsten? Wenn das überhaupt möglich ist!:nono:
Das ist echt eine unglaubliche Geschichte. Ob man hier den wahren Schuldigen finden wird ist fraglich. Logisch betrachtet kann eine derart hohe Unterschreitung der erforderlichen Bewehrung nicht unbemerkt geblieben sein. Also gibt's eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
1. Die Prüfberichte wurden ausgestellt ohne die Bewehrung vor Ort abgenommen zu haben 2. Die Bewehrung wurde nach der Prüfabnahme wieder entfernt
Wer immer auch seine Unterschrift unter den Prüfbericht gesetzt hat kommt also zumindest in Erklärungsnot. In beiden Fällen trägt allerdings das Bauunternehmen die Hauptverantwortung, da es ja bewiesenermaßen nicht plangemäß gearbeitet hat. Sollte Fall 2 sich bewahrheiten, dann sind das schlicht und ergreifend Kriminelle die so etwas tun und ihrer Firma damit immensen Schaden zufügen.
@ RebellHAI Kein Grund für Fatalismus. Die erwiesenen Bewehrungsmängel beziehen sich auf Schlitzwände, welche offene Bauabschnitte (z.B. bei Haltestellen) im Bauzustand sichern. Sobald die eigentlichen Bauwerke in der Grube erstellt sind, haben die Schlitzwände ihren Zweck erfüllt. Dies ist zum Großteil bereits der Fall. Da wo es jetzt kritisch ist (was es angeblich ja noch nicht ist) könnte man die Wände notdürftig abstreben und sie dann wieder sichern. Die eigentlichen Tunnelwände sind nicht betroffen.
Trotzdem bleibt die Angelegenheit im höchsten Maße fahrlässig und gefährlich.
P.S. Nach mehrheitlicher Meinung der Experten soll der Bewehrungsklau aber nicht den Einsturz des Stadtarchivs verursacht haben, so zumindest war es der Berichterstattung der letzten Tage zu entnehmen.
RebellHAI
12.02.2010, 15:22
Puh. Wenn das so ist, "geht es ja nochmal"...
In Düsseldorf ist ja unlängst ebenfalls sowas entdeckt worden oder so.
Stellt sich mir ja nur die Frage:
Was kommt jetzt noch?
Und wird Köln bis über 2015 hinaus ne Dauerbaustelle bleiben?
Fragen über Fragen: Keine Antwort in sicht!
Stefan Junger
12.02.2010, 17:48
@RebellHAI: Hier in Düsseldorf wurden bisher keine Mängel gefunden. Der Polier war auch hier an zwei Baustellen verantwortlich. Dies wird aber zur Zeit gründlich untersucht.
RebellHAI
13.02.2010, 09:05
Nicht? Dann hab ich mich wohl irgendwie verlesen, aber der Kaufhof hat sich doch um 2mm gesenkt oder Irre ich jetzt total?
http://www.express.de/regional/koeln/minister-knoepft-sich-pfuscher-vor/-/2856/1183322/-/index.html
Man beachte den Letzten Satz von Kuckelkorn:
Pferde auf den letzten Zug sehr unsicher, nach den Einsturz wussten wir warum.
Was erzählt der Mann bitte für einen Schwachsinn? Tiere haben so ein gespür dafür. Aber z.B. bei Erdbeben tritt dieses nur unmittelbar bevor auf.
Ich finde das Schwachfug. Und wenn dem doch so sein sollte:
Warum setzen die Prüfer nicht erstmal Oberirdisch Pferde ein? Die werden schon nervös wenn sie an einer gefahrenstelle vorbeitraben.;)
Medienhafen
13.02.2010, 11:05
Dass der Kaufhof an der Kö 2 Millimeter abgesackt ist, stimmt. Allerdings wurde das auch schon so erwartet und bis 25 Millimeter ist alles im grünen Bereich.
Zu den Pferden: Express. Mehr muss man eigentlich nicht sagen. :D
Stefan Junger
14.02.2010, 13:38
Im Nachhinein waren schon viele Zeugen der Meinung etwas gesehen oder bemerkt zu haben, was ihnen erst später erzählt worden war und sie gar nicht zum entsprechenden Zeitpunkt wahrgenommen hatten oder wahrgenommen haben können. Ich bezweifel, dass noch einer wirklich nachvollziehen kann wo die Pferde nervös wurden ...
Wie auch immer .. auch in Düsseldorf gab es mehr als eine Panne .. ich muß wohl nicht betonen, dass an den Baustellen immernoch auch Menschen arbeiten ;)
Fakt ist .. alle Baustellen - egal ob in Köln, Düsseldorf oder anderwo - müssen wohl besser überwacht werden.
Zum Thema Pferde:
Auch wenn ich nicht wirklich glaube, dass dies damit zu tun hat,
aber letztes Jahr stand ich am Rosenmontagszug an meiner Schule, gegenüber des Stadtarchivs - und genau in diesem Bereich sind einige Pferde wirklich sehr unruhig geworden und waren nur schwer zu bändigen...
Salzufler
25.02.2010, 15:04
Nachdem letztes Wochenende ein Hochwasserschutzschott in die U-Bahnhaltestelle Heumarkt eingebaut wurde steht nun die Flutung der Baugrube wohl bevor.
Dieses Wochendende werde der Rheinpegel auf über 6,50m steigen. Ab dieser Grenze hatte man sich zur Flutung entschlossen. Der genaue Tag sowie die Uhrzeit stehen noch nicht fest.
Kurz nach dem Unglück am Waidmarkt wurden bereits die beiden Tunnelröhren vom Heumarkt Richtung Waidmarkt mit Schotts abgeschlossen, da im Bereich des Waidmarkts Wasser eingedrungen ist. Nun wurden auch die beiden Tunnelröhren nach Norden Richtung Rathaus abgedichtet.
So kann man nun die blauen Rohre umgekehrt nutzen: Pumpten sie bisher das Wasser aus der Grube, wird nun die Pumrichtung umgekehrt.
Hoffen wir mal das alles gut abläuft und die Baustelle nicht allzu große Schäden davonträgt.
http://www.ksta.de/html/artikel/1264185883152.shtml
Salzufler
25.02.2010, 15:11
Kleine Korrektur:
Wie auf http://www.wdr.de/themen/kurzmeldungen/2010/02/25/flutung_wegen_pegel-ansteig_steht_bevor.jhtml berichtet werden lediglich die Pumpen der blauen Rohre zur Flutung benutzt, es wird also Grundwasser und kein Rheinwasser, entgegen erster Meldungen, in die Baugrube gepumpt.
Die Flutung soll wahrscheinlich Samstag erfolgen und 32 Stunden dauern.
PleasureGarden
06.05.2010, 03:19
Auf den Internetseiten berichtet die KVB bei den Baustelleninfos zum Waidmarkt, dass ab 1. Juli mit der restlichen Bergung der Archivalien begonnen werden soll. Der Besichtigungsschacht zur Klärung des Unglücks könne dann ab September gebaut werden. Mit anderen Worten: Bei diesem Tempo kann nicht vor 2011 mit der Sanierung des Gleiswechsels gerechnet werden.
Quelle: http://stadtbahn.relaunch.net/baustelleninfos/waidmarkt/index.html
Salzufler
01.07.2010, 09:43
Die ARGE Los Süd muss ein Pflichtenheft akzeptieren, um den Autrag zum Weiterbau der Nord-Süd-Stadtbahn nicht zu verlieren.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1277728176663.shtml
Unter anderem will die Stadt Köln, das die ARGE bei möglichen Schadensersatzforderungen genügend abgesichert ist. Außerdem soll sich die ARGE am Besichtigungsbauwerk am Waidmarkt beteiligen und sie will die Severinstraße wieder provisorisch herstellen. Auch ein Sanierungskonzept zum Weiterbau am Waidmarkt wird von ihr erarbeitet.
Salzufler
01.07.2010, 10:07
Eine Teilinbetriebnahme der Nord-Süd-Stadtbahn wird immer wahrscheinlicher; auch die KVB sehen dies wohl als sinnvoll an.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1277727459613.shtml
Für einen Start dieser Strecken wären 16 - 20 Millionen Euro nötig.
Der Nordabschnitt soll 6 - 8 Millionen zusätzlich kosten. Hier würde wahrscheinlich die Linie 5 vom Butzweilerhof über Dom/HBF nach Süden abbiegen und dann an der Haltestelle Heumarkt enden. Dazu müsste meines Erachtens eine provisorische Weichenanlage unter das Museum Ludwig oder unter der Bechergasse eingebaut werden. Zur Betriebsstabilisierung ist es sicherlich nötig ab der Weichenanlage im Wechselverkehr zweigleisig zum Heumarkt zu fahren; das heißt Bahn ein nutzt den westlichen Tunnel, Bahn zwei den östlichen, Bahn drei den westlichen... usw. Da die Bahnen am Heumarkt keine Möglichkeit haben in die andere Röhre zu gelangen müssen sie durch dieselbe Röhre wieder zurückfahren.
Sehr schwierig oder sogar unmöglich wäre die gleichzeitige Betriebsaufnahme auch des Streckenastes zum Breslauer Platz.
Der Südabschnitt soll 10 - 12 Millionen kosten. Darin enthalten soll eine neue Wendeanlage in Rodenkirchen entstehen. Daraus lässt sich schließen das zumindest eine neue Linie von Rodenkirchen zur Severinstraße geplant ist. Dann gibt es zwei denkbare Szenarien: Linie Rodenkirchen - Severinstraße im 10-Minuten-Takt unter Auslassung der Haltestelle Marktstraße (wahrscheinlich) oder alle 20 Minuten Rodenkirchen - Severinstraße und alle 20 Minuten Marktstraße - Severinstraße (höhere Investition, Busparallelverkehr bis Chlodwigplatz, niedrigere Betriebskosten).
Auf jeden Fall muss aber im Bereich der zweiten Baustufe eine Weichenanlage installiert werden, damit die Bahnen wie im Nordteil abwechseln beide Röhren nutzen können.
Das wechselseitige nutzen der Röhren wird wohl nötig, denn weniger als ein 10-Minuten-Takt ist nicht sinnvoll.
Citysurfer
02.07.2010, 12:59
In der Kölner Philharmonie droht wegen der eventuell zu erwartenden Lärmbelastung durch die Nord-Süd-U-Bahn ein teurer Umbau.
Neueste Schallschutzgutachten haben ergeben, dass der festgelegte Grenzwert von 25 dB im Konzertsaal zwar nicht erreicht wird, daführ aber im Tonstudio des WDR und in den Stimmzimmern für die Musiker. Dort wurde der Grenzwert bei den Messungen gar überschritten, da die Räume direkt über der Tunnelröhre liegen und keine Schallentkopplung existiert.
Die Probleme könnten durch eine "Raum in Raum" - Konstruktion behoben werden - diese ist jedoch teuer. Die Frage nach den zu tragenden Kosten für solche Maßnahmen ist ungeklärt, die KVB haben die Planung nicht durchgeführt, diese wurde schon mit dem Bau des Hauses durch die Stadt gemacht. Man ist nun auf der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung.
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1277728194743.shtml
Citysurfer
23.08.2010, 12:23
Die KVB wollen einen Teilabschnitt der Nord-Süd U-Bahn bis Ende 2011 in Betrieb nehmen. Es handelt sich hierbei um den Abschnitt zwischen Breslauer Platz und Rathaus. Dies würde 4 Mio. € zusätzlich kosten.
Eine weitere Verlängerung bis zum Heuimarkt ist aus bautechnischen Gründen erst Ende 2012 möglich.
http://www.ksta.de/html/artikel/1281431642941.shtml
Benevolo
23.08.2010, 12:40
Sehr vernünftig. In anderen Städten erfolgt auch eine abschnittweise Eröffnung von Neubaustrecken. Eine Verknüpfung am Heumarkt mit der Ost-West-Strecke ist dringend erforderlich.
Ich bitte euch, was sind bei dem bisherigen Kostenvolumen für die Nord-Süd-Stadtbahn schon läppische 4 Mio. Euro Zusatzkosten??? Und wer weiß, wie lange die tatsächliche Fertigstellung des südlichen Abschnitts noch dauern wird. Wir sind schließlich in Köln... ;)
Citysurfer
24.08.2010, 00:43
Noch ein Artikel zur Teilinbetriebnahme in der Rundschau:
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1281431196601.shtml
Eine teilweise Inbetriebnahme des Nordabschnitts kommt lt. KVB aus wirtschaftlichen Gründen derzeit nicht in Frage. Dies könne sich aber ändern, sollte sich die anvisierte Fertigstellung des Gesamtprojekts (2015-2017) noch weiter verzögern. Das beträfe dann den Abschnitt von Rodenkirchen bis Severinsstraße.
Benevolo
25.08.2010, 09:30
Na was denn nu? Im KStA-Artikel vom 22.08. steht Eröffnung Teilstrecke bis Rathaus im Dezember 2011, Hemarkt 2012. Im Rundschau-Artikel vom folgenden Tag steht Rathaus Dezember 2012, Heumarkt ein Jahr später. Ist das jetzt journalisitische Ungenauigkeit oder hat sich der kölsche Zeithorizont mal wieder über Nacht erweitert?
Eigentlich un-glaub-lich: Als die Bauarbeiten im Jahr 2000 starteten wurde von einer Eröffnung der U-Bahn 2010 gesprochen. Demnach könnte ich jetzt von Neuehrenfeld in die Südstadt fahren, was heute nur mit zweimaligem Umsteigen oder einer elenden Busfahrt möglich ist. Jetzt sind wir bei 2017 gelandet und wir wissen doch, das wird noch nicht das Ende sein. Und wir sprechen erst vom 1. + 2. Bauabschnitt. Vom 3. BA bis zum südl. Verteiler ist doch schon gar keine Rede mehr.
Wahrscheinlich kann ich als Rentner endlich direkt zu meinem Friseur ins Severinsviertel reisen. Falls ich dann bei soviel Elend überhaupt noch Haare auf dem Kopf habe... ;)
Es stimmen laut aktuellem Stand die Daten aus der Rundschau, da diese sich mit der veröffentlichten Stellungnahme der KVB deckt.
Zu finden hier (http://stadtbahn.relaunch.net/german/news/press.html?NID=737).
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