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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Werkbundsiedlung Wiesenfeld [in Planung]


Jai-C
22.02.2006, 15:38
Der Architekturwettbewerb für die ehemalige Luitpold-Kaserne (Schwabing West) ist entschieden. Es wurden drei erste Plätze vergeben, interessant ist dabei der Vorschlag des japanischen Architekten Kazunari Sakamoto, der den Bau mehrere Wohntürme (ich schätze mal so bis 60-70m) vorsieht.

Bis Mitte des Jahres dürfte feststehen welcher Entwurf wie umgesetzt wird. Baubeginn soll dann im Frühjahr 2007 sein.

Quelle: http://www.baunetz.de/db/news/meldungen_artikel.php?news_id=81608&news_region_id=2

Offizielle Internetseite: http://www.werkbundsiedlung-wiesenfeld.de/ (die übrigens an Schlichtheit nicht zu überbieten ist)

Wagahai
22.02.2006, 16:21
^
Der japanische Entwurf gefällt mir persönlich auch am besten :D
Wer schafft es bis zum 11.03. in die Architekturgalerie Türkenstr.30 für Fotos (tolle Buchhandlung!)? ;)

LugPaj
22.02.2006, 17:26
Der 1) ist in etwa das Parkstadt Schwabing/Arnulfpark konzept. Der 2. ist zwar konzequent, wie beschrieben, aber die Farbe des Modells passt ziemlich gut zu meiner Meinung ueber dieses Konzept.
Beim japanischen erscheinen mir die Tuerme ziemlich schlank. Allerdings fehlt ein Zentrum, wie ich finde....aber vielleicht ist das Gelaende eh zu klein, als dass es ein Zentrum braeuchte.

Jai-C
22.02.2006, 17:36
Also besonders gut ist wahrlich keiner der Entwürfe. Ohne die Türme wäre auch der japanische Vorschlag absolut uninteressant.

rec
22.02.2006, 18:02
Not gegen Elend? Sicher, dass der japanische Entwurf nicht tatsächlich vom Eisenman ist...?

münchner
22.02.2006, 18:54
Ahhhh, wie ich sehe setzt sich der Hang zum Banalen in München weiter fort. Wer zum Teufel lässt sowas eigentlich zu? Und der Japanische Entwurf ist ja wohl völlig unrealistisch. Bedenkt man die Größe des Areals dürften die Türmchen kaum breit genug für Aufzug plus Wohneinheit sein...

Erbärmlich!

Münchner

Jai-C
22.02.2006, 20:45
Das einzig herausragende an diesem Wettbewerb fand ich, dass ein Entwurf unter den Gewinnern war, der auf Hochhäuser setzt. Wohntürme die nicht dem sozialen Wohnungsbau entspringen, sind nach wie vor ein Novum für Deutschland und darum schon eine kleine Situation.

LugPaj
23.02.2006, 11:19
Uebrigens, mir ist soeben wieder eingefallen, dass ich von Sakamoto Kazunari, dem Architekten des 3. (japanischen) Entwurfes, schon einmal eine Ausstellung in der Pinakothek der Modernen angeschaut habe.
http://www.pinakothek.de/pinakothek-der-moderne/html/kalender/kalender_index.php?haupt=ausstellun gen&inc=ausstellung&action=archiv&which=1446
Seine Projekte haben mir eigentlich recht gut gefallen.

Er hat sogar eine englische Homepage:
(Man muss die Maus auf "Menu" bewegen, damit man Projekte/Arbeiten usw auswaehlen kann)
http://www.arch.titech.ac.jp/sakamoto_lab/english/indexe.html
Unter Projekte gibt es auch als letzten Eintrag "Werkbundsiedlunk Wiesenfeld-Project- 2005" :)
Ausser in Suedostasien hat er anscheinend noch keinerlei Projekte ausserhalb Japans gehabt.

Mir erschien oft, dass er bei kleiner auesserlichen Aufteilung doch noch sehr geraeumige gut wirkende Raeumen ermoeglicht. Ich waere nun echt sehr gespannt auf eine Verwirklichung seines Muenchen-Projekts!:daumen:

PS: @Jai-c kannst du die Luitpold-geschichte vielleicht in einen thread ausgliedern?

Jai-C
23.02.2006, 13:57
Habe ein neues Thema draus gemacht.

LugPaj
23.02.2006, 21:58
Da ich Donnerstags immer an der Pinakothek vorbeilaufen muss, habe ich Bilder gemacht. Ich konnte nur ziemlich kurz rein, da die Ausstellung noch nicht offen war. Ich habe nur Bilder des japanischen Vorschlags gemacht, der mir auf die schnelle sowiso als am genausten ausgearbeitet erschien. Bei den anderen gab es nicht viel zu sehen, was ueber das schon gezeigt Model hinausgeht.

Modellview #1
http://www.cip.physik.uni-muenchen.de/~fritzsch/daf/sk/sk1.jpg

Modellview #2
http://www.cip.physik.uni-muenchen.de/~fritzsch/daf/sk/sk2.jpg

Ein Plan, wo man sieht, dass es doch ein Zentrum geben soll. Die zentralen Gebaeude sollen anscheinend auch spezielle Funktionen haben (ich vermute mal einzelhandel), AUsserdem kann man eindeutig erkennen, dass es bei manchen Gebaeuden Verbindungsgaenge gibt.
http://www.cip.physik.uni-muenchen.de/~fritzsch/daf/sk/sk3.jpg

Wahrscheinlich das wichtigste Bild, leider leider aber sehr verwackelt:
http://www.cip.physik.uni-muenchen.de/~fritzsch/daf/sk/sk4.jpg

Auf einem anderen Foto gab es noch diesen Ausschnit, der nicht verwackelt war:
http://www.cip.physik.uni-muenchen.de/~fritzsch/daf/sk/sk5.jpg

Jai-C
23.02.2006, 22:12
Danke für die Aufnahmen!

Ich finde die Planung durchaus interessant, allerdings sind die Türme viel zu klein. Man sollte hier endlich mal eine Nummer größer denken, damit sich durch den Bau nach oben auch ein deutlicher Zugewinn an Fläche ergibt. Höhe ist doch schließlich kein reines Gestaltungsmerkmal...

LugPaj
23.02.2006, 22:20
Also fuer diese Grundflaeche finde ich die Hoehe total ok. Solch schmale Tuerme wuerden sicher eine ungewohnte Kulisse abgeben. Wenn ich das richtig sehe, sind es bis zu 12 Stockwerken. Pro Etage wohl 1-2 Wohnungen. Allerdings haette es schon etwas, wenn man sagt, dass man die Etage im 11. Stock bewohnt :)

Adama
23.02.2006, 22:33
Danke für die Bilder und die Berichterstattung!
Ein sehr interessanter Entwurf, allerdings ists mir etwas zu monoton, vielleicht auch zu boxy.
Die Höhe der höchsten Hochhäuser würde ich auf ca. 40-50m schätzen.

PaBr
24.02.2006, 08:56
Danke für die Photos!

Der Entwurf ist allerdings nicht gerade umwerfend. Alles ist sehr monoton und zudem gefallen mir die unregelmäßige Fenster nicht. Die Balkone sind für den Besitzer toll, von außen sind sie aber keine Augenweide. Zudem fehlt hier irgendeine Überdachung, vor meinem Fenster befindet sich eine ähnliche Felhkonstruktion.
Als weiterer Kritikpunkt sehe ich, dass das Areal völlig unabhängig von der bestehenden Anlage (Kaserne) geplant wurde: hier wurde weder auf Stil, Achsen und Symmetrie der Anlage Rücksicht genommen.
Insgesamt schaut es sehr nach Vierkantbolzen aus ...

Jai-C
24.02.2006, 13:12
^Also monoton finde ich ein wenig unzutreffend zur Beschreibung dieser Türmchenanhäufung - den Rest sehe ich aber genau genauso.

Wagahai
24.02.2006, 13:51
Danke, LugPaj, jetzt wissen wir mehr. Eigentlich bin ich jetzt sehr begeistert über den Entwurf. Endlich mal was anderes als die typischen und langweiligen Riegelaneinanderreihungen. Also wenn das monoton ist, weiß ich wirklich nicht, wie ich andere Wohnsiedlungen aus den vergangenen Jahrzehnten in München bezeichnen soll. Und ob man an die architektonische Qualität von Kasernen anknüpfen sollte - na ja...

LugPaj
04.04.2006, 19:47
Nun ging es schnell, der Entwurf des Japaners hat angeblich gewonnen und soll nun umgesetzt werden. Bereits 2007 koennte Baustart sein.

http://www.sueddeutsche.de/,immm3/immobilien/geldmarkt/artikel/316/73243/

Wagahai
05.04.2006, 10:51
Isse krass. Mutig, so kenne ich München gar nicht ;)

LugPaj
10.04.2007, 00:36
Ich mache mal einen neuen Thread auf, da ich den alten nicht mehr finden konnte. Anscheinend steht der Tuerme Entwurf vor dem Aus. Da die Quadratmeterpreise zu hoch fuer Sozialwohnungen sind. Argl.


Waehrend der Planungsexperte der CSU Sakamotos Planung trotz Maengel auf alle Faelle haben will, finden die Gruenen, dass dieses Projekt wegen zu hohen Energieverbrauchs nicht zukunftsweisend ist und somit wohl begraben werden sollte.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/270/109161/

Mod. Wagahai: Bestehende Threads zum Thema zusammen geführt, 10.04.07

Wagahai
10.04.2007, 10:41
Das wäre natürlich jammerschade, wenn das nicht klappen würde. Ob das Öko-Argument, wie hier beschrieben, durchschlägt - ich weiß nicht. Vielleicht können wir ja in den neuen Wohnungen viele Noch-Auto-Pendler aus Gauting oder Pfaffenhofen unterbringen, das spart Benzin und CO2 ;)

pflo777
10.04.2007, 12:37
Ich sag jetzt nicht, was ich denke, sonst gibts ärger mit den Mods aufgrund verwendung unzüchtiger begriffe.....

Aber ich hab mir von anfang an schon gedacht, das ihnen sicher irgendwas einfallen wird, um den Sakamoto entwurf so zu enstellen, das er nicht mehr funtioniert, oder gekippt wird...und voila, schon samma so weit.

Wagahai
10.04.2007, 23:09
^
Einzig CSU (!) -Planungsexperte Zöller ist ein Lichtblick im Stadtrat, durchaus eine Institution mit hoher Bedenkenträger- und Wichtigtuerdichte, wie ich in einiger Maßen grausiger Erinnerung habe. Die SPD ist vermutlich in ihrer Meinungsbildung gespalten?

LugPaj
07.05.2007, 12:03
http://www.sueddeutsche.de/,ra15m5/immobilien/geldmarkt/artikel/18/112905/

Die SZ prangert ein moegliches Scheitern des Projektes ziemlich stark an und macht dabei auch gleich einen Rundumschlag gegen die Muenchner Stadtverwaltung. :daumen:

Der Artikel spricht mir ziemlich aus der Seele.

Miguel
10.05.2007, 11:51
Und auch die FAZ prangert ein mögliches Scheitern an, spricht sogar von

"Historische Chance oder historische Blamage", zu finden hier:

http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~E0D3B9183C23E4F61804185A4398A59 D0~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Genau auch das Argument der Grünen, dass die Häuser wegen der großen Oberfläche / Glasfläche angeblich unökologisch sein, wird mit dem Hinweis auf geringere Pendler-Abgase widerlegt. Ansonsten begreift die FAZ diese Siedlung als einen Prototyp für das Wohnen in der Stadt des 21. Jahrhunderts...

vondraussen
10.05.2007, 11:53
In der FAZ gibt es heute auch einen ziemlich scharfen Artikel pro Sakamoto. Die Hauptargumente sind, dass der jetztige soziale / günstige Wohnungsbau öde ist, die Leute deswegen aufs Land ziehen, dies aber mit neue Architektur verhindert werden kann. Aufs Land ziehen wird als unökologisch dargestellt wegen des Pendlerverkehrs (guter Punkt finde ich). An Sakamoto gefällt dem Autor, dass hier eine Mischung aus öffentlichen Plätzen und Privatsphäre versucht wird. Auch wird argumentiert, dass dies nicht eine Rückkehr zu isolierten Punkthochhäusern des früheren sozialen Wohnungsbaus ist.

FAZ Artikel (http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~E0D3B9183C23E4F61804185A4398A59 D0~ATpl~Ecommon~Scontent.html)

LugPaj
10.05.2007, 12:15
Danke fuer den Link, euch beiden. Sehr gut, dass sie Presse hier immerhin Stellung bezieht (auch wenn ich in diesem Artikel sicherlich einiges uebertrieben finde). Vielleicht kommt es ja bei den Stadtpolitikern an.

ich bin mal gedaempft optimistisch.

iconic
17.08.2007, 15:27
Nur zur Vervollständigung dieses Threads (nicht etwa aus aktuellem Anlass...) hier der Planungsstand von Mitte Juni 07 mit dem überarbeiteten Entwurf.

Am 15.06.07 berichtete das "Baunetz" über den neuen Planungsstand; der Entwurf sei insbesondere in Bezug auf seine Wirtschaftlichkeit überarbeitet worden. Dabei seien die Gebäudegrundflächen vergrößert worden und somit die Anzahl der einzelnen Gebäude "deutlich reduziert" worden. Im Kommentar hoffen die Baunetz-Redakteure, dass in den bevorstehenden „Optimierungsphasen“ nicht der letzte Rest des Charmes des Ursprungsentwurfes verlorengeht... im schlimmsten Fall befürchtet man "eine zweite Theresienhöhe". :(

Hier der Beitrag im Baunetz: http://www.baunetz.de/db/news/?news_id=84087

Ansicht des überarbeiteten Entwurfs:
http://img156.imageshack.us/img156/9327/84087azxh7.jpg

Zum Vergleich: Ursprünglicher Entwurf
http://img296.imageshack.us/img296/825/84087zzqm7.jpg

Quelle aller Bilder dieses Posts: www.baunetz.de

LugPaj
17.08.2007, 15:30
Ja, das sieht als Modell schon wesentlich plumper und weniger filigran aus. Wurde aber anscheinend noetig, um energiemaessig wesentlich besser abzuschneiden. Mich wuerde mal die Grundflaechen der Tuermchen hier interessieren, dann koennte man sich das wohl auch besser vorstellen.

iconic
17.08.2007, 16:04
Ich finde, auf dieser Zeichnung bekommt man zumindest eine "Vorstellung" von den Ausmaßen und der Wirkung der Gebäude. Es handelt sich um eine Ansicht des im Juni vorgestellten, überarbeiteten Entwurfs:
http://img511.imageshack.us/img511/2480/84087bzyc8.jpg
Quelle des Bildes: baunetz.de

Sieht nicht etwa schon nach Theresienhöhe aus, oder..? ;)

iconic
25.09.2007, 13:43
Die rot-grüne Rathausmehrheit hat das Projekt "Werkbundsiedlung" gekippt. Als Grund für die Ablehnung wurden in erster Linie die zu hohen Kosten angegeben.

Über die Bebauung des Areals am Wiesenfeld soll ein völlig neuer Wettbewerb entscheiden. Der Werkbund hat sich aus den Planungen zurückgezogen.

Vollständiger Beitrag in der SZ Online vom 25.09.07: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/879/134622/

pflo777
25.09.2007, 14:06
zum heulen...

Aber es war ja klar, dass das ganze viel zu pragmatisch für eine Stadt wie München ist....

iconic
26.09.2007, 14:29
Bei aller Euphorie über die Transrapid-Entscheidung sollte nicht völlig unbeachtet bleiben, dass mit dem Aus für die Werkbundsiedlung möglicherweise eine städtebauliche Jahrhundertchance vertan wurde... :Nieder:

LugPaj
26.09.2007, 17:39
Ja, und das haben wir der SPD-Gruenen Stadtratsmehrheit zu verdanken, die zuerst das Projekt zerredet haben, um es dann endgueltig zu kippen.

Schmittchen
27.09.2007, 16:17
Zunächst ist das Argument der Unwirtschaftlichkeit ja nun keines, über das man so einfach hinweggehen kann. Zumal bei öffentlich geförderten Wohnungen! Die beträchtlichen Zusatzkosten dieser ach so tollen Mustersiedlung wären an der Stadt und damit beim Steuerzahler hängengeblieben. Wäre das richtig gewesen?

Wäre dafür wenigstens etwas entstanden, was das Steuergeld wert gewesen wäre? Ich meine nein, denn Sakamotos Entwurf ist in meinen Augen nichts anderes als das betagte Konzept der Gartenstadt, hier in der Variante mit Punkthäusern. In vielen Großstädten stehen solche Siedlungen, die meisten um die 1960er herum gebaut - und nicht selten haben sich soziale Brennpunkte daraus entwickelt. Zur Erinnerung: Es sollen Sozialwohnungen gebaut werden!

Neuere Erkenntnisse des städtischen Wohnungsbaus blieben offenbar unberücksichtigt, etwa kleinere Einheiten mit dementsprechend hoher sozialer Kontrolle zu bauen oder die längst wieder aktuelle Blockrandbebauung mit dem Vorzug öffentlicher Vorderseiten kombiniert mit privaten und ruhigen Höfen. Statt dessen ein Haufen öder Flachdachklötze mit vergleichsweise vielen Wohneinheiten, dazwischen undefinierte Freiflächen. Dazu eine fragwürdige Gestaltung, man könnte auch von Hässlichkeit sprechen (stellt euch das mit Parabolantennen, Gardinen und zielgruppentypisch vollgerümpelten Balkonen vor).

Das soll das Modell der Sozialsiedlung der Zukunft sein? Ein Experiment? Für mich nur eine teuere Wiederholung der Fehler von gestern und der soziale Brennpunkt von morgen.

LugPaj
27.09.2007, 16:35
Fuer die jetzige (von der Stadt verlangten) verbreiterte Version mag das mehr zutreffen, ich trauere eigtl mehr der urspruenglicheren Version von sehr schmalen Punkthaeusern nach.

iconic
27.09.2007, 17:27
@Schmittchen: Dass auf dem Gelände nur Sozialwohnungen gebaut werden sollen ist in der Tat ein wichtiger Einwand gegen zu hohe Kosten (und vielleicht auch gegen allzu innovative Wohnungsbaukonzepte).

Ich halte es allerdings für falsch, alles was nicht ins Raster der Blockrandbebauung fällt, grundsätzlich abzulehnen. Gerade in München hat man mit der gelockertern Gartenstadtbebauung im Olympischen Dorf sehr gute Efahrungen gemacht und dort ein ausserordentlich attraktives Wohnumfeld geschaffen, das bis zum heutigen Tage zu den beliebtesten der Stadt gehört.

LugPaj
27.09.2007, 18:16
Es sollten nicht _nur_ soziale Wohnungen gebaut werden, sondern ein Prozentsatz sollten als sozialer Wohnungsbau enstehen.

LugPaj
27.09.2007, 20:15
Unter http://www.baunetz.de/db/news/?news_id=81608 kann man uebrigens noch die beiden anderen 1. Preise sehen, die bei der Ausschreibung vergeben wurden.

MartyMUC
27.09.2007, 20:40
Wow, Schmittchen. Du hast meine Gedanken aufgeschrieben.:daumen:
Ich hab auch die Nase voll von dieser Vorstadtarchitektur (s.a. Arnulfpark), ich will geschlossene Straßenzüge. Komisch, daß die Altbauten im Glockenbachviertel immer mehr kosten, aber nach Riem kaum jemand freiwillig will.

iconic
21.11.2007, 11:50
Der Vollständigkeit halber, hier noch einige weitere Reaktionen auf das Scheitern des Projekts aus muenchenarchitektur.com.

Offener Brief an OB Ude von der Vereinigung freischaffender Architekten (VFA) vom 24.11.07:

Aus der Tradition der hundertjährigen Geschichte des Deutschen Werkbundes sollte die Werkbundsiedlung Wiesenfeld entstehen und für die achthundertfünfzigjährige Geschichte der Stadt München ein architektonisches Manifest werden. Mit dem Experiment der urbanen Anlage am Wiesenfeld würde der Zersiedlung der Landschaft, dem Wegzug einer jungen Mittelschicht aus der Stadt ins Umland und vorhandenen Segregationstendenzen entgegengewirkt werden. Unterschiedliche soziale Bevölkerungsschichten könnten hier zusammen leben. Die lebendige Durchmischung, die sich aus der Vorgabe der Stadt ergab, traf sich hier mit den Wünschen einer großen Anzahl von Interessenten.

Der Entwurf von Professor Sakamoto besitzt nach unserer Meinung größtes Potenzial, die richtigen Antworten auf die Fragestellungen des innerstädtischen Wohnungsbaus der Zukunft zu geben. Die Anordnung der Gebäude ist in besonderer Weise geeignet, hohe architektonische Qualität bei hoher städtebaulicher Dichte zu schaffen. Dies wäre ein Ansatz Flächenverbrauch und Verkehr zu minimieren, und damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Die Vereinigung freischaffender Architekten (VFA) nimmt mit Bedauern zur Kenntnis, dass diese besondere Chance der Weiterentwicklung der Stadt durch den Stadtratsbeschluss vom 17. September 2007 vertan wurde.

http://www.muenchenarchitektur.com/index.php4?sessionid=72ce286d896f9a 9c2ec7c8082631801d&lang=1&p_id=1&aACTION=aARTICLE&aID=2669

Und eine kritische Zusammenfassung aus der November-Ausgabe des Deutschen Architektenblatts: http://www.muenchenarchitektur.com/files/Meinungen_Kontroverse_Werkbundsiedl ung_DAB.pdf

LugPaj
30.05.2008, 23:31
Habe noch ein nettes Rendering des Sakamoto Entwurfs gefunden:

http://qedjun.de/blog/wiesenfeld_sakamoto4_500.jpg

Johnny
31.05.2008, 13:20
^ Da kann ich nur sagen: Glück gehabt! Ich kann mit dem Entwurf überhaupt nichts anfangen. In so einer monotonen, kalten und abweisenden Umgebung möchte ich nicht wohnen. 60er-Sozialwohnungen in modernem Gewandt.

MartyMUC
31.05.2008, 14:23
Ich konnte die Begeisterung für diesen Entwurf auch nie verstehen. Bunt wie Steidle und unregelmäßige Fenster wie man sie jetzt oft sieht. Wer guten Wohnungsbau sehen will, der soll sich die Borstei anschauen.

nikolas
31.05.2008, 14:40
Ich kann mich den Vorrednern da nur anschließen. Die Renderings wirken, wenn auch leicht verspielt, irgendwie rückwärtsgewandt ("CIAM" - Doktrin etc.). Frei nach dem Motto: "Keep it simple and stupid!" (KISS!)

iconic
31.05.2008, 18:36
Na, dann hat München ja mal wieder Glück gehabt...;) war grad am benachbarten Ackermannbogen - da gibt's herrlich einfallsreiche Münchner 2.0-Architektur :lach:

iconic
02.06.2008, 13:54
Was passiert eigentlich mit dem Areal, jetzt wo die Werkbundsiedlung vom Tisch ist?

LugPaj
02.06.2008, 14:08
Wird normaler Wohnbau kommen, denke ich mal, konkretes habe ich aber noch nicht gelesen.

Dvorak
03.06.2008, 22:10
Zunächst ist das Argument der Unwirtschaftlichkeit ja nun keines, über das man so einfach hinweggehen kann.

Die Stadt Wien z.B. gibt wesentlich mehr Geld für den Sozialen Wohnungsbau aus als so ziemlich alle deutschen Städte. Dort ist man einfach stock-konservativ und will das Stadtbild pflegen, gleichzeitig Sozialen Wohnungsbau in der Innenstadt haben, das lässt man sich auch etwas kosten.

[...] Sakamotos Entwurf ist in meinen Augen nichts anderes als das betagte Konzept der Gartenstadt, hier in der Variante mit Punkthäusern. In vielen Großstädten stehen solche Siedlungen, die meisten um die 1960er herum gebaut - und nicht selten haben sich soziale Brennpunkte daraus entwickelt. Zur Erinnerung: Es sollen Sozialwohnungen gebaut werden!
Wie gesagt gibt man andernorts wesentlich mehr Geld für den SW aus, auch mit der Konsequenz, dass man weniger soziale Brennpunkte hat. In Wien ist es tatsächlich oft so, dass SW-Projekte nach ihrer Fertigstellung zu großen Teilen von der Mittelschicht geentert werden. Die Qualität führt dort direkt zu einer Durchmischung sozialer Gruppen.
Ich kann dem Sakamoto-Entwurf einiges abgewinnen, weil er wesentlich mehr macht als es Howard für sein Gartenstadt-Konzept vorgesehen hat. Zentral in S. Entwurf ist das Spiel zwischen öffentlichen und privaten Flächen, kein Gebäude steht isoliert sondern alle sind mitten im Quartier überall umgeben von öffentlichen Flächen, gleichzeitig hat jedes Gebäude eine ihm zugewiesene Freifläche zur Erholung. Das man Gebäude und Freifläche trennt finde ich äußerst interessant, weil die einzelnen Gebäude so nicht von Ganzen getrennt werden können, die Bewohner sich nicht abschotten.
Öffentlichkeit ist ein großer Faktor, wenn man soziale Brennpunkte verhindern will. Man könnte auch sagen:

Neuere Erkenntnisse des städtischen Wohnungsbaus blieben offenbar unberücksichtigt, etwa kleinere Einheiten mit dementsprechend hoher sozialer Kontrolle zu bauen oder die längst wieder aktuelle Blockrandbebauung mit dem Vorzug öffentlicher Vorderseiten kombiniert mit privaten und ruhigen Höfen.
Die Blockrandbebauung hat genauso ihre Nachteile und ist das Gegenteil von einem Garanten für sozialen Frieden. Die Baupolitik des 19.Jhdt.s mit eben dieser sklavischen Blockrandbebauung führte zur vollkommenen Verwarlosung großer Bevölkerungsschichten, in diesem Fall lag das tatsächlich primär an der Architektur. Erst die schlechten Erfahrungen mit eben diesem Blockrand führten zu den Konzepten der Gartenstadt und später zu modernen Wohnformen.

München ist alles andere als eine am Hungertuch nagende, deindustrialisierte Stadt, sondern hat das Geld und alle Möglichkeiten so ein Projekt zu machen. Hätte Gelsenkirchen gesagt, es sein zu teuer, könnte niemand was anderes sagen, aber solche Töne aus München zu hören ist schon irgendwie lächerlich. Alleine der Image-Gewinn hätte die Kosten wieder eingeholt, aber so "weit" denkt man ja bekanntlich nur selten.

LugPaj
04.06.2008, 13:58
Habe die hier folgende Diskussion ueber das fuer und wieder von Gruenderzeitbauten nach http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=7338 verschoben, da es nicht mehr wirklich etwas mit dem konkretem Projekt hier zu tun hatte.

Iarn75
14.07.2008, 09:48
Heute ist in der SZ Münchner Teil ein großer Artikel über den Versuch der CSU, die Werkbundsiedlung wieder auf die Tagesordnung zu bringen. Ihr Vorschlag ist, die geforderten Szialwohnungen im unmittelbaren Anschluss an die Werkbundsiedlung zu bauen.

iconic
14.07.2008, 12:37
Auch in der Online-Ausgabe wird berichtet: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/181/185596/

Heißt das also, Werkbundsiedlung OHNE Sozialwohnungen...? Ich verstehe immer noch nicht so ganz, was die SPD/Grünen an dem Konzept gestört hat. Waren es ihnen zu viele Sozialwohnungen, oder zu wenig, oder was war los. ich meine, einen Bauträger hatte es doch bereits gegeben, das Argument "zu teuer" war also schon entkräftete...oder nicht?

Martyn
28.01.2010, 15:10
Der von der Stadt für Grundstücke in ihrem Besitz immer geforderte Mindestanteil von geförderten Wohnungen war nicht finanzierbar, und somit ist das einzige interessante städtebauliche Konzept der letzten Jahr(zehnt)e gescheitert. In ein paar Jahren kommt wahrscheinlich wieder kompakt urban grüner Einheitsbrei mit Schuhschachteln. Vor 2013 soll sich allerdings nix tun an der Dachauer Straße.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/694/500956/text/

iconic
19.04.2010, 13:54
Nun soll das 20 Hektar große Gesamtareal der ehemaligen Luitpoldkaserne (Luftschifferkaserne) zwischen Dachauer-, Schwere-Reiter- und Lothstraße als einheitliches Entwicklungsgebiet neu geplant werden.

Noch einmal eine Übersicht des Geländes auf
-Google Maps: http://maps.google.de/maps/ms?hl=de&ie=UTF8&hq=Luitpoldkaserne&hnear=M%C3%BCnchen&t=h&msa=0&ll=48.159015,11.552081&spn=0.021413,0.038581&z=15&msid=115355448765518212772.00048495 8ab045e2a7b32
-Bing Bird’s Eye View: http://www.bing.com/maps/default.aspx?v=2&cp=s0sqkbhywgnt&scene=10813320&lvl=1&sty=o&where1=Schwere-Reiter-stra%C3%9Fe%2C%2080797%20M%C3%BCnch en

Bemerkenswert ist dabei, dass die „Jutierhalle (http://www.bruecknerarchitekten.de/projekte/jutierhalle)“ und die „Tonnenhalle/Tonnagehalle“ jeweils nicht abgerissen, sondern in die Neubebauung integriert und evtl. einer kulturellen zugeführt werden sollen. Das ursprünglich auch auf dem Gelände vorgesehene „City Service Center“ für die Straßenreinigung zieht nach Ramersdorf, die Werkbundsiedlung ist vom Tisch. So ist der Weg frei für eine neue Gesamtplanung, bei der in erster Linie Wohnungen entstehen sollen. Aber auch einige Läden, eine Grundschule, ein Erweiterungsbau der FH München, sowie eben auch kulturelle Nutzungen könnten eine Chance bekommen. Zunächst soll ein großangelegter Ideenwettbewerb durchgeführt werden. Ein Baubeginn sei frühestens 2014 bzw. 2015 denkbar, meldet der Münchner Merkur. Das größte Problem dürften die hohen Kosten zur Restaurierung der historischen Hallen sein.

Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/neues-kreativzentrum-muenchen-717961.html

Hier nochmal weitere Ansichten und Informationen (http://www.moesslang.net/kasernen_in_neuhausen.htm) zur Kaserne am Oberwiesenfeld, als diese neben Münchens erstem Flughafen (http://www.moesslang.net/flugplatz_oberwiesenfeld.htm) gelegen war.

iconic
19.05.2010, 12:26
Scheinbar ist man bei der Stadt bereits kurz davor, die ersten Gebäude auf dem Gelände räumen zu lassen und den Abriss vorzubereiten. So soll das Atelierhaus Dachauerstraße 110G (http://www.atelierhaus-dachauerstrasse.de/) alsbald abgerissen werden, meldet die AZ. Offenbar hat die Stadt aber die Künstler, die vorübergehend dort eingemietet worden waren, übersehen - deshalb wird der Abriss jetzt noch einmal ausgesetzt. Zudem wird überlegt, ob das Gebäude evtl. sogar erhalten werden kann, im besten Fall sogar in die Neuplanungen einbezogen. Auch das Thema Denkmalschutz wird als mögliches Mittel zum Erhalt des Bestandsbaus erwähnt.

http://www.abendzeitung.de/muenchen/186623

Augsburger
19.05.2010, 12:33
Ich empfehle dringend einen Besuch in Augsburg. Nachdem man die erste Zeit nach dem Niedergang der hiesigen Textilindustrie sehr stiefmütterlich mit den riesigen Fabrikanlagen umgegangen ist und massenweise abgerißen hat - echte Juwele, nicht nur von theoretischer historischer Bedeutung sondern wirkliche Augenweiden - gab es ein Umsteuern um 180°

So wurde die Kattunfabrik, eines der ersten Fabrikgebäude Europas überhaupt, in den 1990ern fast abgerißen. Irgendwie konnte man den Abriß aber nachdem die größeren Seitenflügel abgebrochen waren noch stoppen und wenigstens den Kopfbau erhalten - der wahrhaft schloßartige Architektur aufweist. Der wurde in einen Neubau der Hochschule integriert und gibt der Hochschule ein richtig klassisch-nobles Ambiente, wie man sich als Student eine sog. "altehrwürdige" Hochschule vorstellt. Also eine dermaßen gelungene Neunutzung dass man als Laie gar nicht vermuten würde dass es sich dabei um eine Umnutzung handelt: Kopfgebäude (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Sch%C3%BClesc he_Kattunfabrik.jpg&filetimestamp=20090901105822)

Auf dem ehemaligen AKS Gelände hat vor kurzem das TIM (Textil- und Industriemuseum) eröffnet: http://www.timbayern.de/

Das nur zwei, wie ich finde, besonders gelungene Beispiele der Umnutzung.

"Abriß" sollte - nein darf - heutzutage nicht mehr zur Debatte stehen!!

Sammy
19.05.2010, 12:40
Ich muss auch sagen das sich die Stadt die Option mit dem Erhalt sehr überlegen muss. An der Theresienwiese wird gerade ein Gebäude neu gebaut das einen gewissen Industriecharme vortäuschen soll und hier würde noch ein originales stehen. Loftwohnungen lassen sich doch bestimmt daraus machen.
Toll finde ich das es hier scheinbar endlich wieder vorrangeht.

Augsburger
19.05.2010, 12:43
Es kann ja auch ganz "normale" Nutzung realisiert werden, also muss nicht immer gleich ein Museum oder irgend ein öffentliches Gebäude sein. Dass sich dies auch privatwirtschaftlich organisieren lässt zeigt dieses ehemalige Fabrikgebäude, ebenfalls hier in Augsburg, es beherbergt heute ganz normale Büros.

Fabrikschloss (http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Augsb_Fabrikschloss_Fassade_Os tseite.jpg)

iconic
03.06.2010, 15:22
Unten einige Eindrücke von den Bestandsbauten und vom Gelände insgesamt, aufgenommen am 30.05.10. Jedem, der hier noch nie war, empfehle ich einen Besuch. Ein sehr zentrales, aber an vielen Stellen noch völlig unentdecktes Gelände mitten in der Stadt mit einigen Überraschungen. Insbesondere der südliche Bereich gammelt seit Jahren vor sich hin, vielfach ist das Gelände eine reine Brache, da die Gebäude bereits abgerissen wurden, Jutier- und Tonnenhalle stehen weitgehend leer.

Jutierhalle
http://img97.imageshack.us/img97/9816/a0001is.jpg

http://img199.imageshack.us/img199/9414/a0002.jpg

Tonnenhalle/Tonnagehalle
http://img714.imageshack.us/img714/9720/a0003.jpg

Eine weitere Halle
http://img33.imageshack.us/img33/891/a0004h.jpg

Hier die Umgebung des Atelierhauses Dachauerstraße 110G:
http://img64.imageshack.us/img64/25/a0006.jpg

Die restlichen Gebäude werden von städtischen Einrichtungen diverser Art geutzt (Lager der Straßenreinigung, soziale Einrichtungen etc.). Außerdem scheinen in weiten Teilen des Areals Baumaterialien zum Straßenbau gelagert zu werden:
http://img266.imageshack.us/img266/2220/a0007y.jpg

Richtig schön gruselig ist das sog. "ZFK - Zentrum für Katastrophenschutz", ein Relikt aus Zeiten des Kalten Kriegs. Das Gebäude steht seit etwa zehn Jahren leer und gammelt vor sich hin (muss ich mir bei Gelegenheit noch einmal genauer ansehen ;)):
http://img338.imageshack.us/img338/9173/a0008.jpg

Die "Reithalle" wird als Veranstalungs- und Partylocation zwischengenutzt:
http://img375.imageshack.us/img375/433/a0010.jpg

Manche der alten Kasernengebäude im nördlichen Bereich (Infanteriestrasse) werden von der Staatsanwaltschaft München (http://www.justiz.bayern.de/sta/sta/m1/#anker_hp_bezeichnung_0_1) genutzt, daneben bezieht gerade die Fresenius Hochschule (http://www.hs-fresenius.de/muenchen.2334.de.html) ihren neuen München-Standort in behutsam renovierten Altbauten kombiniert mit hochwertigen Neubauten:
http://img710.imageshack.us/img710/5523/a0011c.jpg

http://img683.imageshack.us/img683/7779/a0012p.jpg

iconic
03.06.2010, 16:00
Im westlichen Bereich (Schwere-Reiter-Straße) stehen noch recht viele intakte Kasernengebäude, die an kleine Unternehmen, Sozialprojekte und kulturelle Einrichtungen zwischenvermietet werden; manche Gebäude scheinen aber auch leer zu stehen:
http://img228.imageshack.us/img228/7522/a0013a.jpg

http://img94.imageshack.us/img94/7292/a0014.jpg

http://img35.imageshack.us/img35/3969/a0015h.jpg

http://img138.imageshack.us/img138/6191/a0016.jpg

http://img64.imageshack.us/img64/6308/a0017.jpg

Mein persönlicher Eindruck: Das Gesamtareal besitzt gerade wegen der Unterschiedlichkeit der Bestandsbauten sowie den weiten unbebauten Flächen in zentraler Lage ein riesiges Potenzial. Es könnte zu einem städtebaulich überaus spannenden, einzigartigen Stadtteil entwickelt werden - mit einer gesamtstädtischen Bedeutung. In jedem Fall gut, dass man offenbar begriffen hat, dass das Areal als Gesamtes entwickelt werden muss. Ich bin sehr gespannt, was sich hier in nächster Zeit entwickelt :)

MartyMUC
03.06.2010, 19:02
Äußerst interessant, diese Fotoreportage.:daumen: Kommt man doch eher nicht in diese Gegend. Das Potenzial scheint wirklich riesig, allerdings bin ich aufgrund der Bauten, die in München in den letzten Jahren "verbrochen" wurden, zutiefst pessimistisch. Wahrscheinlich werden es wieder Flachdachklötze in Gartenstadtgruppierung.