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Alt 10.09.15, 00:42   #186
Elli Kny
Diamant-Mitglied

 
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Elli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz sein
^^^ Hallo arnold, verzeih die späte Rückmeldung.

Ich denke, dass die Unklarheiten aus der chemnitzer Distanz einfach auszuräumen sind.
Die mit rotem Kreuz versehenen Baufelder sollen nicht als ausgeschlossen gelten - sie sind für ein kurzfristiges Vorankommen am Platz nur von geringem Belang. Sie haben auch keine Priorität, könnten später hinzukommen, sind separat umzusetzen oder teilweise auf lange Sicht nicht möglich - je nach Fläche.
Zum Lückenschluss am Bellevue habe ich keine abschließende Meinung, würde es aber zunächst lieber freilassen. Hintergedanke ist dort auch, dass seitens des Hotels wohl keine Expansion beabsichtigt ist. Ausserdem kann hier nicht einfach entlang altem Stadtgrundriss gebaut werden, wie sonst an der elbseitigen "Hälfte" des Neustädter Marktes. Es muss hier folglich ein Neubau hin. Die Ansicht des heutigen Bellevuekomplexes ist jedoch gefällig und könnte durch einen vorgestellten Baukörper eher beschädigt werden, sofern er nicht absolut gelingt.
Die Baumasse im Innenhof zwischen den Platten an der Haupt- und Sarrasanistrasse kann absehbar nicht errichtet werden, da nun dort gerade ein neuer Kitabau entstand und dessen Aussenanlagen (gesetzlich vorgeschrieben) die Bauflächen besetzen. Die Platten entlang Haupt- und Sarrasanistrasse stehen auf lange Sicht nicht zur Disposition, sind in festen und lukrativen Eigentumsverhältnissen und sollten daher nicht von der Debatte vorn am Platz ablenken. Sollte man den südlichen Teil der Kitaaussenanlagen tatsächlich in zB 10-15 Jahren entwidmen können, dann kann dort gerne die vorgeschlagene Kubatur umgesetzt werden. Mittel- bis langfristig bleibt es aber (leider noch) Illusion. Vorn am Platz kann man jedoch sehr viel voranbringen, das sollte die Botschaft sein. Je größer man den Betrachtungsrahmen setzt, desto mehr vermute ich die Gefahr der Verwässerung der Diskussion und Zerredung im Streit. Daher konzentriere ich mich auf das mittelfristig Machbare, spare Illusionen aus und verweise direkt auf den Platz und umsetzbare Nachbarbereiche.

Das Blockhaus braucht leider erstmal eine Nutzung durch den Freistaat bzw nahe Institutionen. Da gibt es scheinbar wenig Bedarf und keine Ideen. Erst wenn eine Nutzung in Gänze feststeht, geht mE der SIB aktiv in die Planung. Geld wäre dann sicher auch irgendwo vorhanden, das sei nicht das Problem. Von der Planung hängt dann die Detailausformung der Blockhaussanierung ab. Es ist durchaus denkbar, dass das Kupferdach wiederkommt (sofern es überhaupt mal drauf war?) - besonders dann, wenn der Denkmalschutz dies ausdrücklich fordern sollte. Das beträfe dann ggf auch weitere Details. Die hell-dunkel Fleckigkeit dresdner Sandsteinfassaden wird wohl so bleiben, da sie offensichtlich dem Denkmalschutz zu lieb ist (zB ablesbarer Kriegsschaden).
Die Fläche ggü wird nicht "auf Biegen und Brechen" für eine Kulturnutzung freigehalten, das ist nur derzeitiger Entscheidungsstand von vor etlichen Jahren. Das ist ja eben ein Punkt der Debatte, die nun zu führen ist. Durch den Umbau des Kulturpalastes fällt ein Konzerthausprojekt (was eh für die Philharmonie gedacht war) für eigentlich ewig weg. Einen weiteren Museumsbau ("unbelebte Kultureinrichtung") braucht Dresden dort überhaupt nicht, da unweit schon das Japanische Palais künftige Großaufgabe sein wird (Nutzung unklar), ein Verkehrsmuseum ganz woanders platziert werden würde und auch eine tatsächlich noch benötigte Kunsthalle der Moderne eher an der Carolabrücke angedacht ist, aber auch zahlreich anderorts unterbringbar wäre. Also das ist eine politische Entscheidung, die man sicher nicht ohne die Bürger treffen will. Aber man sollte die o.g. Karten auf den Tisch legen und sich von einer kulturellen oder Mononutzung verabschieden. Vorteil hier ist eine Fläche in Staatsbesitz, die man alsbald entwickeln könnte.

Die Fächerform des Platzes gefällt auch mir ganz gut - sie ist speziell und passt super als Geste der Öffnung zum Elbpanorama - allein die Qualität der Bauten ist eben nicht optimal, das Hinterland ist antiurban brach. Die Abfolge der Platten ist allerdings in ihrer Einheitlichkeit wiederum von Vorteil. Von hohem Gestaltungswert sind zudem die Brunnenanlagen sowie (nicht zu vergessen) die Formbaumhaine aus Platanen. Daher würde ich die Zwickelquartiere zunächst rauslassen und diese Entscheidung auf später verschieben. Das ist nicht ganz einfach, denn bei einem Leitbautenprinzip kommt es schon darauf an zu wissen, ob später eventuell die Platzseiten noch kommen oder nicht. Andererseits: können wir einen elbseitig historischen Platz mit einer fächerförmigen noch modernen Nordseite verkraften? Ich denke JA, denn erstens tun wir das seit Jahrzehnten und zweitens stört ein Narrenhäusel oder eine historische Füllbebauung zwischen Blockkhaus und Bellevue doch keineswegs die Platzharmonie. Das wird doch immer nur herbeigeredet von Leuten, die die wirklich krassen Verwerfungen, wie der Altstadtübergang zur Pirnaischen "Vorstadt", nicht sehen oder sehen wollen. Diese Art der albernen Diskussion führt auch noch zum Stillstand. Das wird aber auch nicht erkannt. Also es muss um eine sachliche Debatte gehen und darum, was der Platz leisten soll und wofür er eigentlich da ist.

Die Problemlage Köpckestrasse muss ich auf später verschieben.

Ich hoffe, es wurde einiges klarer. Hier ist jetzt eine Möglichkeit, seine Vorstellungen oder Wünsche zu äussern. Das gilt es zu diskutieren. Den Link kann man dann rumschicken - zum Beispiel an die GHND oder die Stadt. Das könnte bei Erfolg allgemeine Handlungsanweisung sein. Mein Eingangsbericht ist ja nur Anstoß und von der Ausrichtung nur mein persönliches Wunschdenken.
Die Frage sei ja auch mal gestellt: Ist es denn überhaupt sinnvoll und notwendig, die ganze Bürgerschaft zu befragen? Kann man nicht schon loslegen? Die nächste "Dresdner Debatte" steht erst im übernächten Jahr wieder zur Verfügung (2016: anderes Thema) und wird wohl nicht nochmal an den gleichen Ort zurückkehren. Also wen soll man zum Platz befragen? Wen stört denn das Narrenhäusel wirklich? Etwa die, die anfangs auch gegen die Frauenkirche waren? Was nützen Megadiskussionen mit uninformierten Bürgern oder Architektenstreits um Eitelkeiten? Daher muss die Funktion des Platzes im Vordergrund stehen. Eine Abkehr der GHND vom Leitbautenprinzip hier vor Ort halte ich für total verfrüht - welche wenigen haben das denn dort vor Kurzem entschieden? Damit wurde doch auch "über die Köpfe hinweg" entschieden. Überall kann es nicht jedem Recht gemacht werden. Also kann ein Bauherr und Flächeneigentümer ebenso einfach loslegen. Die Stadt sollte aber Baurecht schaffen und für ihre Ziele einen B-Plan erarbeiten. Derzeit gilt am Neustädter Markt wohl nur §34 BauGB.
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