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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sublounge "Zum Kessel"


Wagahai
04.03.2009, 09:53
Voilà, hier der neue Bereich für den lockeren Talk im Stuttgart-Forum. Ich wünsche gute Unterhaltung.

Heute Bildzeitung: "Hier baut OB sein New Yorkle" und zieht hanebüchende Vergleiche (typisch Bild):

Da Vinci (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=5232) - Wie Rockefeller Center!
LBBW Immo HQ (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?goto=newpost&t=6607) - Wie Wall Street!
Verbreiterung Gehwege Hauptstätter Straße auf 13m - Wie 5th Avenue!
Der neue Rosensteinpark (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=4154) mit exklusiver Wohnanlage - Dem Central Park zum Verwechseln ähnlich!

Alles klar? ;)

CITY-OF-LIGHTS
04.03.2009, 10:03
Cool! :lach:

Man muss auch über sich selbst lachen können. Genau, für ein starkes Selbstbewusstsein der Metropole am Nesenbach!

Nicht zu vergessen: Ur-Stuttgarter bzw. Ur-Cannstatter betonen: Bad Cannstatt liegt am Neckar, und Stuttgart am Nesenbach! Was bis zur Eingemeindung von Bad Cannstatt vor nicht einmal 100 Jahren auch zweifelslos gestimmt hat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Nesenbach

Übrigens, das Amt für Entwässerung organisiert jeden Monat Besichtigungstouren in die Kanalisation, hinunter wo's modrig ist, zum Nesenbach. Ort: Haltestelle "Neckartor". Dort wird man kräftig eingekleidet, mit Helm etc. und unternimmt unter sachkundiger Führung einen Stadtrundgang der besonderen Art. GEHEIMTIPP! :cool:

Regent
04.03.2009, 14:27
Also wer schon einmal in New York war kann die Feststellung der "Bild" nur bestätigen! Und zugegebener Maßen ist Da Vinci nichts weiter als eine 1 zu 1 Kopie des Rockefeller Centers!

CITY-OF-LIGHTS
04.03.2009, 14:32
Wie schon der olle Albert E. sagte: "Alles ist relativ". Und die mickrige Skulptur vor dem Glaskubus-Kunstmuseum am Schlossplatz, von der niemand weiss, ob sie lebt oder nicht, ist unsere Freiheitsstatue!

(Lege mich niemand auf korrekte Bezeichnungen und Namen fest: Namen sind was für Grabsteine.)

JohannesRE
04.03.2009, 15:17
Ja, Stuttgart ist noch kein New York. Aber man kann ja mal von dieser schönen Stadt schwärmen. Wir haben ja einen tollen Mercedesstern auf dem Bahnhof als Freiheitsstatue, die Wilhelma ähnlich wie den Central Park, die Liederhalle als Oscarmeile, die Porsche-Arena als Superdome oder die Eberhardkirche als Saint Patrick´s Cathedral. Es gibt ja auch noch KFC, MD und BK in Stuttgart. Also ganz schon USA belastet unser Städtle. :Nieder:Yes we can! OB packen wir es an! :D

CITY-OF-LIGHTS
04.03.2009, 15:42
@JOHANNESRE: Was heisst da "we"? Du kommst aus Recklinghausen? ;-)) Aber genau so soll es sein: Stuttgart und seine Fangemeinde über die Glems hinaus. Welt, schau auf diese Stadt! Und wenn S21 in trockenen Tüchern ist geb ich nen Burger aus, mit heimischem WULLE-Bier und US-Maiskolben zum Nachtisch. Rock this city of lights!

Wagahai
05.03.2009, 15:55
Wulle ist klasse, ist aber auch leider das einzig trinkbare Bier in Stuggi.

Wie kommst Du eigentlich auf die Assoziation City of Lights = Stuttgart, COL?
Du meinst wegen der uniquen Nightview (schreckliches Denglish, isch muss sagen)?

http://img9.imageshack.us/img9/6148/st021.jpg (https://addons.mozilla.org/firefox/1174)
Bild:Wagahai

CITY-OF-LIGHTS
05.03.2009, 16:18
Weil ich das Großstadtleben einfach liebe und brauche. Schon immer, bis auf 3 Jahre in Schwäbisch Gmünd, habe ich tief drinne im Kessel von Stuttgart gelebt und von dieser Vielfalt profitiert. Die meiste Zeit im Westen, innerhalb des Westens paar Mal umgezogen und jetzt in Mitte. Und wenn es dann auf Reisen geht, sind es auch immer wieder Metropolen, die anziehen und faszinieren. Diesen Sommer geht es z.B. wieder nach L.A. und Las Vegas. Und alleine in Las Vegas werde ich diesmal 10 Nächte verbringen: eine City Of Lights eben. Mit viel Mayo und Burger obendrein.

Ich liebe die Vielfalt und die Impulse, die es in "Cities of light" fast schon regnet. Somit ist mein Name hier auch ein Bekenntnis. Und die von Dir abfotografierte Nachtstimmung ist absolut auch mein Ding: Wie oft bin ich nachts durch Stuttgarts Straßen getigert. Auch heute noch erlaufe ich diese Stadt wie's nur geht. Und wenn die orangenen Lichter entlang der nächtlich-verwaisten Rosenbergstraße angehen, dann weiss ich wieder: das hier ist meine "City of Lights". ;-)

stutengarten
08.03.2009, 00:41
Ich hab schon lang mal ne S-West-Kneipentour vor.
Was ist ein Muss, was kann man sich sparen?

Wagahai
08.03.2009, 10:37
@stutengarten
Für mich bleibt Die Bar (http://www.qype.com/place/3137-die-Bar-Stuttgart) in Augusten-/Schwabstr. ungeschlagen, definitiv ein Muss. Die Getränke klasse, die Musik angenehm sowie auch das Publikum. Natürlich alles etwas eng.
Das Zadu (http://www.zadu.de/) ist eher studentisch, das Meister´s (http://stuttgart.prinz.de/restaurants/restaurantfinder/146382,1,Location,meisters.html) cooler. Ein Klassiker ist natürlich auch die "Rote Kapelle" am Feuersee.

EDIT: Schöner Neuzugang dürfte nächtens auch das "Seyffer´s" Vogelsang-/Seyfferstr. sein, jedenfalls ist es tagsüber hervor ragend, gutes Essen, locker-coole Atmosphäre in schönen Räumen.

Esslinger
08.03.2009, 12:55
[...] Was bis zur Eingemeindung von Bad Cannstatt vor nicht einmal 100 Jahren auch zweifelslos gestimmt hat.


Nanana - wer wird denn eine Fusion unter Gleichberechtigten als Eingemeindung deklarieren? ;)

TobiKathi
08.03.2009, 15:04
Ist das Wirklich Stuttgart? Von wo wurde dies Fotografiert?

kato2k8
08.03.2009, 15:51
Sollte vom Birkenkopf sein, das Kreuz ist schon ziemlich charakteristisch.

Wagahai
08.03.2009, 19:05
Birkenkopf, Tagesversion im Schnee hier (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost.php?p=210797&postcount=129) (letzte 4 Bilder).

CITY-OF-LIGHTS
09.03.2009, 09:23
Ich hab schon lang mal ne S-West-Kneipentour vor.
Was ist ein Muss, was kann man sich sparen?

Meine Tipps: HOTZENPLOTZ (Silberburgstrasse/Lindenspürstr.), BIERHAUS WEST (Rosenberg/Seitenstr.) und TROLL (Hasenbergstr. bei Rotebühlstr.) :daumen:

Wagahai
09.03.2009, 09:25
Die drei hätte ich unter "kann man sich sparen" verbucht, aber der eine mag´s zünftiger, der andere weniger :D

CITY-OF-LIGHTS
09.03.2009, 10:04
Genau, ich mag's lieber urig, spelunkig und absturzgefährdet und gerne auch mit "Dirty Deeds" aus den Boxen.

Komme gerade aus Düsseldorf. Dort gibt's in der Altstadt natürlich eine Kneipe neben der anderen genau nach meinem Geschmack!!!!

Auf dieser Basis meine Vision für Stuttgart: Umfunktionierung der Schul- und der Hirschstraße zu einer Kneipenmeile! Schöne Bierkneipen, jede mit eigener, individueller Identität. Auch wenn man immer von "muss gewachsen sein" redet - irgendwann hat jeder angefangen. Das Hans-Im-Glück-Brunnen-Areal ist einfach zu klein. Und besser als das Fressgässle heute mit NORDSEE und TCHIBO wäre so eine Pub-Meile dort allemal. Und dann stören auch diese abgrundtief-hässlichen Gebäude nicht mehr. Und gleich um die Ecke auch noch der Puff. Die vielen Gesichter einer Metropole eben ;-)

Cheers! ;-)

stutengarten
09.03.2009, 23:06
Danke für die Tipps.
Die drei von COL kannt ich schon, echte Klassiker; je nach persönlicher Stimmung oder Begleitung durchaus mal zur Visite geeignet.
Die anderen werd ich bald kennenlernen, sofern ichs übers Sanwald hinwegschaffe :D

Wagahai
10.03.2009, 09:44
Da gäbes es noch das urige O´Reilly´s (http://www.oreillys.de/).

Wagahai
11.03.2009, 15:33
Entsetzlich, das Blutbad in Winnenden und Wendlingen. Ein Horrorszenario. Waffenkontrollen und Alarmsysteme am Schultor sind wohl heutzutage einfach notwendig geworden.

Es ist aber schon erstaunlich, dass der Täter bis Wendlingen und damit überhaupt so weit flüchten konnte, bei dem Polizeiaufgebot. Hängt natürlich auch davon ab, wann er die Geisel entlassen hat.
Die schnellste Route war wohl der Weg über B14/10/313 (http://maps.google.de/maps?f=d&source=s_d&saddr=Winnenden&daddr=Wendlingen&hl=de&geocode=&mra=ls&rtol=0,1&sll=48.769767,9.321899&sspn=0.251623,0.617981&ie=UTF8&ll=48.774745,9.321899&spn=0.251598,0.617981&t=h&z=11), d.h. über Stuttgart, und ich vermute, die hat er auch genommen. In Kürze werden wir aber wohl mehr erfahren.

Superion
11.03.2009, 16:23
Entsetzlich, das Blutbad in Winnenden und Wendlingen. Ein Horrorszenario. Waffenkontrollen und Alarmsysteme am Schultor sind wohl heutzutage einfach notwendig geworden.


Klar da freut sich eine ganze Industrie auf solche Forderungen, absolute Sicherheit gibt es nicht und wird es nie geben...
Wäre es nicht billiger und zielführender, wenn man den privaten Schusswaffenbesitz verbieten würde?
Dann könnte man sich auch nich mal schnell in Papis Waffenschrank bedienen...

Wagahai
12.03.2009, 08:58
Laut StZ ist der Täter diese (http://maps.google.de/maps?f=d&source=s_d&saddr=Winnenden&daddr=Stuttgart-Mitte,+Stuttgart+to:B%C3%B6blingen+ to:T%C3%BCbingen+to:Reutlingen+to:M etzingen+to:N%C3%BCrtingen+to:Wendl ingen&geocode=&hl=de&mra=ls&rtol=0,1,2,3&sll=48.70049,9.201425&sspn=0.503935,1.235962&ie=UTF8&ll=48.683708,9.20105&spn=0.504108,1.235962&t=h&z=10) Route gefahren, heißt quer durch Stuttgart auf der B14. Er legte demnach fast unglaubliche 110km zurück (die 40km Entfernung von Winnenden nach Wendlingen sind natürlich so gesehen grob irre führend).

CITY-OF-LIGHTS
12.03.2009, 15:33
... nach der Devise: Einmal noch Stuttgart sehen und dann sterben. ;-)

Regent
12.03.2009, 17:07
Spricht sehr für die Verwirrung des Täters. Offensichtlich wußte er nicht wohin.

Wagahai
12.03.2009, 18:16
Richtung Neapel hätte ja gestimmt, zunächst.

kato2k8
12.03.2009, 19:58
Waffenkontrollen und Alarmsysteme am Schultor sind wohl heutzutage einfach notwendig geworden.

Vollkommen sinnlos gegen Amokläufe. Derartige Systeme dienen der Abwehr dagegen, daß Schüler anfangen, sich aus sonstigen Gründen auf dem Schulhof abzuknallen - und soweit sind wir in Deutschland nun wirklich nicht.

Wagahai
12.03.2009, 20:03
Dein Vorschlag lautet gutes Zureden?

kato2k8
12.03.2009, 20:55
Mein Vorschlag wäre unter anderem keine Waffenverwahrung in einem Haushalt zu erlauben, in dem ein depressiver Mensch lebt(e), der allein letztes Jahr fünfmal in stationärer Therapie war, und zum Zeitpunkt des Amoklaufs mit dem Antritt seiner ambulanten Nachsorge im Verzug war.

Regent
12.03.2009, 21:31
Ich sehe die schuld hier auch beim Schulsystem und dem Druck der Gesellschaft der auf heranwachsenden lastet. Psychische Erkrankungen bei Jugendlichen nehmen ja nicht umsonst rasant zu. Das ist natürlich keine Erklärung für die Tat an sich, aber eben doch dafür das das Leben eines normalen Jugendlichen aus der Bahn gerät. Was natürlich stimmt ist das er ohne die Waffe die Tat hätte nicht begehen können. Dann wäre es wohl früher oder später zu einem "gewöhnlichen" Suizid gekommen. Was man allerding nicht vergessen sollte, es gibt Wege und Möglichkeiten jedes Verbot zu "umgehen". Aber in Deutschland ist das Wort "Verbot" eben sehr beliebt. Zusammen mit den Wörtern "Verliehrer" und "produktiv". Leider!

stutengarten
13.03.2009, 11:08
Von einer wie auch immer gearteten Zugangskontrolle an Schulen versprech ich mir auch nicht viel, da unpraktikabel und im Ernstfall nicht wirklich undurchlässig.
Auch ein Verbot der privaten Aufbewahrung halt ich nicht für sinnvoll - wo sollen denn die Waffen aufbewahrt werden und wer überpürft da den Schlüsselbesitzer - ich denke mal unpraktikabel. Zumal man abertausende von rechtschaffene Waffenbesitzer (Jäger, Sportschützen) "bestraft", obwohl hier im Land doch eh schon vieles an der Grenze der Überreglementierung steht.

Vielmehr seh ich den Datenfluss zwischen den einzelenen Behörden verbesserbar. Ich weiß nicht ob es dam Datenschutz liegt, aber die einzelenen Behörden (Polizei, BMA, AföO) haben gegenseitig keinen oder zu wenig Einblick über ihre aktuellen Erkenntnisse; ich bezweifle daher - wie kato2k8 schon schreibt - dass der Erlaubnisbehörde Waffen überhaupt Kenntnis von der psychischen Auffälligkeit des Sohnes hatte.

CITY-OF-LIGHTS
13.03.2009, 11:25
Zugangskontrollen an Schulen ... und wer schützt Bibliotheken, Kinos, Autohäuser, Shopping-Center vor Amokschützen? Auch Zugangskontrollen? Zugangskontrollen auch an Autobahnbrücken, dass keine Steine mehr fliegen? Was ist mit der psychischen Gewalt an Schülern via Mobbing - wie will man hier Zugangskontrollen schaffen? Wenn Schüler einen auf Amok machen und nicht in die Schule kommen, gehen sie vielleicht direkt zum Haus der Lehrer und knallen dort rum. Wer einen Crash unbedingt verursachen will, wird ihn auch verursachen, wenn er sich nicht blöd anstellt. Wenn nicht hier und so, dann dort und anders.

Der Sozialismus war das Ideal einer gerechten Welt, und es gibt das Ideal einer friedlichen Welt. Aber zwischen Ideal und der Wirklichkeit vergisst man immer wieder das Wesen des Menschen, in dem bei aller Anstrengung zu Höherem dennoch die Bestie haust.

Übermäßiger Aktionismus im Sinne von Prävention würde wiederum die Freiheitlichkeit einschränken, zu der wir uns bekennen und von der wir alle profitieren. Auch wenn es nach verdammt wenig anhört: Man muss im Zwischenmenschlichen anfangen und Menschen Gehör schenken. Scheinbar so einfach aber doch seltenst realisiert. Selbst Menschen, die sich scheinbar lieben, kommen einander eher mit Vorwürfen als mit Fragen nach dem Warum.

Und Straftäter müssten dann aber auch härter rangenommen werden. Es kann nicht sein, dass der eine Typ aus Leipzig sein Opfer gezielt ausgesucht hat, es tötete, jetzt 17 ist, als Heranwachsender verurteilt wird und mit 32 wieder auf der Straße steht. Bei bestehenden Relikten kann man auch gerne mit Abschreckung arbeiten.

Aber die Prävention - wo hört sie auf? Bei Gedankenkontrolle und Denunziation bei leisen Verdachten wie im Mittelalter?

LUDI75
20.03.2009, 21:14
Hier möchte ich mich mit Euch über die Aussendarstellung Stuttgarts unterhalten. Was könnte man ändern, was müsste besser gemacht werde. Wir Schwáben wissen, dass Stuttgart die Hightech-Region Nr. 1 in Europa und Welt-Automobilhauptstadt ist. Wir haben den ersten Fersehturm, die erste Fußgängerzone (Schulstr., 1955), das erste Hochhaus (Tagblattturm, 1928)....
Hier wurde nicht nur das Auto, sondern auch der BH und die Kehrwoche (haha) erfunden. Wir leben in einer Stadt der Superlative. Das Problem ist nur: keiner weiss es. Das fängt schon an den Zufahrtsstrassen und Autobahnen an. Dort sieht man Unterrichtungstafeln (das sind diese braun-weißen Schilder mit touristischen Hinweisen an BAB und Bundestrassen) mit "Keltenort Hochdorf" an der AS Zuffenhausen oder "Siebenmühlental Leinfelden-Echterdingen" an der AS Degerloch. Die ganze A 81 von HN kommend ist zugepflastert mit diesen Schilder (obwohl laut Richtlinien nur alle 10km ein Schild erlaubt wäre), das fängt an bei "Burgruine Weinsberg", "Lauffen am Neckar" über "Marbach" bis "Martinskirche Sindelfingen". Nur die LANDESHAUPTSTADT STUTTGART bekommt es nicht auf die Reihe, solche Schilder aufzustellen. Ein Armutszeugnis! Am Beispiel Nürnberg sieht man, wie man es richtig macht. Natürlich hat N an allen BAB eigene touristische Hinweise. Das tolle finde ich aber, dass alle angrenzenden Städte wie Schwabach, Ansbach, Feuchtwangen, usw. unter ihren touristischen Hinweistafeln noch eine kleinere weiße Tafel mit der Aufschrift "Metropolregion Nürnberg" tragen. DAS macht Eindruck.

Lear 1
20.03.2009, 21:55
Wir leben in einer Stadt der Superlative.

ouhyeah !

Ich hab mich immer gefragt, warum in dem Autoland Nr. 1 keine jährliche Autoparade im Sinne eines Karnevalszugs / Loveparade existiert.
Tuning und Automobilmessen ja, Oldtimertreffen ebenfalls, aber eine Art Auto-Umzug mit Musik innerhalb einer Stadt ? Mit Zuschauern am Rand ?

Ich denke an die Houston Art Car Parade (http://en.wikipedia.org/wiki/Houston_Art_Car_Parade)

Bildergalerie (http://images.google.de/images?client=firefox-a&rls=org.mozilla:de:official&channel=s&hl=en&q=Houston%20Art%20Car%20Parade&um=1&ie=UTF-8&sa=N&tab=wi)

Es gibt doch sicherlich genügend Bastler in D & Europa, die Ihre Crazy Getunten Fahrzeuge einmal im Jahr vorführen wollen.

Also warum nicht in Stuttgart, dem Ingenieurs und Bastler Mekka. Das würde Medienaufmerksamkeit kreieren, den Tourismus ankurbeln und die Stadt von Ihrem Häuslebauer Image befreien.

Nach Berlin passt das Ding nicht so richtig, weil hier die Wagen eher mit Molotov-Cocktails begrüßt werden.

CITY-OF-LIGHTS
23.03.2009, 10:35
@LUDI75:

Ich bin auch der Meinung, dass Stuttgart in der öffentlichen Meinung eines der verkanntesten Städte Deutschlands ist. Klar es gibt Schlimmeres, so lange es nur der Hans W. aus Duisburg etc. ist, der uns verkennt. Die technologischen Stärken und die Stärken Stuttgarts in der Forschung und Wissenschaft haben sich aber in der Welt herumgesprochen und sprechen sich weiter rum. Keine Sorge. Warum das nicht auf andere Ebenen transportiert wird liegt wohl an der ur-schwäbischen Mentalität der Bescheidenheit, des Understatements, das die breitere Aussendarstellung prägt.

Auch hier gibt es Schlimmeres als das, und manchmal ist das ja auch sympathisch hier und da. Es darf nur nicht solch weite Kreise ziehen, dass dieses Understatement in Letargie mündet und den Blick auf weitere Entwicklungen vernebelt. Das heisst: es müssen noch weitere Dinge wie unser "erster Fernsehturm der Welt" folgen, und diese Stadt darf sich auf ihrem guten aber stillen Ruf nicht ausruhen!

Eines solcher Dinge sehe ich "Stuttgart21". Gemäß der schwäbischen Mentalität, sorgt dieses Projekt hier bei uns für einigen Gegenwind in der öffentlichen Meinung. Aber wenn dieser Schritt eines Tages gegangen und durchgesetzt sein wird, und das erfolgreich, wird es wieder eines dieser Quantensprünge sein, die über Stuttgart sprechen lassen, mit allen positiven Auswirkungen im Nachhall, für alle hier. Ob er dem Materialismus frönt oder nicht und lieber "ganz klein" im eigenen Garten Blüten züchtet.

Ob sich das dann auch bis zu diesem Hans W. aus Duisburg durchspricht ist sicherlich sekundär. Dennoch hätte Stuttgart sicherlich auch ein besseres Image beim "Normalo" verdient, als einfach nur das des geizigen und spießigen Schwaben vom Lande.

Unser WAGAHAI hat eine solche Diskussion schon mal in eine dafür bestimmte Ecke des Forums umnavigiert. Ich weiss nicht mehr wohin, aber es gibt da sowas ...

Hier (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=4295), wobei sich das theoretisch auch auf ganz BW bezieht. Solange Stuggi Schwerpunkt ist, kann/sollte in der Kessel-Lounge diskutiert werden.

CITY-OF-LIGHTS
23.03.2009, 10:48
@ LEAR1:

Haha, das ist meine Wellenlänge. Aber das hat mit den Schwaben hier nichts zu tun. Das kriegste hier niemals durch, dafür ist Stuttgart zu "erwachsen".

Klar, da kommt Berlin anders rüber, ist ja auch entscheidend größer, mit all der Vielfalt, die eine Stadt weiterbringt. Aber dennoch bin ich den Anstößen doch endlich nach Berlin zu ziehen bisher nicht gefolgt, weil Stuttgart nicht unbedingt laut und schillernd sein muss, um "was zu haben". Vielleicht liegt es daran, dass ich hier aufgewachsen bin und schon immer in einem Teil Stuttgarts lebte, der "berliniger" nach schwäbischen Maßstäben nicht sein kann: S-West und Stadtmitte. Und dort ist das Treiben schon auch bunter. Das hört halt schon nach 10 km auf, bietet aber dafür Kontraste in Lebensformen und Atmosphären, die Du in anderen Städten oftmals suchen musst. Von den topografischen Kontrasten ganz zu schweigen ;-)

Es muss nicht immer alles auf den ersten Blick geliebt werden. Stuttgart ist was für den zweiten und dritten Blick und bietet Pattex-Eigenschaften. ;-)

Wagahai
23.03.2009, 11:46
@COL
Ich finde es bei dieser Art der Diskussion zumindest problematisch, dass die Realität vor Ort weitest gehend ignoriert wird. Die Gleichung Stuttgart = Schwäbisch geht für mich in einer Stadt, in der die Bevölkerung zu 40% aus Migranten (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/05/PD07__183__12521,templateId=renderP rint.psml) besteht (exkl. der Bevölkerung mit einem nichtdeutschen Elternteil), schlicht nicht auf, jedenfalls nicht auf die heutige Kultur oder Mentalität bezogen. Zieht man ferner die vielen deutschen Zuzügler aus allen möglichen Teilen der Bundesrepublik ab, kann man sich relativ schnell ausrechnen, dass der Schwabe und somit auch vermutlich die angebliche schwäbische Mentalität ohnehin in der Einwandererhauptstadt Stuttgart nicht ganz so dominant in Erscheinung treten können, wie allgemein gemeint oder insbesondere von den Stuttgarter Schwaben beansprucht ;)

Vielleicht ist es sogar so, dass unter den deutschen Großstädten Berlin in absoluten Zahlen die meisten Schwaben beherbergt. Übrigens soll es dort in gewissen Stadtteilen schon zu Demos hiergegen seitens der welthauptstädtisch-toleranten Urbevölkerung gekommen sein :D

Nach meiner persönlichen Erfahrung bisher ist Stuttgart so viel und so wenig schwäbisch wie (in den anderen großen Einwandererstädten) München bayrisch oder Frankfurt hessisch.
50 Jahre Einwanderungs- und Multikulti-Tradition gehen nicht ganz spurlos an einer Stadt vorbei.

CITY-OF-LIGHTS
23.03.2009, 12:50
@WAGAHAI: Genau, kürzlich antwortete ich in einem anderen Forum auf genau sowas wie "Stuttgart = spießiges Schwabenloch": Nirgends im Schwabenland zwischen Schwarzwald, Ulm und östl. Bodensee findest du so wenig "klassisch" Schwäbisches wie in Stuttgart. Ich weiss nicht, ob der Adressat das kapiert hat oder nicht kapieren wollte, ist auch nicht weiter wichtig.

Es liegt eben an dem Multi-Kulti-Charakter von Metropolen, die manche Miefigkeiten schneller verwischen und offener wirken lassen. Da ist Stuttgart zwar die größte Stadt im Land, aber dennoch kleiner als so manche im Bund.

Darüber hinaus leben wir alle eben mit unseren Schubladen und Vorurteilen, und manchmal damit richtig komfortabel und sogar glücklicher. ;-)

CITY-OF-LIGHTS
25.03.2009, 12:56
In einem der aktuellen Threads wird über die Verbindung der beiden Leonberg-Downtowns nachgedacht.

Meine Idee: Gründen wir eine Initiative dagegen! Warum weiss ich auch nicht, aber sowas kommt neuerdings ziemlich cool rüber. In dem Sinne engagieren wir uns auch mit Luftballons gegen den Abriss des 40m hohen Hochhauses in dem Areal und organisieren ggf. ne Hausbesetzung in den zu räumenden Büroräumen.

Und? Ich fühle den Che in mir! :lach:

francomatto
28.03.2009, 13:35
Vielleicht ist es sogar so, dass unter den deutschen Großstädten Berlin in absoluten Zahlen die meisten Schwaben beherbergt. Übrigens soll es dort in gewissen Stadtteilen schon zu Demos hiergegen seitens der welthauptstädtisch-toleranten Urbevölkerung gekommen sein :D

Yo... in Berlin gibt es schon Anti-Schwaben-Stammtische und -initiativen; nach den Türken sind die Schwaben wohl die zweitgrößte Migrantengruppe in Berlin.
Wobei ich mir da ziemlich sicher bin, dass das keine Ur-Berliner sind, sondern Neu-Berliner, die durch die Schwaben an ihre eigene provinzielle Herkunft erinnert werden (und wenn man in Berlin wohnt, dann scheint einem ja alles provinziell, selbst Hamburg oder Köln). Der Ur-Berliner hassliebt seine Stadt zu sehr, um sich um solche Kleinigkeiten zu scheren, oder er fand sie nach der Wende cool, bevor die ganzen Anzugträger, Möchtegerntrendsetter und Wichtigtuer aufgeschlagen sind.

Silesia
02.04.2009, 01:22
Hey Leutz, Stuttgarter, wenn heut tatsächlich unterschrieben wird, dann ist heut ein wahrlich grosser Tag. Kommt es so dann müssen wir ein Fass aufmachen. Wer hat lust sich zu treffen auf ein Stuttgarter Hofbräu oder Sanwald im Falle der Unterzeichnung?!?!?

damator
02.04.2009, 10:10
Am Freitag müsst ihr mal SWR1 Leute hören. Von 10Uhr - 12Uhr ist OB Schuster live dort. Ansonsten kann man sich das Gespräch aber auch online herunterladen.

http://www.swr1.de

Superion
02.04.2009, 10:52
GUTE IDEE, eingentlich sollte man aus sämtliche Unken hier dazu nötigen...

CITY-OF-LIGHTS
02.04.2009, 11:36
Gestern wurde berichtet, am Pragsattel installiere man gerade eine Mega-Giga-Videoleinwand, die die jetzige am Hochbunker ablösen solle und auf der künftig alle VfB-Spiele übertragen würden - für's Public Viewing.

Wobei: So Sitting in the Weinberges unter der Schwabensonne mit kühlem Bier und über die Kreuzung hinweg die Matches verfolgen - why not?

Aber es war nur ein Scherzles. ;-)

Regent
02.04.2009, 16:38
Das eine neue Videowand installiert wird stimmt allerdings! Bin heute dran vorbeigefahren, ist schon einiges größer als die alte.

Wagahai
03.04.2009, 20:15
Hier (http://szon.cdev.eu/1/?c=5,7,8) gibt es einen Video Stream über den neuen Fernseher am Hochbunker/Pragsattel (03.04. unter "Deutschlands größter Fernseher").
Quelle: Regio TV

Public Viewing/VfB war ein Aprilscherz.

Max BGF
03.04.2009, 22:57
Wer den Stream weiterglotzt hört, in der Region Stuttgart fehlten 82.000 Wohneinheiten, gefolgt vom Kreis Ludwigsburg mit 58.000. Ohne Worte.

Wagahai
04.04.2009, 13:11
Stimmt. Wird wirklich höchste Zeit, dass ganz erheblich mehr Wohnraum (http://www.ez-online.de/lokal/stuttgart/stuttgart/Artikel361856.cfm) geschaffen wird.

Max BGF
04.04.2009, 19:18
Ich meinte eher die redaktionelle Qualität des Beitrags. Zwei Riesenschnitzer.

Wagahai
06.04.2009, 21:32
Ah ja, ich denke mal, da wurde die PM der Landeseinigung Bauwirtschaft (http://www.landesvereinigung-bauwirtschaft.de/presse/press_02.html) 1 zu 1 übernommen.

CITY-OF-LIGHTS
07.04.2009, 13:26
Hier bauen wir unser eigenes Stuttgart!

http://stuttgart-22.myminicity.com/

Let's build this city of Rock 'n Roll!

EDIT: Es steht schon der erste Skyscraper!!! Was bei Stuttgart21 noch nicht funzt, schafft eben Stuttgart22!

Prof.Verlinters
21.04.2009, 16:25
Die Brauereigaststätte WICHTEL ist in Ditzingen groß geworden. Dann mangelte es an Aussenbewirtungsmöglichkeiten und man suchte nach Alternativen im Ort.

Parallel dazu eröffnet das WICHTEL 2009 auf dem Böblinger Flugfeld einen neuen Ableger. Darüber hinaus besitzt es in Stuttgart-Feuerbach eine sehr ansprechende Gaststätte im Roser-Areal.

Die Suche in Ditzingen schien einen Erfolg zu haben, und man startete zusammen mit der Stadt die Planungen für den 1,5 Millionen-Umbau einer Scheune am Marktplatz. Dann aber klagte ein Anwohner-Ehepaar wegen möglicher Lärm- und Geruchsbelästigungen durch die geplante Gaststätte, mit dem Ergebnis (siehe Link) ...

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1853788_0_2147_-quot-wichtel-quot-hat-ruhetag-noch-vor-der-eroeffnung.html

Mittlerweile liegt es in Mannheim beim Verwaltungsgerichtshof. WICHTEL hat weitere Geräuschdämmungsmaßnahmen erarbeitet und legt es dem Gericht vor.

Wer schon mal in Ditzingen am Abend war, weiss: es ist tot dort. Diese Investition täte dem Dorf verdammt gut! WICHTEL droht stattdessen mit dem Abbruch der Planungen, und die Stadt bliebe in diesem Falle auf dieser maroden Scheune sitzen. Angebot von anderen Gemeinden gibt es. Wenn nicht hier dann dort.

Ein Beispiel dafür, wie es nicht laufen darf. Auf diese Weise veröden Gemeinden, Jugendliche ziehen weg und Dörfer sterben, weil manche Kreise unter uns mehr und mehr gegen Neues allergisch zu werden scheinen. Früher ging man für Veränderungen auf die Straße, heute für's Verharren. Eine bedenkliche Entwicklung für das Dorf vor den Toren Stuttgarts. So weit sind wir in Stuttgart gottseidank noch nicht.

Siehe auch: www.wichtel.de

Verschoben von News-Thread.

Wagahai
22.04.2009, 10:44
War zwar bisher nur einmal dort, aber Wichtel in Feuerbach ist klasse.

Stuttgart Marketing arbeitet offenbar an einem Oben-ohne-Doppeldecker-Sightseeing-Touren-Konzept für die Stadt. Ich habe Zweifel, ob das wirklich sinnvoll ist. Befahren könnten die Busse in der Innenstadt ja hauptsächlich nur den verstauten City-Ring, auch die Strecken mit Ziel MBM oder Porsche von den Innenstadt sind für den geneigten und verwöhnten Touristen wohl ein bisschen dünn, auch wenn die Stuttgart Marketing damit rechnet, zur Hälfte Einheimische hierfür interessieren zu können, wie es offenbar in manch anderen Städten der Fall sein soll.

Artikel StN (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2005211_0_9223_doppeldeckerbusse-oben-ohne-zu-stuttgarts-hoehepunkten.html)

Silesia
22.04.2009, 14:48
Die Idee ist wirklich gut. Allerdings ist Stuttgart dafür wirklich etwas zu zerstreut. Und wenn man sich nur auf Zentrum und Bad Cannstatt konzentrieren würde, würde man zuviel verpassen. Schaum mer mal....
Jedenfalls wenn es kommt dann mach ich den auf dem Doppeldecker mit dem Mikrophon:D

Puntagorda
22.04.2009, 18:17
Allerdings ist Stuttgart dafür wirklich etwas zu zerstreut.
Finde ich nicht.

Ich könnte mir gut eine entsprechende Tour hauptsächlich durch den Kessel vorstellen.
Von der Planie ausgehend durch S-West und S-Süd (damit man auch mal die schönen Viertel sieht ;) ), dann über irgendwelche Panoramastrecken durch die Halbhöhen, Weinsteige/Ruhbank und/oder Killesberg, am MB-Museum und am Stadion vorbei und zu guter letzt ein Blick auf das S21-Gelände mit seinen hoffentlich bald zahlreichen Projekten.

Gerade Stuttgart hätte mit seinen vielen Aussichtsstrecken mehr zu bieten als so manch andere Stadt.

Silesia
22.04.2009, 19:18
Natürlich hat Stuttgart viel mehr zu bieten als die meisten anderen Städte, net nur wegen den Panoramaaussichten. Nur die von dir beschriebenen Fahrten könnten etwas zu lang werden für ne sightseeing-tour, meine Meinung. Und wie gesagt ich würd halt das Porschmuseum und auch die Fildern oben net auslassen, deshalb zu zerstreut. Als Lösung könnte ich mir vorstellen 2-3 verschiedene Touren anzubieten, mit verschiedenen Themen.

Puntagorda
23.04.2009, 22:01
Ein interessanter Artikel, der sich in weiten Teilen mit meiner Meinung deckt:
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E7578E40A47104D80A5B722786C98ED BC~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Wagahai
05.05.2009, 18:40
Ein Loblied der StZ auf den nun 100 Jahre alten Hans-im-Glück-Brunnen hier (http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2016548_0_9223_-die-oase-in-der-city-feiert-100-jahre-hans-im-glueck-brunnen.html).

Ein wenig wundern tut mich allerdings: "Zwischen gläsernen Bürotürmen" und Marktplatz als "attraktiver Platz".

Prof.Verlinters
06.05.2009, 15:20
Also ich finde diesen Platz scheusslich!

Stuttgart hat einfach keine Altstadt mehr, damit muss man sich abfinden. Also erfreuen wir uns lieber an der Zukunft, mit schillernden Tiefbahnhöfen und Z-UP's! Ne ehrlich, eine bis auf die Stehpalmen grünlose Gassenwüste, die nur so lange erträglich ist, bis man sich umdreht und dann das KAUFHOF-Haus plötzlich vor der Nase hat. Danach schleppt man sich besser in eines der Kneipen dort (verdienen kaum den Namen, die meisten) und kippt einen.

Eines der hässlichen Perspektiven in Stuttgart. Das Bild in dem Artikel ist auch mächtig verzerrt. Muss wohl so sein, sonst kommt's realistisch rüber.

Ok, ich geb's zu: alles ist relativ, und wenn man sich Mühe gibt: Altstadtflair. Aber man muss sich Mühe geben. Da gefällt mir das Bohnenviertel mehr. (Hoppla, doch Altstadt in Stuttgart? ...)

francomatto
07.05.2009, 14:20
zu *51 (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost.php?p=219740&postcount=51) "Wichtel". Bitte Komplettzitate vermeiden.

Typisch... naja, wenigstens scheint sich die Stadt Ditzingen darum zu bemühen, den Wichtel im Ort zu halten.
Anders bei der Farce um die weitere Entwicklung des Einzelhandels in Ditzingen, die die letzten 30 Jahre komplett verschlafen worden ist.

Erst beschließt der Stadtrat, dass man plötzlich die wenig attraktive Ditzinger Marktstraße binnen weniger Jahre von der Schlecker-Dönerbuden-Discount-Meile zur "Königstraße des Strohgäu" (http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1825075_0_2147_-quot-in-drei-jahren-ist-alles-besser-quot-.html) machen will. Um diesen Standort zu stärken, hat man (erfolgslos) versucht, eine größere Edeka-Ansiedlung im benachbarten Höfingen zu verhindern (http://www.stuttgarterzeitung.de/stz/page/1731162_0_2147_ditzingen-will-edeka-markt-in-hoefingen-verhindern.html), dann wird dem Aldi-Markt am Stadtrand die Baugenehmigung für eine Erweiterung (http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1905092_0_2147_aldi-verklagt-die-stadt-ditzingen-wegen-untaetigkeit.html) um 55qm (!) für einen Backautomaten verweigert, beides mit der Begründung, es würde die Stärkung des Einzelhandels in der Ditzinger Innenstadt konterkarieren. Gleichzeitig plant man Fachmärkte am S-Bahnhof (http://www.stuttgarter-zeitung.de/stn/page/1895078_0_2147_stadt-kauft-bahnhofsvorplatz.html)und einen großstädtischen Neubau als Eingangtor zur Marktstraße (http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1826003_0_2147_makurath-wegen-rossmann-filiale-kritisiert.html) mit Rossmann als Ankermieter. Unterdessen machen die letzten höherwertigen Einzelhändler im Stadtzentrum dicht - verblieben ist ein Buchhändler, ein Bekleidungsgeschäft, ein oder zwei Elektrowarenhändler, ein Haushaltswarengeschäft und ein Juwelier - sonst fast nur Ramsch.

Warum bin ich skeptisch, dass dieses Vorhaben grandios scheitern wird?

Wagahai
07.05.2009, 18:36
Die StZ stellt eine kleine Bauprojektübersicht für die Innenbezirke (http://www.stuttgarter-zeitung.de/media_fast/626/0805_2Stuttgart%20Projekte.pdf) (.pdf) zur Verfügung.

Puntagorda
16.05.2009, 13:51
Ein interessanter Artikel, der sich in weiten Teilen mit meiner Meinung deckt:
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E7578E40A47104D80A5B722786C98ED BC~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Und nun auch DIE ZEIT:
http://www.zeit.de/2009/21/Architekturdebatte?page=all

:daumen:

Sei so gut und deute bitte wenigstens an, worum es in den verlinkten Artikeln geht. Links sind schnell tot, zudem möchten wir hier keine bloße Linksammlung sein.

^
Beide Artikel kritisieren gewisse Tendenzen in der zeitgenössischen Architektur und das teilweise arrogante und rücksichtslose Vorgehen mancher Architekten.

Wagahai
16.05.2009, 21:30
@Prof.
Also ich finde diesen Platz scheusslich!

Für mich gibt´s nun wirklich schlimmere Plätze:

http://i728.photobucket.com/albums/ww283/Wagahaisan/st005-7.jpg (https://addons.mozilla.org/firefox/1174)
http://i728.photobucket.com/albums/ww283/Wagahaisan/st008-7.jpg (https://addons.mozilla.org/firefox/1174)
http://i728.photobucket.com/albums/ww283/Wagahaisan/st007-11.jpg (https://addons.mozilla.org/firefox/1174)
Bilder:Wagahai

Max BGF
19.05.2009, 15:35
^^ Das gehörte mal gesagt. Zehn bis Zwanzig solcher Plätze und Stuttgart könnte dank weiterer Goodies wie der Lage samt Aussichtspunkten locker mit touristischen Megastädten mithalten.

Was anderes: Wo sind eigentlich CoL und Fehlplaner?

Wagahai
19.05.2009, 22:21
fehlplaner hat sich vermutlich wieder in die Verkehrsforen, COL in seine Rockerkneipen zurück gezogen.

Zur Auflockerung mal Promi- bzw. Halbpromi-Snapshots:

Ulrich Kienzle auf der Calwer Str.
http://i728.photobucket.com/albums/ww283/Wagahaisan/st021-9.jpg (https://addons.mozilla.org/firefox/1174)
http://i728.photobucket.com/albums/ww283/Wagahaisan/st022-8.jpg (https://addons.mozilla.org/firefox/1174)
VfB nach Sieg über Cottbus
http://i728.photobucket.com/albums/ww283/Wagahaisan/St008-8.jpg (https://addons.mozilla.org/firefox/1174)
Gomez-Ersatz ;) Ciprian Marica auf Frühlingsfest
http://i728.photobucket.com/albums/ww283/Wagahaisan/St004-11.jpg (https://addons.mozilla.org/firefox/1174)
Bilder:Wagahai

Wagahai
07.06.2009, 22:38
Und wie fühlen wir uns denn in der neuen grünen (http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2009/06/07/prognose-gruene-in-stuttgart-staerkste-kraft.html) Stadt?

Werden die Grünen mit der SPD mehr zusammen arbeiten, um das bürgerliche Lager auszuschalten?

damator
08.06.2009, 15:18
von grüner Stadt kann wohl zum Glück doch nicht ganz die Rede sein:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2048459_0_2164_-erste-ergebnisse-der-auszaehlung-in-stuttgart-gruene-fallen-zurueck-cdu-liegt-vorne.html


Vielmehr haben sich Stimmen von der CDU zur FDP verlagert, sowie von der SPD zu den Grünen. Also ganz wie bei der Europawahl. Warten wir mal morgen Mittag ab, dann gibts das richtige Ergebnis. Bei den Umfragen muss man immer vorsichtig sein.

Derzeitiger Stand:

CDU 28,8%
Grüne 23,8%
SPD 27,6%
FDP 9,5%
FW 9,4%
Linke 4,2%
SÖS 4,0%

Wagahai
08.06.2009, 15:45
Danke, damator, SPD 17,6%, nicht 27,6.

Da jetzt die FW um einen Sitz zurück fallen bringt´s fürs bürgerliche Lager natürlich nix (weiterhin 29 Sitze). Die rechnerischen Linken (SPD/Grüne/Linke/SÖS) hätten gegenüber den Bürgerlichen mit 30 eine Mehrheit, da wären aber noch die REPs mit einer Stimme sowie die 61ste Stimme des OB (derzeit Schuster, CDU).

Gut für S21, dass die SPD gegenüber gestern 2 Sitze mehr hat.

Max BGF
08.06.2009, 18:01
Wahnsinn, wie hier stundenlang die GRÜNEN als stärkste Fraktion ausgerufen und gefeiert wurden, während sie nun 5 !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! %, in Worten: fünf Prozent, hinter der CDU liegt.

EDIT:
Interessanter als die Auswirkung auf S21 finde ich die gewachsenen Aussichten auf
- Stopp Kulturmeilenplanung -> ggf. doch noch Realisierung Deyhle-Idee eines Tages
- neuen Baubürgermeister

damator
08.06.2009, 19:24
stimmt man darf nicht übersehen, dass sich auch manches bessern kann. Vielleicht wäre eine CDU/Grüne Mehrheit manchmal nicht so schlecht. Gerade bei der Kulturmeile wurden einige Vorschläge nicht genügend diskutiert.

Es könnte dafür eine neue Chance entstehen.

Siehe z.B.:
http://www.stuttgart-fotos.de/die-hauptstatter-strasse-und-das-neue-mobilitatskonzept
http://www.stuttgart-fotos.de/category/verkehr

So etwas zusammen mit einer neuen Filderauffahrt, könnte den heutigen Zustand deutlich eleganter lösen, zumal man ein ganzheitliches Konzept hätte und das Bohnenviertel auch endlich näher an die Innenstadt rückt.

kato2k8
09.06.2009, 01:32
Wahnsinn, wie hier stundenlang die GRÜNEN als stärkste Fraktion ausgerufen und gefeiert wurden, während sie nun 5 !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! %, in Worten: fünf Prozent, hinter der CDU liegt.

Bitte zwischen Kommunalwahl und Europawahl unterscheiden, die Wähler machens ja auch. Es gab in Stuttgart drei Wahlen am Sonntag. Die 5% Unterschied waren bei der Europawahl.

- Europawahl : CDU 29,1%, Grüne 24%, SPD 18%, FDP 14,5%
- Regionalwahl* : CDU 26,9%, Grüne 25,4%, SPD 17,6%, FDP 10,8%, FWV 9,9%
- Kommunalwahl : wird Dienstagabend bekannt gegeben, SWR-Prognose sieht Grüne bei 27%, CDU bei 26,5%.

*- Regionalparlament Region Stuttgart. Zahlen für Stadtkreis Stuttgart.

Steffen79
09.06.2009, 06:54
Nein, dass waren schon die Ergebnisse der Kommunalwahlen.
Allerdings nur das Stimmzettelergebnis.
Siehe hier (http://www.stuttgart.de/img/mdb/item/357914/45023.pdf) auf Stuttgart.de
Endergebnis folgt heute im Laufe des Tages

Wagahai
09.06.2009, 08:52
Palmer will OB (http://www.ez-online.de/lokal/stuttgart/stuttgart/Artikel433628.cfm) in Stuttgart werden, angeblich aber erst nach 2015 ;)
Quelle: EZ-Online

kato2k8
09.06.2009, 10:58
Allerdings nur das Stimmzettelergebnis.

Das Stimmzettelergebnis ist effektiv außer für eine Trendbestimmung wertlos - immerhin sind 62,5% aller abgegebenen Stimmzettel dieses Jahr in Stuttgart verändert.

Wagahai
09.06.2009, 13:25
Video-Einblick (StN) in die Villa Reitzenstein (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2048868_0_9223_-nahaufnahme-11-das-staatsministerium.html), ziemlich schön.

EDIT:
Und die Grünen wieder vorne (http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2049746_0_4891_-ab-16-30-uhr-kommunalwahlergebnis-online-gruene-liegen-bei-auszaehlung-wieder-vorne.html).
Quelle: StZ-Online

Max BGF
09.06.2009, 13:59
Das Stimmzettelergebnis ist effektiv außer für eine Trendbestimmung wertlos - immerhin sind 62,5% aller abgegebenen Stimmzettel dieses Jahr in Stuttgart verändert.

Das mag ja sein. Ändert aber nichts an den absurden Vorfeierlichkeiten der "Machtübernahme" Sonntag Abend. Gerade weil zu der Zeit effektives Panaschier- und Kumulierverhalten noch weniger bekannt war.

Erinnere mich noch wie bei der BT-Wahl 2002 Stoiber von der selben politischen Seite wegen zu früher Siegesfreude zum Deppen erklärt wurde. Damals war es immerhin tatsächlich Kopf an Kopf sowie einfaches Wahlsystem.

Schmittchen
09.06.2009, 14:55
Kann mir einer erklären, was Stuttgarter gegen das S21-Projekt haben? Ist es Saturiertheit? Ich begreif's nicht. Es muss ja Gründe geben, sonst würde sich nicht ein großer Teil der Stuttgarter lieber die grüne Pestilenz an den Hals wählen.

Max BGF
09.06.2009, 15:06
Ich bin dagegen,
a) weil sich Bahn und Bund dieses im Kern Bundesprojekt zum Großteil vom Land bezahlen lassen.
b) weil ich gern die Anti-S21-Gruppen ihren Bahnhof der Zukunft diskutieren und bauen sehen will.
c) weil mir persönlich 10 Jahre City- und Hbf-Baustelle mehr schaden als S21 hinterher nutzt.
d) weil die angedachten acht Gleise die kleinstmögliche Lösung sind.


Allerdings finde ich das Wahlergebnis nicht negativ für die Pro-S21-Fraktion. Trotz der hohen Mobilisierung erreichten die GRÜNEN nur 1/8 der Wahlberechtigten.

Isek
09.06.2009, 15:23
a) weil sich Bahn und Bund dieses im Kern Bundesprojekt zum Großteil vom Land bezahlen lassen.


Verstehe ich jetzt wiederum nicht so ganz. Warum sollte S21 überwiegend ein Bundesprojekt sein? Wer profitiert denn? Ein Hamburger? Ein Münchner? In erster Linie profitiert doch die Metropolregion Stuttgart. Und diese macht 50 % von BW aus.


Und die 8 Gleise reichen doch für den Regional- und Fernverkehr LEICHT, da Stuttgart in der Regel kein Endbahnhof ist sondern von Durchmesserlinien sowohl im Regional-, als auch im Fernverkehr bedient wird!

Wagahai
09.06.2009, 15:37
Also nochmal:


Grüne 25,3 %/16 Sitze
CDU 24,3/15
SPD 17,0/10
FDP 10,9/7
FW 10,3/6
SÖS 4,6/3
Linke 4,5/2
REP?/1?

Quelle: StZ-Online (http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2049746_0_9223_-offizielles-ergebnis-stuttgart-ist-die-erste-gruene-landeshauptstadt.html)


Bürgerliches Lager hat 28 Sitze plus 1 OB-Stimme= 29 (von 60)
Linken haben 30


Für S21 (CDU/SPD/FW/FDP): 38 plus 1 OB = 39
Gegen S21 (Grüne/SÖS/Linke/REP): 22

Wackelkandidat könnte aber die SPD werden.

Max BGF
09.06.2009, 15:39
@Isek, dann schau Dir mal im Vergleich Leipzig (Kopfbahnhof) oder Nürnberg (Durchgangsbahnhof) an.

Sagen wir so, es ist immer auch zum Teil eine regionale Angelegenheit. Aber warum wird so nur im Fall Stuttgart argumentiert, immerhin handelt es sich beim Stuttgarter Hbf in erster Linie um DEN Fernbahnhof der Region, wenn nicht zusammen mit Mannheim des Landes. In München wäre der Bund selbst bei der Flughafen-Stichstrecken-Anbindung erheblich mit im Boot gewesen. Was ist mit dem Leipziger City-Tunnel, der Berliner BBI-Anbindung oder den zusammen weit teureren Berliner Bahnhofsprojekten?

Ich habe ja nichts gegen einen regionalen Beitrag. Dieser findet statt durch
- Land
- Stadt
- Region
- Flughafen

Er übersteigt jedoch bei weitem z.B. die Kosten für den Tiefbahnhof selbst, wenn man diesen als Luxus und Chance für städtebauliche Entwicklung betrachtet.
Die Höhe ist also das Problem. Bekanntlich hat die Bahn gehörigen fiktiven Börsenwert und zwar nicht zuletzt durch ihre moderne HGV-Infrastruktur. Wird die Bahn eines Tages privatisiert, fließt der Wert dieser durch o.g. regionale Gebietskörperschaften geschaffenen Infrastruktur allein dem Bund zu. Der momentane Investitionsanteil des Bundes finanziert sich ohnehin schon allein duch die Mehrwertsteuer des Gesamtprojekts. Dazu kommt noch die gewaltige Vorfinanzierung der NBS nach Ulm durch das Land um deren Bau zu beschleunigen - von niemandem bestritten ein reines Bundesprojekt. Erfahrungsgemäß wird so eine Strecke sowieso erst zu Sankt Nimmerlein fertig. So eben Sankt Nimmerlein - X. Wegen Konjunkturankurbelung kann der Bund ja dann die BaWü-Vorfinanzierungsmittel nehmen und andernorts genauso schnell oder noch schneller bauen...

kato2k8
09.06.2009, 15:53
In erster Linie profitiert doch die Metropolregion Stuttgart. Und diese macht 50 % von BW aus.

Naja, also jemand in der hintersten Hohenlohe profitiert wenig von S21. Oder in Württembergisch-Franken. Muß man schon enger definieren, ich würd da die Region Stuttgart nehmen (die mitm Regionalparlament). Und die macht 25% von BW aus (und ca 12% der Fläche).

Miguel
09.06.2009, 16:39
All diese Finanzierungsfragen beantworten aber noch nicht Schmittchens Frage - warum haben so viele Stuttgarter gegen S21 gestimmt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Großteil der Wähler Max BGFs Argumente überhaupt kennen, weil sie nicht so tief in der Materie oder nicht so interessiert sind wie wir im DAF. Einzig Punkt c)

"weil mir persönlich 10 Jahre City- und Hbf-Baustelle mehr schaden als S21 hinterher nutzt."

würde ich als "massenkompatibles" Argument ansehen, aber dann bleibt die Frage, ob das alles ist. Oder ob es noch andere Argumente gibt. Wenn es tatsächlich nur darum geht, dass Baustellen mit temporären Einschränkungen der Lebensqualität verbunden sind (zumindest für Nicht-Bauinteressierte), dann wäre das ganz schön egoistisch und kurzfristig gedacht von den Stuttgartern... ich hätte eher damit gerechnet, dass gerade die fleißigen Schwaben an die wirtschaftliche Zukunft ihrer Region denken, und dafür mal eine Großbaustelle akzeptieren.

kato2k8
09.06.2009, 17:06
Ich würde sagen für die meisten Wähler ist das massenkompatible Argument ganz einfach: "Die verbuddeln da für jeden von uns Stuttgartern 10.000 Euro von unseren Steuergeldern - und uns nützts nichts".
(auch wenns nur 5.000 Euro sind)

Max BGF
09.06.2009, 17:11
Miguel, ich habe nur meine Gründe genannt, weil die offiziellen zumindest in interessierten Kreisen/Foren schon endlos durchgekaut sind.

Zugegeben Punkt c) ist mein Nimby-Punkt. Würde ich fallenlassen, wenn die anderen Vorteile überwögen, so daß menschheit künftig per Saldo profitierte. Da ich dies aber nicht so einschätze, halte ich ihn aufrecht.

Genau über Angst schürende Argumente funktioniert im übrigen meist populistischer Massenprotest. Die S21-Gegner punkten kaum wegen technischer Details wie 8 vs. 10 Bahnsteigen oder Dieselverbot im Tunnel, sondern durch

- Schloßgarten werde zerstört
- Mineralwasser sei in Gefahr
- S21 werde insgesamt viel teurer
- für ganz viele Nahverkehrs- und Bildungsprojekte fehle wegen S21 das Geld

sowie das beliebte sympathisch obrigkeitsfeindliche Labelling als "Gigantisches Prestigeprojekt". Früher von Teufel und Schuster. Seit Oettinger MP ist wurde Teufel flugs durch Oettinger ersetzt.

@kato, was die Provinz hierbei auch ignoriert ist, daß sie permanent von den starken Zentren Zuweisungen erhält, z.B. landesinterner Finanzausgleich. Hier wie dort, in erster Linie geht es darum, sich benachteiligt fühlen, jammern und protestieren zu können. Leider besonders ausgeprägt in BaWü - vermutlich geht´s den Leuten tatsächlich zu gut oder sie sind ne Ecke egoistischer. Früher war der Großteil positiv und konstruktiv drauf. Da hätte man sich noch über durchaus interessante Investitionen gefreut statt sich fortlaufend vor theoretisch denkbaren Problemen und Gefahren zu ängstigen.

Wagahai
09.06.2009, 17:23
Gut zusammen gefasst, Max BGF. Hinzu kommt bzgl. der Wahl natürlich auch, dass sich neben den Akteuren DB und Land eben auch die städtischen S21-Parteien, allen voran CDU und SPD bei der Präsentation des Megaprojekts ziemlich deppert angestellt haben, behäbig, ideenlos und vor allem volksfern (Beispiel: Das unsägliche Gezänk um den S21-Pavillon am Schlossplatz). Das konnte nicht wirklich gut gehen.

Zudem waren da noch eine Reihe von Negativ-News bei der CDU, sei es die Sitzungsgeld-Affäre (Schmid) oder Peinlichkeiten um Herrn Uhl (jetzt FDP), LBBW-Krise inkl. Personaltohuwabohu, Wasserrückkauf...
Das war alles andere als rühmlich.

Miguel
09.06.2009, 17:44
Aha, danke für die Zusammenfassung. Interessant. Bin gespannt, wie es im grünen Stuttgart jetzt weitergeht und ob die nächste Wahl wieder so ausgehen wird.

Wagahai
09.06.2009, 17:58
Wahlbeteiligung lag bei mageren 48,7%.

Das vorläufige Endergebnis u.a. auch nach Stadtbezirken aufgedröselt hier (http://www.stuttgart.de/img/mdb/item/358193/45108.pdf).

Quelle: Stadt Stuttgart

porteño
09.06.2009, 18:16
Ich denke, der Durchschnittsstuttgarter weiß weder wieviel S21 kostet, noch wie es genau aussehen wird oder was eine europäische Bahnmagistrale ist, obwohl, wie ich mir selbst angesehen habe, die Information der Bürger mit der Ausstellung vorbildlich ist!

Da auch niemand Ahnung von der Finanzierungsstruktur hat, denkt der "mündige" Bürger, dass seine Steuergelder verschwendet werden und stimmt daher dagegen (egal wieviel die Stadt bezahlt). Hinzu kommen dann noch allgemeine Baustellenphobie und dass es den Stuttgartern eventuell einfach zu gut geht, weshalb sie nicht so recht zu schätzen wissen, was dort für sie errichtet werden soll.

Hoffe jetzt fühlt sich kein Stuttgarter auf den Schlips getreten, aber ich war vor wenigen Wochen in Stuttgart und dies war mein Eindruck.

Das Ganze ist übrigens ein typisch deutsches Verhalten, kann man auch schön bei der Privatisierung von Schulen und anderer öffentlicher Infrastruktur beobachten. Während der Planungsphase gibt es eine riesige Aufregung und das darf ja alles nicht sein etc. pp., aber falls ein Projekt es doch bis in die Betriebsphase schaffen sollte, interessiert es keinen Menschen mehr. Wenn etwas reibungslos läuft, nimmt es niemand mehr war und ich wette, wenn S21 aus dem gröbsten heraus ist und der Rohbau unter der Erde verschwunden ist, wird niemand mehr dagegen gewesen sein wollen (außer bei Kostensteigerungen, dann "hat man es ja gewusst"). Man kann nur hoffen, dass S21 verwirklicht wird, denn langfristig ist eine tolle Sache! :daumen:

kato2k8
09.06.2009, 19:06
was die Provinz hierbei auch ignoriert ist, daß sie permanent von den starken Zentren Zuweisungen erhält, z.B. landesinterner Finanzausgleich.
Eigentlich zahlt Stuttgart mit 22,53% vergleichsweise wenig FAG-Umlage (http://www.statistik-bw.de/FinSteuern/Landesdaten/KFAG_2009_2Tz_04.csv) - der Mindestsatz ist 22,10%, unter den Stadtkreisen zahlt Heilbronn mit 22,64% am meisten, der Höchstsatz liegt zur Zeit irgendwo bei 32%. Dafür langt Stuttgart aber bei den auf Einwohnerzahlen basierenden Schlüsselzahlungen genauso hin wie alle anderen Kommunen (und zwar mit dem höchsten Satz pro Einwohner in BW!).

In absoluten Zahlen sieht das im aktuellen Haushalt (http://www.stuttgart.de/img/mdb/item/16622/30251.pdf) genauso aus. Stuttgart zahlt dieses Jahre 220 Millionen FAG-Umlage ans Land, und erhält dafür 290 Millionen Schlüsselzuweisungen zurück (plus 53 Millionen allgemeine Zuweisungen und 127 Millionen Zuschüsse "für laufende Zwecke", sonstige Zuschüsse mal gar nicht eingerechnet).

Finanziert wird so was von kleinen Gemeinden mit sehr hohem Steueraufkommen - z.B. Walldorf (SAP) oder die ganzen kleineren Gemeinden um Stuttgart herum mit Technologiezentren (wie z.B. Weissach mit Porsche).

Puntagorda
09.06.2009, 19:52
Kann mir einer erklären, was Stuttgarter gegen das S21-Projekt haben?
Sie sind schlecht informiert und haben Angst.
Und sie denken nicht daran, dass die Alternativen auch sehr viel Geld kosten.

Im Fall der Fälle glaube ich nicht daran, dass die gesamte SPD-Fraktion von heute auf morgen überlaufen wird, wie das Conradi gerne hätte. Ich denke, es wird weiterhin eine stabile Mehrheit für S21 geben.

Max BGF
09.06.2009, 20:22
@kato, ganz meine Meinung und schon öfter geschrieben, daß Stuttgart selbst Jammerstadt ist, wenn auch in etwas anderem Zusammenhang. Prahlt gern mit seinen Einrichtungen, beschwert sich jedoch über die dazugehörigen Zentralitäts"lasten". Am besten die umliegenden Gemeinden zahlen hübsch und Stuttgart fährt den Imagegewinn für sich ein.

Zum FAG: Gemeint war bei Provinz vs. Zentren mit letzteren schon die Region, welche auch wie Du richtig schreibst mit am meisten zu profitieren scheint. Und da trifft es zu, daß die Region Stuttgart einiges an Land mitfinanziert, zumindest habe ich das mehrfach so gelesen. Ist ja auch logisch, daß aus Schwarzwald, Alb oder Odenwald nicht auch noch Gelder zur Unterstützung starker Regionen wie Stuttgart, Rhein-Neckar oder Karlsruhe fließen, sondern umgekehrt. Sonst wären die ganzen Metropolenrankings absurd und für die Tonne.

Wagahai
10.06.2009, 10:55
Szenen aus dem Rathaus: OB Schuster guckt ratlos, SPD-Ute keift.

Quelle: StZ-Online (http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2049956_0_9223_-palmer-liebaeugelt-mit-kandidatur-ob-schuster-ist-ziemlich-ratlos.html)

Esslinger
10.06.2009, 21:10
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Großteil der Wähler Max BGFs Argumente überhaupt kennen, weil sie nicht so tief in der Materie oder nicht so interessiert sind wie wir im DAF.

Du kennst Dich in Stuttgart nicht wirklich aus, oder? Die Leute, die ich kenne, die sind über S21 bestens informiert - und die meisten nehmen, je mehr sie über S21 wissen, immer mehr Abstand von dem Projekt.

Mir schuppen sich immer die Augen, wenn ich lese, dass die Wähler eben nicht ausreichend informiert waren und man sie zu wenig mit der eigenen Wahrheit erleuchten konnte, wenn die Wahlergebnise nicht genehm sind.

Die Menschen in der Region Stuttgart sind nicht dumm . . . und sie haben - so wie ich denke - einen nicht ganz unerfolgreichen Lebensstil und Ansichten.

Max BGF
11.06.2009, 21:06
Du kennst Dich in Stuttgart nicht wirklich aus, oder? Die Leute, die ich kenne, die sind über S21 bestens informiert - und die meisten nehmen, je mehr sie über S21 wissen, immer mehr Abstand von dem Projekt.Daß viele Gegner von S21 durchaus Kenntnis haben stimmt. Daß die Skepsis mit dem Wissen zunimmt, ist mehr oder weniger für jedes Großprojekt typisch, weil daduch auch immer mehr mögliche Fallstricke bekannt werden. Nur könnte es ein psychologisch zwar menschlicher, aber nachteiliger Effekt sein, vor lauter Gefahren, den Nutzen aus dem Blick zu verlieren und somit die Gefahren überzubewerten. Im Grunde müßten die Alternativen verglichen werden, also hauptsächlich Hbf belassen, S21 oder K21. Und glaube Keiner, daß es bzgl. K21 nicht mindestens so viele Kritikpunkte wie bei S21 gibt.

Mir schuppen sich immer die Augen, wenn ich lese, dass die Wähler eben nicht ausreichend informiert waren und man sie zu wenig mit der eigenen Wahrheit erleuchten konnte, wenn die Wahlergebnise nicht genehm sind.Da hast Du recht, das kommt arrogant, ist nicht gut. Gleichzeitig ist es aber genau die Masche, die sonst häufig genug von der "anderen Seite" kommt, wenn ich das mal so pauschalisieren darf, wissend, daß die S21-Gegner wohltuend heterogen sind. Es ist nämlich durchaus regelmäßige Diffamierungspraxis, Projektbefürworter als stupide Jasager mit Bildzeitungshorizont darzustellen. Als Lemminge der herrschenden Politik, die Projekte nur wegen Prestige und Größenwahn wollen können. Vielleicht entgeht Dir das, weil es normalerweise die Anderen betrifft. Es ist aber so.

Die Menschen in der Region Stuttgart sind nicht dumm . . . und sie haben - so wie ich denke - einen nicht ganz unerfolgreichen Lebensstil und Ansichten.Einspruch Euer Ehren. Sie waren nicht dumm, heute sind sie es gesamthaft betrachtet. Ich spreche nicht von S21, wo sie tatsächlich gute Gründe haben. Aber es ist doch wirklich jedes Großprojekt, wo Angst, Jammern und Bedenkenträgerei dominieren. Und das hat viel weniger mit Wissen als mit mangelnder Weisheit zu tun. Weisheit bedeutet Pro und Contra angemessen gewichten zu können, auch mal das große Ganze zu sehen oder auch Erfolgsfaktoren empirisch abstrahieren zu können.

Die Region steht eben noch so gut da, weil sie aus den großen, innovativen und mutigen Leistungen der Vergangenheit lebt. Daher kommen immer noch die Überschüsse, welche letztlich eine gute Bildungsinfrastruktur und Kulturlandschaft finanzieren. Die Region bzw. immer mehr ihrer ach so schlauen Bürger vergessen jedoch die Wurzeln des Wohlstands, teils verteufeln sie sie gar. Daß radikale Meinungsführer mit populistischen Argumenten Angst zu schüren suchen ist üblich. Gerade in der Region Stuttgart sollte man jedoch erwarten, daß jenen nicht so viele auf den Leim gehen und eher die Erfolgsprinzipien verteidigen, mit denen die Region reich wurde.

Es gab und gibt z.B. mit der Messe oder einem Nordostring zwei Projekte, deren Notwendigkeit und Vorteilhaftigkeit himmelschreiend waren bzw. sind. Trotzdem entwickelte sich ein ein an Absurdität kaum zu überbietender Protest dagegen. Die Tatsache, daß die neue Messe allen Kassandrarufen zum Trotz in allen Belangen ein Erfolg ist, wird unreflektiert abgehakt, wahrscheinlich nur Glück gehabt. Es wird daraus nichts gelernt. Nicht auszudenken, welch Kritik zu ertragen wäre, wenn auch nur eine Erwartung nicht erfüllt worden wäre. Der Fernsehturm ist auch so ein Beispiel. Anfangs mit allen möglichen Bedenken gefürchtet, heute geschätzt. Selbst der Tagblatturm mitten in der City scheint angenommen. Doch als Pläne für ein Hochhaus am Pragsattel konkret wurden, war dieselbe unintelligente Angst wieder da, das Stadtbild könne zerstört werden; vom Pragsattel aus, wohlgemerkt :lol:


Der selbstgefühlte schwäbische Bildungsbürger ruht sich heute allzuoft zufrieden auf dem von weitaus innovationsfreudigeren Generationen Erreichten aus und will seinen Frieden künftig nicht mehr durch größere Änderungen gestört sehen. Ist ja alles supergut so. Nicht ohne allerdings oberflächlich von Innovation und Bildung zu schwafeln, immerhin sind diese Begriffe noch positiv besetzt und bringen genauso oberflächliche Zustimmung. Überhaupt: Wie dümmlich die Ansicht ist, der Wohlstand bliebe so, er müsse nicht immer wieder aufs Neue gesichert oder gar erkämpft werden, sei mal dahingestellt.

Tatsächlich fragt sich, wofür hierzulande abgesehen von der Funktion als Modeschlagwort überhaupt noch in Bildung investiert werden sollte? Teure Ausbildung auf Steuerkosten für Ingenieure fernöstlicher Transrapidstrecken, für Architekten und Bauingenieure nahöstlicher Gigabauprojekte, für Finanzinnovatoren in der City of London, für Kernforscher in Osteuropa, für Entwickler ökologisch korrekter Kleinwagen in Indien oder für Gentechniker in den Staaten. Allesamt von irgendwelchen Bedenken aus unserem großen Bedenkenpool schon oder bald vertrieben. Bleibt langfristig von den Wachstumsfeldern noch der bezuschußte Ökosektor. Nur welche Branche soll dann deren Subventionen verdienen? Egal, zu kompliziert, daher ausnahmsweise keine Bedenken.

Nicht dumm sagst Du? Ich sage saudumm. Diese manisch-reflexhafte Bedenkenträgerei, welche historisch überwiegend widerlegt wurde. Welche bei Fehlentwicklungen durch Nachbesserungen auch nachträglich immer wieder ausgeräumt werden konnte. Welche somit ahistorisch und lernrestistent ist. Welche das eigene Unvermögen Anderen unterstellt. Welche Angst zum alleinigen Ratgeber hat.

Ich schreibe das übrigens nicht aus irgendeinem Frust, sondern halte das leider für eine realistische Beschreibung vieler Mitmenschen von heute. Hat auch wie schon gesagt nix mit S21 zu tun. Vernünftige Bedenken in Maßen sind gerade Antrieb und Orientierung für erfolgreiche Innovation. Davon sind wir inzwischen meilenweit entfernt. Definitiv.

Jaro_E
11.06.2009, 22:33
Mutiger Beitrag, sehr schön getroffen. Es stimmt leider, dass eben die meisten Entscheidungen nich aus Mut, sondern aus Angst getroffen werden, wobei sich da pauschal niemand ausschließen kann. In Karlsruhe gibts eine ähnliche Diskussion für die Kombilösung (wundersamerweise kaum jedoch hier im Forum). Ich hatte mal einen Gegner am Infostand nach seinen Argumenten gegen den Ausbau gefragt; mit einem vorgezogenem Fazit - "Von mir aus kann alles so bleiben wie es ist" - eröffnete er einen Argumentationsreigen, der kaum mehr als Angst enthielt: Die Geschäfte könnten während der Bauzeit bankrott gehen, die Stadt könnte sich überschulden. Klar, könnte alles passieren.
Was leider oftmals übersehen wird: Stadtentwicklung ist IMMER ein Experiment. Vielleicht gehen wirklich einige Geschäfte bankrott. Die große Chance, dass die Fußgängerzone der Karlsruher Innenstadt sich zu einem wirklich. lebensweren Zentrum entwickelt - grundlegende Umstrukturierungen im Einzelhandel inbegriffen - wird hinten angestellt.
Ebenso in Stuttgart. Dort sind die Möglichkeiten noch unbestimmter. Im Innersten Kern einer Metropolregion mit 4 Millionen Einwohnern wächst auf einer Länge von 2 Kilometern Stadt zusammen. Eine Metropole hat die Möglichkeit, ihr Kerngebiet quasi zu verdoppeln, Stadtteile "weit ab vom Schuss" erhalten plätzlich direkten Zugang zum neu geschafenen Zentrum. Natürlich läuft dieser Prozess nicht ohne Verlierer ab, natürlich kann man letztendlich den Kuchen immer nur neu aufteilen und nicht verdoppeln, aber in 50 Jahren wird dieser Schritt in Stuttgarts Stadtentwicklung die vorher genannten Quantensprünge Fernsehturm, Messe usw. bei weitem in den Schatten gestellt haben.

francomatto
12.06.2009, 16:51
Genau über Angst schürende Argumente funktioniert im übrigen meist populistischer Massenprotest. Die S21-Gegner punkten kaum wegen technischer Details wie 8 vs. 10 Bahnsteigen oder Dieselverbot im Tunnel, sondern durch

- Schloßgarten werde zerstört
- Mineralwasser sei in Gefahr
- S21 werde insgesamt viel teurer
- für ganz viele Nahverkehrs- und Bildungsprojekte fehle wegen S21 das Geld


... nicht zu vergessen:

die Bäume im Schlossgarten werden ALLE sterben, weil der Grundwasserspiegel abgesenkt wird
die Häuser über den Tunnelstrecken werden ALLE einstürzen, das hat das Stadtarchiv in Köln ja eindeutig bewiesen, und Stuttgart steht ja dann auch noch auf bröckeligem Boden, den kein Ingenieur berechnen kann
die Frischluftzufuhr in die Innenstadt wird gestört bis unterbrochen, und wir werden ALLE am Smog ersticken
der Abriss der armen unschuldigen denkmalschutzwürdigen Seitenflügel des Bonatzbaus machen den Bahnhof und das ganze Umfeld zum Krüppel
Ich warte nur noch drauf, dass man herausfindet, dass das Gleisvorfeld des HBF Lebensraum einer vom Aussterben bedrohten und sensiblen Eidechsenart ist und deswegen unter Naturschutz gestellt, wenn nicht gar zum UNESCO-Naturerbe ernannt werden müsste...

Du kennst Dich in Stuttgart nicht wirklich aus, oder? Die Leute, die ich kenne, die sind über S21 bestens informiert - und die meisten nehmen, je mehr sie über S21 wissen, immer mehr Abstand von dem Projekt.

Allein die Tatsache, dass vor den Wahlen die Mär umeinandgeisterte, Stuttgart 21 könne gestoppt werden, wenn man grün wählt, und das entsprechende Wahlergebnis lässt auf den faktischen Informationsstand unter den Stuttgartern (unabhängig ob pro oder kontra) schließen.

Ich persönlich befürworte Stuttgart 21 aus vollkommen egoistischen Gründen, allen voran will ich in ein paar Jahren vergleichsweise zentral zu einer passablen Miete wohnen können, und zwar ohne Gasöfen aus der Nachkriegszeit im Schlafzimmer. Und die verkehrstechnischen Aspekte z.B. in Bezug auf Zeitersparnis zum Flughafen sind ein willkommenes Luxusle, das man gerne annimmt. Meinetwegen könnte man den Verkehr in Stuttgart komplett unter die Erde verlegen, einschließlich des Autoverkehrs mit allen Bundesstraßen nebst Kreuzungen... Die Finanzen sind mir schnuppe, ich zahle mit oder ohne Stuttgart 21 nicht mehr und nicht weniger Steuern, und langfristig betrachtet sind das Investitionen, die sich lohnen. Mehr jedenfalls als Opel-Finanzspritzen oder halbgare Subventionen von toten Bahnlinien. Gibt es eigentlich Berechnungen zur Amortisationszeit von Stuttgart 21?

Max BGF
12.06.2009, 22:47
Ich warte nur noch drauf, dass man herausfindet, dass das Gleisvorfeld des HBF Lebensraum einer vom Aussterben bedrohten und sensiblen Eidechsenart ist und deswegen unter Naturschutz gestellt, wenn nicht gar zum UNESCO-Naturerbe ernannt werden müsste...

Du wirst Lachen, genau das wurde schon gebracht und zwar unter der Überschrift "Serengeti am Nesenbach" :lol:

Neall
13.06.2009, 19:18
Es stimmt, das viele Schwaben bei derartigen Prestigeprojekten eher zur Vorsicht neigen. Das scheint in den Genen zu liegen, dann lieber nicht zu viel riskieren, bodenständig bleiben. Nachher ist man am Ende nur sein mühevoll gespartes Geld los.

Aber...
Der Fernsehturm ist auch so ein Beispiel. Anfangs mit allen möglichen Bedenken gefürchtet, heute geschätzt. Selbst der Tagblatturm mitten in der City scheint angenommen.

Zwischen Fernsehturm und S21 besteht schon ein nicht zu verachtender Unterschied: deine Beispiele stehen für bauliche Solitäre, welche man im schlimmsten Falle noch hätte abreißen können. Beim neuen Bahnhof dagegen wird der komplette Stuttgarter Schienenverkehr mit verändert. Das bietet zwar vielfältige Verbesserungsmöglichkeiten, anderseits jedoch auch genügend Potential zum scheitern. Gerade deswegen muss es hier eine viel schärfere Überwachung geben.
Und (da bin nun einmal selber kleinkariert) mich schüttelt es bereits beim Gedanken, die nächsten zehn Jahre hören zu dürfen: "auf Gleis zwei, der RE von Stuttgart nach Tübingen, hat Aufgrund von Bauarbeiten derzeit knapp 30 Min. Verspätung. Wir bitten um ihr Verständnis."

Aber mal etwas ganz anderes. Beim lesen vom Motel One-Thread ist mir aufgefallen, das Stuttgart noch kein einziges Backpacker Hostel besitzt. Diese Hotels in denen man sich ein 10qm Zimmer mit 6 Leuten aus 5 Nationen teilen darf. Ist es hier derart uninteressant für Rucksacktouristen? In anderen Städten schießen die nur so aus dem Boden.

kato2k8
14.06.2009, 04:17
Naja, ein paar gibt es schon (guck mal z.B. auf Qype).

Allerdings kriegt man in den "anderen Städten" in "normalen" Billighotels auch oft kein Einzel- oder Doppelzimmer für unter 30-40 Euro pro Person, und in Stuttgart ist das durchaus drin. Locker.

Max BGF
14.06.2009, 10:40
JuHe wurde unlängst ebenfalls modernisiert und ausgebaut.
Allerdings wird Stuttgart wirklich keine Destiination für allzuviele Rucksacktouristen sein. Auf die im übrigen auch nicht viele Städte scharf sind. In der dritten Welt nimmt man halt noch was kommt, Hauptsache Devisen.

Schmittchen
14.06.2009, 11:16
Das sehe ich anders. Wer als jugendlicher Rucksacktourist ein paar lustige Abende in einer Stadt verbracht hat, wird später gerne zurückkommen - aus beruflichen Gründen oder als Viersternetourist. Darauf zu verzichten, wird sich auch keine deutsche Stadt erlauben können.

Max BGF
14.06.2009, 12:35
Die Unterkünfte sind aber in aller Regel nicht staatlich/städtisch. Privater wird wohl kaum 2009 mögliche Gäste des Wettbewerbers 2019 subventionieren wollen.

Für Berlin ist ein gewisser Anteil solcher Touris wichtig, weil imageerhaltend. Aber Bremen, Düsseldorf, Hannover, Frankfurt, Leipzig, Stuttgart u.a. können solch ein Image nicht profitabel aufbauen oder pflegen, da es dann zu gewöhnlich würde und sich mithin selbst entwerten würde.

Nichts gegen Rucksacktouristen als solche, aber hier war von Sorte ala 10qm Zimmer mit 6 Leuten - und Hostel aka LowBudget - die Rede. Zu überlegen ist dabei, daß man üblicherweise nicht in eine europäische Stadt geht, weil dort die Hotels günstig sind, sondern weil man die Stadt aus diversen Gründen sehen will oder sie geschickt auf der Route liegt. Also würden im Schnitt mindestens 4 von den 6 Leuten zähneknirschend in eine teurere Herberge gehen. Und die anderen 2 kommen vielleicht gerade deshalb später in die Stadt, weil sie sie noch nicht gesehen haben. Zugegeben, letztlich Spekulation meinerseits.

Schmittchen
14.06.2009, 13:00
Wer spricht denn von Subventionen? Mit Sicherheit lassen sich Hostels ohne Subventionen gewinnbringend betreiben. Was die Stadt tun kann und soll, ist zwischen Hausbesitzern und potentiellen Betreibern zu vermitteln und Genehmigungssanfragen wohlwollend zu entscheiden.

Unterkünfte solcher Art werden meist in leer stehenden Bestandsgebäuden eingerichtet. Zumindest hier in Frankfurt und überwiegend im Bahnhofsviertel. Ein Hostel anstelle einer Spelunke im Erdgeschoss plus leer stehender Obergeschosse wie bisher stellt nicht nur eine sehr deutliche Aufwertung dar, sondern dürfte - m. E. auch in dieser Lage - sehr wohl für Imagegewinn der Stadt sorgen (Beispiel (http://www.5elementshostel.de/)). Dein "Entwertungsargument" verstehe ich ohnehin nicht.

kato2k8
14.06.2009, 14:20
Hier in Heidelberg (als Touristenstadt) sind die "richtigen" Backpacker-Hostels kaum bekannte Spelunken in Lagen, die zwar - ähnlich wie beim Frankfurter Bahnhofsviertel - verkehrstechnisch günstig liegen, dafür aber vom Umfeld her oft genauso nicht gerade in der besten Gegend liegen.

Zu Preisen, die im 4-/6-/8-Bett-Zimmer zwar für Heidelberg billig sind (so 22-26 Euro/Person), für die ich aber in Stuttgart durchaus mit etwas Planung ein Einzelzimmer in einem richtigen Hotel irgendwo sagen wir in Cannstadt oder Untertürkheim mit Stadtbahnanschluß finde.

Puntagorda
14.06.2009, 17:03
Mir fällt auf Anhieb nur das hier ein:
http://www.alex30-hostel.de/
Ich glaube, Stuttgart ist auch für Backpacker gar nicht so uninteressant und genießt insbesondere aufgrund der Automobilmuseen eine gewisse Bekanntheit.
Allerdings eher als kurzer Zwischenstop zwischen zwei als lohnender angesehenen Regionen wie Paris/Elsass... im Westen, München/Prag... im Osten, Italien/Schweiz im Süden und Rheinland/Köln/Berlin/Hamburg... im Norden. Der Durchschnittsbackpacker verbringt auf der Durchreise sicherlich nicht mehr als 1-2 Nächte in Stuttgart, daher ist die Nachfrage nach entsprechenden Unterkünften wohl begrenzt.

kato2k8
14.06.2009, 17:32
Stuttgart ist da eben mehr so eine Art Durchgangsstation denke ich. Als Backpacker übernachtet man halt gleich z.B. zentral in Frankfurt, und Stuttgart wird da höchstens als Tagesaufenthalt auf der Fahrt in Richtung Schweiz oder München eingeplant.
Zumindest bei den mittlerweile klassischen Backpackern die per Interrail-Ticket unterwegs sind, schließlich lassen sich das da diese Strecken mitsamt Aufenthalt in Stuttgart sehr gut mit nur einem Tag im Ticket verplanen (auf den Tickets wird in Kalendertagen abgerechnet). Meistens konkurrieren dann in dieser Planung Alternativtagesziele wie Heidelberg oder - in Richtung Schweiz - Straßburg direkt mit Stuttgart, und die Strecke Frankfurt - München ist eigentlich eine "Standardstrecke" für Interrail-Kunden.

Neall
14.06.2009, 20:36
Ich muss hier aber mal eine Lanze für diese Art von Hotels brechen. Zumindest jene, in denen ich bisher meinen Urlaub verbrachte, waren immer sehr gepflegt. Nettes Personal, saubere Bäder, gemütliche Betten und zentral. Vorkommnisse kann es natürlich immer geben - letztes Jahr in Rom bspw. hatte jemand mein einziges Handtuch mitgehen lassen. Außerdem sind sie kaum geeignet für einen längeren Aufenthalt. Aber gerade wenn man nur ein paar Tage eine Stadt besichtigen möchte, sind solche Hostels ideal dafür. Besonders eindrucksvoll fand ich bisher München, da waren in einer (!) Straße gleich drei Stück davon direkt nebeneinander.

Bei einer Privatwohnung oder einer kleineren Herberge hat man leider immer auch das Problem, das man durch ihre geringe Popularität kaum Feedback darüber finden wird, so das eine gewisse Portion Glück mit dazugehört. Als Alternative bleiben dann noch die althergebrachten Hotels, in denen man den drei bis vierfachen Preis zahlen darf, zugegebenermaßen auch meistens für mehr Komfort. Was für mich jedoch, als jemanden der den ganzen Tag auf den Beinen ist, dann zuviel des guten darstellt.

Superion
15.06.2009, 12:20
Unterkünfte solcher Art werden meist in leer stehenden Bestandsgebäuden eingerichtet. Zumindest hier in Frankfurt und überwiegend im Bahnhofsviertel. Ein Hostel anstelle einer Spelunke im Erdgeschoss plus leer stehender Obergeschosse wie bisher stellt nicht nur eine sehr deutliche Aufwertung dar...
Nun das mag für FFM durchaus zutreffen, dazu kennen ich mich im dortigen Bahnhofsviertel zu wenig aus. In Stuttgart gibt es allerdings im Umkreis von 1000 m um den Bahnhof meines Wissens keinen nennenswerten Leerstand, der nicht baulich bedingt wäre und sich enstprechend verwerten ließe. Spelunken im Erdgeschoss sind da auch eher rar, bis nicht vorhanden und finden sich eher in den angrenzenden Stadtteilen.

Wagahai
22.06.2009, 12:52
Stuttgart-Tatort "Das Mädchen Galina" mit 25,9% bisheriger Quotensieger 2009, auch Tagessieger am letzten Sonntag.
Quelle: Bild (http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2009/06/22/stuttgarter-team-bislang-tatortquotensieger.html)

Leider habe ich die letzten 2 Folgen verpasst :nono:

Silesia
22.06.2009, 15:35
Der war auch echt gut der Tatort! Haja aufm SWR oder anderen Dritten laufen ja ständig Wiederholungen, somit verpasst du nicht wirklich ne Folge.

Wagahai
22.06.2009, 15:41
Dieses Jahr wird´s aber ev. nix mehr (http://www.tatort-fundus.de/web/index.php?id=74)...

Silesia
30.08.2009, 17:09
Ich hab ein weiters Video über Stuttgart erstellt, mit vielen schönen location's, schaut es euch an über Feedback würde ich mich freuen! Hat noch wer coole Videos über unsere geliebte Stadt?!

http://www.youtube.com/watch?v=yEBZQUhnBKQ

Wagahai
31.08.2009, 00:19
Klasse, Silesia :cool:

Ich hätte allerdings gerne noch den Börsenplatz oder die Königstraße als Sequenzen gesehen, idealerweise als Nightview. Ein bisschen mehr Bilder von Menschen könnte ev. noch mehr Dynamik & Dramatik reinbringen, ist aber natürlich leicht daher gesagt.

Max BGF
31.08.2009, 08:22
Herzlichen Dank, super gemacht. Die Idee mit dem Birkenkopf zu Beginn und Ende im Zeitraffer ist auch schön, wenngleich mir persönlich der Birkenkopf als Aussichtspunkt weniger als andere Punkte zusagt.

Wie hast Du das eigentlich produziert: Alle Drehorte zeitnah zwecks Film aufgesucht oder über die Zeit gesammelt?

@Wagahai, Börsenplatz ab 0:30.

Anregungen (sofern ich nichts übersehen habe):
- Mehr Parks, z.B. Killesberg mit Killesbergturm
- Wilhelma mitsamt maurischer Architektur
- Weinberge (Grabkapelle Rotenberg ist dabei), evtl. Kriegsberg mit City und/oder bei Neckar und Max-Eyth-See
- Chinesischer Garten
- Zacke (, Seilbahn)
- Stäffele
- Glemseck (ehem. Solitude-Rennstrecke)

- Etwas Altstadt (Cannstatt, um Hans-im-Glück-Brunnen)
- Alte und Neue Staatsgalerie + HdG (Stirling-Ensemble)
- Teehaus
- Einstellung Bismarckturm ist etwas kurz geraten, daher oben abgeschnitten
- Bärenschlößle
- Gründerzeitler, evtl. Villen im Bereich Karlshöhe
- Villa Reitzenstein
- Altes Schloß (evtl. Innenhof)
- Schillerplatz statt Marktplatz - so der Clip eher positiv als schonungslos ehrlich sein soll ;)
- Falls Marktplatz: Nicht nur Rathaus
- Markthalle

- Löwentorzentrum (Büros)
- A1-LBBW
- Revitalisiertes Bosch-Areal
- Königstraße, s. Wagahai, speziell KöPa + Phönixbau als neuere Entwicklungen
- Degerloch: die andere Seite (Siemens & Compass) wäre vorteilhafter als Berolina-Haus
- Messebauten/-park (zusätzlich zum Parkhaus)
- Fernsehturm
- Hannibal (Asemwald)

Ist natürlich auch ein Problem das alles in der Clip-Zeit unterzubringen.

Silesia
31.08.2009, 13:41
Vielen Dank euch beiden für euer feedback. Schön das es euch gefallen hat.

@ Wagahai
Hmm mir waren halt etwas die Hände gebunden... Vielleicht hast du dir nur die Videosequenzen angeschaut und beim Text nicht so hingehört. Die meisten Videoclips beziehen sich auf die Textpassagen, da es ja ein (inoffizielles!) Musikvideo sein soll. Und deshalb @ Max BGF sind Sequenzen wie der Bismarckturm so kurz da auch die Textpassagen sehr kurz sind und schnell hintereinander kommen - "vom Bopser bis zum Bismarckturm und beäugen die Aussicht" - da bleibt nicht viel Zeit für längere Sequenzen.

@ Wagahai
Was Menschen und Dynamik angeht hast du recht, allerdings gings in dem Video eher nicht um diese beiden Dinge.


Für Menschen und Königstrassen Nightview kann ich mein "Stuttgart Nightflight" empfehlen, das sollte dein Bedürfnis danach stillen.

http://www.youtube.com/watch?v=mZNBkWVECNs&feature=PlayList&p=EB828DB7C230556F&index=12


Und für Dynamik, und auch Menschen und Kö-Nightview hab ich das hier. "ray of light - Stuttgart"

http://www.youtube.com/watch?v=3WPzb1hzJsg&feature=PlayList&p=EB828DB7C230556F&index=13

Mehr Dynamik geht (in Stuttgart) nicht!


@ Max BGF

Wie hast Du das eigentlich produziert: Alle Drehorte zeitnah zwecks Film aufgesucht oder über die Zeit gesammelt?

50:50, ich hab inzwischen einen riesigen Bestand an Clips von nahezu allen schönen locations, manches hingegen (je nach Video) filme ich aber auch direkt und exclusiv nur für ein Video.

Deine Auflistung ist super, 95% davon hab ich auch auf der Festplatte. Manche Sachen wie "Gründerzeitviertel" sind nur schwierig in einem Musikvideo unterzubringen. Klar wäre Schillerplatz schöner aber der ist grad "unfilmbar" wegen der verhüllten Schillerstatue, deshalb Rathaus (bezog sich eh auf die Textpassage, CDU-Wähler).

Einige deiner Dinge (Fernsehtrum, mehr Parks, LBBW etc.) hab ich hier bei meinem "one day in Stuttgart" eingebaut.

http://www.youtube.com/watch?v=bwNLfsCFjXc&feature=PlayList&p=EB828DB7C230556F&index=3

Bei Interesse in die Playlist "towns an sounds" schauen, da gibt es noch ein paar mehr. Wenn di dich für Nahverkehr interessierst (Zacke) dann schau hier rein, aus meiner Reihe "(Stadt-)Bahn TV in Fahrt"

http://www.youtube.com/watch?v=GADXZ4Qkg9w

Silesia
04.10.2009, 18:55
Ich suche auf unbestimmte Zeit eine 1-2 Zimmer-Wohnung in Stuttgart, oder ein Zimmer, gern auch WG - Preis max 340€ kalt! Es ist dringend, wenn jemand etwas hat oder helfen kann würde ich mich sehr freuen - dann bitte PN an mich. Danke schön

Wagahai
15.10.2009, 23:28
Herzlichen Glückwunsch, was wäre der Schlossplatz, gar die Stadt ohne ihn.

Foto (http://www.stuttgart.de/img/mdb/item/376151/49595.jpg)

Historie der "schwäbischen Akropolis" (http://www.stuttgart.de/item/show/376151).

Quelle: Stadt Stuttgart

StZ mit Fotostrecke (http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2238924_0_9223_-150-jahre-koenigsbau-leserfotos-zum-geburtstag.html).

sebastian c
03.04.2010, 14:18
Isch hätt da gern amal a Frage: Wie sind die Erfahrungen in Stuttgart mit den langen CapaCity Bussen (http://www.youtube.com/watch?v=cMvg_IrtT3w&feature=related)? ( http://www.nahverkehr-franken.de/bus/img/capacity/capa7.jpg)
Fahren die auch durch engere Straßen? 10 Stück davon werden jetzt bei uns auch angeschafft, sollen vor allem "die" Hauptstrecke im Tal bedienen, aber auch zur Uni fahren, und dort ist´s seeeehr eng.

stutengarten
04.04.2010, 15:20
Wenn man der SSB Glauben schenken darf, haben sich die Busse bewährt. Nachdem die ersten Busse im Jahre 2008 eher in den Außenbezirken unterwegs waren, werden sie nun auch innerstädtisch eingesetzt. Auf diesen Strecken liegen zwar keine superengen Gässchen, dennoch sind oftmals einspurige Fahrbahnen und kurvige Straßen zu befahren.
Über eine offizielle Unfallstatistik mit den Fahrzeugen ist mir nichts bekannt, wenngleich ich von einigen Unfällen gehört habe, die durchaus mit der Größe der Fahrzeuge zusammenhängen könnten. Möglicherweise hält sich da der Verkehrsbetrieb jedoch absichtlich bedeckt.

Augsburger
09.05.2010, 11:09
Grüße aus der schwäbischen Hauptstadt (von Bayrisch-Schwaben) :)

Ist das nicht ein ganz normaler Gelenkbus, was ist daran speziell? Wir haben hier ja aussschließlich MAN-Busse darum ist ein Autobus von Mercedes ein ungewohnter Anblick - täusche ich mich dass er sehr "breit" wirkt?

Silesia
09.05.2010, 15:11
^^ Speziell am Capacity ist, das er hinten 2 Achsen hat statt nur eine. Somit ist er fast 20m lang und hat logischerweise mehr Platz (deshalb ja auch Capacity - mehr Kapazität in der City:D). Breiter ist er net, das täuscht lediglich, wahrscheinlich durch die weiter aussen stehenden Spiegel und die herausragenden Kamerafassungen an beiden Enden oben.

http://img297.imageshack.us/img297/2887/p1160115.jpg (http://img297.imageshack.us/my.php?image=p1160115.jpg)


Bild: Silesia

Silesia
30.08.2010, 23:42
Nachdem der Bereich "Metropolitain", also der Bereich für Nahverkehr, nun nahezu komplett und nur noch ergänzt wird, sind nun die ersten Bereiche auf "Metropolis" online. Metropolis beschäftigt sich nur noch mit Architektur jeglicher colour in Stuttgart.

www.metro-stuttgart.de

Mittlerweile sind die Bereiche Museen, Theater, Plätze sowie Hochhaussiedlungen online. Alle mit einer ersten Auswahl der jeweiligen Gruppen. Bei den Museen bspw. Porsche-Museum, Kunstmuseum, MB-Museum, Staatsgalerie.
Bei den Theatern mit dem Schauspielhaus, der Staatsoper, den Wagenhallen, Theaterhaus.
Bei den Plätzen der Schillerplatz, Marienplatz, Südheimer Platz, Bismarckplatz, Börsenplatz, Pariser Platz etc.
Bei den Hochhaussiedlungen und -Ensembles sind es zum grossen Teil bereits bekannte Bilder aus dem Thread hier im DAF.

Seid also hiermit herzlichst eingeladen! Es wird natürlich Kontinuierlich Erweiterungen geben in den jeweiligen Bereichen, aber auch neue Bereiche kommen in Zukunft (Ich spiele mit dem Gedanken einen Döner- und Imbiss-Führer einzurichten:D) Über Feedback freue ich mich natürlich!