Highlines - Hochhausensemble Stiftstraße (geplant)

  • Wie die FAZ am Samstag schreibt darf das geplante Wohnhochhaus nun doch 80 Meter statt der bisher erlaubten sechzig hoch werden! Das berichtete Olaf Cunitz in einem Pressegespraech. Die Hoehe sei mit den beiden Koalitionspartnern abgestimmt. Zwei weitere Gebaeude sind mit einer Hoehe von 40 und 50 Metern geplant. Es werden 180 Wohnungen entstehen, davon 30 mietpreisgebunden, eine Kindertagesstaette, Einzelhandel und Gastronomie. Der Bebauungsplan soll in spaetestens einem Jahr geaendert werden.
    Auch auf dem benachbarten Rundschau-Grundstueck stehe man in "aussichtsreichen Gespraechen", so Cunitz. Auch hier sollen mehr Wohnungen entstehen als urspruenglich geplant.


    Kurz und knapp: gute Nachrichten!

  • Das sind doch mal super Neuigkeiten und sogar gleich doppelt. :D


    Die neue Trumhöhe ist eine absolute Verbesserung und an dieser Stelle durchaus vertretbar, denn er befindet sich (wie epizentrum bereits erwähnt hat)
    in bester Gesellschaft. Eine gewisse Nähe zur Altstadt ist zwar gegeben, aber der Impact dieses Gebäues dürfte sich dies bezüglich in Grenzen halten.
    Das (MAINTOR-Projekt) ist näher am Herzen der Stadt und dazu ist WINX auch noch gute 30 Meter höher. Ich hab das mal flott visualisiert und als neue Mitte
    habe ich einfach mal den Hühnermarkt angepeilt. Mit dem Römer als Ausgangspunkt ist die Nähe von WINX & Co. zur „Mitte“ natürlich noch deutlich ausgeprägter.
    Da fallen 80 Meter in der Stiftstraße wohl kaum in's Gewicht...


    http://abload.de/image.php?img=hh_stiftstrae_kontext9rca0.jpg]
    Karte von "]Google Maps[/URL], Markierungen von mir.


    Die zweite super Nachricht ist natürich die aufkommende Bewegung auf dem ehem. Rundschau-Areal. Mit diesem Projekt steht und fällt die ganze Ecke
    um den Eschersheimer Turm und die Brache ist meines erachtens auch mit der Grund für die schleppende Vermietung des NEXTOWERs.
    Über eine Veränderte Bebauung bin ich per se erst mal auch nicht böse, der Entwurf der LANGHOF Archtitekten hatte seine Stärken, aber auch seine Schwächen.
    Drücken wir mal die Dauemen das die Überarbeitung dem Projekt gut tut. :daumen:



    Der einzige Wehrmutstropfen ist vielleicht folgender Satz:

    Der Bebauungsplan soll in spaetestens einem Jahr geaendert werden.


    In einem Jahr kann noch viel passieren, ich hätte mir hierbei eine etwas schnellere Gangangart quasi Nägel mit Köpfen gewünscht.
    Aber alles in Allem – Daumen hoch!!!


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    Mod: Plan geURLt, da Karten von Google nicht frei verwendbar sind (Karten von OpenStreetMap wären es).

  • Es werden 180 Wohnungen entstehen, davon 30 mietpreisgebunden[...]


    Da hat entweder die FAZ etwas missverstanden oder Du Ahligator.


    Denn sowohl FR als auch FNP berichten darüber, dass das 30% (FR) oder sogar 33% (FNP) der Wohnungen mietpreisgebunden sein werden. Das entspricht 54-60 Wohnungen.

  • Es sollen 55 Wohnungen mit Mietpreisbindung gebaut werden. Die Eckpunkte der Vereinbarung zwischen Corpus Sireo und der Stadt in einer Pressemitteilung von gestern:


    Bürgermeister Olaf Cunitz hat die wesentlichen Eckpunkte zum Bau eines Wohnhochhauses an der Stiftstraße 23-27 mit der Projektentwicklung Corpus Sireo Asset Management GmbH vereinbart. „Ich freue mich sehr, dass wir an so zentraler Stelle in der Innenstadt, unmittelbar nördlich der Zeil rund 180 zusätzliche Wohnungen realisieren können. Damit kommen wir dem Ziel einer Stärkung des Wohnens in der City, das noch einmal im kürzlich vorgestellten Innenstadtkonzept bekräftigt wurde, wieder einen Schritt näher“, sagt Bürgermeister Cunitz. „Hier haben wir jetzt die Chance auf eine städtebaulich überzeugende Neuordnung des Areals, die auch den gesamten öffentlichen Straßenraum rund um die Stiftstraße aufwerten wird.“


    Nach der jetzigen Übereinkunft sollen drei in der Höhe gestaffelte Hochpunkte von 40, 50 und 80 Metern mit fünfeckigem Grundriss errichtet werden. Insgesamt sollen 181 Wohnungen entstehen, davon 55 mietpreisgebunden. Außerdem soll es zehn Atelier-Wohnungen für Künstler geben. In der Sockelzone sind Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung vorgesehen, außerdem soll eine 4-zügige Kindertagesstätte entstehen.


    Der Standort ist im Hochhausentwicklungsplan vorgesehen, vor einer Realisierung muss aber der bestehende Bebauungsplan B 845 „Ehemalige Hauptpost/Zeil“ geändert werden. Denn die geltende städtische Beschlusslage lässt derzeit ein Wohnhochhaus mit maximal 60 Metern Höhe zu. Das Areal ist eine Teilfläche der ehemaligen Hauptpost und befindet sich im Eigentum der Deutschen Telekom AG. Die Architektur stammt vom Büro Max Dudler aus Zürich, das sich in einem Ideenwettbewerb gegen die Mitbewerber durchgesetzt hat.


    Die zweite Visualisierung aus Beitrag #51 scheint aktuell zu sein. Diese wurde in den letzten Tagen im Zusammenhang mit dieser Einigung gezeigt, etwa vom Journal Frankfurt und im Blog von Olaf Cunitz.

  • Veränderte Fassade

    Dudlers Büro hat die Fassade noch einmal kräftig überarbeitet. Das Raster wird regelmäßiger. Der Versatz entfällt, die Fenster werden größer und die Materialität wird in der Wirkung edler ausfallen.

  • ^Jetzt machst Du mich aber neugierig. Wenn Du das weißt, hast du sicherlich auch fundierte Quellen;)
    Neue Renderings habe ich auf der Dudler-Website nicht gefunden...
    Regelmäßigere (Fenster)raster könnte auch langweiliger heißen, ich bin mal gespannt. Der alte Entwurf hat mir schon sehr gut gefallen, nicht ausgeschlossen, daß mir der Neue noch besser zusagt.:D
    Jedenfalls klasse, wenn der Turm tatsächlich absehbar kommt! (Diese verflixten, zeitaufwendigen B-Plan-Änderungen immer. Meine Worte, lieber ein paar Meter mehr verabschieden, drunter wird wohl eher ohne nervige Änderungen gehen, denke ich...)

  • ^ Die Kubatur bleibt. Jedoch wird die Unregelmäßigkeit in der Fassade geopfert. Das wirkt eventuell bei manchen Flächen etwas monotoner, jedoch wird das durch die Rücksprünge und die Rasterunterbrechungen durch inliegende Loggien (Balkone) einigermaßen ausgeglichen.


    Ich denke, das gesamte Objekt wird dennoch eine recht edle Wirkung haben und ein bisschen Boston-Charme.

  • Wie die FAZ heute berichtet sucht der Projektentwickler Corpus Sireo nun einen Investor für die Realisierung des Hochhaus-Komplexes. Man möchte das Gelände in 2015 an einen Investor veräußern, sobald das Planungs- und Baurecht erteilt wurde. Derzeit konzentriert sich die Corpus Sireo darauf ebendieses Baurecht zu schaffen.

  • Natürlich kein Baustart aber unmittelbar vor dem abzureissendem Komplex wurden und werden bereits bestehende Leitungen umverlegt. Also wohl die ersten Vorbereitungen.

  • Der Baubeginn wird noch auf sich warten lassen. Das Verfahren um die Änderung des Bebauungsplans soll noch mindestens das ganze Jahr 2015 in Anspruch nehmen. Das schreibt die FNP heute. Grundstückseigentümer Corpus Sireo habe die Absicht, Anfang des kommenden Jahres mit der Suche nach einem Käufer zu beginnen, dieser werde das Projekt dann realisieren.

  • Eine offensichtlich neue Visualisierung sollte die von RYAN-FRA in #66 und #68 umschriebene Überarbeitung wiedergeben. Dies wird im Vergleich zur älteren Ansicht aus ungefähr derselben Perspektive in #12 erkennbar:



    Bild: Corpus Sireo / Max Dudler Architekten


    Der hauptsächlich dargestellte Bauteil dürfte die auf 80 Meter festgelegte Höhe haben. Er ist wohl etwas näher an die Stiftstraße herangerückt, der Rücksprung des Hochhauses gegenüber dem Sockelbau nach Westen wurde um eine Fensterachse reduziert. Auch hat der Sockel nun ein Geschoss mehr. Gut zu erkennen die in #68 erwähnten Loggien. Elegant wirkt der obere Abschluss, auch die offenbar stärker profilierte Fassade gefällt. Alles in allem hat der Entwurf in meinen Augen gewonnen, nicht zuletzt deswegen, weil die nun etwas zurückhaltendere Gestaltung diesen ziemlich inhomogenen Bereich beruhigen dürfte.


    Die Wohnungen im 40-Meter-Turm sollen komplett mietpreisgebunden sein (Q). Auch ist neben der oben schon erwähnten Kindertagesstätte der Bau einer Hochgarage geplant. Ich nehme an, dass dies gemäß den von epizentrum fotografierten Plänen im "Rückraum" des 50-Meter-Turms geschehen soll.

  • Schöner Fund! Interessant, der 40 m Turm dürfte der im Hintergrund gelegene sein, plaziert an der Kreuzung Stiftstrasse/Stephanstrasse.
    Den 50m Turm nimmt man aus diser Perspektive gar nicht wahr. Dieser dürfte dann links vom Hauptturm liegen.

  • Sollte dieses Projekt tatsächlich so gebaut werden, wäre das ein riesen Fortschritt für diese Ecke. Der aktuelle Entwurf könnte meiner Meinung nach genauso in der Upper Eastside Manhattans gefunden werden. Zusammen mit dem Rundschau-Areal könnte hier wirklich was tolles entstehen! :daumen: :daumen: :daumen:

  • Ich finde es so auch wesentlich stimmiger. Sämtliche Rücksprünge sind um eine Achse reduziert. Das lässt auch eine passend übergehende Rasterung der beiden Ladengeschosse zu.
    Die Fenster sind insgesamt breiter ausgelegt. Dadurch wird auch optisch weniger Steinfläche für die Außenhaut benötigt. Dafür ist die Fassade aber plastischer geworden und wird durch die tiefe Materialität betont.


    Der leicht überarbeitete Abschluss macht enorm viel aus.


    Die Verteilung der Loggien ist geschickt. Nach Außen wirken die versetzten Loggienblöcke als Auflockerung für die sonst strenge klassische Rasterfassade. Der Versatz der Blöcke ist so angelegt, dass jede Wohnung eine Loggia erhält - eben in verschiedene Richtungen - oder einen Balkon auf dem Rücksprung.

  • Noch 2 neue(?) Visualisierungen, wirkt doch sehr massiv, vor allem der 80m Turm wirkt mir (zumindest auf diesen Visualisierungen) zu gedrungen. Vielleicht liegt es aber auch nur an einer nicht korrekten perspektivischen Darstellung.





    Bild: Corpus Sireo / Max Dudler Architekten



    Bild: Corpus Sireo / Max Dudler Architekten


    EDIT:
    Tatsächlich sind die Renderings in der Horizontalen gezogen worden.


    Das erste entspricht demnach dem in #51 gezeigtem schon überarbeiteten Rendering:


    https://fvgffm.de/img2/1001_stiftstr_perspekrvzjj.jpg


    Hier das andere aus der Fussgängerperspektive in der richtigen Ausrichtung:



    Bild: Corpus Sireo / Max Dudler Architekten

    Einmal editiert, zuletzt von Adama ()

  • Nein, ist genau richtig. Endlich wird Mainhattan dem Namensvorbild sukzessive gerechter - Manhattans Dichte zeichnet sich ja gerade durch die große Zahl von mittelgroßen und massiven Highrises aus, nicht nur einzelne, punktuelle Leuchttürme. Genau richtig für Frankfurt. Mehr davon.

  • Und jetzt noch im Erdgeschoss die Glaswand drei Meter nach innen setzen, so dass eine fußgängerfreundliche Arkade entsteht. Dafür würd' ich als Stadt glatt einen Meter Bürgersteig stiften, der überbaut werden darf.


    Der 80m Turm bekommt wohl nach Süden noch eine Unterteilung, denn die Sonst entstehende Gebäudetiefe von über 30m in jeder Richtung gibt sonst Probleme mit der Nutzbarkeit einiger Räume.

  • Der Entwurf im Beitrag von Schmittchen vom 22.03.2013 Büro Max Dudler war noch der beste. Schmal, elegant. Die begrünten Rücksprünge. Sehr gut. Mal was anderes und eine Bereicherung für die Architektur der Stadt.
    Die letzten Bilder zeigen mal wieder das übliche "quadratisch, praktisch, gut". Wirkt klobig und gedrungen. Scheinbar ist der erste Plan der Kostenoptimierung zum Opfer gefallen!

  • Bebauungsplan 845 - Ägh

    Wieso eigentlich 80 Meter oder 60?


    Der gültige B-Plan 845 sieht derzeit als maximale Höhe 38 Meter vor; Ausnahme ist nur das Hotel-Hochhaus mit 123 Meter, das ja schon steht.


    Die Änderungen sollen nun am 10.02. in der Paul-Hindemith Schule vorgestellt werden. Wohl wegen der arg großen Diskrepanz zwischen dem B-Plan und den neuen Plänen - die mit dem 'Ägh' (845Ä) - werden die Unterlagen erst 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn ausgelegt - und findet die Veranstaltung im Gallus, nähe E-Viertel statt. Der letzte Entwurf passt ja auch ganz gut ins benachbarte Europaviertel.