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Alt 28.09.14, 18:28   #77
Elli Kny
Diamant-Mitglied

 
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Elli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz sein
Gagfah prüft Wohnungsneubau

da es im stadtgespräch gerade unterzugehen droht, diese wichtige sache passt auch hier:

wie die SäZ meldete, möchte das Wohnungsunternehmen nach Jahren des Rückbaus und Abverkaufs (es wurden gar nicht soo viele WE veräußert) an seinem bedeutendsten Standort - Dresden - wieder wachsen. Das Bevölkerungswachstum sowie die Immobilienentwicklung waren noch vor Jahren so nicht absehbar. Nach Eigentümerwechsel und mit neuer Unternehmensstrategie sieht man sich in größerer Verantwortung, als nur der reinen Bewirtschaftung des derzeit 37000 WE umfassenden Bestandes nachzukommen. Vorausschauend wird Wohnneubau für die Gagfah attraktiv. So könnte das Portfolio um zahlreiche neue Wohnungen anwachsen.

Daher prüft man derzeit, wie bezahlbare Wohnungen erbaut werden können, auch weil sich der restliche Markt zusehends preislich überhitzt. Die Prüfung wird beispielhaft am Objekt Nicolaistrasse durchgerechnet und soll ein halbes Jahr dauern. Die Gagfah scheint bereit, auch mit anderen Akteuren am Wohnungsmarkt zusammenzuarbeiten, um preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

An der vormals abrißgestoppten zweiten Platte an der Nicolaistrasse 7-21 wird nun geprüft, inwieweit man Neubau für 7-8 eur/m² KM umsetzen könnte. Oder ob doch nur eine einfache Sanierung zum Ziel führt. Eigentlich möchte man die Platte mit 96 WE wohl doch lieber abreißen, denn so wäre Platz für bis zu 400 neue Wohnungen in 5-6-geschossigen Häusern in Blockrandbauweise. Bei der ersten Platte, die abgerissen wurde, wäre ohnehin eine Blockrandschließung möglich.
(ich hatte das mal gezeigt - post 48)

An der Nicolaistrasse prüft man nun, die Baukosten zu senken. Dazu könnte auf Austattungen verzichtet werden, wie zB Wegfall von TG und Kellergeschoss, Anordnung innenliegender Bäder oder Abstellräume auf der Etage. Es wäre eine Art Pilotprojekt, um die Krux, derzeit nicht unter 10 bis 12 Eur/m² KM bauen zu können, zu knacken. Zumal hier, wo innerstädt. Grunderwerb wegfällt und sicher auch der eine oder andere Mengenrabatt bei hunderten Wohnungen möglich erscheint.

Die Nicolaistrasse könnte Modellcharakter bekommen, wenn die Prüfung das ergibt. Denn dann könnte ähnlich auf dem riesigen Flächenbestand der großen Wohnungsunternehmen gebaut werden. Diese Flächen stünden tlw. auch einer neuen städt. Woba zur Verfügung, heißt es. Sollte der Freistaat ein Wohnbau-Förderprogramm aufsetzen, könnte zügigst mit dem Bau begonnen werden. Auf einigen Stadtumbau-Ost-Abrissflächen müsste man allerdings noch die 10-Jahres-Sperre abwarten, was in paar Jahren durch wäre. Läuft alles bestens, möchte die Gagfah ihren Dresdner Wohnbestand auf bis zu 50000 WE erhöhen, also über 10000 WE zusätzlich.

Sollte das Prüfergebnis negativ ausfallen, steht das Flächenreservoir auch für weitere Akteure zur Verfügung. Die Gagfah sitzt auf einem gigantischen Bestand an leeren Flächen und Bauplätzen. So könnten Bauträger solche pachten oder erwerben, um selbst Bauten zu errichten. Die WGJ wäre ein weiterer Kooperationspartner, jedoch verfügt diese selbst über zahlreiche Flächen. Soweit sinngemäß die SäZ.

Schlussendlich könnte das Ganze städtebaulich sehr bedeutend werden, denn durch diese neue Offenheit und Aktionslaune der Gagfah könnte mE auch eine Lösung für den Neustädter Markt zustande kommen. Vielmehr aber kann es um die verträgliche Nachverdichtung der Nachkriegs-Wohnvorstädte gehen und auch manche Korrektur. Aber das greift schon weit voraus.
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