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Alt 23.07.12, 21:41   #190
Klarenbach
Goldenes Mitglied

 
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Klarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz sein
Ein sehr interessantes Sanierungsprojekt wird derzeit in Wilhelmsruh verwirklicht. Dort befinden sich drei Wohnblöcke des Typs WBS 70 / 5 Geschosse Beethovenstraße 4-4c, 9-9c und Mozartstraße 1-15. Diese Wohnblöcke werden derzeit von der Wohnungsbaugenossenschaft Wilhelmsruh e.G. saniert, die Planung stammt vom Büro IBRF GmbH Ingenieurbüro für Bauwesen (Berlin). Der Wohnblock Beethovenstraße 9-9c wurde bereits letztes Jahr saniert, am Block Mozartstraße 1-15 wird derzeit gearbeitet, und der Block Beethovenstraße 4-4c wird voraussichtlich nächstes Jahr angepackt.

Die Baumaßnahmen umfassen den Anbau eines Wärmedämm-Verbundsystems, den Anbau neuer Balkone, die zu Wintergärten erweitert werden können, die Sanierung der Innenräume und den Anbau von Aufzügen. Hier gibt es einen Eindruck vom sanierten Block Beethovenstraße 9-9c.





Zum Vergleich sieht man hier den unsanierten Block Beethovenstraße 4-4c.



Hier ist schließlich der im Bau befindliche Wohnblock Mozartstraße 1-15.







Besonders interessant ist die Lösung für den Aufzuganbau, der einen Halt auf den Wohnetagen ermöglicht. Zu den Details: Hier sieht man ein unsaniertes Treppenhaus. Hierbei handelt es sich um ein klassisches WBS 70 - Treppenhaus mit einem Treppenabsatz auf halber Höhe.







Diese Bauweise führte zu Problemen beim Aufzuganbau. In den letzten Jahren wurden vor allem drei Varianten der Aufzugnachrüstung praktiziert. In zahlreichen Fällen wurde der Aufzug außen an das Treppenhaus angebaut, dann mussten die Haltepunkte auf den Treppenabsätzen auf halber Höhe eingeordnet werden. Die halbe Treppe zu ihrer Wohnung mussten dann die Mieter laufen. Diese Lösung widerspricht allerdings den Förderrichtlinien für den altersgerechten Umbau der Gebäude. In anderen Fällen wurde der Aufzug neben dem Treppenhaus angebaut und mit Haltepunkten auf der Wohnungsebene versehen. Bei dieser Lösung musste allerdings ein Teil der benachbarten Wohnung für die Schaffung eines Ganges zu den Wohnungseingängen geopfert werden. Etliche Hauseigentümer haben die Aufzüge auch eingebaut, dann mussten aber umfangreiche Stemmarbeiten durchgeführt werden, und auch bei dieser Lösung musste ein Teil des Wohnraumes geopfert werden.

Hier nun die Wilhelmsruher Lösung: Hierbei wurde das Treppenhaus komplett ausgeräumt, gleichzeitig wurden die Außenwandplatten entfernt.



Anschließend wurden neue Treppen eingebaut, die keinen Absatz auf halber Höhe aufweisen, sondern die erst in Höhe der nächsten Etage enden. Um diese Treppen unterbringen zu können, wurde das Treppenhaus ein wenig hinausgezogen. Der große Vorteil dieser Lösung besteht darin, dass nun problemlos ein Außenaufzug angebaut werden kann und dass dieser dann auch auf der Wohnungsebene hält. Hier ist nun der neue Zustand:







Und hier noch ein paar bautechnische Details: Hier sieht man die statische Lösung der unteren Treppenaufhängung mit Stahlstützen und einem Betonträger.





Und hier ist die obere Aufhängung mit einem Stahlträger zu sehen.



Ich denke, dass mit dieser Variante das Aufzugproblem sehr gut gelöst wurde.

Alle Fotos: Klarenbach
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