Nbger Süden: Lichtenreuth - Technische Universität Nürnberg

  • Areal Brunecker Straße - neue Universität Nürnberg

    Nachdem in Nürnberg in den nächsten Jahren über 40 Grundstücke der Bahn frei werden, habe ich hier mal den Verlauf der Verhandlungen und deren Ergebnisse aufgelistet mit den jeweiligen Zeitungsartikeln inkl. den Artikeln, dass das Architekturbüro Speer ein Rahmenkonzept entwerfen soll!


    Zitat Anfang vom 21.10.2004>>
    Im Nürnberger Süden soll ein neuer Stadtteil für Tausende Bürger entstehen. An der Brunecker Straße (Lichtenhof) werden in den nächsten Jahren 143 Hektar frei. Das Areal ist noch im Besitz der Deutschen Bahn und deren Immobilientochter aurelis. Die Stadt hat eine Vereinbarung über die Nutzung dieser Fläche und weiterer 45 Bahngrundstücke getroffen. Zum Wochenende präsentieren Experten erste Ideen für das neue Viertel. Vorab haben die Rathaus-Grünen bereits ihre Eckpunkte präsentiert. ....
    Doch wie soll der neue Stadtteil einmal aussehen? Stadt und Bahn/aurelis haben sich darauf verständigt, dass es ein Gesamtkonzept für die Fläche geben wird. Ziel ist eine Mischung aus Wohnen und Dienstleistung/Gewerbe. Ein Drittel soll als Grünfläche bewahrt werden. Der Planungszeitraum erstreckt sich zunächst bis 2008.
    <<Zitat Ende


    Kompletter Zeitungsartikel:Viele Ideen für neues Viertel - NN


    Zitat Anfang vom 23.10.2004>>
    Sinnvoller Ausgangspunkt für eine Neustrukturierung könnte, so einer der Stadtplaner, eine neue U-Bahnstation zwischen Hasenbuck und Bauernfeindstraße als Entwicklungsknoten sowie die Ansiedlung einer imageträchtige Institution - etwa einer Schule - sein. Insgesamt kommt wohl nur eine mit den Nachbarvierteln gut verknüpfte Mischnutzung in Frage; für sie gilt es, internationale Investoren zu begeistern, da die „Binnennachfrage“ vermutlich nicht reicht.<<Zitat Ende


    Kompletter Zeitungsartikel:Erste Devise heißt "aufräumen" - NN


    Zitat Anfang vom 25.10.2004>>
    Das Architekturbüro Albert Speer & Partner (Frankfurt a. Main) soll für das 143 Hektar große Bahnareal im Nürnberger Süden ein Rahmenkonzept entwerfen. Diesen Auftrag erteilte die Grundstückseignerin aurelis, die zusammen mit der Stadt Nürnberg das Gelände zu einem neuen Stadtteil entwickelt.


    Zwei Tage lang hatten Dutzende Fachleute über Ideen für ein neues Viertel an der Brunecker Straße debattiert (wir berichteten). Nun wurde ein erster Fahrplan festgelegt.


    Danach wird zunächst ein Rahmenplankonzept, eine so genannte Masterskizze, für das Gelände entworfen. Diese soll „grundlegende Freiraum- und Erschließungsstrukturen“ festlegen sowie die Anbindung des neuen Stadtteils an benachbarte alte Siedlungen wie die am Hasenbuck und am Rangierbahnhof gewährleisten. Angrenzend liegen zudem der Volkspark Dutzendteich und das ehemalige Reichsparteitagsgelände.<<Zitat Ende


    Kompletter Zeitungsartikel:
    Speer entwirft neuen Stadtteil - NN
    Speer entwirft neuen Stadtteil - NZ

  • Ja, da hat Nürnberg wirklich Glück gehabt. Das dürfte rund zehnmal soviel Fläche sein wie in unserem Städtchen insgesamt Gewerbeflächen leerstehen. ;)


    Bin mal gespannt was man daraus macht..vielen Dank für die Infos!

  • Zitat von sebastian c

    Ja, da hat Nürnberg wirklich Glück gehabt. Das dürfte rund zehnmal soviel Fläche sein wie in unserem Städtchen insgesamt Gewerbeflächen leerstehen. ;)


    Bin mal gespannt was man daraus macht..vielen Dank für die Infos!


    143 Hektar bezieht sich auf das größte Objekt, ingesamt werden ja 280 Hektar ehemalige Bahnfläche frei!


    Somit dürften auch in Zukunft die Preise für Grundstücke in Nürnberg erschwinglich bleiben (relativ gesehen), auch wenn Nürnberg wächst. Mal sehen welche Auswirkungen das hat auf Skyscraper Projekte.

  • Zitat von CityHai

    Neuer Stadtteil für Tausende von Bürger


    Und der Dativ ist dem Genetiv sein Tod !


    Mußte leider irgendwo sparen, die Anzahl der Zeichen war begrenzt!

  • Zitat von markus.t-nbg

    Mußte leider irgendwo sparen, die Anzahl der Zeichen war begrenzt!


    War ja auch nicht bös gemeint ;)

  • Hi,


    wenn ich mir die Bilder von google earth über das besagt Areal anschaue, hat sich da noch nichts getan! Weis jemand genaueres?


    Gruß


    Mattes

  • :lach: Hehe, manche haben das Prinzip hinter Google Earth noch nicht ganz verstanden. Ich kenn einen, der hat tatsächlich versucht sich selbst (im Garten am Laptop sitzend) zu finden...


    Schönes Projekt für Nürnberg übrigens. :)

  • Mattes: Das Problem bei diesem Areal ist, dass sich herausgestellt hat, dass die Lärmbelästigung an manchen Stellen zu laut wäre. Deshalb muß man nun sich dies nun genauer ansehen.


    Siehe hierzu "Baureferent zieht Zwischenbilanz zu Bahnflächen"
    Ein Schwerpunkt ist die Schärfung der Rahmenbedingungen für das Areal an der Brunecker Straße – bereits von der Größe von rund 100 Hektar das wichtigste Projekt bei der Flächenkonversion. Es besteht erheblicher Prüfungs- und Planungsbedarf wegen der hohen Lärmbelastung durch den Rangierbahnhof. Detaillierte Lärmuntersuchungen sind die unabdingbare Grundlage für die weiteren Planungen.


    Baureferent zieht Zwischenbilanz zu Bahnflächen
    http://www.deutsches-architekt…rum/showthread.php?t=4063

  • @ Excobar:


    auf den aktuellen google earth bilder ist z.B. am Friedrich-Ebert-Platz die Baustelle für den neuen U3 Bahnhof zu erkennen. Sprich, die Bilder können nicht älter als 1 Jahr sein... soweit bin ich auch schon...


    Schlaumeier... ;)


    markus:


    Danke für die Info! Man kann nur gespannt sein, wie sich das Projekt weiter entwickelt...


    Gruß


    Mattes

  • Brunecker Straße

    Die Lärmproblematik ist offenbar immer noch nicht in den Griff zu bekommen, wie die NZ heute berichtet. Einerseits sind die Geräuschimmissionen der bestehenden Industriebetriebe zu hoch für Wohnbebauung, andererseits möchte man die angrenzenden Wohngebiete vor weiterem Industrielärm schützen.

  • nach langer pause in diesem Thread geht es nun weiter.



    Die Probleme auf dem Areal sind nach wie vor vielfältiger Natur, aber immerhin hat die Stadt mit aurelis, dem Eigentümer, nun endlich eine grundsätzliche Einigung bezüglich der Flächenentwicklung getroffen.


    Inzwischen hatte ausserdem die DB angekündigt, eine Papielogistikzentrale neben dem ICE Ausbesserungswerk zu errichten. Die Stadt hätte jene Investition lieber im Hafen angesiedelt, denn jenes vorhaben warf einige Ideen über den haufen.


    so wird es beispielsweise keine U-Bahnstation "Brunecker Straße" an der bestehenden U1 geben, da diese praktisch fast nur das Gelände der Papierlogistigzentrale erschließen würde. Dies ist insgesamt aber verschmerzlich, denn der nachträgliche Einbau wäre hier wohl sehr teuer gekommen.


    derzeit wird im neuen nahverkehrsentwicklungsplan die verlängerung der straßenbahnlinie 7 über das Areal bis zum U1 stop Bauernfeindstraße geprüft. Diese Verbindung könnte der angestrebten Bebauung die Initialzündung verpassen.


    Insgesamt gliedert sich die grobe Planung nun in drei teile. beim gelände hin zur bayernstraße (nördlich) bleibt es bei Gewerbe. darunter entsteht in zwei entwicklungstufen wohnbebauung. rechts von dieser verläuft die straßenbahntrasse von nord nach süd, parallel zur münchner straße. zwischen dieser und der tram wird platz für gemischte nutzung entstehen.


    das südliche ende, hinter der hier teils oberidrisch verlaufenden u-bahn trasse bleibt wiederum gewerbe vorbehalten.


    das gelände am südlichen zipfel wird für die messe reserviert. wer hätte das gedacht...



    alles in allem recht üppig wenn man sich die dimension vor augen hält. ein "zeitnaher Einstieg" in die konkrete Planung wird angestrebt. in bezug zu den straßenbahnplänen macht man schon druck, den ein baufälliger tunnel, der dieses jahr für den verkehr geschlossen wird, müsste vor der verlängerung abgerissen werden. die linie 7 wäre ohne die verlängerung auf dauer wohl kaum zu halten. daher braucht man nun planungssicherheit was mit der linie insgesamt passieren soll. die trasse würde dann die bayernstraße ebenerdig überqueren und zwischen dem möbelhaus und der tankstelle auf das areal abbiegen.


    die daten und planungen dazu sind veröffentlicht:
    http://online-service2.nuernbe…B06252E07AC13504?id=15800


    D.

  • Sehr interessante Pläne! Nun kann man nur hoffen, dass wirklich das Areal zeitnah erschlossen wird! Vorallem die Verlängerung der Tram gefällt mir sehr gut! Das wird die Attraktivität des neuen Stadtteils immens steigern.

  • Wie die "nn"berichtet gab es eine Bürgerversammlung auf der Oberbürgermeister Maly die Pläne für das Areal erläutert hat. So möchte der Eigentümer "Aurelis" das 90 Hektar große Areal bis 2032 für 5000 Bewohner entwickeln. Dabei werde ein organisches Wachstum angestrebt, dies würde drastische Marktverzerrungen auf Nürnbergs Immobilienmarkt vermeiden. Wie bereits veröffentlicht sollen Wohnblöcke als auch Einzelhäuser, Gewerbe und Einzelhandel zueinander ausgewogen und mit üppigem Grünanteil errichtet werden (1/3 Wohnen, 1/3 Gewerbe und Einzelhandel, 1/3 Grün). Im Prinzip ist also wirklich ein eigener neuer Stadtteil angedacht.


    Für die Straßenbahnverbindung bis runter zum U-Bahnhof Bauernfeindstraße sieht es wohl auch sehr gut aus, sie würde sich nach den Berechnungen der NVEP-Planer schon heute ausreichend Fahrgäste generieren.



    http://www.nordbayern.de/nuern…schen-entstehen-1.1354565



    D.

  • Die Entwicklung des areals wirft seine Schatten voraus. In der Frankenstraße wird die Shell-Tankstelle mit dem Sandwichladen abgerissen. Und soweit ich aus meinem Umkreis gehört habe, soll das wegen der Straßenbahn-Baustelle sein.



    Wie das genau zusammenhängt ist mir nicht ganz klar. Denn ich dachte eigentlich, dass die Straßenbahn den alten Tunnel aus den vierziger Jahren nutzen soll, der so ziemlich genau unter dem Roten Stuhl des Möbelhauses entlang läuft.



    Auch an den Gleisen kann man irgendwie nicht erkennen, dass hier Vorbereitungen getroffen werden.



    Warten wir es ab, die Arbeiten beginnen ja erst gerade. Weiss jemand dazu genaueres?

  • Hatte es nicht vor Jahren bei der Eröffnung von XXXLutz geheißen, das er später mal auf dem Gelände der Tankstelle erweitern will, wenn dessen Pachtvertrag ausläuft?


    Hab hier sogar noch einen alten Artikel gefunden