Thema: Mainz: Fotoalbum
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Alt 04.06.13, 22:30   #48
RMA
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Ein paar Superweitwinkel-Impressionen eines Spontanausflugs vom letzten Sonntag – Mainz ist trotz des verbreiteten Wiederaufbau-Miefs, punktuellen Bausünden und eines ähnlich dysfunktionalen Verkehrssystems wie Frankfurt am Main eine Stadt, die man um ihr immer noch reiches Kulturerbe beneiden kann. Leider war in zwei Kirchen, die ich primär von innen fotografieren wollte, Dauergottesdienst, daher bis auf ein Bild nur Außenaufnahmen. Aber es war sicher nicht der letzte Besuch.

Augustinerkirche (1768–71) an der Augustinerstraße von Südosten – mit St. Ignaz und St. Peter eine von drei Kirchen des 18. Jahrhunderts in der Altstadt, deren wunderschöne Ausstattung zwischen Spätbarock und Frühklassizismus auf uns kommen durfte:


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In St. Ignaz (1763–75) an der Kapuzinerstraße, die gerade von außen renoviert wird (letzter Beitrag siehe hier) und daher mit Gerüsten zugestellt ist, verbaten Gottesdienst und Weihrauchschwaden Aufnahmen auch von innen, eine leicht verwackelte High ISO-Impression habe ich dann aber doch:


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Direkt vor der Kirche blickt man auf diese Häusergruppe an der Kapuzinerstraße, die sichtbar äußerlich zum Teil spätgotisch, im Kern aber überwiegend noch mittelalterlich sind:


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Zurück an der Augustinerstraße stellt das meines Wissens namenslose Haus mit der Nr. 75, hier zusammen mit dem Nachbarhaus „Zum Kleinen Elefanten“ (Nr. 73) eines der stattlichsten erhaltenen Bürgerhäuser fränkischer Prägung im erweiterten Rhein-Main-Gebiet dar. Bedenkt man, was nur wenige Meter von dem Haus entfernt alles so im Zweiten Weltkrieg vernichtet worden ist, ist es ein großer Glücksfall, das dieses bedeutende Kulturdenkmal erhalten blieb! Die erste Bauphase dürfte kurz nach 1600 und nahe dem im Zweiten Weltkrieg vernichteten Salzhaus in Frankfurt am Main gelegen haben, aus dieser Zeit stammen wohl die im Stil von Hermen beschnitzten Pfosten. Ein Umbau um 1720 – einfach zu datieren an den Bandelwerksdekorationen – dürfte die Fenster vergrößert und die Stuckdekorationen der Brüstungsfelder gebracht haben, da das ursprüngliche Sichtfachwerk durch den Ausbau verdorben worden war:


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Zum Abschluss noch ein paar Eindrücke vom sogenannten Jüngeren Dalberger Hof im Norden der Altstadt, das vielleicht bedeutendste noch erhaltene der zahlreichen Palais in der Stadt. Die Vierflügelanlage nach Plänen von Johann Kaspar Herwarthel stammt aus den Jahren 1715–18, wurde aber im Klassizismus und Historismus mehrfach erweitert, und 1793 (Beschießung durch Preußen) und im Zweiten Weltkrieg ebenso mehrfach verwüstet, weshalb bis auf die zugegeben sehr prächtige Hülle des einstigen Stammsitzes des für unsere Region sehr prägenden Adelsgeschlechtes Dalberg nicht mehr viel erhalten ist. Vor kurzem erfolgte im Zuge einer Sanierung der Ausbau zu Eigentumswohnungen, darüber wurde auch im Forum berichtet (letzter Beitrag dazu mit Übersicht siehe hier):


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Das wars.
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