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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Abriss der alten Bücherei und Neubau


Dvorak
09.09.06, 18:03
http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/5856684
Hoffentlich bleibt wenigstens der kleine Platz an der Gördelinger straße erhalten.
Fotos mache ich hoffentlich nächste Woche, damit sich jeder ein Bild von dem Gebäude und dem Platz machen kann.

ibuinn
16.09.06, 08:46
Das ist eine gute Nachricht, finde ich. Der Bereich ist mir viel zu offen und zu grün, auch wenn er zu dem bisherigen Gebäude gepasst hat. Bitte eine schließende Bebauung zur Langen Straße hin. Und am besten auf dem Gelände gegenüber bei St. Petri gleich mit. Bin allerdings skeptisch, ob es architektonisch etwas Ansehnliches, oder gar Besonderes, bringen wird...

Tarsis
16.09.06, 14:40
Na da wäre ich auch sehr dafür ! Der Anjbau der Öffentlichen Bibliothek gehört da auch weg und eine anschließende, die Straße flankierende Bebauung da hin ! Sowohl was die Straße "Hintern Brüdern" angeht als auch die Lange Straße.

Ebenso der weitere Verlauf Richtung Petrikirche und die vorgelagerte Grünfläche eingeschlossen. der ehemals dicht bebaute Stadtraum sollte wieder so gestaltet werden wie er sich einst darstellte.

Der Durchbruch zur Langen Straße wird jedoch bleiben müssen.

Nebenbei bemerkt gab es einen ähnlichen Weg wie den jetzigen Durchbruch zur Langen Straße - ich habe nur nie bidliche Darstellungen finden können. Auf dem Gelände wo heute der Anbau der Bibliothek steht befand sich früher die Stiftsgasse. .. vielleicht eine Möglichkeite eine Art PAssage einzurichten, um diesen Durchgang wieder erlebbar zu machen . . ?

Dvorak
17.09.06, 08:50
Also eine Bebauung, die der langen Starsse folgt, und sie so besser einfasst würde ich auch begrüßen, aber im Falle der Stasse hintern Brüdern kann ich mir auch Möglichkeiten vorstellen, wie man den kleinen Platz erhalten kann. Der ist bei allem Schlechten, was man über die Bücherei sagen kann doch sehr schön, oder könnte schön sein, wenn die Stadt die Stadt mehr pflegen würde, und weniger Kosten durch Stadtputztage einsparen würde. Außerdem müsste man sonst einen neuen Ort für die Skulptur suchen. Dieser müsste dem alten in seinen Gestaltungsprinzipien dann auch sehr ähneln, da Platz und Plastik sehr gut aufeinander abgestimmt sind, und sich gegenseitig ergänzen.

Dvorak
21.09.06, 22:38
http://img115.imageshack.us/img115/2084/unbenanntscannen01nfnm3.jpg
http://img148.imageshack.us/img148/1502/unbenanntscannen01nkw9.jpg
Das ist also meine erste Idee.
Zuerst was zum Bauplatz:
Es handelt sich um die Gebäude rechts in der Zeichnung. Er liegt in der Braunschweiger Altstadt zwischen Lange Strasse, hintern Brüdern und in Sichtachse der Celler Strasse. Das Gelände wird heute von der öffentlichen Bibliothek belegt, deren denkmalgeschützer Teil in den 20ern errichtet wurde. Mach starker Kriegszerstörung wurde auf freiem Gelände in den 60ern ein Anbau errichtet,und mit einer kleinen Parkanlage mit Rabatten und einer Plastik geschmückt. DerBauplatz ist der m.E. nach zur Zeit interessanteste in BS. Verschiedene Sichtachsen, der kleine Park, denkmalschutz und die sensible Umgebung muss beachtet werden.

Die "Ziele" die man erreichen sollte:
-Da die Petrikirche (links im Bild) zusammen mit dem Bauplatz in der Flucht der Celler Strasse ligen, die eine der haupteinfallstrassen nach BS darstellt, kann man ein Stadttor schaffen.
-Die Petrikirche soll in ihrer Wirkung als "Leitfeuer" nicht beeinträchtigt, sondern gestärkt werden.
-Der Park soll erhalten werden.
-Die Bebauung soll sich in den altstädtischen Raum einfügen.

Mein Entwurf:
Im rnteren rechten Viertel bleibt der älteste Teil sowie das gelunge Eingangsgebäude der Bücherei erhalten. Links daneben kommt ein dem Strassenverlauf folgender Flachbau hin. Im Zentrum des Areals bleibt die Plastik bestehen, und die Parkgestaltung wird nach den ersten Plänen wieder neu gestaltet. Der Park ist extrem heruntergekommen, und folgt nicht ansatzweise den Plänen der 60er. An der Flucht des Flachbaus und des Gartens orientiert sich auch die Basis des Gebäudes links oben. Darauf kommt ein höherer Aufsatz, dessen Kante richtung Celler Strasse zeigt, und dessen Dach so geneigt ist, dass es auf die Spitze von St. Petri zeigt. Im Bereich der Langen Strasse wird es von Kolonaden getragen. Die westliche Begrenzung ergibt sich aus der Sichtachse zwischen der Plastik und dem Südturm der St. Andreaskirche. Den rechts oben liegenden Bereich nimmt ein weiteres Gebäude ein, dessen Dach sich ebenfalls nach St. Petri orientiert.

Warum ich mir das so ausgedacht habe:
Von der Celler Strasse kommend sieht man den St. Petri-Turm, der etwas rechts der Sichtachse steht. Die Strasse macht aber einen Knick nach links. Um dem Betrachter zu vermitteln, dass es nach links geht, nutzen die Gebäude den Turm, um den Blick auch nach links zu lenken. Gleichzeitig werten die Neubauten die Kirche aber nicht ab, sondern geben dem Turm eine zusätzliche Aufgabe-das Binden des ersten Blickes für die Sichtabfolge-und stärken ihn in seiner dominanten Wirkung. Der Turm wirk nicht mehr so verloren, und man hat ein optisches Stadttor.
Das Gebäude oben links (von nun an A) Ragt in den Strassenraum hinen, da es ohne dieses zu tun dem Strassenraum nicht die nötige Fassung geben würde. Die Kolonaden hat, damit es höher wirkt. Wir sind hier mit Höhe ja nicht sehr verwöhnt.;)
Besonders die Fassung der Langen Strasse ist wichtig, da dieses hohe Gebäude mit der "Rotunde" des Cinemaxx gegenüber den optischen Auftakt zu einem Boulevard geben kann, dessen Ende das Mittelrisalti des innen gotischen, aussen klassizistischen Neustadtrathhauses ist/wird/sein könnte.
Die Sichtachse der Plastik zum Turm von St. Andreas (also nach rechts oben) ist wichtig, um den Komplex auch über die Nachbarschaft hinaus in den städtischen Raum einzufügen.
Das zweite Gebäude (B) fügt sich bedingungslos in den Raum ein. Es hat die stärkste Mittlerrolle, da es zwischen A und den Gebäuden weiter östlich kommuniziert. Auch verbindet es den Flachbau (D) mit dem Altbau (C). Angefangen bei D und im Uhrzeigersinn bis zum St.Petri-Turm erhöhen sich die Gebäude immer weiter, um eine eigene Rhytmik zu entwickeln, und St. Petri auch von dem Park aus gesehen zu stärken.
Daraus ergibt sich, das C kleiner ist als B. Das wars eigentlich auch schon.
D ist ein Flachbau, um die Sicht auf St. Petri von osten her nicht zu versperren, und um den Park nicht zu verschatten.

Genauere Gedanken zu Fassade, oder den ganzen Details hab ich mir noch gar nicht gemacht. Es ist nur eine Skizze, und bedarf noch ausgiebigen Schliffes. Damit meine ich EURE Meinung und Kritik. Bitte subjektiv, emotional, und ehrlich!

Das Gebäude auf der linken Seite, das sich um die Kirche herumschlängelt soll den freien Platz geschickt füllen. Es ist flach, um den Blick nicht zu versperren, und orientiert sich im Grundriss an der Historie des Platzes. Der nördliche Teil wird mit dem südlichen durch die Brücke verbunden die den östlichen Abschluss bildet. Die Lage des Südteils soll St. Petri möglichst interessant schneiden, der Nordteil soll die Lange Strasse fassen, die man dort geschickt zu einem schönen historischen großen Platz umbauen könnte. Die BRücke könnte auch geschwungen verlaufen, und so weit in den Strassenraum hineinragen. Das würde diesen linken Neubau mit den rechten Neubauten gut verknüpfen, und mit A ein harmonisches Ambiente als Abschluss der Gördelinger Strasse (von süden) schaffen.

Ich bitte um rege Beteiligung an der Zunkunf dieser Stadt. Was auch immer an dieser Staelle gabut wir, es entscheidet maßgeblich an der Zukunft dieser Stadt.
Ein gelungenes Gebäude schafft eine Torsituation in die Stadt, und den Boulevard, orientiert sich an der historie und schafft eine lebenswerte Stadt. Ein nicht gelungenes....

ibuinn
21.09.06, 23:53
gelöscht.

ibuinn
22.09.06, 11:59
nochmal Moin,

ein paar erste Gedanken zu Deinen Überlegungen.

1. Die eigentliche Torsituation waren doch die Petritore, welche heute durch die Brücke der Celler Straße druchbrochen wird. Durch die Maßnahmen vor ein zwei Jahren sollte diesem Bereich (durch Baumpflanzungen und die Betonung der Okerbrücke) eine neue Torsituation gegeben werden. Daher habe ich Bedenken, ob es sinnvoll ist, eine zweite Torbildung an dieser Stelle vornehmen zu wollen.

2. Hat Tarsis davon gesprochen, dass es in diesem Bereich kleine Durchbrüche gegeben hat. z.B. die Stiftsgasse. Ich fände es interessant, einen alten Vorkriegsplan zunächst mit einem aktuellen zu überblenden und sich daran zu orientieren. Ist das möglich? Wo kann ich soetwas herbekommen?

3. Im Gegensatz zu der südlichen Randschließung von Dir Dvorak, würde ich überlegen, wie man die beiden Plätze vor St. Ulrici-Brüdern mit dem "Plastik-Platz" verinden kann. Gedanklich spiele ich da mit den Beispiel am Dom und Platz der Deutschen Einheit, wo die Pflasterung an die STraße heran geführt wird... könnte mir vorstellen, dass dies eine interessante Verknüpfung ergeben könnte. Die Wiederherrstellung des Platzes mit der Plastik finde ich auch gut und erhaltenswert.

4. Mit dem Wort Flachbauten stehe ich leicht auf dem Kriegsfuss... entlang der Celler Straße sollten sie schon hoch sein; der Höhe der Nebenbebauung von Mediamarkt und Co also folgen, um den breiten Straßenraum der Langen Straße zu fassen. Ich nehme auch an, dass ein Investor dies auch m.E. tun wird, da es die beste Lage und Sicht aufweist gegenüber des Cinemaxx. Ich vermute mal, das gerade die Ecke zu Görderlinger einen Eyecatcher bekommen wird, u.U. sogar bekommen sollte.

5. Obwohl der Bereich vor St. Petri nicht zum Verkaufsbebiet zählt (ist doch so, oder Tarsis? ;) ) bin ich eher gegen flache Vorbauten und meine, dass auch hier die Lange Straße mit ähnlich hohen Gebäuden wie Mediamarkt, Cinamaxx, der Nachkriegsriegel gegenüber an der Radeklintkreuzung geschlossenw werden sollte. Hier aber in Anlehnung an alte Zeiten kleinteilig, bzw. parzelliert. Da um die Kirche herum und zum Bäckerklint hin kleinteilig, wenn auch nicht schön, gebaut ist, und so die Möglichkeit bestünde, die "Enge" um die Kirche wieder herzustellen und einen eigenen Kirchhof (siehe Magniviertel) zu entwickeln... hier nicht zu vergessen die Druchbrüche zur Langen Straße wie früher zum Radeklint...

6. Für die Leitfunktion dürfte doch der Kirchturm genügen. Es muss doch nciht die ganze Kirche sein, oder? Der Kirchbereich sollte eigenständig bleiben und von der Langen Straße rigoros getrennt werden.

7. Was mir gefällt sind die Sichtachsen auf die Plastik in Deinem Entwurf Dvorak. Wäre das u.U. mit den Gassen zu verbinden?

8. wollen wir nicht gleich weitermachen und überlegen, wie man den Radeklint insgesamt wieder attraktiver hinbekommen könnte? ;)

Tarsis
22.09.06, 12:47
Also die Torsituation an der Celler Strasse sollte die einzige SItuation bleiben ! Es gibt ein interessantes städtebauliches Gutachten von Prof. Ackers bezüglich diverser Stadräume, welches im Rahmen der ECE-Planungen erstellt wurde. Dort äußert er sich auch sehr interessant zu der Situation an der Celler Strasse und teilweise zum Radeklint. Diese Gutachten können unter folgendem Link runtergeladen und gelesen werden : ( kann ich nur empfehlen ! )

http://www.braunschweig.de/stadtplanung_bauen_wohnen/stadtplanung/ece/integra.html

Ich schließe mich ibuinn an, wenn er sagt, dass entlang der Langen Straße Flachbauten nichts zu suchen haben - auch wenn die Petrikirche dadurch als Sichtachse in ihrer Wirkung geschmälert würde. Der Vorkriegscharakter der Langen Straße ist verloren und in keinster Weise mehr ablesbar - hat im Gegenteil doch erhebliche Qualitäten udn auch Potential in ihrer jetzigen Gestaltung. Dies sollte auch so bleiben und konsequent fortgeführt werden.

Daher eine rel. hohe Bebauung orientiert an Cinemaxx, Media-Markt und Co an der Langen Straße. Rückwärtig zu Hintern Brüdern, Gördelinger Str. und AN der Petrikirche sollte jedoch aufgrund der mehr oder minder erhaltenen Straßenstruktur an die Kleinteilige Bebauung der Vorkriegszeit angeknüpft werden. Hierzu gehört auch die güne Fläche an der Petrikirche. Diese ist - so weit ich weiss - ebenfalls in Besitz der Stadt.

Inwieweit man die Stiftsgasse auf dem Gebiet des Glasbaus der Öffentlichen Bibliothek in Neubauplanungen wieder mit einbeziehen kann ist fraglich - wünschenswert wäre es allemal ! Gutes Beispiel : Wiederaufbau des Innenstadtareals Fischmarkt / Holzmarkt in Halberstadt wo ein Teil der alten Straßenverläufe wiederbelebt wurde - die Gasse Krebsschere aber als Passage unter diesem Namen in einen größeren Neubau integriert wurde.

Der Durchbruch zur Langen Strasse sollte dennoch erhalten bleiben . . jedoch in seiner Dimensionierung reduziert und nicht so "kurvig" überdimensioniert gestaltet werden.

In meinen Augen bietet das gesamte Areal doch erheblichesb städtebauliches Potential - wie auch Dvorak in seiner Baumassenstudue überzeugend darlegt.

Vielleicht kann man dort ja ähnlich wie mit dem Projekt Wohnen am Burgmühlengraben etwas Ähnliches initiieren . ?

ibuinn
22.09.06, 19:50
Bei dem schönen Wetter musste ich einfach raus und fotografieren üben ;)...

1. Stadtplan zur Orientierung
http://img238.imageshack.us/img238/1939/img0517fw4.th.jpg (http://img238.imageshack.us/my.php?image=img0517fw4.jpg)

2. Hier der Verlauf der Langen Straße einmal nach Osten hin zum Neustadtrathaus und nach Westen zum Radeklint mit dem Knick im Verlauf und der Blick von der Torsituation Wallanlagen über den Radeklint mit Sicht auf St. Petri
http://img60.imageshack.us/img60/9120/img0519kp1.th.jpg (http://img60.imageshack.us/my.php?image=img0519kp1.jpg) http://img238.imageshack.us/img238/2493/img0518gd8.th.jpg (http://img238.imageshack.us/my.php?image=img0518gd8.jpg) http://img60.imageshack.us/img60/6964/img0463sn0.th.jpg (http://img60.imageshack.us/my.php?image=img0463sn0.jpg)

3. mit dem letzten Bild beginnend nähert man sich immer weiter dem besagten Bibliotheksbau bzw. Gelände. Sehr zugewachsen. Das letzte in der Betrachtungsfolge (sorry, aber irgendwas hat mit der Uploadreihenfolge nicht hingehauen) zeigt die Plastik auf seinem verwohnten Platz
http://img60.imageshack.us/img60/2180/img0500za5.th.jpg (http://img60.imageshack.us/my.php?image=img0500za5.jpg) http://img60.imageshack.us/img60/1818/img0497jn1.th.jpg (http://img60.imageshack.us/my.php?image=img0497jn1.jpg) http://img60.imageshack.us/img60/8564/img0495qs7.th.jpg (http://img60.imageshack.us/my.php?image=img0495qs7.jpg) http://img60.imageshack.us/img60/8088/img0494jo1.th.jpg (http://img60.imageshack.us/my.php?image=img0463sn0.jpg) http://img60.imageshack.us/img60/5908/img0523sl9.th.jpg (http://img60.imageshack.us/my.php?image=img0523sl9.jpg)

ibuinn
22.09.06, 19:52
4. Der Platz und die Bibliothek von der Straße Hintern Brüdern aus.
http://img60.imageshack.us/img60/1274/img0502ad5.th.jpg (http://img60.imageshack.us/my.php?image=img0502ad5.jpg) http://img170.imageshack.us/img170/6066/img0506uj2.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0506uj2.jpg) http://img60.imageshack.us/img60/2245/img0503te9.th.jpg (http://img60.imageshack.us/my.php?image=img0503te9.jpg)

5. Einmal der Blick rüber zu St. Petri und nach hinten auf St. Ulrici-Brüdern
http://img170.imageshack.us/img170/3117/img0504dj1.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0504dj1.jpg) http://img170.imageshack.us/img170/9507/img0501as2.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0501as2.jpg)

6. und nu nördliche Seite von Hintern Brüdern ein Blick entlang des Kolonadenganges vom Mediamarktkomplex Richtung Meinhardshof
http://img170.imageshack.us/img170/4018/img0507jy0.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0507jy0.jpg)

... links rum am Meinhardshof der nächste Kolonadengang
http://img170.imageshack.us/img170/6158/img0508fw5.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0508fw5.jpg)

... uns wieder links rum zurück zum besagten Gebiet der Blick auf die gegenüberliegende Bebauung und durch den Kolonadengang an der langen Straße; heraus getreten und somit der Blick auf die Rückseite des Bibliotheksgebäudes und den flachen Anbau (welches steht nun unter Denkmalschutz?)
http://img170.imageshack.us/img170/2839/img0510bq6.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0510bq6.jpg) http://img170.imageshack.us/img170/4324/img0511pi1.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0511pi1.jpg) http://img170.imageshack.us/img170/8906/img0514dz7.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0514dz7.jpg) http://img170.imageshack.us/img170/1498/img0512lk9.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0512lk9.jpg) http://img170.imageshack.us/img170/9655/img0515ys9.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0515ys9.jpg)

7. Der Blick zurück auf Mediamarkt, woran sich irgendwie eine neue Bebauung anschließen müsste, könnte, sollte. Und gegenüber Cinemaxx
http://img170.imageshack.us/img170/1321/img0516lh3.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0516lh3.jpg) http://img170.imageshack.us/img170/5410/img0493lh3.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0493lh3.jpg)

8. Und dieses Gebäude ist eines der ersten am neuen Radeklint gewesen. Für einen Nachkriegsbau ist es beinahe zu einem Herzstück für mich avanciert.
http://img170.imageshack.us/img170/2736/img0474xb0.th.jpg (http://img170.imageshack.us/my.php?image=img0474xb0.jpg)

ibuinn
23.09.06, 01:17
@ Tarsis

Das Gutachten habe ich! Finde es sehr lesenswert. Ich stimme Dir auch zu, dass die Lange Straße in ihrem jetzigen Zustand durchaus ihre Vorteile und auszubauende Potentiale hat. Stimme weiterhin zu, dass die Weite der Einfahrt und der weitere gekurvte und aufgeweitete Verlauf der Gördelinger Straße zurück genommen werden sollte.

Dvorak
23.09.06, 11:53
1.Mit Bedenklich kann ich gar nichts anfangen. Was? Warum? Ich habe aus allen Perspektiven Zeichnungen gemacht und kann nichts derartiges entdecken. Viel eher finde ich, dass die Gebäude mit dem Petri-T das Tor gut ergänzen. Ein Tor wirkt doch "interessanter", wenn man etwas dahinter sehen kann. Das Pflanzen von 4 Baumreihen, und vielleicht das wiederaufbauen der Torhäuser ist richtig. Mir reicht das aber nicht. Wie gesagt: Ich habe das gezeichnet, um mir das besser vorstellen zu können, und komme zu einem anderen Schluss als du.
Sankt Petri leitet den Betrachter und seinen Blick. Ich stelle fest, dass dies förderlich auf die Torsituation wirkt. Wenn der Turm in dieser Wirkung unterstützt wird, dann ist dass m.E. auch positiv.
Wenn du sagst, dass due etwas "bedenklich" findest, überleg dir die Alternative. Was macht ein Flachbau an der Stelle, ober ein in seiner Form zu dominates Gebäude?
Ohne echte Begründung von "bedenklich" zu sprechen ist nicht fair.

2.Eine synoptische Karte, die die Situtionen von Heute und die Vorkriegssituation gleichzeitig darstellt, kriegst du bei der Stadt. Etwa 15Euro glaube ich. Euch über Braunschweig.de zu erhalten. Solltest du dir so eine Karte kaufen, dann frag doch bitte, ob man einen Teil zum Zwecke dieser Disskussion ins Netz stellen darf.
Der rundliche, älteste Teil der Bücherei orientiert sich an dem Eingang der Stiftsgasse ain die Strasse hintern Brüdern. Von dort aus ging sie direkt nach Norden. Die Strasse war nicht sehr alt, um 1900 würde ich schätzen, und wurde mit dem Bau der Bücherei schon recht früh zur Sackgasse. Ich habe ein Foto, auf dem man die Gasse vor dem Bau der Bücherei erkennen kann. Allerdings aus der Luft.
Ich finde auch, dass die "nord-süd-Passage" der historischen Stiftsgasse rechnung trägt. Ich habe auch einen Entwurf, der der Stiftsgasse ganz folgt. Ich finde die verwinkelte jetzige Version aber schöner, weil "altstädtischer" als die gerade Achse.

3.Wie? Warum?
-Der Flachbau (2-3 Stockwerke) steht dort aus verschiedenen Gründen. Die Sichtachse von der Brüdernkirche läuft darüber hinweg (in etwa). Er soll also die Petrikirche "in Szene setzen". Den freien Blick auf die Kirche stelle ich mir nicht so schön vor, und sehr "historisch" wäre er auch nicht.
-Die Gestaltung des Platzes, auf dem die Rabatten mit den weißen Blöcken dargestellt sind zielt darauf ab, den kleinen Platz von den umgebenden Strassen abzuschließen. Ihn also zu öffnen, wie man es schon einmal zum Leidwesen des Parkes gemacht hat, hielte ich für stark negativ.
-Warum soll ein Gebäude verschwinden, damit das Gehwegspflaster bis an die Strasse reicht?
-Dieses Gebäude steht auch dort, weil es von dir Ibuinn, und dir Tarsis direkt, oder indirekt gewünscht wurde. Wenn du den Bereich als zu grün erachtest, dann verstehe ich nicht, warum du den Strassenraum stärker begrünen willst. Zumindest habe ich deinen Verbindungsvorschlag so verstanden.
-Um die Plastik in ihrer Ruhigen Wirkung zu unterstützen stelle ich mir eine Art gelben Parkschotter vor. Der wirkt ruhig, wie die Plastik, und betont deren "Erdverbundenheit". Außerdem fahren die Leute dann nicht so gerne mit Fahrrädern oder Sakteboard da durch, was mich, und die Plastik schon ziemlich stören würde. Den Schotter müsste man von dem "normalen" Gehweg also trenen.
- Du sagts, du kannst dir eine Verbindung der Plätze vorstellen. Was stellst du dir denn vor? Eine Sichtachse; eine "Gesamtplatzsituation;...
Vielleicht auch ein Bauliche trennung des "doppel-Platzes" zu den umgebenden und einfallenden Strassen hin? Tu dir keinen Zwang an, nimm dir meinen Plan, irgend ein Programm, und schmier rein was du willst. Es reicht5 auch, einfach einzutragen wo du dir z.B. eine Bauliche Trennung wünscht. Es muss ja nichts fertiges sein, dass habe ich ja auch nicht, aber ich möchte gerne verstehen, wie du dir dass vorstellst, damit wir darüber disskutieren können, um zu einem besseren Ergebniss zu kommen.

4.Klingt ja fast wie mein Plan.:lach: Die rechten Bauten A und B sollen zwischen de Media-Markt-Bau und dem Turm vermitteln, also deren Höhe "folgen". Auch sollen sie einen Eyecatcher darstellen.
Das Wort Flachbau mag ich auch nicht, und ich habe mir schon gedacht, dass jemand darauf eingehen wird. Ich versuche, alle Gebäude auf die Umgebung abzustimmen. Ein Gebäude von der Höhe des Cinemaxx z.B. würde der dahinter liegenden Kirche nicht gerecht werden. Mit Flachbau meine ich auch nicht einen flachst-bau, sondern wollte damit eher darauf hinweisen, dass dieses Gebäude niedriger sein sollte, als die in der langen Strasse. Da muss man einfach gucken, wie hoch es sein muss, um optimale Wirkung zu erzielen.
Stell dir einfach mal ein Gebäude der Gattung Media-Markt vor der Kirche vor, dann kannst du sicher nachvolziehen, warum ich von flach rede. Ich habe auch schon einen sehr konkreten Plan für das Gebäude, will aber erst einmal sehen, in wie fern sich alle an einer kreativen ungezwungenen Runde beteiligen.

5.Das Gebäude geht auf die alte situation ein. Nordlich der Kirche gab es einen Platz. Den gibt es auch in dem Entwurf. Auf der östlichen seite führte ein Weg nach süden zur Strasse. Den gibt es ja auch. Im Westen tangiertze noch ein Weg die Kirche und den Platz in nord-süd-Richtung. Sieht man hier nicht, aber auch der ist fest eingaplant.
Dass der flache Bau dem gegenüberliegenden Hochhaus keinen Gegenpol bietet stimmt. Dass ist mir auch aufgefallen, und hat mir zwar nicht den Schlaf geraubt, mich aber durchaus zu dem einen oder anderen Gedanken angeregt. Den Gegenpol sehe ich in dem Kirchturm. Ein neues Gebäude, dass dem Nachkriegsbau Paroli bietet, würde die Kirche nicht in das richtige Licht setzen, und müsste sehr dominant sein. Das hätte dann wohl eher negative Auswirkungen auf das Stadttor Celler Strasse.
Außerdem kann der "Flachbau" bei guter Gestaltung genauso trennend wirken wie ein hohes Gebäude, aber ohne dessen negative Folgen.

6.Stimmt. Ich würde es äußerst begrüßen, wenn man aus der Langen Strasse ab dem Cinemaxx und den Neuen Bauten einen zweiten absolut "modernen" Boulevard bauen würde. Über die beiden "eyecatcher" am Eingang zur Starsse sind wir uns (alle denke ich) einig. Wenn man den Packhof umbaut, und ihr wisst welche Art Umbau ich meine:gewehr: , kann mandas Neustadtrathaus geschickt als Ende in Szene setzen. Dann könnte man auch den Meinhardshof wieder enger machen, und zur alten Waage hin nach dem historischen Vorbild ein Gebäude errichten, dass den neuen Boulevard, und den alten Markt "besser" trennen würde. Das ist für mich ein weiterer Grund, warum ich vor der Kirche kein hohes Haus will. Die Lange Strasse, mit den hohen "modernen" Häusern soll wirklich einen klaren Eingang am Cinemaxx haben. Dort soll er sich in einen neuen Platz "ergießen".
Ich habe auch schon eine Menge Gedanken, wie man den Platz gestalten kann-der Mühlengraben z.B. kann sich da als interessant erweisen-bin aber noch nicht wirklich ganz fertig.

7.Ja. Habe ich glaube ich auch schon beantwortet.

8.Ja. Dein Vorschlag, also darfst du anfangen.;)



Was dich angeht Tarsis, habe ich auf das meiste wohl schon oben geantwort, erspare uns also mich auch noch zu wiederholen.

Was Ackers sagt, finde ich auch interessant, aber vier Baumreihen, und vielleicht zwei Torhäuser können doch nicht das "Städtebauliche Leitbid" für den Bereich, wie du sagtst des Tores, und des Radeklintes.
Die S-Bahn, die einmal richtung Kanzlerfeld führen soll sollte um das Tor herum, durch die Strasse neues Petritor führen. Gleiches Gilt für Busse. Dann könnte man die Haltestellen wieder zurückbauen, und den Eingang Celler Strasse auch baulich einengen.

Zu den Flachbauten, und dem Gestaltungspotenzial, als auch meine Vorstellungen vom Abrufen des Größten Potenzieals der Langen Strasse habe ich ja schon dargelegt.
Stiftsgasse kann ich auch abhaken.

Den Durchbruch würde auch ich verengen wollen. Allerdings ist das ja nicht so einfach. Die östliche Innenstadttrasse der S-Bahn soll dort entlang laufen. Sie ist geplant, eigentlich beschlossen, und wird von allen Experten als als absolut erfordrlich, also genauer genommen als die wichtiste neue Strecke in BS eingestuft. Die strasse Hintern Brüdern, soll im Bereich der alten Bücherei, laut Verkehrs Entwicklungs Plan der Stadt in beiden Richtungen befahrbar sein, um zu einer Verkehrsreduzierung aufgrund des Karstadt-Parkhauses zu führen.
Im Bereich des Durchbruches stelle ich mir -wie erwähnt- die Brücke rund, also weit in den Strassenraum hineinragend vor. Die S-Bahn hätte platz, Die Brücke nimmt den Fußgängern ihren Platz nicht weg, und es gäbe einen starken Bezug zu den refhten Bauten, was den Strassenraum auch optisch einengt.



Ich hoffe, ich habe jetzt auf alles logisch geantwortet, und würde mich freuen, wenn auch ein weing mehr konkretes kommen würde.

ibuinn
25.09.06, 15:03
@ Dvorak

nicht, dass Du das Gefühl bekommst, hier schliefen die Dinge alsgleich wieder ein. Ich bin nur am Lesen und Grübeln und "Entwerfen". :headscratch: :confused: :lach:

Ich melde mich wieder...

Dvorak
26.09.06, 10:34
Ich habe noch mal ein wenig in den ackerschen Studien geblättert, weil ich eigentlich nachschauen wollte, ob die Adresse seines Büros noch immer in der Nordstrasse ist, und hab mir mehr zufällig nochdurchgelesen, was er ziemlich am Ende in der Agenda über das Areal schreibt.
Die Petrikirche soll stärker integriert werden, und die Ecke zur Gördelinger Strasse betont werden. Wenn man das ganze Gebiet aufwerten will, dann sollte man sich auch noch die Hinweise zur Sporthalle an der Beckenwerkerstrasse durchlesen.

ibuinn
26.09.06, 11:39
Habe nun versucht, meine Gedanken in eine Zeichnung zu "kritzeln". Darin habe ich auch Dvoraks Skizzen einbezogen, bin aber in einzelnen Punkten abgewichen, bzw. stelle das ganze natürlich zur weiteren Diskussion.

http://img211.imageshack.us/img211/8904/radeklintneuab5.jpg

Bildquelle ist http://stadtplan.braunschweig.de/stadtplan/stadtplan?setmode=plan&action=newsession. Falls das so nicht in Orndung geht, bitte bescheid geben, dann muss ich es halt wieder wegnehmen.

Die Grundidee für den Bereich Radeklint ist, den Durchbruch der Celler Straße zurück zunehmen, und so die alte Stadteinfahrt wieder herzustellen. Mein Gedanke war dazu, die alten Straßen in einen Kreisverkehr umzubauen.
Ich weiß, dass ist sicher zunächst spinnernd, aber ich bin von dem Gedanken ganz angetan. Zurücknehmen kann man ja immer noch.

Legende:
A - auf dem Gebiet des jetzigen Durchbruchs können neue Gebäude entstehen (rot), welche sowohl von der einen als auch der anderen Seite Blickpunkte bei der Zufahrt auf den Kreisverkehr setzen. Das östliche davon kann als Gegenpol zum Neustadtrathaus fungieren, sozusagen als Startpunkt eines Innenstadt"boulvards". Das Ende eines solchen wäre für mich allerdings der Hagenmarkt. Das Neustadtrathaus diente dann als Zwischenpol (-lenker)

Interessant finde ich, dass bei der Südumfahrt durch das alte Petritor sich eine direkte Sichtbeziehung zu St. Petri (wieder) ergeben würde.

B - Am liebsten die bestehende Bebauung beiseite nehmen... aber nun... die Petrikirche wird mit Hilfe der an den alten Durchbruch zum Radeklint erinnerndem Fußgänger passage an die Lange Straße angeschlossen, bleibt aber als Baukörper ansonsten durch eine Randbebauung, eher höher statt flach, eigenständig.

a - eine Neubebauung wäre an der Langenstraße hoch mit Eckbetonung, nach süden hin, in Beziehung zum Platz -d- aber abgestaffelt oder so, so dass eine offenere Sichtbeziehung bleibt.

Den Kirchplatz wird steinern gestaltet, evtl. mit einem Torgang zur Ecke Gördelinger hin.

C - um das Gebiet, um das es hier im Genaueren geht. Der Platz -d- wird wie von Dvorak beschrieben, (wieder) hergestellt. Die Passagen habe ich mit Blickachsen übernommen. Die Baukörper -c- schließen sich bei mir nur enger und massiver, also für mich nicht so, wie Dvorak es beschreibt, um den Platz herum. Zur langen Straße hin massiv in Anlehnung an die anderen Bauten an dieser Straße. Die Passagen könnten offen sein, und somit die Baumasse in einzelne Gebäude teilen. Oder aber als Glaspassagen als Teil eines großen Gebäudes gebaut werden... ??? In Anlehnung an das zu erhaltenen Gebäude könnte ich mir durchaus Backsteinvarianten vorstellen, die durch großzügige Glaseinbauten aufgelockert werden...???

b - das denkmalgeschützte Bibliotheksbebäude. Richtig?

das obere C (well..) - Die Turnhalle sollte weg, glaube, das auch das in der Agenda von Ackes erwähnt wird. Somit würde ein neues Baugebiet für kleinparzellige Bebauung frei. Handel und Wohnmischnutzung wie im Riegel zur Langen Straße hin. Um in diese tote Ecke Leben hinein zu bekommen, wird der Parkplatz (gelb) zu einem Vorplatz oder so... vielleicht auch als Spielplatz ausgewiesen. Es gab doch früher dort in der Nähe auch einen Platz zwischen den alten Straßenverläufen.

e - der neue Radeklint-PLATZ. Im Grunde kann man sich das so denken wie den Bohlweg und die Georg-Eckert-Kreuzung heute. Den Platz lasse ich weit in die Langestraße einfallen, damit die Fußgängerpassagen einfließen können und so Fußgängern die Sichtbeziehungen (die rosa Linien) erfahrbar werden können.
Der blaube Strich soll den Mühlengraben darstellen, den man evtl. dann offenlegen könnte. Da ließe sich zusammen mit dem Neubau doch sicher ganz attraktive Gestaltungen verwirklichen...???

So... das war's.

Dvorak
29.09.06, 10:54
Klasse! Ich muss leider gleich meinen kleinen Bruder vom Kindergarten abholen, und hab daher kaum Zeit. Antworte also später noch mal.

Wollte nämlich nur mal eine Skizze posten.
Das Ganze kann natürlich noch höher werden. Oder man kann 2 Stockwerke in die "Stockwerke" stopfen. (war das jetzt verständlich?)
Geht halt nur darum, meine Idee erst einmal grob vorzustellen. Fenster etc sind nur provisorisch.
http://img95.imageshack.us/img95/3853/petriwiesesd4.jpg

ibuinn
30.09.06, 12:29
Sieht interessant aus. Sehr modern für mich.

Meine Anregungen:
An der Langen Straße auf jeden Fall höher, so dass das oberst Stockwerk ca. mit der Dachmitte der Kirche abschließt. Gerne auch entlang der Görderlinger Straße höher!

Und... das Gebäude bis zur Kreuzung An der St. Petri Kirche weiter ziehen. Aber eine offene Situation in Höhe des jetzigen Verlaufs einfügen. Sowas wie ein Torbogen vielleicht. Oder aber zwei getrennte Gebäudemassen (so dass man von dem Platz an der Bibliothek durchschauen kann und das Kirchenschiff sehen kann).

Materialien? - Wie wäre es mit Backstein oder Sandsteinquaderfassade im Erdgeschoss und leichte (Glas?) in den oberen Stockwerken, die durch die ersten Materialien irgendwie vertikal gegliedert werden, um eine Kleinteiligkeit hin zu bekommen, in Anlehnung an diesen alten Stadtbereich und der umliegenden Bebauung.

Gruß

Dvorak
30.09.06, 12:57
Dass der Kreisverkehr so funktionieren würde wie du sagst, das glaube ich nicht. Von der langen Straße aus könnte man nur noch theoretisch nach links in die Güldenstraße. Da die Verkehrsströme Langestraße/Güldenstraße, Güldenstraße/Cellerstraße, Cellerstraße/Langestraße etwa gleich groß sind, sollte man nicht unüberlegt Strome kappen.
Das alte Petritor ist das einzige alte Stadttor, dass den Fußgängern vorbehalten sein sollte. Eine 2-Spurige Einbahnstrasse, in dem Bereich, würde mehr zerstören, als man mit dem Rückbau des Celler Durchbruches neu schaffen kann.
Ich habe daher eine andere Version:
http://img213.imageshack.us/img213/2318/1radeklintkreiselxq9.jpg
Einen Kreisverkehr kann man einrichten, wenn man die Straßenbahn nach Lehndorf nördlich am Radeklint über das neue Petritor vorbeiführt. Das könnte man gleich machen. Den ungehinderten Verkehrseinfall in die Stadt würde das schon heute mit dem Durchbruch mindern.
Ohne den Durchbruch könnte man die Cellerstraße anschließen, indem man das neue Petritor als Ausfall, und eine neue Strasse vom alten Petritor zum Kreisel als Einfall baut.
Einen weitläufigen Platz sehe ich dort nicht. Das würde m.M.n. nicht passen. Man sollte durch die engen Tore in einen Dichten Stadtraum kommen.
http://img135.imageshack.us/img135/7820/2altespetritor1nt8.jpg
Das Eckgebäude Celler/Güldenstraße steht nur im Weg rum, und erfüllt keinen Zweck, außer BGF zu beinhalten. Das hab ich also erstmal entfernt.
Oben erkennt man die Straße zum Kreisel, links die Güldenstraße.
Hier hat man die Chance ein richtiges Stadttor zu schaffen, und ich kam nicht umhin, mir meine Gedanken dazu zu machen.
http://img224.imageshack.us/img224/1103/3toiletterf3.jpg
Am Mühlengraben sollte rechts ein Weg entlangführen, wie er schon an der Echternstrasse geplant ist. Oben darüber führt die schmale Brücke des alten Petritores. Sie verbindet den kleinen, dreieckigen, grünen Platz, der mit Treppen und Rampen den Zugang zu Graben ermöglichen soll mit dem eigentlichen Tor. Das runde Gebäude, das man hier mit flachem und schrägem Dach dargestellt sieht, soll an die alten Türme am Tor erinnern. Unten WC oben Imbiss oder ähnliches. Mit den Treppen und Grünflächen soll es das enge Tor darstellen, und den Raum zu Güldenstrasse hin abstecken.
Das Türmchen steht in der Sichtbeziehung Petritor/Bäckerklint, damit man dort nicht ganz direkt hineingucken kann. Dass wäre nämlich ziemlich langweilig. Eine zweite Sichtbeziehung gibt es zwischen dem Platz und dem Kirchturm der Petri-Kirche. In dem Gebäude an der Güldenstrasse machen zwei der drei Gebäude, die auf einer flachen Basis errichtet werden diesen Blick frei, und rahmen die Kirche so interessanter.

Der Platz um Sankt Petri gefällt mir, wieso willst du aber den alten Park an der Bücherei einerseits total mit Gebäuden verriegeln, andererseits wieder mit Sichtbeziehungen wieder offener gestalten? Ich glaube nicht, dass das gut aussehen, oder anderweitig besonders vorteilhaft wäre.

Das Gebäude auf der Wiese bei Sankt Petri will ich auch höher haben. Es ist halt nicht immer ganz leicht zu zeichnen. Ich kann mir vorstellen, das Dach wie eine Schräge Ebene zur Langenstraße hin ansteigen zu lassen, bin mir aber noch nicht so sicher, wie das dann aussieht. Höher wird es aber auf jeden Fall. Aber nicht bis zur Mitte des Daches. Wenn man von der nördlichen Seite der Langenstraße die Fenster der Kirche angeschnitten sehen könnte, dann wäre das wohl ein ganz guter Schnitt. Das wäre dann auf der Zeichnung ein Stockwerk mehr .
Der kleine Platz an der Ecke An der Petrikirche/Gördelinger habe ich ganz bewusst dahingesetzt, damit das polygon interessant geschnitten wird. Das wirkt hier wohl besser, als ein Gebäude bis zum Starßenrand, und soll den "Betrachter" um die Kirche herum auf den Kirchplatz ziehen. Wenn man sieht ,dass das polygon geschnitten ist, dann will amn auch eher herumgehen.
Backsteine finde ich nciht so gut. Schwarzer pollierter glänzender Marmor. Wie zum Beispiel am Bundespräsidentenamt. Dass könnte auch als Beispiel für die Fenstergestaltung dienen. Fasst man zwei oder drei Fenster immer zusammen, dann kann man auch eine kleinzelligere Struktur erreichen.
Auf der Brücke aber wohl eher ein durchgängiges Fenster.

Jetzt hab ich aber fertig. Hoffentlich.

Dvorak
30.09.06, 13:00
Das Dach des kleinen Türmchens am alten Petritor gibt es in der Zeichnung als flache, und als Schräge Version, Die flache find ich schöner, lässt den Turm aber kleiner erscheinen. Die schräge Version lässt den Turm "wehrhafter" und höher erscheinen.

Jetzt bin ich aber fertig.

ibuinn
01.10.06, 11:24
Moin.

Wie verbindet man einen alten Stadtraum, der historisch (sprich bis zum Krieg) gesehen dicht und kleinzellig bebaut war mit modernen Elementen der Nachkriegszeit und neuzeitlichen Zielsetzungen, darin eine überbreiterte Straße zu einer Innenstadtmagistrale umzuformen, woran sich auch die Bebauung orientieren kann? In meinen Augen kann das nur gelingen, wenn man die bestehenden Elemente zusammenfügt auf einen Punkt zu, von dem aus es sich dann als ein ganzes weiterentwickeln kann. Dieser Punkt ist für mich momentan nicht vorhanden, weil
- die Vorkriegsbebauung und die Straßenräume so gut wie nicht mehr bestehen
- Nachkriegselemente ganz eingene historisch gegesätzliche Aussagen machen
- "Postmoderne" Elemente dem Ganzen noch mehr Uneinheitlichkeit schenken
- und die Betonung der Verkehrselemente viel zu groß ist.

Die Frage: Wo setzt man an?

1. Die Verkehrsflächen
Deine Kreiselversion finde ich grundsätzlich und als Beginn für eine Magistrale interessant. Ich habe allerdings bedenken, ob ein Kreisel die auch nach einem Ausbau der diversen Straßenbahntrassen, den verbleibenden Verkehr ausreichend lenken und verteilen kann. Ich habe die Befürchtung, dass dies zu konzentriert an einer Stelle geschehen, und nur unter Zuhilfenahme von viel Verkehrstechnik geleistet werden kann. Und das würde dem Antlitz dessen nicht gut zutragen. Ein Kreisel wirkt für mich eher trennend als verbindend. Trennung wollen wir beide nicht an diesem Ort, oder? Vielleicht wäre eine ovalere oder rechteckige Variante sinniger??

Mein Vorschlag zieht die Ein- und Ausfallströme auseinander. Selbst wenn Verkehrstechnik notwendig sein sollte, so konzentriert sich diese nicht auf auf einen Punkt. Dafür nehme ich die entstehenden Umwege in Kauf. Nicht zuletzt würden Autofahrer gerade durch diesen Verlauf durch getrennte Stadträume geführt. Radeklint-Lange Straße, Neues Petritor, Torbrücke-Celler Straße, Altes Petritor, St. Petri-Güldenstraße...
Ein weiteres (und für mich wichtiges) Argument für einen Kreisverkehr um den alten Block herum sehe ich darin, dass damit eine VErbindung zur Vorkriegssituation erreicht wird, ohne die Jetztzeit auszublenden. Der Radeklint würde als Platzfläche wieder entstehen und mit der nötigen Wirtschafts- und Erlebnisstruktur einen neues Zentrum im Stadtgefüge werden können. Vom Platz aus wären Sichtbeziehungen möglich, die alle vorhandenen Elemente erlebbar machten (sowohl alte wie neue). Die Kirchen, das Oker-Hochaus, die reduzierten Straßen, der Mühlengraben, das Eckhaus, welches Du in Deinem Plan entfernt hast. Und auch die Bebauung um die Petrikirche herum.
Das heißt nicht, dass ich das alles erhalten wissen will. Mir geht es allerdings darum, das Bestehende nicht alsgleich erneut wieder mit Ideen im Zeitgeist zu überblenden, ohne zu wissen, was man an den Bestehenden an Erinnerungswert hat. (Das Riegelgebäude an der Langen Straße und das Okerhochhaus z.B. gehören für mich persönlich dazu. Ich stimme Dir zu, dass das Eckgebäude und auch die Bebauung um die Petrikirche zu überdenken ist, sprich, am liebsten Neubebauung, die diesen Bereich als Einfahrt wieder verengen). Der Platz gäbe den Ausgangspunkt für weitere Entwicklungen. Den Ankerplatz sozusagen. Von dessen Gestaltung hinge es ab, was an Bebauung sich für die Zukunft lohnt zu erhalten, oder nicht, bzw. was Investoren realisieren wollen und welche Qualtiät dies haben könnte. Nicht zu vergessen auch die Privatbesitzer im Bereich der Petrikirche. Ich stelle mir den Platz nicht derart weitläufig vor, wie es auf der Zeichnung den Eindruck macht.

Deine Ideen für das alte Petritor finde ich gut, möchte sie aber mit meinen Plänen verbinden. D.h, was bei Dir die neue Straße auf der Fläche des Klinkerbaus auf der Ecke ist, wäre bei mir der Fußweg zum Platz. Das, was bei Dir die Fussgängerpassage ist, bliebe die Einfallsroute des Kreisverkehrs. Das entstehende Dreieck wäre bei mir blockartig bebaut, um wie Du sagst, den Raum zu verdichten. Dies mit Hinsicht auf eine reduzierte Güldenstraße und eine Verdichtung (sukzessive) der gegenüberliegenden Bebauung an der Petrikirche.

2. Bebauung
Der Radeklint ist ein Beispiel, wie verschiedene Gestaltungssätze zusammengewürfelt worden sind, ohne das sich dadurch ein Gefühl von Abstimmung, geschweige denn Ausgeglichenheit einstellt und damit die Attraktivität. Für mich gilt daher, dass eine neue Bebauung dem Zweck zu dienen hat, die Unterschiede zu verbinden, da es die bestehenden Gebäude von alleine nicht schaffen. Auch eine neue VErkehrsführung bringt das nicht zustande. Wie gesagt, kann ein neuer Radeklint-Platz den Ausgangspunkt setzen. Und die Lange Straße als Magistrale einen weiteren. Platt oder nichts sagend müssen/dürfen neue Elemente nicht sein. Aber sich auf Altes und dem Neuen beziehen schon. Daher kann ich Deinem Vorschlag der Fassadengestaltung Deines Entwurfs nicht zustimmen. Dies wäre in meinen Augen ein erneuter Bruch mit dem Bestand. Und das haben wir in BS doch schon genug.

(Nebenbei gefragt: Gibt es eigentlich keine architektonische Stilentwicklung oder ähnliches, die sich damit auseinandersetzt, Fachwerkarchitektur neu zu interpretieren? Und ich meine jetzt nicht diese unsäglichen Versuche, die sich in der Stadt finden lassen. Aus welcher Epoche sind diese eigentlich? 60er, 70er?)

Mein Vorschlag des Sandsteins oder Backsteins beziehe ich einersteits auf die Kirchen, andererseits auf die Gebäude des Nachkriegsriegels Lange Straße und auch des (von uns schon längst gedanklich entfernten) Klinkerbaus ;) Verbunden mit zeitgeistigen Elementen (offen, klare Linien, Glaselementen), die sich auf die neuesten Gebäude beziehen würden, käme eine in meinen Augen angemessene Verbindungslösung zustande. Nicht zuletzt auch in Bezug zum Rondell des Cinemaxx mit der Kupferhülle. Vielleicht sollte ich das mal versuchen zu zeichnen... :lach:

Ich bevorzuge, was das Baufeld der Bibliothek angeht, eine engaliegende Bebauung, weil es ein ehemals engbebauer Stadtraum mit eizelnen kleinen Durchtritten zur Langen Straße hin war. Die Passagen/Lücken sollen an diese anknüpfen. Die Lange Straße wird als Magistrale mit den Großbauten von der Innenstadt gewissermaßen getrennt, bleibt aber in Blick. Daher bin ich auch gegen die Freifläche an der Ecke Petrikirche/Gördelinger. Wir sind hier in der Innenstadt, und diese sollte verdichtet sein, aber sicher nicht erstickend. Als Innenhof einer Bebauung stelle ich mir den Platz mit der Plastik erholsam vor. Eben mit den Durchblicken in die umgrenzenden Stadträume. Freiraum ergibt sich städtisch in der Nachbarschaft an der Petrikirche, am Radeklint (neue Version), um St. Ulrici-Brüdern herum, am Bäckerklint und am Sack und Meinhardshof. Und die Gördelinger Straße wird eher offen bleiben wegen der besagten Straßenbahntrasse. Daher also offener Platz in verdichtender Bebauung mit Durchblicken.

Gruß, ibuinn

Dvorak
02.10.06, 12:01
Ich hab das gerade alles schon einmal geschrieben, jetzt ist es aber weg. Also alles noch mal in kurz.

1. Der Kreisel wirkt nicht trennend/trennender weil:
-die Zubringerstraßen Celler-, Lange- und Güldenstrasse schmaler werden. Abbigerspuren entfallen, weil sie im Kreisverkehr integriert sind; Busspuren entfallen, weil die Busse nicht an wartenden Autos vorbei müssen, da der Verkehr fließt.
In deiner Version musst du beides einplanen. So hast du auf der Güldenstrasse zwischen Langer Strasse und altem Petritor, zwei Fahrspuren+zwei Abbigerspure+eine Busspur, also 5.
Ich habe zwei in jede Richtung, und kann diese noch durch einen Grünstreifen trennen. Deine Spuren kann man nur trennen, wenn man die Abbiegerspuren schon sehr früh von den anderen trennt, und durch eine Verbauung (Grün) trennt. Das kanalisiert den Verkehr, und führt zu höheren Geschwindigkeiten.
Ganz anders ein Kreisel. Man hat nie Vorfahrt, guckt also lieber zwei mal, und muss ohnehin bremsen, da man sonst aus der Kurze in den Mühlengraben fliegt. Dennoch fließt der Verkehr besser, da man weniger Beschleunigungsvorgänge hat, und sich somit auch die Kapazitäten der angeschlossenen Strassen erhöhen. Außerdem kann man von der Langen Strasse in die Güldenstrasse. In deiner Version wird das kaum jemand versuchen. Eine zusätzliche Belastung des alten Cityringes (Hintern Brüdern/Gördelinger/Altstadtmarkt) und des Bohlweges wäre der Fall.
Auch vergisst du , dass ein Kreisverkehr mehr Spuren hat, als die Strassen die in ihn hinein führen, da Abbiegespuren integriert sind. Ich kenne Kreisel wo sich zwei je zweispurige Bundesstrassen kreuzen, die zwei spuren haben. Wir reden hier von der Kreuzung zweier vierspuriger Strassen, also wahrscheinlich 3 Spuren im Kreisverkehr, und nicht zwei wie du eingezeichnet hast. Wenn du Ameln hast, musst du an den Kreuzungen des Kreisels mir vier Spuren rechnen.
Mein Kreisel braucht zwar auch 3 Spuren, aber nur sehr kurze 3 Spuren, und somit versiegelt er auch weit weniger Fläche.
Durch die Grünstreifen, und zusätzliche Fußwegachsen (altes petritor) wäre der konflikt zwischen Motorisiertem, und nicht motorisiertem Verkehr wesentlich geringer, als du denkst.
Der Mühlengraben in Verbindung mit dem Wasserspiel/Brunnen im Kreisel ließe auch die optische Verbindung nicht zu kurz kommen.
Eine solche hat du nicht. Den Mühlengraben willst du nicht offenlegen, sondern zwischen altem Petritor und Radeklint weiter in Rohre zwingen. Das kann ich auch nicht nachvollziehen.
Warum willst du unbedingt eine 3-Spurige Strasse, durch eines von zwei den Fußgägern vorbehaltenen historischen Stadttore bauen, gleichzeitig aber den schrecklichen Sargdeckeldachbau daneben für einen Fußweg abreißen. Auch die Blockrandbebauung halte ich für falsch. Grenze der Stadt ist der Mühlengraben, und nicht die Oker. Die Wallanlagen, mit dem großzügigen Grün passen nicht in meine Definition von Stadt. Mit dem Tor, dass zwischen den dichten neuen Häusern auf Seiten der Stadt, und dem Grünen Platz auf der gegenüberliegenden Seite, hätte man ein Tor das tatsächlich diese verschiedenen gestalterischen Räume verbindet, und sich am historischen Kontext orientiert.
Es kommt mir wie eine verkehrte Welt vor, dass du meinen Vorschlag komplett umdrehst.
Und warum willst du den Mühlengraben weiter verrohren , wo man doch an der Echternstrasse einen Fußweg dort entlang baut, und den verlängern will, und am Geiershagen die Gräben aktiv in die Gestaltung mit einbezieht?

Und warum hast du eigentlich bedenken,dass mein Kreisel,der von der S-Bahn umgangen wird den Verkehr nicht verteilen kann, wenn du eine Version hinlegst, die ....
Überleg dir mal ganz genau, ob dein Kreisel Verkehrströme bewältigen kann, bevor du eine Form kritisierst, bei der du nur von vagen Bedenken reden kannst.

2.Darauf antworte ich nicht. Wenn du meine Idee als Bruch mit dem Bestand ansiehst, dann verneige ich mich in Demut vor dem 5-Stöckigen Backsteinklotz den du dir wünscht.

ibuinn
03.10.06, 10:41
@Dvorak

Ich muss annehmen, dass meine Zeichnung nicht ganz eindeutig ist, so dass sich bei Dir Misverständnisse auftun. Meine Verkehrsführung ist genauso angelegt, wie Du es für Deine beschreibst. Das wird aus meiner Zeichnung allerdings nicht deutlich. Im Grunde besteht kein verkehrstechnischer Unterschied, ob man den Kreisel so wie du oder wie ich führe. Ich habe für jede Fahrtrichtung zwei Fahrspuren angedacht. Ich schreibe auch, dass ich reduzierte Straßen mir vorstelle. Also nichts mit extra Busspuren oder extra Abbiegespuren. Dass es unsinnig ist, die Güldenstraße in voller Breite um den Block zu führen, ist mir durch aus bewusst (ist nicht zuletzt ein Anschub für Überlegungen gewesen). Ich sehe auch keine Unterschiede im Verkehrsfluss. Insofern ist meine Idee nicht unüberlegter, wenn überhaupt, als Deine.

Meine Kritik Deiner Version gegenüber war die, dass ich, wenn der Kreisverkehr doch Ampeln und Schilder benötigte, es an diesem Ort just unansehnlicher ist, als bei meiner Varinante, wo sich die Aus- und Einfahrten entzerren. Die Fontäne in Deiner Kreiselmitte finde ich sehr gut. Schade, dass du nicht auf meinen Vorschlag einer ovaleren oder rechteckigeren Version Deines Kreisels eingegangen bist. Aus meiner Sicht war das ein Vorschlag zur Annäherung, da es mir, so wie ich es erklärt habe, um die Schaffung eines Radeklint-Platzes geht, sowie um die Annäherung an die Vorkriegsverkehrsführung.
Dazu sei noch gesagt, dass ich den eintretenden Umweg für Abbieger aus der Langen Straße in die Güldenstraße akzeptieren möchte. Ob es zu einem Schleichverkehr käme, sei dahingestellt. Sicherlich wäre es aber möglich, dem durch restriktive Maßnahmen Einhalt zu gebieten.

Ich kehre Deine Version sowohl des Kreisels und der Bebauung nicht auf den Kopf oder lehne sie vollen Endes ab. Ich beziehe sie aber auf meine Ideen und habe versucht, auch hier eine Annäherung zu erreichen, damit wir beide (leider alleine hier) weiter darüber diskutieren können. Ich bin in meinen Vorschlägen ergebnisoffen, habe allerdings meine eigenen Visionen. Damit musst Du rechnen. Wenn Du einen Egothread haben willst, in dem Dir jubelnd zugerufen wird, dann endet es eben hier, was ich aber schade finden würde.

Meine Beweggründe habe ich oben beschrieben, warum ich die Gebäude nicht sofort abgerissen sehen will. Diese Art von Kahlschlag hatten wir schon mal, nicht umsonst sieht es gerade am Radeklint derartig aus. Daher kann ich z.B. den Mühlengraben auf Höhe des Eckblockes nicht freilegen in meinen Überlegungen. Ich sehe das sukzessive. Er kann entwickelt werden. Das bedeutet wiederum nicht, dass ich den Mühlengraben in Rohre verpackt sehen will. Es ist eigentlich gerade anders herum.

Mein Vorschlag die Wegeausführung am alten Petritor umzudrehen ist als weiterer Annäherungsversuch gedacht. Aus meinem Plan heraus ergibt sich eigentlich nur die Möglichkeit, den Verkehrsfluss über Deine grüne Passage zu lenken. Ich bin aber darauf eingegangen, Deine Wegführung als grüne Passage weiter zu führen, weil ich das eine sehr schöne Idee finde. Und das, wie Du sagst, sich der historischen Gegebenheit annähert. Ich möchte nur die Fußgänger zum Radeklint-Platz und auf zur Magistrale gelenkt sehen. Bei Dir wäre es so, dass sie eher zur Petri-Kirche gelenkt werden. Warum dann noch eine aufgemotzte Magistrale Lange Straße? Mit einer Fontäne? In meine Augen finde ich es interssanter, wenn die Fußgänger durch die von Dir gestaltete grüne Passage über die von Dir eigentlich geplante Fahrbahn zur Fontäne blickend auf den Platz und auf die Magistrale gelenkt werden. Also, was steht hier nun völlig auf den Kopf?

Es bringt für eine Diskussion aus meiner Sicht nichts, wenn Du mit den Worten "Demut verneigend" und "5-stöckigen Backsteinklotz" meine Ideen und Sichtweise ironisch beiseite schießt. Dann ist auch in dieser Hinsicht Ende hier. Und wiederum schade. Angemessen wäre es vielleicht gewesen, wenn Du mir erkärt hättest, warum Du Dir Deine Fassadenideen so vorstellst. Ich lasse mich gerne überzeugen, dass schwarzer glänzender Mamor an dieser Stelle passen würde. Ich habe meine Beweggründe dargelegt, dies abzulehnen. Es wäre just nur eine erneute Platzierung eines wohlmöglich wunderschönen Gebäudes in eine Umgebung, in der es nicht wirken kann, oder aber alles Bestehende überschreibt. Und die Geschichte des vielen Nebeneinanders ohne jegliche Grundidee in diesem Gebiet, die verbindet, würde weiter geschrieben. Mein Vorstellung von einem Backstein einbindenden Bau, mit viel Glas für die Leichtigkeit, hat grundsätzlich genauso viel Ideenschutz verdient, wie Deine. Den Austausch darüber und evtl. eine Entwicklung eines Konsenz-Bau, wäre hier klasse. Aber auch dann, wenn wir zu dem Punkt kommen würden, dass es eine Annäherung nicht gibt, wäre das okay. Degradiere bitte nicht meine Vorschläge, nur weil sie den Deinigen nicht bedingungslos zusagen.

Dvorak
03.10.06, 12:39
Ich spiele mal verkehrte Welt, und fange von hinten an:
Daher kann ich Deinem Vorschlag der Fassadengestaltung Deines Entwurfs nicht zustimmen. Dies wäre in meinen Augen ein erneuter Bruch mit dem Bestand. Und das haben wir in BS doch schon genug.
Ich fand, dass Du meinen Vorschlag ziemlich beiseite geschossen hast, und habe deshalb ein wenig flapsig reagiert. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, und fand es deshalb nicht wirklich schön, dass Du mir sagtest, es wäre ein Bruch mit dem Bestand. Ich hatte auch ausführlich geantwortet, aber ein "Missgeschick" hat meinen Beitrag wieder atomisiert.
Also noch mal ausführlich:
Ich habe mir 2 verschiedene Möglichkeiten für das Haus an der Petrikirche überlegt. Eine eher schwer und flacher, die andere höher und offener.
Die erste wäre von den Proportionen ähnlich wie die auf der Zeichnung, und auch an der Langen Strasse ein Flachbau. Die schwere der Ziegel würde mit breiten aber niedrigen Fenstern das noch zusätzlich betonen. Es wäre dann ein sehr ruhiger, und "verteidigender" also geschlossener Bau. Ich glaube aber, dass es dem Gebäude gut tun würde offener zu sein, und auch im Bereich der "Brücke" leichter zu wirken, besonders, wenn das Haus an der langen Strasse höher wäre. Da ich mir dann das Dach, und vielleicht auch die Brücke mit einer schiefen Ebene als Dach, also von der langen Strasse nach süden hin abfallend vorstellen könnte, und tue glaube ich sollte man das auch mit dem Material der Fassade unterstreichen. Eine glänzende Fassade würde die Umgebung spiegeln, was ich mir sehr schön vorstelle, da das Haus dan vörmlich in den Himmel wächst. Auch die Kirche würde sich in der Fassade spiegeln, vorrausgesetzt, man lässt den kleinen Platz bestehen.:D
Die Fassade würde rhytmischer wirken, wenn die Steinplatten, und Fenster das selbe "Versmaß" haben. Viel eher als bei Backsteinen, der auf mich wie eine Fläche wirkt, würden so die Fassadenelement miteinander harmonieren.
Schwarz, weil für mich nicht viele Farben in Frage kommen. Silber wie Alu oder halt Schwarz. An der Hamburger Strasse gibt es ein schönes Beispiel für so eine Fassade, nämlich die neue Kantine der VW-Bank.
Zur Integrationsfrage hab ich jetzt fast noch nichts gesagt.
Ich glaube nicht,dass es der Petrikirche gut tut, ohne irgend ein Gegenüber in einem Meer aus sich "versteckenden" Gebäuden zu liegen. Ganz nach dem Motto: Konkurenz belebt das Geschäft, sollte man auch manchmal bauen. Solange die Kirche nur zwischen lauter Bauten steht, die kein Spannungsverhältniss aufbauen wird sie immer deplatziert wirken. Nette Beispiele sind zum Beispiel einige Gebäude im Berliner Regierungsviertel. Reichstag im Original ist langweilig. Aber mit Kuppel, und dem Kanzleramt wirkt er richtig "schnieke" wie der Berliner sagen würde. Auch das Museo de arte contemporani de barcelona (wahrscheinlich falsch geschrieben) kurz MACBA ist ein tolles Beispiel. Oder die Oper in Lyon.
Die Gebäude sollen sich nicht dominieren, sondern sich eher mit ihren Unterschieden ergänzen.
Deshalb möchte ich auch ein wenig mehr Kontrast.
Was die anderen Gebäude angeht:
Der Sargdeckeldachbau an der Strassenecke Celler/Gülden ist ja wie gesagt in Gedanken schon entfernt, und der Nachkriegsbauam Cinemaxx hat für mich keinerlei gestalterischen Wert. Wenn du das anders siehst, dann erklär mir mal, welchen Nutzen er seinem Umfeld bringt. Bliebe noch Cinemaxx, und der Block um sankt Petri. Wie man sich auf so langweilige nichtssagende Bauten beziehen sollte ist mir ein Rätsel. Genauso langweilig und nichtssagend sein?
Die Ecke zum Radeklint gehört außerdem stärker betont. Ob es nun Platz wird, oder Kreisel.

Deine Zeichnung hab ich schon verstanden. Ein Beispiel:
Dort wo die lange Strasse in den Kreisel einbiegt sehe ich zwei Möglichkeiten:
Eine Ampel, die man nicht wollen kann, oder Abbiege und Beschleunigungsspuren.
1.Aus der Güldenstrasse kommen zwei Spuren der Güldenstrasse, und eine Spur, die die Autos aufnimmt, die aus der Celler in die lange Strasse fahren. An dieser Staelle hast du in jedem Fall 3 Spuren. Mindestens. Diese drei Spuren haben auch 3 Aufgaben. Eine für den Verkehr Celler-Lange Strasse. Eine Gülden-Lange Strasse. Und eine Gülden-Celler Strasse.
Hast du nicht diese 3 Spuren, dann kommt es an den ein und Ausgängen des Kreisels zu zwangsläufig zu Staus, da 3 verschiedene Verkehrströme sich nun 2 Spuren teilen.
Da es aber zwangsläufig in der Rush Hour zu Staus kommt, brauchst du eine Busspur, dort wo die Busse auch fahren, also in den Kreiseleinfahrten der Celler und der Güldenstrasse.
Man baut den Kreisverkehr 2-Spurig, und gewährleistet den Verkehrsfluss mit Ampelschaltungen. Dann brauchst du aber in jedem Fall Abbiegerspuren, da sich der Verkehr sonst wieder zwangsläufig staut. Und wenn du Ampeln hast, dann musst du Busspuren bauen, damit der ÖPNV nicht warten muss.
Ich habe verstanden, dass du im Schnitt nur 2-Spuren haben willst, aber dass wird so wohl nicht klappen. Das ist in etwa so, als würdest du heute die Abbiegerspuren einfach abschneiden und begrünen. Ihre heutige Existenz zeigt aber, dass sie nötig sind, und das ändert sich nicht dadurch, dass man die Strassen in je zwei Einbahnstrassen umbaut.
Das Kappen der Verbindung Lange-Güldenstrasse kannst du nicht einfach hinnehmen. Der Ausweichverkehr ist auch keine Vermutung, sondern ich bin mir ziemlich sicher, dass dann viele Leute über den Bohlweg und das südliche Tangentenviereck fahren. Du brauchst doch nur 2 zusätzliche Spuren aus der langen Strasse nach süden führen, und hättest das Problem erledigt. Dann wären wir uns nur noch im Fußweg und dem Petritor uneinig.
Wie wäre es, wenn ich in meiner Version den Weg zu dem Platz stärker ausbilde. Zum Beispiel indem man den Eingang zu dem grünen Platz optisch vielleicht durch Risalite stärker einengt. Gleichzeitig aber die Straße offener gestaltet. Z.B. indem man die beiden die Strasse flnkierenden Gebäude zusätzlich zu den (breiten) Fußwegen noch mit Kollonaden ausstattet, die sich im norden bis in den Platz hinein ziehen. Im süden auch, mit der einschränkung, dass sie sich nicht ganz in den Platz hineinziehen, sondern ein optisches Ende in dem die Ecke stärker betonenden Gebäude haben. So würde man die Torfunktion der Gebäude nicht schmälern, da sie weiterhin eng zusammen stehen, den Füßgänger aber auf den Platz leiten. Auch dem grünen Platz würde das zu gute kommen, da er abgeschiedener vom Vrekehr wäre. Ein eher dichtes Wäldchen würde das noch unterstützen. Wäre das ein Kompromiss?

Abreissen will ich auch erst einmal keine Gebäude. Die Celler Strasse kann man auch durch den Durchbruch zum Kreisel führen, bis sich die Gelegenheit ergibt diesen Klinker-Schrott abzureißen. Den grünen Platz mit dem Tor könnte man auch schon teilweise gestalten. Eines aber ist uns beiden klar: Der Kinkerbau wird eher früh als spät abgerissen.

Eine rechteckige Version eines Kreisels hab ich schlicht nicht verstanden. Wenn der Platz sehr groß wäre, dann könnte man eine Version des Place de la Concorde in Paris bauen. Da man den Platz da aber nicht hat, würde das wohl aussehen, wie ein alter Fernseher mit runden Ecken. Die ovale Version überlege ich kir ja, es ist aber sehr schwierig. Wahrscheinlich meinst du, dass man das oval in Richtung der Güldenstrasse ausrichten sollte. Damit könnte man den Verlauf der Straße zum neuen Petritor auch weniger rund gestalten. Im südlichen Teil würde das den geraden Abschluss dr Güldenstraße wohl verwischen, und verbreitern. Aber vielleicht kann man das ganze ein wenig nach norden ziehen. Werde mal eine Version machen. Danke.

In freundlichster Annäherung ihr
Dvorak

PS: Ein Kreisverkehr braucht gar keine Ampeln. Sie können also auch nicht geballt auftreten.;)

ibuinn
06.10.06, 11:39
Hallo.

Radeklint:
Muss ich noch weiter drüber nachdenken... Deinen Vorschlag fürs alte Petritor finde ich gut. Wieviele Spuren sollen nun die Straßen haben? :confused: Das mit den Abbiegespuren und den Busspuren verstehe ich nicht. Ich kenne Kreisel, die solche Extraspuren nicht haben. Soweit ich errinnere hat der Weidetorkreisel in Hannover keine, allerdings Ampeln, die den Fluss regeln. Können denn der Abbiegeverkehr nicht über die äußere von zwei Spuren mitgeführt werden? Ich habe die Verkehrsplanungen der Stadt so verstanden, dass der Hauptverkehr auf dem wilhelminischen Ring konzentriert werden soll. Im Zusammenspiel mit dem Ausbau des ÖPNV soll doch auch eine REduzierung des Einfallverkehrs erreicht werden. Kann man dies dann nicht mit einem Kreisverkehr unterstützen, der die Durchfahrten zusätzlich vermindert? Wenn man dem Verkehr die Schneisen weiter anbietet, dann werden sie natürlich auch genutzt... :confused:

Büchereibau und St. Petri:
Deine Begründungen leuchten mir ein. Das ist schon mal was, he ;) . Die Gebäude sollten entlang der Langen Straße meine Meinung hoch gebaut sein, sich der Höhe von Cinemaxx, Nachkriegsriegel und Mediamarkt angleichen, und die Vertikale betont bekommen. Daher auch meine Überlegungen, die mit Glaselementen und Backstein/Sandstein verbinden zu können.
In Bezug zu der eher hellen Farbgebung der Bauten im Umfeld (Cinemaxx und Mediamarkt) fände ich wenn, dann silber in Deinem Beispiel als Farbe besser als schwarz. Sowas ist schwer zu beschreiben, schöner wäre eine Zeichnung. Aber darin habe ich keine Erfahrung. Silber fände ich auch in Bezug zu St. Petri schöner. Die Kantine an der Hamburger Straße finde ich einen sehr schönen Bau. Da kann ich mir es etwas besser vorstellen, wie Du Dir das bei St. Petri vorstellst. Wie gesagt, würde ich das Gebäude allerdings in der Vertikalen betonen.


Gruß soweit...

Dvorak
07.10.06, 19:54
Erst mal ein paar Antworten:
Wie man zur Zeit den Verkehr in BS plant verstehe ich eh nicht. Das man diesen auf den Wilhelminischen Ring verlagern will stimmt, und ist auch richtig. Ich habe mir mal den Verkehrs entwicklungs Plan der Stadt durchgelesen. (Ich hatte zeitweise einen sehr sehr langweiligen Job mit Nachtschichten)
Der Verkehr auf dem Bohlweg als Beispiel ist zu über 80% Ziel und Quellverkehr, kann also gar nicht verlagert werden. Wenn man es könnte, dann auf den Altewiekring, der aber schon weit über siene Kapazitätsgrenze hinaus ist.
Der Verkehr in Bereich Radeklint wird wohl ähnlich aussehen. Dort fließt unter anderm der Verkehr aus dem Süd-Westen der Stadt in den Osten. Verlagern kann man den nicht, weil der Ring im süden, ja gar nicht existiert. In der Eckbertstrasse kannman sehen, wie dieser aussehen sollte. Sehr breit. Und das wollte eine Mehrheit der Braunschweiger hal nicht im Bürgerpark.
Der ÖPNV wird auch nicht gefördert. Strecken, die längst hätten gebaut sein sollen, sind auf unbestimmte Zeit aufgeschoben, und sollen wenn es nach manch einer Regierungspartei geht niemals kommen. Die CDU streubt sich vehement gegen die Strecken im Südwesten (Mascherode etc.)
Auch die Baulandpolitik ist kontraproduktiv. Durch das Baugebiet Lamme fängt man mitlerweile an sich zu streiten, ob die Lehndorfer Strecke in Kanzlerfeld gehen soll, oder nach Lamme. Der Kompromiss wird so aussehen, dass gar keine kommt.
Auch, dass die BSVAG aus dem Regionalverband des ÖPNV kurzzeitig aussteigen wollte ist nicht gerade eine Förderung.

Das mit den Spuren ist verdammt schwer zu erklären.
Wir nehmen an, alle Spuren werden gleich zu 100% genutzt. Dort wo die Autos aus der Langen Strasse auf deinen Kreisel einbiegen brauchen die also 2Spuren für sich. Dazu kommen aber auch noch diejenigen, die aus der Güldenstrasse Richtung Celler Strasse wollen. Also eine zusätzliche Spur. Du brauchst also drei.
Wenn du Ampeln hast, dann wird es nicht gerade einfacher. Wenn du auf dem Kreisel nur zwei Spuren und Ampeln hast, dann spaltet sich z.B. der Verkehr vor der Langen Strasse auf, in 2 Spuren in die Lange Strasse und eine Richtung Celler. Da die Abbieger Richtung Lange Strasse aber nur eine Spur haben, und dann auf zwei Spuren kommen werden diese beiden nur zu 50% ausgelastet. Die anderen 50%, die ja noch da sind, da alle Spuren zu 100% genutzt werden stauen sich an der Ampel. Also auch hier drei, und nicht vier wie ich zuerst dachte.
Wenn du Staus hast, solltes du auch eine Busspur einplanen. Der Platz ist ja da, und den Fahrgästen tut es gut, wenn der fahrplan nicht durch Staus durcheinenderkommt.
Den Kreisel in Hannover kenne ich nicht, ich glaube aber, dass der ähnlich sein könnte wie z.B. der JFK-Platz. Prinzipiell auch ein geregelter Kreisverkehr.
Am Berliner Platz, ist die Kreuzung Ring/Kurt-Schumacherstrasse auch ähnlich einem Kreisel gestaltet.

Bücherei/St.P.:
Eigentlich habe ich mir das auch unter dem Aspekt ausgedacht, dass das Cinemaxx zusammen mit den hohen Bauten an der Bücherei den Auftakt zu unserem Boulevard geben. Da sich dieser aber von Cinemaxx/Rathaus zu Rathaus/Radeklint zu Radeklint/Hagenmarkt entwickelt hat, ist das auch icht mehr wirklich aktuell.
Ich habe mich letzte Woche mal an das auf die nordseite der Langen Strasse gestellt, und mir die Gebäude vor der Kirche angesehen. Die haben drei Stockwerke (recht hohe), und reichen bis über die Kirchenfenster. Diese Höhe fände ich eigentlich ganz gut, da sie die Kirche gut schneidet, und nicht zu sehr verdekt. Noch ein Stockwerk drauf, und das Kirchenschiff ist fast weg. Daher tendiere ich eher zu 3 Stockwerken als zu 4,5 (?) wie das Cinemaxx.

Silber is ein guter Kompromiss. Besonders da er näher an meinem Vorschlag liegt.;)


Ich habe jetzt deinen ovalen Vorschlag aufgegriffen:
http://img106.imageshack.us/img106/1210/kreiseloval1fugngeras2.jpg
Dr Platz:
Das hellblaue ist der Radeklint. Die dunklen blauen Linien sind Fußgängerwege. Neu sind auch drei Ampeln an den Eingängen zum Kreisel.
Die Ampeln sollen es ermöglichen den Fußgängern eine Art Rundumgrün zu signalisieren. Die Autos fahren alle gleichzeitig, machen dann alle eine Minute Pause, in der Fußgänger kreuz und quer über den Platz laufen dürfen. Dadurch kann man auch die Insel im Platz besser begehbar machen. Die hat jetzt auch zwei Fontänen, und einen kleinen Fußgängerbereich. Wenn man mal richtig die Sause machen will, kann man auch den nord-westlichen Teil des Kreisels sperren, und den Verkehr wie in deiner Version leiten. So hätte man z.B. zu Silvester einen großen Platz nur für Fußgänger.
Außerdem wird der Verkehr besser durch das Oval geleitet, da der aus der Stadt herausfließende Verkehr kaum eine Kurve machen muss, der in die Stadt hinein aber mächtig am Rad drehen muss, um in der Kurve zu bleiben. Zu Stoßzeiten kann man den Verkehr auch gut mit den drei Ampeln regeln. Morgens, wenn alle in die Stadt hiein wollen, lässt man die Autos aus der Celler Strasse früher los, abends die aus der Stadt herausfahrenden.

Die Gebäude:
A:
http://img242.imageshack.us/img242/305/portikusdq6.jpg
Ist ziemlich mächtig. Als Ende unseres Boulevards wünsche ich mir auch was mächtiges. So eine Art brandenburger äh braunschweiger Tor, fände ich gut.
Der Altbau an der Ecke zum neuen Petritor bleibt erhalten, wird aber von dem neuen Gebäude umschlossen. Der Garten ist halt einfach zu riesig, alsdas man die Fläche ungenutz lassen könnte. Um das Tor und den Altbau zu verbinden wird dazwischen ein schlichter Teil aus z.B. Backsteinen, oder großformatigen Steinplatten gesetzt, der die Form des Altbaus annimmt.
Links das gleiche bis zum Eckbau.
http://img161.imageshack.us/img161/6703/risalit1ut3.jpg
http://img114.imageshack.us/img114/7529/risalit2xz6.jpg
Ich bin wirklich kein "Erklär-Bär" also musst du dir das meiste zusammendenken.
Das "Dach" soll mit seiner Spitze die in den Strassenraum ragt die Menschen direkt richtung Radeklint durch den Durchgang lenken. Diese Wirkung soll durch die beiden schrägen und gestaffelten Fenster verstärkt werden. Die Passanten sehen also erst ein Fenster, das bündig mit dem Rand abschließt, dann eines das ein wenig nach hinten gerückt ist, und offener wirkt, und schließlich den Durchgang. Das Dach tut sein übriges. Wenn man den Bau, der den Grünen Platz (ich schlge Petritorplatz als Namen vor) von der Strasse trennt mit einer ähnlichen Mauer nach nord-westen baut, kann man diese Bauten als Stadttor nehmen, und so den Blick und den Passanten auf den Radeklint lenken.
In der Flucht der Celler Strasse sollte noch ein braunschweiger Tor stehen. Das würde die Haupt und Residenzstadt doch schön betonen, verteidigend wirken, wenn man den Risaliten finster drein blicken lässt, dennoch zeigen, dass man dort hindurch kann.
Andersd als am Radeklint sollte sich hinter dem Portal aber kein Glas, sondern eine massive Mauer, mit nur einer relativ kleinen Tür sein. Die Tür wäre dann trotz ihrer Größe so dominant, dass man fast hinein gezogen wird.
Im Inneren sollte man dann durch eine Passage richtung Radeklint gelangen.
B+C:
Hab ich schon gesagt, oder mir ist noch nichts besseres eingefallen.
D:
Muss unbedingt dahin, um den Radeklint als Platz wirken zu lassen. Etwa 4 Stockwerke wären gut.
E:
Viel höher, und mit Ekbetonung. Was jetzt dasteht finde ich nicht zufriedenstellend. Ist aber auch nicht wirklich zwingend notwendig.
F:
Eigentlich würde ich das gleich abreißen, dafür werde ich aber hier keine Mehrheit finden. An die Ecke sollte man aber schon was anbauen, damit diese als Eingang in den Boulevard betont wird. Langfristig sollte man auch einen Durchgang zur Weber (oder Beckenwerkerstrasse?) herstellen.

Tschüss

EDIT:
Als Ende des Boulevards am Radeklint könnte man auch eine Art Glaswand bauen, hinter der sich dutzende Lamellem verstecken. Diese wechseln zufällig ihre Position, und geben so immer ein neues Bild. Das würde das zusammenwachsen dieser alten Wunde zeigen. Wenn man auf eine Seite der Lammellen z.B. ein Foto des alten Radeklintes aufbringt, gäbe das einen noch stärkeren Bezug zur Historie, und wäre auch für den Pasanten sehr interessant, der zwischen den Fontänen stehend über das Bild rätseln könnte.
Zu Silvester würde sich die Fassade stück für Stück immer weiter schließen, bis 10 Sekunden vor Mitternacht nur noch 10 Lamellen offen sind. Diese schließen sich dann bis Mitternacht, um die Spannung noch zu verstärken, und bilden dann Punkt 00:00 eine gschlossene Leinwand für die auf das Feuerwerk abgestimmte Lasershow. Der Himmel brennt, die Fassade leuchtet, und die Fontänen fahren mit buntem Licht nach oben. Das wär doch mal ein Spektakel.
Ein Gewinnspiel gäbe es auch. Tippen sie das letzte offene Feld.

ibuinn
11.10.06, 07:51
Moin... also Nachtdienst ist nicht gut...

Deinen ovalen Kreisel finde ich richtig gut und gebe mich geschlagen... ;) Ich bin auch der Meinung, dass das Gebäude am Kopfende des Boulvards kraftig ausgeführt gehört. Deine Skizzen lassen großartiges ahnen. Dennoch eine Überlegung hinsichtlich der Häuse in der Umgebung. Wäre es nicht auch denkbar und würdig einer näheren Überlegung, das Gebäude freistehend zu entwickeln? Also ein freistehendes Braunschweiger Tor? Obwohl die Torsituation doch an der Oker bestand. Warum hier nicht ein offenes, mit einer Passage versehenes, großes Gebäude entwickeln, welches modern, aber die Züge der villenartigen Häuser im Umfeld aufnehmend, als Hauptgebäude dem Platz Halt gibt?! Obwohl... ich finde Deine Skizzen, und vor allem die Üerlegungen der Projektionsflächen super klasse... dennoch, ich würde mir ein freistehendes Gebäude angemessener vorstellen.

Ich kann Dir nicht architektonisch genau darlegen, warum ich den Nachkriegriegel zu mag und erhaltenswürdig finde. Zunächst gehörte er saniert. Dann stellt er eben ein Denkmal dar für die Planungen und Entwicklungen nach dem Krieg an dieser Stele dar. In Deinem neuen Vorschlag bekommt dieser Bau erst richtig den Freiraum (Platzfläche), die er meines Erachtens benötigt. Im Zusammenspiel mit dem Oker-Hochhaus. Eine Fassung dieser Verbindung mit dem Baublock D würde ich begrüßen. Dieser sollte aber die Formensprache der Nachkriegsgebäude aufnehmen. Zusammen mit gestaltenem Grün stelle ich mir das sehr anregend und stimmig vor.
Den Erhaltungswert leite ich für mich dahingehend ab, dass er eben ein recht gelungenes Beispiel für die Ideen dieses Zeitraums steht. Attraktiv kann man ihn momentan nicht nennen. Stell Dir aber vor, er wäre saniert und das Umfeld wäre attraktiver darauf abegestimmt, so würde dieses Gebäude auch gleich anders wirken. Mir gefällt einfach die Platzfläche vor der Kneipe, wo man bei schönem Wetter so schön unter den Bäumen sitzen kann. Auch die Linienführung und das angestaubte Ansehen gefällt mir. Nicht zuletzt auch wegen der bestehenden Schriftzüge im Schreibschriftstil. Das gehörte in meinen Augen noch viel mehr betont, auch über den Läden entlang der Langen Straße. Eine direkte Druchquerung zwischen Langer Straße und hinterm Straßenviertel lässt sich sicher nachdenken. Das würde das Gebäude öffnen... gute Idee in meien Augen.

ibuinn
12.10.06, 19:50
Hallo. Ich bin heute die Lange Straße vom Hagenmarkt auf die besprochenen Breiche zu gefahren. Man kann Petri- Kirche erst von der Höhe Mediamarkt sehe, also erst, wenn man daran schon fast vorbei ist. Insgesamt fällt das Areal um die Kriche nicht ins Blickfeld an der Kreuzung Meinhardshof. Genauso fällt die Straßenfassung auf dieser SEite hinter Mediamarkt dem Bäumen zum Opfer und man schaut nur ins Leere. In die Luft. Man sieht einen Kirchturm in weiter Entfernung. Welche wird das sein, bitte?

Diese Blickachse bestärkt mich eigentlich mehr darin, die Bebauung entlang der Langenstraße wenigstens auf die Höhe von Mediamarkt, Cinemaxx und Nachkriegsriegel zu erhöhen, damit es für den Boulvard stimmig wird.

Evtl. wäre aber in Deinen Vorschlägen Dvorak möglich, an der Ecke des St. Petri Gebäudes/Ecke Görderlinger das GEbäude zu spalten und einen Sichtkorridor/Passage auf den Krichtum zu frei zulassen, um die Kriche optisch einzubeziehen. Ähnlich den Sichtbeziehungen zu Andreas auf der anderen Seite...

Gruß, Andreas.

Dvorak
14.10.06, 12:54
Ich muss jetzt erstmal ordentlich nachdenken. Das wird immer komplizierter mit Sichtachsen, den Höhen, und überhaupt einem ganz neuen Areal.
Habe leider auch nur noch wenig Zeit, weil ich seit einer Woche richtig Student bin, und jeden Morgen um 8:00 an der Uni antanzen darf. Vorher bin ich pünktlich aufgestanden. Zum Mittagessen.
Ich werde mal Montag auf den Architekten-Turm in der Uni fahren, und ein Foto machen. Von da kann ma die Gebäudehöhen sehr gut beurteilen.

Gruß, Leonhard

Tarsis
14.10.06, 17:32
ICh habe das ganze hier ja eher dezent verfolgt - möchte mich hier aber mal wieder einklinken. Sicher wäre eine Lösung im Bereich Radeklint wünschenswert, die sich eher an den historischen Strassenverläufen orientiert und den Druchbrich zur Celler Str. wieder Schließt und das Alte Petritor etc. wieder nutzt und den Verkehr gewissermassen "zweiteilt" was die Verkehrsströme in die Stadt bzw. aus der Stadt heraus anbetrifft.

Leider wird es eine derartige Lösung nicht geben, da sie schlicht nicht finanzierbar ist und die Stadt auch auf absehbare Zeit keine Intentionen zeigt an der städtebaulichen Situation etwas zu ändern - auch wenn sie gleichwohl anerkennt, dass dort dringlicher ( stadtraumgestalterischer ) Handlungsbedarf wäre ! Erschwerend kommt hinzu, dass privates Gelände betroffen wäre und das macht Planungen sehr unsicher und ggf. wegen möglicher Entschädigungen ungleich teurer.

Wünschenswer wäre in meinen Augen ebenfalls wieder einen Durchbruch zum Bäckerklint zu erstellen, dort wo er ehemals ohnehin war und die Straßenbahn von der Breiten Straße kommend auf den Radeklint fuhr. Heute steht dort dieser hässliche braune Kasten von Gebäude.

Weiterhin muss am Neuen Weg etwas geschehen ! Die Blockbebauung quer zum Straßenverlauf negiert so ziemlich alles an historischen Bezügen und Hinweisen auf das ehemalige Viertel - wie man dort allerdings etwas "reparieren" könnte . . . .schwierig ! Gelinde gesagt . . . vielleicht hat ja hier jemand eine Idee, ohne einfach zu sagen : Komplettabriss !

Wenn man allerdings die Baugenossenschaft dazu bekäme so ein Projekt anzugehen und die gesamte Ecke umzugestalten und eine dem Straßenverlauf folgende, kleinteilige Bebauung zu initiieren, dann wäre schon viel getan und der gesamte Bereich zwischen Okerstraße und Langer Straße würde profitieren ! Man braucht sich ja nur einmal die olle Hecke zwischen Beckenwerker und Neuem Weg ( hinter der Alten Waage Turnhalle ) anzuschauen . . sowas von abweisend und schmuddelig . .

Das ganze Qaurtier wurde durch die Nachkriegsplanungen verkorkst.

Dvorak
14.10.06, 19:13
Natürlich sind unsere Ideen alles andere als realistisch. Das wissen wir auch. Das heist aber nicht, dass uns das sonderlich interressiert. Der Rahmen des technisch Möglichen und Gestalterisch Wünschenswertem reicht mir persönlich schon aus.
Einige Ideen sind auch gar nicht so unrealistisch. Z.B dass man die S-Bahntrasse und die Busse über das neue Petritor lenkt, und so den Celler Durchbruch baulich verengen kann. Das alleine wäre schon einriesiger Fortschritt, und ist sicher nicht unrealistisch.
Das alte Petritor könnte man auch umgestalten, ohne irgend etwas abzureißen.

Am Neuen Weg könnte ich mir vorstellen, dass man die Lücken einfach nur auffüllt. Wenn man die mit Flachbauten auffüllt, würde das mit den höheren alten Gebäuden (umgebaut) aussehen wie die alte Stadtmauer, die dort langlief.
Gut an dem Gebiet ist, dass alle Gebäude entweder der Stadt (sporthalle),oder der BBG gehören. Es wäre also relativ leicht, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Tarsis
14.10.06, 19:36
Solche Gedanken mit einer Verbindung der Gebäude etc. am Neuen Weg habe ich mir auch schon gemacht ! Hilfreich ist im Moment auch die Tatsache, dass die BBG anstrebt ihr Image aufzubessern und eine eher elitäre Baugenossenschaft zu werden mit eher hochwertigem Wohnungsbestand. Vielleicht braucht es dort wirklich nur der richtigen Initiative irgend einer passenden Institution oder gar der Stadt selbst . . . ;-))

Was die Stadtbahn am Alten Petritoe angeht . . so hat sie ja dort schon wieder den alten evrlauf durch ihre Wendeschleife ! Es gibt ja Bestrebungen die Stadtbahn stadtauswärts über die Celler Straße zu verlängern. Die neue Brücke über die Okerumflut wurde entsprechend ausgelegt was ihre Tragfähigkeit angeht. Allerdings steht das Projekt weit hinten an.

Es bleibt leider dabei : Sehr viel Potential . . .wenig Chance auf Realisierung !

Trotz allem : Es bleibt das Prinzip Hoffnung ! Wer hätte gedacht, dass der Bohlweg und angrenzendes GElände so schnell einmal komplett umgebaut würde ?

Vielleicht ergibt sich auch hier mit dem Verkauf des Geländes der Bücherei eine Art Initialzündung. Ich bin da ja was BS angeht eher unerschütterlich ! ;-))

Dvorak
14.10.06, 19:47
Natürlich fährt die Bahn schon durch das Neue Petritor. Aber eben nur in eine Richtung. Wenn die Bahn mal erweitert wird, Dann muss sie ganz da durch. Das spart die Bus/Tram-Spur, und die Wartebereiche der Haltestellen in der Celler Strasse. Es würde schon reichen, wenn man die Haltestellen des ÖPNV ins Neue Petritor verlegt, und nur noch eine Tramspur freihält. Dann könnte man schon auf einer Seite bauen.
Leider wird die Stadtbahn wirklich nicht so schnell realisiert. Besonders nerven tut mich da das Baugebiet Lamme. Hätte man das kanzlerfeld ausgebaut, dann würde man jetzt nicht über eine Strecke nach Lamme statt ins Kanzlerfeld diskutieren, und der Bahnneubau wäre attraktiver. Aber die Siedlungspolitik muss ja auf Teufel komm raus "erfolgreich" sein.
Wie gut BBG und Stadt zusammenarbeiten kann man ja schon am Siegfriedviertel erkennen.

Tarsis
14.10.06, 20:31
Leider weiss ich nicht wirklich wie das Siegfriedviertel sich entwickelt . . . . gehe aber wohl eher von einem leichten Anflug von Ironie bei dir aus ! ;-))

Habe ja eine Zeit lang immer mal wieder gerne mit Anfragen beim Baureferat der Stadt ( je anchdemw er zuständig war ) genervt. Aber wenn da mal Antworten kamen, dann nur unregelmäßig und eher kurz und knapp oder gar nur eine Telefonnummer unter der man kurzfristig etwas erfragen könne . .

Dvorak
15.10.06, 08:22
Nein keine Ironie. Ich wollte eigentlich mehr dazu schreiben, hatte aber keine Zeit.:)
Die Stadt hat die S-Bahn und den Strassenraum gründlich erneuert. Es Ruckelt jetzt nichts mehr, Fahrradfahrer haben auch wieder Spaß am Viertel, und überhaupt sieht alles sehr sauber und ordentlich aus.
Die BBG, der soweit ich weiß eine ganze Menge Häuser , wenn nicht alle gehören, hat diese saniert, schön gestrichen.....
Zum Studienbeginn habe ich auch eine Broschüre der BBg zum Siegfriedviertel bekommen, mir aber aus Desinterresse nicht angesehen. Scheit so, als wolle man das schlechte Image des Siegfriedviertels gründlich aufpollieren, und auch Gruppen ansprechen, die sich nicht so sehr für das "spießige" Viertel begeistern können.

Tarsis
15.10.06, 11:37
Dann entschuldige ich mich natürlich dafür ! ;-))

Allerdings wäre selbst mit diesen Maßnahmen am Neuen Weg so gut wie nichts gewonnen. Das Siegfriedviertel beruht auf einem stimmigen Konzept der Planer und ist in den 20er und 30er Jahren realisiert worden.

Am Neuen Weg wurde eben schnellstmöglich nach dem Kriege Wohnraum geschaffen - den Stadtgrundriss ignorierend wie bereits erwähnt. Da ändern auch Farbe und neue Straßen und Radwege kaum etwas.

Mit dem Neustadtmühlengraben und der Gassenstruktur ließe sich da aber sehr wohl etwas erreichen. Das Potential ist da. Nur krankt es unter anderem wie ich jetzt erfahren habe auchd aran, dass eben die Eigentumsverhältnisse sehr difizil sind. Die gewachsene Parzellenstruktur wurde überbaut, teilweise neue Eigentumsverhältnisse geschaffen, teilweise aber auch in andere Grundstücke hineingebaut bevor das geklärt war und so existiert zum Teil bis heute ein status quo, der vieles erschwert, weil ggf. langwierige Grenzverhandlungen etc. drohen.

*seufz*

Dabei wäre es doch so schön, wenn . . .

Tarsis
15.10.06, 11:38
Dann entschuldige ich mich natürlich dafür ! ;-))

Allerdings wäre selbst mit diesen Maßnahmen am Neuen Weg so gut wie nichts gewonnen. Das Siegfriedviertel beruht auf einem stimmigen Konzept der Planer und ist in den 20er und 30er Jahren realisiert worden.

Am Neuen Weg wurde eben schnellstmöglich nach dem Kriege Wohnraum geschaffen - den Stadtgrundriss ignorierend wie bereits erwähnt. Da ändern auch Farbe und neue Straßen und Radwege kaum etwas.

Mit dem Neustadtmühlengraben und der Gassenstruktur ließe sich da aber sehr wohl etwas erreichen. Das Potential ist da. Nur krankt es unter anderem, wie ich jetzt erfahren habe, auch daran, daß eben die Eigentumsverhältnisse sehr difizil sind. Die gewachsene Parzellenstruktur wurde überbaut, teilweise neue Eigentumsverhältnisse geschaffen, teilweise aber auch in andere Grundstücke hineingebaut bevor das geklärt war und so existiert zum Teil bis heute ein status quo, der vieles erschwert, weil ggf. langwierige Grenzverhandlungen etc. drohen.

*seufz*

Dabei wäre es doch so schön, wenn . . .

Dvorak
15.10.06, 15:55
Ich habe mal in eine topografische Karte geguckt, und sehe insgesamt 5 verschiedene Gründstücke auf dem Gelände der 5 quer gebauten Gebäude. Teilweise teilen die Grenzen die Häuser in der Mitte. Es gibt ein Grundstück, auf dem 2,5 Häuser liegen, eins mit einem , und die letzten drei Hälften verteilen sich auf drei Grundstücke. Das ist mir schon öfters aufgefallen, aber ich hab mir dabei nichts gedacht, und vermutet, das alle einer Gesellschaft gehörten, die sich das organisatorisch so aufgeteilt hätte.
Ich kann mir aber dennoch vorstellen, dass wenn man die Sporthalle abreißt, und das Grundstück neu und sinnvoll bebaut, dass man dann auch die verschiedenen Eigentümer der übrigen Häuser dazu bekommt sich Gedanken zu machen.
Im Übrigen gilt: Positiv denken hilft. Wenn es verschiede Eigentümer gibt, dann kommen die vielleicht auch zu verschiedenen Lösungen, und bebauen ihre Grundstücke auch verschieden. Das wäre doch wünschenswert.;)

Farbe und neuer Asphalt reißen hier natürlich nichts. Aber das Siegfriedviertel zeigt, dass man verschiede Partner, hier die Stadt und die Nibelungen Wohnungsbaugeselschaft glaube ich an einen Tisch bekommen kann, um sich zusammen ein Konzept zu überlegen, und gemeinsam durchzuziehen. Außerdem wurde unter der Farbe ja auch einges gemacht. Einige Gebäude wurden im Innern auch umgebaut. Das hab ich zumindest von Ansässigen gehört.
Auch hier hilft positives Denken. man hat halt nichts umgebaut, weil es ein schlüssiges, gutes Konzept gab. Am Neuen Weg gibt es das nicht, also wird man dort eher auch mal was umbauen.

Tarsis
16.10.06, 14:46
Na dann sollten wir mal einen offenen Brief an die Stadt und die BBG schreiben ! ;-)) Wer weiss . . .*g* Aber die Turnhalle wird nie und nimmer weggerissen ! Die Stadt hat so schon zu wenig Stätten dieser art. Da müsste dann schon entsprechender Ersatz her.Und wer sollte den finanzieren ?
BBG und Stadt sind da schon schwer genug zu bearbeiten.

Wäre nebenbei noch die Frage wer denn die Eigentümer der Grundstücke sind auf dem die Häuser der BBG stehen . .

ibuinn
16.10.06, 15:15
Einen Brief könnte man doch verfassen, um auf die gemachten Gedanken aufmerksam zu machen. Und um sich Fragen beantworten zu lassen... auch wenn Du Tarsis wohl nicht all zu gute Erfahrungen gemacht zu haben scheinst.

Ich denke, wenn man die Sache so grundlegend verändern wollte, dann braucht es eine Idee, ein Konzept, um es den Eigentümern auch schmackhaft und vorsellbar zu machen, oder? - Aber lasst mir bitte meinen Nachkriegsriegel ;)

Dvorak
16.10.06, 18:51
Der Vorschlag des Abrisses stammt nicht von mir, sondern von Ackers. Der schreibt zur Sporthalle glaube ich: "Erweiterungsbauten, oder Abriss."
Ersatz könnte man in der Innenstadt z.B. auf dem Gelände der alten Markthalle errichten. Und so bettel arm ist die Stadt auch nicht, dass man immer mit der Finanzierungskeule draufhauen muss.
Ohne den Abriss der Sporthalle ist jedenfalls eines klar: Nie und nimmer wird sich dort etwas verändern. Das Umfeld ist mit der Halle einfach zu unattraktiv. Die Gestaltung eines Platzes, dort wo heute der Parkplatz ist, oder eines öffentlichen Platzes zwischen Neubauten auf dem Gelände der Sporthalle könnten den entscheidenden Anschub für eine positive Entwicklung sein.

ibuinn
26.10.06, 08:42
Das neustädter Gebiet ist wahrlich verkorkst worden. Ich frage mich allerdings, wo man bei einer Reparatur ansetzen sollte? Welcher historische Zeitpunkt sollte es sein? Ich gehe hier mal davon aus, dass von 1945 die Rede ist. Zugleich dreht sich bei mir, sorry, der Magen ein wenig um, wenn es daran geht, die Architektur der frühen Nachkriegszeit zu negieren, obwohl dieselbe ganz gewiss oftmals "das Alte" negiert.

In der Neustadt und am Radeklint wird das ganz deutlich. Ich spreche mich dafür aus, die Bebauung entlang des Neuen Weges zu belassen, als architektonisches Zeichen eben der neuen Überlegungen und für die Dringlichkeiten nach dem Krieg. Die Zerstörung der Vorkriegsstrukturen ist und bleibt aus heutiger Sicht schlimm, dennoch sehe ich es so, dass die 50er Bauten nicht in sich schlecht sind und auch nicht der städtebauliche Gedanke, der dahinter steht. Mir geht es um Verbindungen, nicht um Überblendungen an dieser Stelle. Obwohl auch dies mit der Turnhalle und den angerenzenden Räumen sein (vorläufiges) Ende findet...

Wenn man sich auf die Einfahrt Neues Petritor stellt, stadteinwärts und in den Neuen Weg schaut, so sind für mich nicht die Bauten grausam (wenn man sich diese saniert vorstellt, ganz wichtig!!), sondern das ungeordnete Grünzeug drumherum und die Straßen, und das, was in den Folgejahrzehnten unabgestimmt am Radeklint und in der Neustadt noch dazu gekommen ist.
Ich tendiere mehr für den Erhalt der Bausubstanz so, wie sie sich momentan darstellt, ohne Flachbauten ;) oder sonstiges Beiwerk. An dieser Stelle steht die Lösung zunächst in der Sanierung und Aufwertung der bestehenden Gebäude und als nächstes eine Neuordnung der Grünverbindungen (sprich Bäume, Sträucher, etc.) Der Raum ist zu sehr zugewachsen, das gehört freier, so dass die offene Struktur klarer zu sehen ist und nicht im Dschungel untergeht.

Die Turnhalle ist das störende Element in diesem Bereich. Hier, so sehe ich es ähnlich wie ihr, könnte mit einem Abriss und einer kleinparzelligen, an den historischen Bestand anschließenden Bebaung wieder Neustadtathmosphäre geschaffen werden.

(Der Smiley ganz oben hat nichts zu sagen... ich bekomme ihn nur nicht weg)

Dvorak
04.06.08, 08:08
Der erste Anlauf zum Verkauf der Gebäude und des gegenüberliegenden Brachgrundstückes ist leider gescheitert, dies berchtet die BraZ (http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/8526831). Außerdem hat man unter dem Gebäude Altlasten aus einer Chemischen Reinigung ein Stückchen weiter südlich gefunden, dies sollte laut diesem Artikel (http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/8548651) allerdings kein Hindernis sein.

Tarsis
05.06.08, 19:15
Na ja immerhin soll das Gelände jetzt ein zweites mal ausgeschrieben werden und es wird einem potentiellem Investor noch ein Bonbon mit auf den Weg gegeben : Der denkmalgeschützte Teil der Bücherei, das einzige Gebäude in dem bereich, welches den Krieg überstanden hat, darf abgerissen werden und es kann die Freifläche an der Petrikirche mit einbezogen werden, wenn der Investor den Umbau der Verkehrsflächen selbst übernimmt.

Das nenne ich doch mal großzügig. Wenn auch schade um die Bücherei. Das letzte Zitat des alten Braunschweigs verschwindet dann wohl dort.

arnd
05.06.08, 19:44
Das sehe ich genauso. Sicher, wenn man es sich von oben anschaut, wie auf dem Link <iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=braunschw eig&amp;ie=UTF8&amp;ll=52.270153,10.530567&amp; spn=0.001157,0.002317&amp;t=h&amp;z=14&amp;outp ut=embed&amp;s=AARTsJqmyySyQpzr5tERZ-2Rd9RclnwNMw"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=braunschw eig&amp;ie=UTF8&amp;ll=52.270153,10.530567&amp; spn=0.001157,0.002317&amp;t=h&amp;z=14&amp;sour ce=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">Größere Kartenansicht</a></small>hier, scheint es ja nicht so sehr ins Gewicht zu fallen. Wenn man aber sich Gedanken in Bezug auf die Historie der Gegend macht und dann den städtischen Gesamtkjontext berücksichtigt, dann würde ich den Verlust des Klinkerbaues auch sehr bedauern, denn das hieße, dass in diesem Gebiet die Vorkriegszeit endgültig ausgelöscht worden wäre.

arnd
05.06.08, 19:48
Das sehe ich genauso. Sicher, wenn man es sich von oben anschaut, wie auf dem Link hier (http://maps.google.de/maps?f=q&hl=de&geocode=&q=braunschweig&ie=UTF8&ll=52.266147,10.517569&spn=0.001157,0.002317&t=h&z=19) scheint es ja nicht so sehr ins Gewicht zu fallen. Wenn man aber sich Gedanken in Bezug auf die Historie der Gegend macht und dann den städtischen Gesamtkjontext berücksichtigt, dann würde ich den Verlust des Klinkerbaues auch sehr bedauern, denn das hieße, dass in diesem Gebiet die Vorkriegszeit endgültig ausgelöscht worden wäre.

Dvorak
05.06.08, 23:04
Auf der Luft scheint der Klinkerbau wirklich unbedeutend, er ist aber für seine Größe extrem präsent im Stadtraum. Ich mag expressionistische klinkerbauten sehr gerne, auch wenn ich finde, dass sie nicht wirklich nach Braunschweig passen, es wäre ein echter Jammer. Leider zeigt das, dass man um jeden Preis "Erfolg" haben möcht bei Schlüsselprojekten und dabei auch mal die "Hau-Ruck-Methode" benutzt und das Detail dann vergißt.
Die Flächen an der Sankt Petrikirche sehe ich eigentlich nicht als Schmanker, der Investor müsste sie ja genauso bezahlen, dafür aber zusätzlich den Kreutzungsbereich "neu ordnen".

Tarsis
06.06.08, 03:29
Sicherlich hätte der Investor dort dann die Kosten für eine verkehrsräumliche Neuordnung zu tragen, aber er gewinnt auch die zusätzliche Flexibilität dort auf größerer Fläche sein Konzept verwirklichen zu können. Und das sollte man nicht unterschätzen !

Dieser Ort schreit nach einer städtebauliche eleganten Lösung mit Bezug auf Historie und städtebaulichem Umfeld, was dort mittlerweile entstanden ist. Cimnnemaxx und Media-Markt etc. lassen sich nun mal nicht mehr wegdiskutieren. Die Dimensionen müssen in die Planung mit aufgenommen werden und könnten dann zur Petrikirche hin wieder kleinteiliger werden. Daher könnte ( nicht muss ) dieser kleinen Fläche doch eine Schlüsselrolle zu kommen.

Die Zukunft wirds zeigen !

Feindbild
24.01.10, 15:19
Hier mal ein abfotografiertes Bild des Rainer Ottinger-Entwurf für das Grundstück der ehemaligen Öffentlichen Bücherei
Für die Nutzung sind Wohnungen, Büros, ein Supermarkt und ein Casino vorgesehen. Letzteres ist allerdings ein Streitthema.
(Bildquelle: neue Braunschweiger, Sontag, 24. Januar 2010)

http://www.abload.de/img/img_15296s9u.jpg

Also ich find den Entwurf eigentlich recht interessant.

Dvorak
12.06.10, 21:38
Der Rat hat wohl letzte Woche über die drei möglichen Investoren beraten, über die Ratsinfo kann man deren Vorschläge für einen Neubau einsehen.

Staake mit OM Architekten:
Lageplan (http://img689.imageshack.us/img689/4751/anlage31.jpg) GR-5.OG (http://img156.imageshack.us/img156/6386/anlage33.jpg) GR-EG (http://img684.imageshack.us/img684/3332/anlage32.jpg) Perspektive (http://img413.imageshack.us/img413/5150/anlage34.jpg)

Stand kein Name bei:
Perspektive (http://img203.imageshack.us/img203/4751/anlage31.jpg) Lageplan (http://img39.imageshack.us/img39/6386/anlage33.jpg) GR-OG (http://img294.imageshack.us/img294/5150/anlage34.jpg) Schnitt+Ansicht (http://img411.imageshack.us/img411/3681/anlage35.jpg)

Noch ein paar Sachen, die mir aufgefallen sind:
-Die Backsteinbau, der Ende der Zwanziger von Flesche erbaut wurde, meines wissens das einzige Gebäude dieser Zeit in der Altstadt (ohne Wallring) ist, und unter Denkmalschutz steht wird in beiden Entwürfen abgerissen. Der Grund dafür ist, die Garagenzufahrt, und das obwohl es ja schon eine Zufahrt zu den Parkdecks von Media-Markt von der Langen Straße aus gibt. Die Stadt hat ihr Einverständnis dazu schon erklärt, und erhofft sich so einen höheren Verkaufserlös.
-Beide hier dargestellten Entwürfe haben zwei Parkdecks! Gegenüber gibt es ein Parkhaus, an den angrenzenden Straßen kann überall geparkt werden.


Mich stellen beide Entwürfe absolut nich zufrieden. Die Zeit, in der man genausoviel Fläche fürs Parken baut, wie man sie für Wohnen und Arbeiten hat, sollten genauso vorbei sein, wie die in denen man Denkmäler für Parkauffahrten abreißt. Die alte Bücherei finde Ich immernoch sehr schön, auch wenn ich nicht weiß, ob man die so erhalten kann, den Widerstand der SPD gegen diese Projekt trage ich aber mit, weil ansonsten die Stadt wieder an einer Stelle grobkörniger und autogerechter wird.

Feindbild
13.06.10, 00:53
Staake find ich nicht schlecht. Der andere Vorschlag ist doch von der Fassade her ein Witz oder?
Die Form beider Entwürfe nimmt der Straße an der Stelle durch ihre Höhe (da der Staake entwurf natürlich ein bisschen mehr) und nähe zur Straße an Weite, was sehr zu begrüßem ist. Vom "Stadt"-Gefühl her in jedem Fall eine Verbesserung.

Mit den Parkdecks ist das so eine Sache, einerseits existieren in dem Gebiet allein im Umkreis von 350m um das geplante Gebäude mit der Tiefgarage im Meinhardshof, dem Parkhaus von Karstadt, dem Parkhaus von Mediamarkt, dem Parkhaus vom Cinemax und der Parkfläche auf dem Gebiet der ehemaligen Markthalle fünf größere Parkhäuser. Andererseits ist es in der Ecke vor allem an Samstagen ziemlich voll. Gerade das Parkhaus vom Cinemax ist oft bis an die oberste Etage belegt. Müsste jetzt eine Verkehrsanalyse oder so her um wirklich beurteilen zu können ob weitere Parkflächen nötig sind aber rein subjektiv würde ich jetzt sagen: Ja (aber doch bitte als Tiefgarage und nicht so!)

Architektenkind
13.06.10, 15:35
Ich finde beide Entwürfe für sich einigermaßen langweilig, und einen Abriss des Backsteinbaus rechtfertigen sie beide nicht. Städtebaulich finde ich es dennoch gut, wenn neben dem MediaMarkt-Komplex und gegenüber dem Kino ein Gebäude mit der entsprechenden Traufhöhe gebaut würde - man hätte dann einen (für Braunschweiger Verhältnisse) richtig großstädtischen Straßenzug. Das gilt natürlich vor allem dann, wenn auf der Wiese an der Petrikirche auch gebaut wird, wie es hier (http://img689.imageshack.us/img689/4751/anlage31.jpg) angedeutet ist. Weiß jemand, ob das konkrete Pläne sind, oder hat man das nur so zum Spaß da eingezeichnet?

ibuinn
15.06.10, 17:29
Ist der Investordruck so groß, dass die Stadt keine stärkeren Vorgaben an einen Neubau geben kann? Oder verkennt die Stadt wünschenswerte Zusammenhänge eines Neubaus mit seiner Umgebung? Ich bin sehr für den Erhalt des Ziegelbaus der alten Bücherei. Weil mit seinem Abriss wieder einmal ein alter Bestand verloren geht. Besonders den gerundeten Teil zum Mediakomplex hin finde ich erhaltenswert.
Warum etwas Neues hinsetzen, wenn die Entwürfe an dieser Stelle doch beinahe gleiche Raumentwicklungen zeigen wie die alte Bücherei? Was spricht gegen eine Integration der Bücherei in einen Neubau?
Eine Garagenausfahrt noch, gegenüber des gerade sanierten Plätzchens vor der Kirche, empfinde ich als störend.
Der Staake-Entwurf gewinnt durch den Durchgang im Erdgeschoss und die Wohnbereiche in den oberen Stockwerken. Allerdings finde ich die offenen Parkdecks mislungen. Ergibt das nicht mehr Lärm im Umfeld? Und wie bei anderen Parkhäusern zu sehen, sehen offene Stellflächen irgendwann auch nicht mehr so schön aus. Da gefällt mir der zweite geschlossener wirkende Entwurf besser.
Welche Fassadenmaterialien sollen denn verwendet werden. Kann mir das jemand genauer beschreiben?
Beim zweiten Entwurf gefallen mir die Treppenhäuser und die Gesamtwirkung in Bezug zu den Gebäuden im Umfeld. Außerdem auch die Erdgeschosszonen insgesamt. Beim Staakeentwurf ahne ich versiffte Ecken und Nischen. Dann schon lieber die geschlossene und einheitlichere Variante des anderen Entwurfs.

Dvorak
15.06.10, 22:36
Ich hab heute im Zug nochmal ein paar alte Pläne (http://img197.imageshack.us/img197/9448/bshistorischsynoptisch1.jpg) durchgesehen, und mir ist die Stiftsgasse wieder ins Gedächtniss gekommen. Die liegt wunderbar als Short-Cut zwischen Cinemaxx und Kohlmarkt also zwei richtigen "Amüsierzentren". Wenn man das richtig plant, kann man wie am Handelsweg einen tollen Raum schaffen, der auch relativ was eigenes darstellen kann.

Den backsteinbau sollte man in jedem Fall erhalten. Also da braucht man gar keine verbalen Argumente (http://img812.imageshack.us/img812/1996/mi04181f07a.jpg). Wenn möglich, gilt das aus meiner Sicht auch für die große Halle (http://www.theaterglashaus.de/wp-content/uploads/2010/02/buecherei2.jpg) der alten Bibliothek (http://www.theaterglashaus.de/wp-content/uploads/2010/01/buecherei3.jpg).

Ich kann mir das so vorstellen:
-Backsteinbau bleibt
-Stiftsgasse als Tweete mit Cafés, Plattenladen etc. wie Handelsweg, dazu Wohnungen in den OGs in verschidenen Preislagen.
-Halle bleibt, wird Co-Working-Raum wie die SPD das vorgeschlagen hat. Finde den dafür wunderbar geeignet.
-EG: Vollsortimenter mit 800m²
-Zur Gördelinger-Straße Büroriegel mit optional Wohnungen ganz oben.
-Nach Hintern Brüdern auch Büros, dazu oben ein paar Stadthaustypologien mit südgerichteten Dachterrassen/Dachgärten.
-Tiefgarage mit Einfahrt über den Backsteinbau, oder die lange Straße.

So siehts aus:
http://img441.imageshack.us/img441/8519/plaene.jpg
Quelle:Selbst gemacht


PS: Ich check erst jetzt, dass "der Backsteinbau" viel größer ist, als ich dachte. Das Eingangsgebäude der Bücherei hat ja genau die Fenster, die man auf den alten Fotos sehen kann.

Feindbild
16.06.10, 19:04
Das Backsteingebäude sollte man nicht nur erhalten, sondern vor allem auf den ürsprünglichen Zustand zurücksetzen. Ohne das Staffelgeschoss und das Dach wirkt der Backsteinbau einfach falsch.
Wenn ich das richtig verstanden habe befindet sich also ein Teil der Backsteinfassade unter der Fassade der alten öffentlichen Bücherei, und der Eingang eben jener ist eigentlich der Eingang zur Stiftsgasse?

Deine Idee die Stiftsgasse wieder zu betonen finde ich gut, das versteckt die hässliche Lücke der Mediamarkteinfahrt ein wenig und hat gutes Potential als Cafe- oder Barstraße.
Diese offene Situation zur Langen Straße gefällt mir eher nicht so, da gehört einfach ein geschlossener Block hin. Und wo schoneinmal die Möglichkeit besteht das hässliche Loch, was die Bücherei gerissen hat wieder zu füllen, sollte man nicht gleich ein neues Loch mitten an der Straße schaffen.

Dvorak
16.06.10, 20:09
Ich würde die Lange Straße jetzt nicht mit einem Blockrand schließen. So breit wie die ist, wird die nicht bleiben, da sollte man sich die Möglichkeiten zur verschmalerung nicht sprichwörtlich verbauen, solange die Straße noch weit breiter ist, als sie sein müsste.

Das Backsteingebäude ist hinter der Büchereifassade, und der Eingang zur Bücherei der alte Durchgang. Das kann man auch im Grundriss sehen.

ibuinn
18.06.10, 15:41
Eine Wiedereinrichtung der Stiftsgasse fände ich klasse. Dazu den Wiederaufbau des Büchereigebäudes in den Zustand vor dem Krieg. Wenigstesn jedoch eine Annäherung eines Neubaus an die alte Situation. z.B. im Staake Entwurf die Verschiebung des Durchgangs an diese Stelle mit Integration des Büchereibaus.

@ Dvorak. Deinem Entwurf kann ich in der Öffnung der Stiftsgasse zustimmen. Anstonsten bin ich auch eher für eine Blockkante mit Eckbetonung wie in den eingereichten Entwürfen gegenüber dem Cinemaxx. Was hat Dich dazu bewogen, die oberen Gebäudeteile auf dem Gelände an der Petrikirche so gegen die Bebauungskanten bzw. Straßenfluchten zu verschieben?

Dvorak
21.06.10, 21:05
Also am besten ist es immer, wenn man selber mal skizziert, wie man sich das selber vorstellt, damit sich andere das auch vorstellen können. So gehe ich davon aus, dass Du Dir genau das vorstellst, was OM dort vorschlagen, und das geht gar nicht.
Welcher Raum ist dort der wichtige, der am stärksten räumlich gestaltet werden muss? Die Lange Straße, oder der "Petrikirchplatz"? Wenn Ich einen Baukörper so an eine Straße stelle, dann habe Ich immer eine Rück- und eine Vorderseite. Das Gesicht zur Langen Straße, und den Arsch zur Petrikirche, das würde Ich jetzt weniger toll finden. Das was da nämlich entsteht, ist kein Kirchplatz, sondern ein Hinterhof.
Wieso eine Eckbetonung? Braunschweig hat traditionell genau das Gegenteil! Dadurch, dass der Baugrund sehr "schwammig" ist, lehnten sich die Gebäude gegenseitig an einander an, was zur Folge hat, dass die Gebäude an den Ecken immer niedriger waren. Eckbetonung gibt es nur im 19. Jahrhundert.
Die schönste Situation an der Langen Straße ist m.M.n. der Eingang vom Cinemaxx, gerade weil er nicht bündig zur Straße ist, sondern "eine Tasche". Wichtig ist nicht, eine Straße einzuengen, sondern sich ihr zuzuwenden, was auf unterschidlichen Wegen passieren kann. Für eine geschlossene Baukante reicht auch eine Mauer oder ein Baum, oder eben nur ein Geschoss. So eien wunderbare Situation ist z.B. auch das haus direkt hinterm Kimmich-haus gegenüber von Karstadt.

Ich hab den Unteren baukörper aus der Achse gedreht, weil es stadträumlich schöner ist, wenn das 5/8-Polygon der Petrikirche von Hintern Brüdern angeschnitten zu sehen ist, auch wenn es historisch so nicht war; den Baukörper zur Langen Straße habe Ich an der Petrikirche orientiert, und dem Gebäude einen Freiraum gegeben, der das gebäude an der Straße Teil haben lässt.

Wenn eine straßenbegleitende Bebauung (von Blockrand kann hier keine Rede sein) besser sein sollte, dann müsste es dafür auch Argumente geben.

Architektenkind
23.06.10, 13:18
Pech für Dvorak und alle, die sonst noch an einer Lösung rumgebastelt haben - Staake hat gekauft (http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/12470758). Bin mal gespannt, ob das jetzt so läuft wie mit dem FreiBiZe und dem famosen 5-Sterne-Hotel im Bürgerpark: Erst der Abriss guter Architektur und dann gar nichts mehr. :Nieder:

Dvorak
23.06.10, 19:46
Nicht einmal der Krieg hat es geschafft ganze Jahrzenhnte aus dem Stadtbild zu verbannen. Mit diesem Abriss geht das einzige Gebäude der 20er in der Altstadt verloren. Der Dank geht wieder einmal an die Fraktionen von CDU und FDP im Braunschweiger Rat.

ibuinn
26.06.10, 19:05
^^ danke dvorak für deine erläuterungen.



es ist wirklich ein jammer mit dem alten büchereigebäude. vermute mal, dass es ohne dessen abriss sehr lange nicht zu einem verkauf des gesamten grundstücks gekommen wäre.

ich bin gespannt, ob es nun auch zu der angestrebten neuordnung des straßenraumes kommen wird. es hieß doch, dass ein invester dieses übernehmen müsse.

und der kleine skulpturengarten dort wird auch bald der geschichte angehören.

einen neubau kann ich verstehen... dass das alte gebäude wegkommt und der park... nicht.

Tarsis
27.06.10, 04:19
Als Ur-Braunschweiger und ausgewiesener Experte in Sachen Stadtgeschichte und Entwicklung : Ein herber Fehlschlag und eine GRundsatzentscheidung an diesem Standort . . in die falsche Richtung !

Einen solchen Bau an dieser prominenten Situation in der "Altstadt" - ein absoluter faux pas ! Offene Parkdecks und Spielhallen ! Selbst am Bahnhof verbietet sich die Stadt solche Nutzungen. Und hier ist das alles ohne weiteres zu einem fragwürdigen Preis möglich und wird durchgewunken ?

Wieso schon wieder Staake, wo er doch bereits um die Ecke an der Güldenstraße sein Projekt "Gülden-Office" nicht realisiert bekommt. Wieso kommt hier der Eintracht-Sponsor erster Klasse erneut zum Zuge - wo OB Hoffmann doch ausgemacht bei Eintracht ein und ausgeht ud Staake-Kontakte pflegt und bereits beim Konflikt zwischen Eintracht und deren Hauptsponsor Staake vermittelt hat . .?

Ein Schelm wer Böses dabei denkt !

Architektenkind
01.07.10, 00:21
@ Tarsis: Dass mir die Entscheidung, vor allem der Abriss des Klinkerbaus, auch nicht gefällt, habe ich ja schon geschrieben. Deine Argumente, lieber Tarsis, möchte ich dennoch kritisieren (auch wenn ich kein ausgewiesener Experte bin, sondern nur eine hoffentlich fundierte Meinung habe):

1. Der Städtebau: Das Wort "Altstadt" hast Du zurecht in Anführungsstriche gesetzt - es ist ja nicht so, dass dort ein gelungenes historisches Ensemble zerstört würde. Die alte Bücherei ist zwar an sich sehr reizvoll, in die Umgebung aber schlecht bzw. gar nicht eingebunden. Von der Langen Straße aus betrachtet, wirkte die Bücherei gemeinsam mit der Wiese hinter der Petrikirche immer schon wie ein Loch; seit die Baulücke auf der Gegenseite mit dem Cinemaxx gestopft ist, wirkt sie zudem noch völlig unterdimensioniert.

Man kann also nicht davon sprechen, dass eine - im städtebaulichen Sinne auch so zu nennende - Altstadt mit einem Fremdkörper verschandelt würde, sondern eine Reihe mittelmäßiger Neubauten an einer modernen Hauptverkehrsstraße wird durch einen weiteren mittelmäßigen Neubau ergänzt. Städtebaulich wird das Ganze, glaube ich, sogar ganz wirkungsvoll sein - vor allem, wenn man die erwähnte Wiese auch noch bebaut. (Zur Situation Hintern Brüdern erlaube ich mir noch kein Urteil, um den Backsteinbau ist es, wie gesagt, sehr schade!)

2. Die Nutzung: Parkhäuser sind natürlich immer mau (wenn man von diesem einen (http://antiwome.homeip.net:8080/bild.stat.php?album=speicherstadt&p=Photo14) in der Hamburger Speicherstadt absieht - das ist toll!), aber ich finde, man kann offene Parkdecks auch wesentlich hässlicher gestalten. Und da sich das Ganze am Eingang zur Innenstadt befindet, in der Parkplätze nach wie vor gefragt sind, liegt diese Lösung auch nicht allzu fern.

Was Du gegen die Spielhalle einzuwenden hast, versteh ich nicht ganz. Mit dem Kino, den ganzen Bars und der Disko im Neustadtrathaus hat sich die Gegend doch seit langem zu einer Amüsiermeile für Nachtschwärmer entwickelt. Wo, wenn nicht hier, wäre eine Spielhalle angebracht, die vielleicht nicht nur das klassische Spielsucht-Automaten-Publikum anzieht (wie es am Bahnhof der Fall wäre), sondern auch Billard- und Pool-Spieler und vielleicht sogar ein bisschen Roulette-Klientel? Ich sehe die Chance auf ... Black Jack? ;) Nee, das vielleicht auch, vor allem aber die auf etwas Glamour - was Braunschweig m.E. wirklich nicht schaden kann. :cool:

3. Hoffmann und Staake. Natürlich funktioniert Politik nicht so, wie es im Lehrbuch steht - das nämlich alle nur objektiv die Interessen derer vertreten, die sie gewählt haben, und am Ende kommt das Wohl aller dabei heraus. Statt dessen vertritt ein OB Hoffmann auch die Interessen eines Herrn Staake, mit dem er alle vierzehn Tage in der VIP-Lounge von Eintracht saufen ist. Klüngel gibt's halt nicht nur in Köln. Die umgekehrte Annahme ist aber genauso falsch: Dass die Interessen der Allgemeinheit nämlich überhaupt keine Rolle spielten, und allein die Korruption regierte.

Letztlich werden Staake und die Stadt ihre jeweiligen Interessen austariert haben: Herr Staake bekommt einen guten Preis und die Genehmigung für einen Bau, den man mindestens als suboptimal bezeichnen muss - und die Stadt bekommt das, was für dieses Grundstück zu haben ist, will man nicht noch zehn Jahre darauf warten, einen ähnlich verlässlichen Bauherren mit besserem Konzept zu gewinnen.

Städtebaulich und architektonisch ist das sicher alles andere als schön - der Schelm, der nichts anderes als Böses, nämlich Korruption, dabei denkt, ist aber einigermaßen naiv. :nono:

k-roy
01.07.10, 09:45
abgesehen davon, daß es schade ist, wenn filigraner, denkmalgeschützter Bestand abgerissen wird, müsste hier doch selbst jeder Laie die räumliche und ordnende Qualität des Neubaus erkennen und anerkennen.Hier sind mit wenigen einfachen Strichen Fluchten ergänzt, Räume richtig dimensioniert worden.

Wenig hilfreich ist das Kuddelmuddel an "eigenen Ideen", die in diesem Fall allesamt keinen Gestaltungswillen erkennen lassen, es aber den Anschein macht, es handele sich um Alternativplanungen. Da fuhr mir schon der Schreck in die Glieder. Für solche "Studien" sollte es auf jeden Fall eigene Threads geben, und eine Freikarte für einen Städtebau-Grundkurs.


PS: @architektenkind : das Parkhaus in der Hafencity ist tatsächlich sehr schön. Es ist mir nur schleierhaft, wie man diese lächerlichen nicht funktionierenden Kränchen an ein neues Parkhausgebäude ohne Speicherfunktion applizieren kann. Es ist zwar nur ein Detail, aber für mich hat sich GMP, was die "Wahrhaftigkeit" von Architektur angeht, ins Aus manövriert. Man hätte dieses Detail gut gegen das Büro verwenden können, als es den Streit um die Stützen im Berliner Bahnhof gab.
Ausserdem gab es in der letzten Zeit ein paar Aufsehen erregende Parkhausbauten; dieser Gebäudetyp ist nicht vom Tisch.

Tarsis
01.07.10, 10:25
Ich habe ja nicht die räumliche Wirkung und das Füllen der Baulücke kritisiert - davon steht kein Wort in meinem Beitrag, euer Ansatz diesbezüglich ist also nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich halte diesen Bau an dieser Stelle jedoch für nicht angebracht aufgrund seiner äußeren Gestaltung und Negierung historischer Bezüge.

Weiterhin : Es ist von einer SPIELHALLE die Rede - nicht von einem Casino. Wenn du also von Pool und Balckjack träumst und Menschen ggf. in Abendgarderobe, dann ist das leider völlig fehl am Platze. Es handelt sich um nichts weiter als Automaten und Computerspiele und die ziehen kein gehobenes Publikum an.

Eine Amüsier"meile" ist dort ebenfalls ( noch ) nicht erkennbar. Die einzigen Lokalitäten entlang der langen Straße befinden sich im und am Cinemaxx sowie das Bossanova. Mehr ist dort entlang der Strasse nicht zu finden.

Feindbild
01.07.10, 23:37
Mh bei der Spielhalle wär ich mir garnich mal so sicher. Ich meine im damaligen Zeitungsbericht von einer Spielbank gelesen zu haben. Zumindest würde das erklären wieso ich in Post Nr. 48 von "Casino" spreche.
Bei ner billigen Spielhalle hätte ich wohl auch Spielhalle geschrieben.
Müsste also das zutreffen was Architektenkind geschrieben hat, also das am Bahnhof so ein Automatenkram geplant war und hier eher etwas nobleres.

Ich hoffe nur die Bibsgruppe hier im Forum hält sich diesmal ein bisschen zurück, hab keine Lust alle paar Tage wieder hoffnungsvoll hier rein zu schauen und dann wieder von der immerselben Verschwörungstheorie enttäuscht zu werden :nono:

edit: Doch gibt da schon noch mehr an der Straße:
Der Kinobereich mit Cocktailbar, dann die Disko im Neustadtrathaus, darunter im Keller eine sehr große Shishabar, die Straße etwas runter Richtung Hagenmarkt halt noch son Spielhallending und glaub noch ne Bar und dann am Hagenmarkt noch das Sausalitos. Ein Trend ist schon zu erkennen finde ich.

Tarsis
02.07.10, 15:37
@ Feindbild:

Es wurde aber von einer Amüsiermeile gesprochen. Also ein begrenuzter Bereich entlang der Langen Strasse ! Die Bars im Cinemaxx und angrenzend hatte ich ebreits erwähnt. Die Disco im Neustadtrathaus liegt nicht an der Langen Strasse sondern an der Küchenstrasse und ist zudem zur Welfenhofpassae / Jöddenstrasse orierntiert und hat somit keine Verbindung. Und ob die Spilehalle am Hagenmarkt - der noch weiter entfernt liegt - eine solche Relevanz hat wage ich zu bezweifeln. Das Sausalitos liegt am beginnenden Bohlweg Ecke Hagenmarkt und orientiert sich Richtung Innenstadt. Es handelt sich also dort nur um den Fixpunkt Cinemaxx mit angrenzender Gasronomie.

Architektenkind
02.07.10, 20:31
@ Feindbild & Tarsis: Ich glaube meine Erwartungen bezüglich der Spielhalle liegen irgendwo zwischen Casino und Tarsis. Es wird sicher Automaten geben, und ich erwarte selbstverständlich keinen Laden, in dem Abendgarderobe obligatorisch ist. Auch Black Jack und Roulette halte ich für eher unwahrscheinlich - zumal es ja, was diese Spiele angeht, meines Wissens ein Staatsmonopol gibt.
Trotzdem: Zwischen Monte Carlo und "nichts weiter als Automaten und Computerspiele" (Tarsis) sind eine ganze Menge Abstufungen möglich; unter anderem eben Billardtische oder Dartscheiben, gegen die ich überhaupt nichts einzuwenden hätte. Ein "gehobenes Publikum" (Tarsis) ziehen die sicher nicht an, das hatte ich aber auch gar nicht behauptet - ich hatte nur von "etwas Glamour" geredet, und dabei schwebten mir eher Leuchtreklamen vor, die eine oder andere Bar zusätzlich und nachts mehr Leute auf der Straße - quasi Piccadilly Circus auf Regionalliga-Niveau, wenn ihr versteht, was ich meine. ;)

@ Tarsis: Entschuldige, wenn mein Wort von der Amüsiermeile Deinen offensichtlich hohen Ansprüchen nicht genügen konnte; und entschuldige auch, wenn ich selbst dann noch daran festhalte, wenn die Lange Straße ab Meinhardshof Küchenstraße heißt - und außerdem mit ziemlicher Sicherheit nicht einmal eine Meile lang ist, was Du zu erwähnen vergessen hattest. :nono:
Im Ernst: Deine Argumente kommen mir an dieser Stelle recht haarspalterisch vor. Vom "Fixpunkt Cinemaxx" wechseln zum Beispiel dauernd etliche Gäste in die Disko rüber (Luftlinie 250 Meter), eine Verbindung ist also durchaus gegeben. Und das, was Du ein wenig abwertend "angrenzende Gastronomie" nennst, ist eine bemerkenswert hohe Dichte an Kneipen, Restaurants und Bars, die zum Teil wesentlich älter sind, als das Cinemaxx selbst - genannt seien hier nur das (von Dir schon erwähnte) Bossa Nova, das Saz und die Baßgeige. Auch wenn die beiden letztgenannten nicht an der Langen Straße liegen, gehören sie auf jeden Fall zu dem dazu, was ich mit Amüsiermeile gemeint hatte. (Weniger übrigens der Hagenmarkt - ohne das rational z.B. mit Entfernungen begründen zu können, scheint mir der von den Wegebeziehungen der Nachtschwärmer her eher der Ecke Bohlweg/Schlossplatz zuzugehören.)

P.S. @ k-roy: Nicht funktionierende Kränchen? Sind das diese Kästen am Stiel, die oben aus den Giebeln herausragen? Waren mir nie aufgefallen, ist aber tatsächlich arg peinlich. Wenn GMP es für nötig halten, solchen Zierrat an das Gebäude zu kleben, um es in die Speicherstadt einzugliedern, dann schmälern sie damit doch nur ihre eigene Leistung, ein Parkhaus so gebaut zu haben, dass es genau den Genius Loci trifft - und zwar ohne jeden Zierrat. :nono: Naja: ich hatte die Kranattrappen, wie gesagt, noch nie bemerkt - der Schaden scheint also nicht allzu auffällig zu sein. ;)

Dvorak
04.07.10, 06:33
Ich bin der Meinung, dass Braunschweig so etwas wie eine "Amüsiermeile" nicht unbedingt hat, Ich würde eher sagen, Braunschweig hat "Kietze", also eher kleinere Bereiche, die immer ihr eigenes Flair, und ihre eigene Kundschaft haben. Kalenwall/Bruchtorwall, oder Magniviertel, oder eben die Lange Straße. "Amüsiermeile" würde Ich aber nicht sagen, weil der ganze Bereich nicht so viel Kundschaft aus sich selbst heraus produzieren würde, ohne Cinemaxx, die Lange Straße ist da tatsächlich eher ein Solitär mit kleineren Sachen drum herum. Im Magniviertel finde Ich den Begriff eher passend, weil es wirklich eher eine Straße ist, also Oelschlägern, an der die ganzen Bars liegen.

Bei der Spielhalle/Spielbank wird es sich m.M.n. aber nicht um etwas hochwertiges handeln, dafür ist das Gesamtkonzept zu wenig auf Qualität ausgerichtet. Es handelt sich ja primär um ein Parkhaus mit Discounter und einem Spiel-Irgendwas. Sind Aldi und Parkebenen ein stimmiges Ambiente für höherwertiges Glücksspiel? Für mich klingt das eher nach Parkhaus Wallstraße, da sind ja auch "Amüsierflächen" drin.

ibuinn
09.07.10, 00:35
Wenn man den Bereich C1 (ehemals Cinemaxx) und seine Kneipen drum herum mit dem Quarree Neustadtrathaus-Packhof-Neue Straße-Güldenstraße betrachtet, so gibt es zwischen diesen Bereichen schon eine gewisse Laufkundschaft. Eine Meile ist es im einzelnen nicht wirklich. Aber die Ecke des Neubaus ist so gesehen die ruhigste Ecke. Ein hoffentlich nicht ganz unten angesiedeltes Spielhallen-Casino-Mixding könnte den Lauf-Kreis schließen.

Weiterhin war für den Versorger doch ein EDEKA-Markt angedacht. Das würde zu Staake passen. Das lässt insgesamt für den Neubau etwas mehr hoffen als auf den ersten Blick/Schock.

muse1985
01.07.12, 02:26
Der Baubeginn steht nun kurz bevor. Die archeologischen Arbeiten sind nun abgeschlossen und die ersten Bagger stehen vor Ort.

Hier noch einmal ein Link zur Visualisierung des Gebäudes:

http://www.omarchitekten.de/index.php?id=9

tandu
01.07.12, 18:45
Na das sieht doch ganz schick aus, der Bau wird nochmal das Gebiet urbaner wirken lassen, insbesondere mit dem Kino auf der Gegenseite.

Nur schade, dass nicht die Möglichkeit genutzt wurde um eine größere Tiefgarage zu bauen.

Tarsis
01.07.12, 20:05
Na ja mich stört etwas, ass schon wieder Staake d seltsamerweise den zuschlag bekommen hat nach dem ein fingierter Wettbewerber, die nie wirklich konkret war etc aus dem Rennen geworfen wurde !

Städtebaulich sicher besser als vorher, aber da wäre auch mehr gegangen ! Es bleibt die Lücke an der Petrikirche und dieser unseelige Radeklint der dringend umgestaltet gehört . . .man kann nur hoffen, dass in der Folge auch dort noch etwas mehr geschieht . .. diesem Gebiet sieht man immer noch arg an, dass der Krieg dort keinen Stein auf dem anderen gelassen hat und die Nachkriegsplanung gibt dem Ganzen den Rest !! Man muss ja nur mal den breich hinter dem Cineaxx anschauen . . . .gruselig . . und der Radeklint - oder das was sich heute so nennt - eine Katastrophe !

Ted Mosby
08.08.12, 01:04
Hallo zusammen!

Nach jahrelangem Mitlesen habe ich mich nun endlich durchgerungen, aktiv am DAF teilzunehmen. Ich war gerade vorgestern in Braunschweig und habe bei der Gelegenheit auch einige der aktuellen Baustellen in Augenschein genommen. Auf dem alten Büchereigelände geht es nun offensichtlich los. Hier eine Aufnahme vom 06. August:

http://img846.imageshack.us/img846/8629/bsaltebuecherei.th.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/846/bsaltebuecherei.jpg/)

Foto von mir.

muse1985
16.09.12, 12:39
Na dann nochmal ein herzlichen Willkommen! Auch bei mir war es so, dass ich erst seit kurzem hier aktiv bin, passiv jedoch schon viele Stunden in diesem Forum verbracht hab :)

Deine bisherigen Beiträge sind allesamt wirklich hervorragend! Weiter so ;)


Noch einmal zum Neubau gegenüber des C1; Es geht nun endlich los, nachdem im letzten Monat noch einmal der Kampfmittelbeseitigungsdienst anrücken musste, da ein metallischer Gegenstand in der Erde geortet wurde. Es handelte sich jedoch nicht um eine Fliegerbombe, sondern nur um Metallschrott :)

Die Baumaschinen werden auf jeden Fall gerade aufgestellt.

Ted Mosby
21.09.12, 00:17
Hallo muse1985, vielen Dank für das herzliche Willkommen und das nette Kompliment. Ich bin auf den weiteren Baufortschritt sehr gespannt und freue mich über aktuelle Bilder. Ich selbst weile alle paar Wochen in der Stadt und da mein Elternhaus nicht allzu weit von der Baustelle entfernt ist, werde ich mich um gelegentliche Dokumentationen bemühen.

Was den Eindruck anbelangt, den die Neuplanung hinterlässt, kann ich Tarsis nur zustimmen: Da wäre mehr gegangen. Das Gebäude, das nun errichtet wird, ist mal wieder ein großer Klotz. Zur Langen Str. passt das. Rückseitig wäre aber mehr Kleinteiligkeit wünschenswert gewesen. Ich habe insbesondere die Befürchtung, dass hinsichtlich des Stadtbildes der Neubau erdrückend auf die Petrikirche wirkt.

Ted Mosby
22.09.12, 15:08
Braunschweiger Zeitung zieht in die Innenstadt

Der Braunschweiger Zeitungsverlag hat angekündigt, den Neubau auf dem Areal der alten Öffentlichen Bücherei zu beziehen. Im EG soll ein Konferenzzentrum mit 350 Sitzplätzen entstehen. Gleichzeitig trennt sich der Braunschweiger Zeitungsverlag vom alten Pressezentrum an der Hamburger Straße. Für dieses Grundstück sind ein Verbrauchermarkt und Wohnungen vorgesehen. Eine neue Druckerei entsteht an der Christian-Pommer-Straße. Das Kostenvolumen aller Maßnahmen wird mit 120 Millionen Euro angegeben, die Fertigstellung des Neubaus auf dem Bücherei-Gelände soll 2014 erfolgen: http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/wir-ziehen-in-die-innenstadt-id762325.html

tandu
23.09.12, 16:57
Ansich doch eine schöne Idee, dass das Pressehaus in die Stadt zieht. Damit rückt die Zeitung zumindest "gefühlt" in den Mittelpunkt zurück.

Was die Architektur angeht, ist die Rückseite verbesserungswürdig. Laut Berichten ist das der erste Entwurf, vielleicht wird das eine oder andere Detail ja noch geändert.


Bei der Hamburgerstraße kann man hoffen, dass die Projekte die Ecke aufwerten. Die bisherigen Pläne finde ich jedoch erschreckend....

Ted Mosby
04.10.12, 14:09
Ich denke auch, dass die nun beschlossene Nutzung durch den BZV vorteilhafter ist als die ursprünglich angedachte Kombination Spielhalle/Supermarkt.

Auf der Baustelle ist inzwischen jede Menge los:

http://imageshack.us/a/img819/9520/p1050688i.jpg

(Bild von mir.)

Dvorak
21.10.12, 17:32
Man hätte auf dem Gelände an der Hamburger Straße ja auch sowas hier andenken können: http://www.tu-braunschweig-isl.de/STAEDTEBAU_UND_ENTWURFSMETHODIK/?p=2484 Der Investor hatte aber kein Interesse sich diese Entwürfe auch nur anzugucken.

Ted Mosby
25.10.12, 23:31
Vielen Dank für den Link! Insbesondere der Entwurf mit den drei Turmhäusern gefällt mir ausgezeichnet. Damit würde das gesamte nördliche Ringgebiet enorm aufgewertet werden! Die Hochhäuser würden hervorragend mit den kleinen Türmen südlich des Rebenrings korrespondieren und könnten auch einen Beitrag dazu leisten, die extreme Höhendominate des HKW-Schornsteins besser einzufassen. Das wäre mal ein mutiges Projekt, das bei qualitätvoller Umsetzung eine Vielzahl neuer Wohnflächen in Innenstadtnähe schaffen würde und zugleich dafür sorgen könnte, das städtebauliche "Loch" zwischen Rebenring und Siegfriedviertel zu füllen. Schön auch die Idee der großen, begrünten Höfe. Umso ärgerlicher, dass ein derart schöner Entwurf letztlich in der Schublade landet.

Ted Mosby
05.11.12, 19:48
Hier ein aktuelles Bild. Es geht recht langsam voran.

http://imageshack.us/a/img713/4555/p1060009l.jpg

(Alle Bildrechte liegen bei mir.)

Ted Mosby
20.11.12, 15:20
Hier ein Update vom vergangenen Wochenende:

http://imageshack.us/a/img703/7389/p1060213k.jpg

http://imageshack.us/a/img824/3544/p1060219i.jpg

(Alle Bildrechte liegen bei mir.)

Ted Mosby
03.01.13, 16:00
Update:

http://imageshack.us/a/img62/5766/p1060523b.jpg

http://imageshack.us/a/img855/9154/p1060525y.jpg

(Alle Bildrechte liegen bei mir.)

Braunschweiger
28.02.13, 21:10
Das Mummehaus könnte natürlich neben der St Petri Kirche auf der "grünen Wiese" wiederaufgebaut werden. Der nordwestliche Innenstadtbereich ist immernoch ein städtebaulicher Problembezirk mit vielen 50er Jahre Bauten. Außerdem fehlt ein Konzept für diese Traditionsinsel.

Tarsis
28.02.13, 21:30
Das Mummehaus dort wiederaufzubauen halte ich für keine gute Idee !

Das Mummehaus stand zwar dort in der Nähe war aber nie als Solitär gedacht udn gebaut worden ! Man müsste ganze Gebäudeteile neu Erfinden und so bliebe vom Original nicht viel übrig. . . ich befürchte das Mummehaus wird ein Traum bleiben !!!

Ich gebe dir aber recht was den diesen Teil der Stadt angeht . .. da ist einiges arg verbesserungsbedürftig ! Immerhin geschieht ja schon etwas und die Tweten werden saniert udn verschönert . . . .das rückt den Stadtteil wieder etwas in den Fokus . .

Ted Mosby
04.03.13, 19:38
Update:

http://imageshack.us/a/img832/9441/p1070447h.jpg

http://imageshack.us/a/img801/7416/p1070448b.jpg

http://imageshack.us/a/img831/7149/p1070449.jpg

(Alle Bildrechte lieben bei mir.)

Ted Mosby
23.04.13, 16:07
Update:

http://img844.imageshack.us/img844/7005/p1070659nj.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/844/p1070659nj.jpg/)

Uploaded with ImageShack.us (http://imageshack.us)

(Alle Bildrechte liegen bei mir.)

Braunschweiger
24.04.13, 13:40
Man erkennt deutlich, es geht voran. Das Erdgeschoss ist fast fertig.

chief
21.05.13, 00:16
Freunde haben mir berichtet, dass am Bau mit Hochdruck gearbeitet wird. Das zweite Stockwerk soll anscheinend schon stehen?

Die Feder
22.05.13, 10:59
"Stehen" ist übertrieben. Aber man arbeitet dran.

Aufnahme von gestern (21.5.2013) - mit einer leider recht miesen Handycamera
http://abload.de/thumb/dsc_0051hbjwg.jpg (http://abload.de/image.php?img=dsc_0051hbjwg.jpg)

Weiß eigentlich jemand, wie es mit dem Abschluß des Gebäudes zum Hintern Brüdern 27-30 aussieht (vulgo Stiftsgasse). Einfach nur Parkhauseinfahrt?

chief
03.06.13, 10:44
soweit ich das in Erinnerung habe, war das zunächst so angedacht. Damals jedoch unter dem Vorbehalt, dass es sich lediglich um Entwürfe und noch nicht die endgültige Planung handelt.

Weiß jemand wann die Fertigstellung geplant ist?

Ted Mosby
10.06.13, 00:10
Foto-Update:

http://imageshack.us/a/img845/4043/p1080216u.jpg

http://imageshack.us/a/img834/9736/p1080217d.jpg

http://imageshack.us/a/img24/2761/p1080218o.jpg

(Alle Bildrechte liegen bei mir.)

muse1985
12.08.13, 20:24
Update vom Neubau an der Langen Straße:

http://abload.de/img/img_6518aaut2.jpg (http://abload.de/image.php?img=img_6518aaut2.jpg)

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Mod: Beitrag verschoben. Bitte immer die bestehenden Threads nutzen. Beste Grüße! Ted. Btw: schönes Foto!

Die Feder
13.08.13, 11:03
Update vom Neubau an der Langen Straße:


Dazu heute auch ein Artikel in der BZ: Stadthaus Petri - neues Tor zur Innenstadt

Darin: Stimmen/Zitate vom Investor, Architekten, Mieter und Bauleiter

Ob das allerdings ein Tor wird, bezweifel ich. Da fehlt mir die Durchlässigkeit. Aber es wird der Langen Straße sicher weiter Kontur verleihen.

Was ich nicht wusste: Oben drauf kommen zwei Etagen Eigentumswohnungen (insgesamt 19 Stück).
Fakten aus dem Artikel
- fünfgeschossiges Gebäude
- Fläche von 18 000 Quadratmeter
- Innenhof und eine eingeschossige Tiefgarage.
- Mieter des dreigeschossigen Büro-Traktes ist der Braunschweiger Zeitungsverlag Medienhaus.
- Im Erdgeschoss ein Konferenz-Center mit etwa 350 Sitzplätzen für Leser-Foren, Diskussionen und Lesungen

Geplanter Fertigstellungstermin: Herbst 2014.

http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/stadthaus-petri-neues-tor-zur-innenstadt-id1109858.html

hmm, der Artikel hier wird nach vorne geschoben, hat aber weniger Bilder:
http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/so-waechst-das-neue-pressehaus-id1110037.html

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Mod: Beitrag verschoben. Bitte immer die bestehenden Threads nutzen. Beste Grüße! Ted

chief
24.09.13, 23:05
Hat evtl jemand aktuelle Fotos vom Baufortschritt?

muse1985
25.09.13, 00:24
Ich werde die nächsten Tage mal welche machen. Ich weiß vom gestrigen vorbeifahren, dass die Endhöhe, sprich 6 Geschosse, nun erricht wurden.

Die Feder
25.09.13, 14:09
Ich werde die nächsten Tage mal welche machen. Ich weiß vom gestrigen vorbeifahren, dass die Endhöhe, sprich 6 Geschosse, nun erricht wurden.

Komisch, ich war immer von fünf Geschossen ausgegangen. Aber Du hast ja recht, auch auf der Abbildung auf der Bautafel sind 6 Geschosse zu erkennen.

Wobei: die Architekten sprechen auch immer von fünf Geschossen? Z. B. hier auf ihrer Webseite (http://www.omarchitekten.de/index.php?id=9)... liegt das am Erdgeschoss, das nicht mitgerechnet wird?

Eine Webcam, die ich noch nicht kannte, gibt's übrigens hier, beim ausführenden Bauunternehmen (http://www.olafjoopbau.de/stadthaus-petri-braunschweig/)

muse1985
25.09.13, 15:18
Na an einem viel schlechteren Ort hätte man die Webcam ja nicht befestigen können :)

Also eigentlich wird das Erdgeschoss mitgezählt, wenn man von Geschossen spricht. Wundert mich auch, aber liegt vielleicht an den zusammenhängenden letzten beiden Staffelgeschossen.

Die Feder
25.09.13, 16:01
Na an einem viel schlechteren Ort hätte man die Webcam ja nicht befestigen können :)


;) --- naja, wenn ich mir das so anschaue, hängt die bei denen am obersten Baucontainer - die stehen ja gegenüber dem Bau auf der anderen Straße. Und immerhin filmt das Ding den aktuellen Baufortschritt im oberen Gebäudeabschnitt. Für einen Bauunternehmer ist das wahrscheinlich eine sinnige Referenz.

Die Feder
30.09.13, 14:08
Die Wohnungen im Stadthaus Petri ("Urbanes Leben mit hohem Wohnkomfort") werden bei Immoscout.de (http://www.immobilienscout24.de/Suche/S-15T/Wohnung-Kauf/Niedersachsen/Braunschweig/Innenstadt?enteredFrom=result_list) angeboten:

Einstiegspreise bei
270.000 € für Wohnfläche 85 m² (2 Zimmer)
bis zu
875.000 € für Wohnfläche 240 m² (4 Zimmer)

Insgesamt 11 unterschiedliche Wohnungen stehen zurzeit im Verkauf. Leider ohne Grundrisse, oder weitere Visualisierungen.

Aus dem Maklertext:
"Sanfte Farben und ein hoher Anspruch an Material und Design und Exklusivität verleihen den 19 Eigentumswohnungen im 4. und 5. Obergeschoss ein exklusives Ambiente. Die großzügig gestalteten Wohnungen bieten durch bodengleiche Duschen sowie absatzfreie Übergänge zu den Loggien und Terrassen komfortables Wohnen. Raumhohe und bodentiefe Fenster inklusive einer integrierten Beschattung sorgen für eine optimale natürliche Belichtung und schaffen sonnendurchflutete Räume."

muse1985
11.10.13, 00:46
Unter folgendem Link gibt es eine aktuelle Bilderreihe der Baustelle. Heute ist Richtfest.

http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/der-bau-des-neuen-verlagshauses-id1184403.html

chief
12.10.13, 20:12
Dazu gibt es auch eine Vielzahl an Artikeln. Man scheint voll im Zeitplan zu liegen.

Die Feder
22.10.13, 15:03
Heute in der Zeitung
Die Verkehrsplanung Hinter Brüdern/Görderlinger Straße nach Fertigstellung des Baus:
Nadelöhr Gördelinger Straße soll verschwinden (http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/nadeloehr-goerdelingerstrasse-soll-verschwinden-id1197326.html)

Die Pläne der Stadt, darin zwei Varianten für die Kreuzung, unter besonderer Berücksichtigung des Baumbestandes und der Radfahrer (Fahrradstraße Gördelinger/Hinter Brüdern)

Zeitplan: 1. Halbjahr 2014

DAS war schon länger fällig! Der öffentliche Raum war hier ja schon als nicht existent zu bezeichnen.

Ted Mosby
30.10.13, 19:15
Foto-Update (leider nur mit der Handy-Kamera):

Blick auf die Südseite:

http://imageshack.com/a/img818/9296/62z0.jpg (http://imageshack.com/i/mq62z0j)
Uploaded with ImageShack.com (http://imageshack.com)

Blick auf Nord- und Westfassade:

http://imageshack.com/a/img20/7225/fvmb.jpg (http://imageshack.com/i/0kfvmbj)
Uploaded with ImageShack.com (http://imageshack.com)

(Alle Bildrechte liegen bei mir.)

Ted Mosby
15.11.13, 23:50
Ich habe aus privaten Quellen erfahren, dass es Überlegungen gibt, das westlich des gegenwärtig entstehenden Neubaus gelegene Grundstück gleichfalls zu bebauen. Bislang gehört das Gelände, soweit ich weiß, der St. Petri-Gemeinde.

Es handelt sich um folgendes Areal:

http://imageshack.com/a/img198/7538/kl7u.jpg (http://imageshack.com/i/5ikl7uj)
Uploaded with ImageShack.com (http://imageshack.com)

(Bild von mir mit www.google.de/maps)

Weiß jemand dazu mehr?

Architektenkind
16.11.13, 00:45
^ Ich weiß nichts darüber, würde mich aber freuen. Wenn dieses Grundstück am Blockrand und in Traufhöhe bebaut werden würde, wäre die Entwicklung der Langen Straße endlich abgeschlossen. Bis in die Achtziger- bzw. sogar Neunzigerjahre hinein war die Gegend ja eigentlich eine Kriegswunde, die zwar mit der (jetzt abgerissenen) Stadtbücherei einen anspruchsvollen Solitär aufweisen konnte, aber keinen städtebaulichen Zusammenhang. Erst mit dem OBI-Gebäude und mit dem Cinemaxx hat sich das langsam geändert.

Die Rasenfläche an der Petrikirche ist nach dem Neubau auf dem ehemaligen Büchereigelände zur letzten Lücke geworden. Nun, wo der Rest geschlossen bebaut ist, wirkt sie umso mehr wie ein Loch in der Landschaft. In diesem Sinne: Fangt an zu planen – aber achtet darauf, dass es ein anspruchsvoller Bau wird, der die Petrikirche nicht erdrückt!

Braunschweiger
16.11.13, 16:22
z.B. durch ein Mummemuseum!
Die Hausfassade des Mummehauses könnte man nachbauen und den hinteren Teil modern belassen.
Das Radeklint Quartier oder auch die "Neustadt" ist völlig verkommen, wenn man bedenkt wie die Weberstraße vor der Bombardierung Braunschweigs aussah.

muse1985
10.01.14, 13:26
Nachdem draußen ja nun irgendwie der Frühling begonnen hat, beende ich den Winterschlaf hier im Forum mit neuem Futter :)

http://abload.de/img/img_6673naozg.jpg (http://abload.de/image.php?img=img_6673naozg.jpg)

http://abload.de/img/img_6672haokj.jpg (http://abload.de/image.php?img=img_6672haokj.jpg)

Die Feder
13.01.14, 14:33
Vielen Dank muse1985!

In diesem Zusammenhang: weiß eigentlich jemand, wie bei diesem Bau die Techniketage aussehen wird?

Kommt da ein ähnliches Desaster wie beim Schloss-Carre auf uns zu? Immerhin liegt das Stadthaus Petri ja auf einer Sichtachse, die bis über den Radeklint hinaus geht ...

muse1985
13.01.14, 15:01
Ich denke nicht, dass wir hierbei ein solches Desaster zu befürchten haben. Der linke Nachbar des Stadthauses, das sogenannte "Obi-Haus", in dem sich unter adnerem Media-Markt befindet, besitzt übrigens auch ein wunderschön verstecktes Technikgeschoss. Bleibt zu hoffen, dass dieses hier nicht als Vorbild genommen wird :)

Braunschweiger
02.07.14, 11:30
http://abload.de/img/img_9452s3s4e.jpg

http://abload.de/img/img_9454mlsgs.jpg

http://abload.de/img/img_9456gfkjt.jpg

http://abload.de/img/img_9457xpjki.jpg

Bilder von mir




Es sieht sehr gut aus. Die Arbeiten sind fast vollbracht und das Projekt geht in seine letzte Phase über! Eine Aufwertung des Quartiers ist auf den Bildern definitiv erkennbar. Nur die Löwenpassage könnte noch etwas "aufpoliert" werden.

Braunschweiger
02.07.14, 11:35
Gibt's eigentlich Neuigkeiten bezüglich der Neubebauung des Petri-Grundstücks gegenüber? Pläne und Skizzen lagen doch schon vor.

Die Feder
02.07.14, 15:48
Nur die Löwenpassage könnte noch etwas "aufpoliert" werden.

Danke für das Foto-Update!

Meinst Du die so genannte "Stiftsgasse" zwischen Petri - und Obi-Haus?
Seit wann heißt die denn so?

Ich hatte ja seinerzeit auch gehofft, dass die als attraktive Passage gestaltet wird. Scheint aber von beiden Seiten nur als jeweilige Parkhaus/Tiefgaragenzufahrt gedacht zu sein ...
Siehe auch den Grundriß auf den Seiten von OM Architekten (http://www.omarchitekten.de/uploads/tx_wi2orbitsplit/Final_kl_Lageplan_Petri.jpg)


Pläne und Skizzen zu dem Nachbargrundstück kannte ich noch nicht, nur Gerüchte ...

Braunschweiger
03.07.14, 19:15
Nein, Ich meinte die Löwenpassage wie auf dem Foto gezeigt!
Dein genannter Weg führt zwischen beiden Gebäuden entlang?

---

Interessant ist auch der Anbau an das rechte Gebäude?!

Die Feder
09.07.14, 10:47
Nein, Ich meinte die Löwenpassage wie auf dem Foto gezeigt!

Oops, my bad. Aber die habe ich auf dem Bild tatsächlich nicht wahrgenommen. Was für Deine Argumentation spricht. Derzeit erfüllt die Löwenpassage ja wohl keine ernsthafte Verkehrsfunktion. Da geht nur rein, wer unbedingt muss (in die Spielhalle, das Parkdeck ... was ist da noch drin?)

Ob sich das ändert mit der neuen Bebauung, das bezweifele ich.

Den Anbau an das "Obi-Haus" hatte ich auch noch gar nicht wahrgenommen. Dient effektiv aber vor allem zur Schließung der doch recht breiten Passage (Stiftsgasse) von dieser Seite, oder? Weiß jemand mehr?

Ich bin mal gespannt, wie im Stadthaus Petri das Versprechen als Entree zur Stadt eingelöst wird, wie transparent sich das Erdgeschoß darstellen wird, bzw. die BZ die Leute "einladen" wird.

Bsler
23.07.14, 20:45
Mal ein aktueller Stand ohne Gerüste
http://abload.de/img/20140723_1902490asur.jpg

Bild=Ich

Die Feder
24.07.14, 10:58
Schönes Foto!

In der BZ war gestern ein Artikel (nicht online), in dem sie das Bauwerk abfeiern und die Umgestaltung der Kreuzung Hintern Brüdern/Gördelinger Str. beschrieben - unter besonderer Berücksichtigung des Fahrradverkehrs, der auf der Einbahnstraße in beiden Richtungen verlaufen soll (vom F-W-Platz bis zum Welfenhof)

Die vorhandene Bushaltestelle wird vor den Eingangsbereich des Neubaus verlegt.

Der Einmündungsbereich Gördelingerstraße wird kompakter, die große Dreiecksinsel wird zurückgebaut. Die große Platane ist weg, soll aber neu gepflanzt werden.


Spannend: Im Einmündungsbereich ist die Führung des Radverkehrs im Gegenverkehr auf der Fahrbahn nicht möglich, da wird der Radverkehr nach Osten abgelenkt und dann über einen asphaltierten Radweg in den Einmündungsbereich geführt



Das ganze wird schon mal als enorme Aufwertung dieses Teils der Neustadt bewertet mit Leuchtturmcharakter. Angeblich sind bereits Planungen vorgestellt worden für die weitere Umgestaltung des Bereichs zwischen Schützenstraße und Meinhardshof.

Kann letzteres jemand bestätigen?

muse1985
27.07.14, 20:02
Danke für das aktuelle Foto und herzlich Willkommen hier im Forum, Bsler!
Das Gebäude schaut auf deinem Foto echt schick aus. Ich werde die nächsten Tage versuchen, weitere Fotos des Gebäudes zu machen und hier herein zu stellen.

HCKBS
08.09.14, 23:41
Hier zwei neue Bilder vom Bau http://abload.de/img/wp_001145quj4c.jpg (http://abload.de/image.php?img=wp_001145quj4c.jpg)

http://abload.de/img/wp_001146lgstm.jpg (http://abload.de/image.php?img=wp_001146lgstm.jpg)

Bilder von mir

tiberius76
13.10.14, 08:12
Ich war gestern auf St. Andreas und hab diese 3 Fotos gemacht.


http://abload.de/thumb/img_3583eekqd.jpg (http://abload.de/image.php?img=img_3583eekqd.jpg)

http://abload.de/thumb/img_3573tmkb6.jpg (http://abload.de/image.php?img=img_3573tmkb6.jpg)

http://abload.de/thumb/img_357024jhs.jpg (http://abload.de/image.php?img=img_357024jhs.jpg)

Bilder von mir

Die Feder
13.10.14, 10:52
Vielen Dank und willkommen im Forum, Tiberius.

Das Gebäude soll in den nächsten Tagen bezogen werden.
Bin mal gespannt, wie "offen" das neue Tor zur Innenstadt wird.

Und: wenn die Redaktion der BZ aus der Hamburger Straße abgezogen ist, kann man ja auch dort mit Bewegung im Baugeschehen rechnen...?

Braunschweiger
17.10.14, 16:04
Laut BZ-Bericht vom Donnerstag soll der Meinhardshof im nächsten Jahr vollständig saniert werden.
weitere Informationen folgen...
http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/

HCKBS
21.10.14, 15:23
Heute feiert das neue BZV-Medienhaus Eröffnung. Ein Live-Ticker, Artikel und Fotos von Braunschweiger Prominenz und vom neuen Gebäude gibts hier: http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/neues-medienhaus-offiziell-eroeffnet-id1633107.html

Braunschweiger
20.11.14, 18:23
Nicht weit entfernt vom Medienhaus entsteht zurzeit ein Anbau an der denkmalgeschützten Kemenate in der Langen Straße, kurz hinter dem Hagenmarkt.

http://www.unser38.de/braunschweig-innenstadt/kulturelles/lusebengel-radelt-durch-die-stadt-und-staunt-ueber-den-umbau-der-kemenate-hagenbruecke-d9887.html

Dvorak
22.11.14, 13:31
Nicht weit entfernt vom Medienhaus entsteht zurzeit ein Anbau an der denkmalgeschützten Kemenate in der Langen Straße, kurz hinter dem Hagenmarkt.

http://www.unser38.de/braunschweig-innenstadt/kulturelles/lusebengel-radelt-durch-die-stadt-und-staunt-ueber-den-umbau-der-kemenate-hagenbruecke-d9887.html

Was genau hat diser Beitrag in diesem Thema zu tun? Nichts oder?

Braunschweiger
23.11.14, 01:22
Klar, immerhin ist es die Lange Straße und diese müsste eigentlich das neue Aushängeschild werden. Also ein Bezug ist schon da, wenn auch nicht direkt. Außerdem kann nicht alles in "sonstige Bauvorhaben" gehen.
Ein großartiges Wochenende allen im schönen Braunschweig :)

Dvorak
24.11.14, 21:27
Die Lange Straße endet auf Höhe der Alten Waage, danach kommt die Küchenstraße und die Kemenate steht dann an der Hagenbrücke.

Braunschweiger
26.11.14, 22:28
http://abload.de/img/img_7529dhu44.jpg

Der Meinhardshof

http://abload.de/img/img_74855badq.jpg

http://abload.de/img/img_7543ccurw.jpg

Die Kemenate

Bilder von mir.

Architektenkind
27.11.14, 19:19
Ach, Braunschweiger, warum so stur? Es spricht ja gar nichts dagegen, die Kemenate ("13. goes 21. Jahrhundert – sinnvoll?") und den Meinhardshof ("Die kürzeste achtspurige Straße der Welt – meschugge?") zu Themen in diesem Forum zu machen. Aber was bringt es Dir, damit ein anderes Thema zu befrachten, das sich nun mal explizit um ein bestimmtes Gebäude dreht? Ein Gebäude, das von der Kemenate fast einen halben Kilometer entfernt ist? Mach' doch einfach zwei neue Themen auf oder nutze den "Kleinere Projekte"-Strang!

Danke übrigens trotzdem für die Bilder von der Kemenate – sie sind hier nur leider fehl am Platze...

Braunschweiger
28.11.14, 23:51
So sind sie halt die Braunschweiger.
Architektenkind, du hast Recht mit den Foren. Vielleicht sollten einfach 4 zusätzliche Foren entstehen für
Radeklint Gebiet mit City West, Altstadtmarkt
FWV und südliche Innenstadt, Magni
Nördliche Innenstadt für Wendenstraße, Rebenring, Hagenmarkt
Östliche Innenstadt für Bahnhofsareal, Stadthalle, Jasperallee, Botanischer Garten

über die Einteilung lässt sich natürlich streiten...
in 'sonstige Bauvorhaben' können dann Stadtteile, äußere Bebauungen.

Braunschweiger
28.11.14, 23:55
So sieht übrigens die direkte Nachbarschaft zum Medienhaus aus:

http://abload.de/img/img_7519mjxte.jpg

http://abload.de/img/img_7520vizcz.jpg

Bilder von mir.

Tarsis
01.12.14, 08:02
Der Bereich um die Petrikirche bedarf nun ebenfalls dringend einer Bebauung wie man sehen kann !

Vor dem Krieg führte die Straße ja mehr oder minder geradeaus vom Meinhardshof kommend in Richtung Petrikirche und an ihr vorbei mit einer geschlossenen rechtsseitigen Fachwerkbebauung ! Die Verbindung zur Langen Straße bestand vormals nicht - nur der Abzweig in die Gördelinger war so vorhanden.

Würde man die Bebauung nun bis an die Kirche heranführen und diese städtebauliche Brache schließen würde dort vielmehr der Eindruck eines geschlossenen Quartiers entstehen und die Gegend dort auch noch weiter aufwerten !

Wäre doch eine wirklich spannende Aufgabe zwischen dem Bau der Braunschweiger Zeitung und der Kirche zu vermitteln ! Früher grenzten die Fachwerkbauten übrigens direkt an die Kirche und sie war niemals freistehend ! Das ist erst seit dem Krieg der Fall. Heute sicherlich kaum vorstellbar, jedoch empfinde ich diese Fläche nunmehr als Filetgrundstück mit erheblichem Potential !

Die Feder
16.01.15, 19:40
Die Aufstellung des Planes wird demnächst beschlossen. Der Beschlussvorschlag geht im Februar in den Planungs- und Umwelt-, dann in den Verwaltungsausschuss.

Aus dem Vorlagentext:
Die Kirchengemeinde St. Petri beabsichtigt, ihre Grundstücke entlang der Langen Straße baulich zu verändern.

Zusammen mit den Kirchengrundstücken soll auch das Eckgrundstück an der Görderlingerstraße, das sich im Eigentum der Stadt befindet, bebaut werden.

Zwischen dem Neubau und der Petrikirche soll aus städtebaulichen und ökologischen Gesichtspunkten eine hochwertige und dann
lärmgeschützte Grünfläche entstehen. Sie soll auch dazudienen, lufthygienische und mikroklimatische Funktionen in dem Areal aufrechtzuerhalten.

Braunschweiger
18.01.15, 15:51
Das freut mich sehr, dass das Petrigrundstück schneller verwirklicht wird als gedacht. Bin auch gespannt über die ersten Skizzen, die auftauchen werden. Schließlich ist es nicht so einfach die Verbindung zwischen dem Steinbau der Kirche und dem Meidenhaus herzustellen.
Ich würde einen regionalen grauen Klinker verwenden, der auch zu den Kirchensteinen passt und das Gebäude halbmondförmig zur Langen Straße und Görderlingerstraße ausrichten - natürlich auch mit einer gehobenen Fensterfront wie beim Medienhaus. So entsteht auch mehr Platz im Innenhof für die Bepflanzung. Was meint ihr?



Außerdem möchte ich euch ein Beispiel aus Leipzig zeigen wie man kleinere, öffentliche Plätze (für Braunschweig auch in den nächsten Jahren sehr wichtig) ganz gut gestalten kann:


http://abload.de/img/imageizexi.jpg

Diese Lichtsitzbänke wären doch was!


Bild von mir.

Braunschweiger
22.01.15, 16:13
In diese Richtung würde mein Vorschlag für das Petrigebäude gehen:

http://ais.badische-zeitung.de/piece/00/2d/28/d6/2959574.jpg

wie abgebildet: helle Klinkerfassade mit Natursteinen. Passt farblich zum Medienhaus und auch zum Steinbau der Petrikirche.

http://img3.auto-motor-und-sport.de/Mercedes-Benz-Museum-Gebaeude-fotoshowBigImage-206c86da-628948.jpg

dann eine ähnlich abgerundete Form des Gebäudes, wie hier abgebildet, zur Langen Straße hin. So bleibt dahinter Freiraum für die Bepflanzung eines kleinen Platzes zur Kirche hin (man könnte dann mein Beispiel mit den Lichtbänken s.o. integrieren) und außerdem wäre das neue Gebäude sozusagen symmetrisch mit dem Medienhaus zur Gördelingerstr. hin.

Was meint ihr?

HCKBS
24.01.15, 12:07
Deinen zweiten Vorschlag finde ich sehr gelungen. Ich hoffe ja, dass durch das neue Medienhaus die ganze Ecke (Gördelinger Straße/Radeklint/An der Petrikirche) in den nächsten Jahren eine Aufwertung erfährt. Einiges tut sich ja schon durch die Neugestaltung der Tweten und die anstehende Erneuerung der Straße Hintern Brüdern in diesem Jahr.
Ich würde mich zudem über eine Sanierung/Begrünung der Gördelinger Straße freuen, sowie eine bessere Anbindung Quartiers rund um den Eulenspiegelbrunnen; dazu gehört meines Erachtens auch eine Straßenbahnanbindung auf der Güldenstraße.
Gab es außerdem nicht mal vor einigen Jahren eine Initiative, die das Mummehaus rekonstruieren wollte? Das wäre ja eine schöner Anziehungspunkt für diesen Teil der Innenstadt, der mit seinen 50er/60er hingeklotzen Häusern seit jeher ein Mauerblümchen-Dasein fristet...

Braunschweiger
27.01.15, 14:26
Danke, HCKBS!

Die Görderlingerstraße soll auf jeden Fall aufgewertet werden. Zunächst ist die Lindentwete dran. Leider gibt es bisher keine Pläne für den Bäckerlint und das früher so schöne Gebiet um den Eulenspiegelbrunnen. OB Markurth hat es wage immer mal wieder in seinen Zukunftsplänen eingebracht.


Das Mummehaus ist natürlich nicht vergessen und viele Braunschweiger würden eine Art Rekonstruktion wünschen. Seitdem die Mumme in den letzten Jahren zu einem Aushängeschild Braunschweigs in der Welt wurde und mit der Mumme viel gemacht werden kann, fehlt natürlich noch ein Standort für sie. Ein Mummehaus würde die ideale Anlaufstelle dafür sein. Das könnte z.B. am Bäckerlint mit einem Mummerestaurant, einem Mummemuseum/Stadtgeschichte (Informationszentrum) und kleinerem Veranstaltungszentrum (momentan sehr gefragt in Braunschweig) für Kongresse, Musik, Vorträge etc. verwirklicht werden.
Dafür könnte das 50er Jahre Gebäude in Nordrichtung / gegenüber vom Eulenspiegelbrunnen eingeplant werden. In den Erdgeschossen befindet sich schon eine Ladenzeile.


Hervorheben möchte ich in diesem Quartier den Platz am Alten Zeughof/ Kannengießerstraße. Hier ist die 50er Jahre Bebauung im einheitlichen Stil, mit Erkern versehen und in sich abgerundet. Das ist sehr schön.