Festspielhaus (nicht realisiert)

  • ...und was genau soll gebaut werden?


    Die Finanzierung ist aber schon die größere Hürde. Der Bund hat wohl noch immer nostalgische Gefühle für Bonn...

  • Neues im KSTA. Es geht allgemein um die Gründung einer Objektgesellschaft zum Bau des Festspielhauses, die Festspielhaus-Stiftung, Programm, Personalien usw. In Bezug auf die konkrete bauliche Umsetzung kommen derzeit noch drei Alternativen in Frage:

    • die Beethovenhalle bleibt erhalten, wird aber komplett entkernt; so bleibt das äußere Erscheinungsbild weitgehend erhalten. In die Halle wird ein „Schuhkarton“ integriert - ein Quasi-Neubau mit exzellenter Akustik. Nebenan ist Platz für einen Kammermusiksaal für bis zu 400 Besucher.
    • Der Kammermusiksaal entsteht in der jetzigen Halle, samt Nebenräumen. Das neue Festspielhaus kommt auf das Nachbargrundstück.
    • Die Beethovenhalle wird komplett abgerissen und auf dem Grundstück der Nachfolgebau für das Festspielhaus errichtet.
  • Dazu hat sich der Rhein-Sieg-Kreis im Rahmen der Haushaltsberatungen dazu bereit erklärt, 3 Millionen Euro für die Stiftung zur Verfügung zu stellen; die Förderung eines herausragenden Kulturprojektes habe auch posittive Auswirkungen auf die gesamte Region.


    http://www.general-anzeiger-bo…mid=10003&detailid=391182


    Damit sind jetzt schon drei konkrete Zusagen für die Stiftung zu verzeichnen:
    - 39 Mio € kommen vom Bund, genauer gesagt aus dem Zusatztopf für herausragende Kulturprojekte, wozu auch die Sanierung der Staatsoper in Berlin gehört;
    - 5 Mio € hat angeblich die örtliche Sparkasse zugesagt;
    - 3 Mio €vom Rhein-Sieg-Kreis.


    Damit wäre man bei bald 50 Mio €, hinzu kommen 1 Mio €/Jahr vom Land NRW.
    Rechnet man mit einem Zinssatz von 5 % für die Anlagen, bekäme die Stiftung für diesen Grundstock ca. 2,5 Mio Zinsen im Jahr, zuzüglich der Unterstützung des Landes sind das 3,5 Mio €.
    10 Mio soll der Unterhalt jährlich kosten, zählt man sämtliche Kosten inclusive Programm und Unterhalt zusammen. Es fehlen also noch 6,5 Mio, wobei laut Kölner-Stadt-Anzeiger (link siehe^) mit 160.000 Besuchern im Jahr gerechnet wird. Bei einem Eintrittspreis von durchschnittlich 30 Euro (zum Vergleich: meines Wissens ist es in Salzburg ein Betrag von 110 Euro pro Karte) ergäbe das weitere 4,8 Mio €, womit der Fehlbetrag auf 1,7 Mio Euro im Jahr schrumpft. Da auch Vermietungen und Catering Einnahmen bringen dürften und darüberhinaus sicher weitere Zustiftungen zu erwarten sind, ist das Festspielhaus schon fast finanziell über den Berg. Ein Riesenerfolg, wer hätte das gedacht.


    Bleibt nur zu hoffen, dass die Unternehmen, die das Haus auf eigene Kosten bauen und dann der Stiftung schenken wollen, die Stadt unter eine Art wohlwollende Betreuung stellen, damit nicht zu viele destruktive Trittbrettfahrer, die es in dieser Stadt leider in nicht unerheblicher Zahl gibt, ihr Unwesen treiben.
    Ich bin aber sicher, dass sich letztlich die konstruktive Mehrheit durchsetzt - mit der Folge, dass die ganze Stadt in außergewöhnlicher Weise profitiert.

  • Das Festspielhaus wird auf dem Arreal der Beethovenhalle gebaut. Ob die alte halle erhalten bleibt, soll der Wettbewerb klären:


    Wie Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann auf der Programmpressekonferenz zum Beethovenfest 2008 im Plenarsaal Wasserwerk am Freitag erklärte, habe die Stadt wichtige Grundsatzfragen entschieden:


    Das neue Festspielhaus entsteht auf dem Areal der heutigen Beethovenhalle. Dies sei Aschermittwoch in einem Spitzengespräch zwischen den Vorständen der Deutschen Post, Deutschen Telekom und Postbank sowie hochkarätigen Vertretern von Bund, Land und Stadt vereinbart worden.


    Auf welche Weise der neue Konzertsaal gebaut wird, soll ein Architektenwettbewerb entscheiden, den die Investoren des Festspielhauses, die drei Bonner Dax-Unternehmen, ausloben werden. Dazu laufen derzeit die Vorbereitungen. In diesem Wettbewerb erhoffen sich die Bauherren des Hauses auch eine Antwort darüber, ob und inwieweit die im Jahre 1959 errichtete Beethovenhalle in das Festspielhaus integriert werden kann („Integrative Lösung").


    http://www.bonn.de/rat_verwalt…/02895/index.html?lang=de

  • OB Bärbel Dieckmann hofft "möglichst noch vor der Sommerpause" auf das Ratsvotum in Sachen "Festspielhaus Beethoven". Nachdem ihr der neue Post-Chef Frank Appel versichert habe, es bleibe bei der Zusage des Konzerns, das Haus mitzufinanzieren, stehe der Gründung der Objektgesellschaft als Bauherr des Festspielhauses nichts mehr im Wege.


    Architektur: aus Kostengründen möchte Dieckmann eine "integrative Lösung". Demnach würden Außenansicht einschließlich Dach der Beethovenhalle weitgehend erhalten bleiben, innen aber völlig umgebaut - unter anderem mit zwei Sälen und dem Eingang zum Rhein hin. Dem Vernehmen nach tendieren auch die Bauherren durchaus für dieses Konzept, wobei sie sich einig darin sind: Voraussetzung ist eine herausragende Architektur mit fantastischer Akustik.


    Nach derzeitigen Plänen könnte das Festspielhaus 2011 eingeweiht werden.


    Quelle: General-Anzeiger

  • Ich bin gespannt, wie sich unter dem Dach der Beethovenhalle zwei Säle unterbringen lassen - wenn die ausgewählten Architekten ihr Fach verstehen, sollte das wohl möglich sein.


    Sehr schön, dass es auch hier vorwärts geht. Zumal interessanterweise sonst die Beethovenhalle in einigen Jahren ohnehin saniert werden müsste. Jetzt bekommt die Stadt eine um Vieles bessere Spielstädte geschenkt, und muss nur ein Bruchteil dessen dafür hingeben. Möge der Rat klug entscheiden.

  • Am 15. März gab es in der Printausgabe des General-Anzeigers noch einen Artikel zum Festspielhaus. Darin wird Hans-Dieter Petram, Ex-Vorstand der Post und jetzt Projekt-Koordinator für das Festspielhaus zitiert: "Was uns am meisten quält ist das Budget." Insgesamt stehen 75 Mio. Euro bereit, für die Post, Telekom und Postbank gemeinsam aufkommen wollen. Der Kostenrahmen solle "unbedingt eingehalten" werden.


    Deswegen werde geprüft, so Petram, ob Teile der alten Beethovenhalle erhalten werden können. Im Gegensatz zu dieser allerdings soll sich das neue Festspielhaus zum Rhein öffnen. Ob das Budget auch noch für einen Kammermusiksaal reicht, ist noch nicht abzusehen.


    Zum Zeitplan: in diesen Wochen sollen am Standort technische Untersuchungen stattfinden, im Anschluss daran sollen "Ideenskizzen" von renommierten Architekten eingeholt werden, was laut Petram einige Monate dauern werde. Dann erst falle die Grundsatzentscheidung über die Architektur.

  • Nach langer Zeit mal wieder Neues zum Festspielhaus. Es bleibt dabei, dass noch im Herbst die drei Dax-Unternehmen Post, Telekom und Postbank die Objektgesellschaft gründen wollen, die voraussichtlich als Bauherr fungiert und anschließend einen Architektenwettbewerb ausschreibt. Vier bis sechs "weltweit renommierte" Architekten sollen daran teilnehmen, wobei der Standort, das Gelände der Beethovenhalle, vorgegeben wird.


    Unklar ist weiterhin, ob es einen gänzlich neuen Bau geben wird oder das Festspielhaus in die Beethovenhalle integriert werden soll. So will der General Anzeiger erfahren haben, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages und die Bundesregierung für einen Neubau, der internationalen Ansprüchen genügt, plädieren. In der Frage "Neubau oder Beethovenhallen-Umbau" besteht hinter den Kulissen ganz offensichtlich noch Uneinigkeit. Die endgültige Entscheidung soll laut GA-Informationen vom Ergebnis des Architektenwettbewerbs abhängig gemacht werden.


    Ziel ist, im Frühjahr nächsten Jahres das Ergebnis des Architektenwettbewerbes vorliegen zu haben. Nach der Planungs- und Vorbereitungsphase ist ein Baubeginn Mitte 2010 vorgeshen. Die Einweihung fände Ende 2011/Anfang 2012 statt.


    Quelle: http://www.general-anzeiger-bo…mid=10490&detailid=476831

  • OB Dieckmann bekräftigt, dass die Stadt den Betrieb mit jährlich 2 bis 3 Millionen Euro bezuschussen wird.


    Derweil gibt es auch eine erste inhaltliche Konzeptstudie des Musikmanagers Karsten Witt. Er plant eine Reihe von Festivals über das Jahr verteilt. Bonn sei zwar als Beethovens Geburtsstadt bekannt, werde überregional kaum als Festspiel- oder überhaupt als Musikstadt wahrgenommen.


    Das Festspielhaus solle sich in Bezug auf Architektur an ausländischen Vorbildern orientieren, etwa an der Philharmonie in Luxemburg, dem von Renzo Piano entworfenen Parco della Musica in Rom oder dem Konzerthaus in Luzern.



    Quelle: General-Anzeiger

  • Das Architekturauswahlverfahren beginnt


    Die Deutsche Post World Net teilte heute, den 22. Oktober 2008, mit, dass sich elf international renommierte Architekturbüros aus den USA, Japan, Großbritannien, Italien, Österreich, Luxemburg und Deutschland um den Bau des Festspielhauses bewerben.
    Das Unternehmen hat nun die Unterlagen für das Architektenauswahlverfahren erarbeitet, worüber es den Kultur- und der Planungsausschuss der Stadt Bonn informierte.
    Es ist ein privatrechtliche Architektenauswahlverfahren, welches von folgenden Eckpunkten ausgeht:
    - Es darf nicht mehr als 75 Mio. € kosten
    - Es wird eine World-Class-Architektur und eine First-Class-Akustik erwartet
    - Sie sollen ganzheitlich denken und konzipieren
    - Ein großer Saal mit 1500 Plätzen
    - Ein kleiner Saal mit 500 Plätzen
    - Der Bezug zum Rhein muss im architektonischen Konzept sichergestellt werden
    - Nachhaltige technische Konzepte ("Green building") zur Optimierung der Betriebskosten werden erwartet

    Weiter wurden den Architekten keine Vorgaben gemacht. Bis Weihnachten 2008 müssen die Modelle und Entwürfe eingereicht sein, entschieden werden soll im März 2009


    nun die teilnehmende Architekturbüros:


    * Richard Meier (New York/Los Angeles)


    * Murphy/ Jahn (Chicago)


    * Arata Isozaki (Tokyo)


    * Allies and Morrison (London)


    * Schuster & Schuster Architekten (Düsseldorf)


    * Hermann & Valentiny (Wien/Luxemburg)


    * Antonio Citterio (Italien)


    * Van den Valentyn (Köln)


    * Zaha Hadid (London)


    * David Chipperfield (Berlin/London)


    * Foster + Partners (London)


    Quelle: http://www.bonn.de -> Kultur -> Festspielhaus Beethoven

  • gute Nachricht.
    wenigstens läuft beim Festspielhaus alles zügig und nach Plan
    es freut mich, dass trotz zweitklassigem Budget einige erstklassige internationale Architekten dabei sind
    vielleicht hat der Standort insbesondere durch den Namen Beethoven beeindruckt. Ansonsten hätte eine Stadt mit 300.000 Einwohnern wohl kaum die Möglichkeit, mit 75 Mio die großen Namen anzulocken

  • PRESSEMELDUNG



    Architekten stellen im Post Tower Entwürfe für Beethoven-Festspielhaus in Bonn vor


    26.01. 2009


    ib Bonn - Mit einer beeindruckenden Resonanz sind zehn weltweit renommierte Architektenbüros der Einladung zur Beteiligung am Auswahlverfahren für den Bau eines Bonner Beethoven-Festspielhauses gefolgt. Bis zum Jahresende 2008 wurden aus einem angefragten Kreis von Architekten Entwürfe an die Deutsche Post World Net, die für den Bau verantwortlich zeichnet, eingereicht. Dabei waren hinsichtlich der inhaltlichen Konzeption der Kreativität keine Grenzen gesetzt, denn sowohl eine integrative Lösung unter Nutzung der bestehenden alten baulichen Hülle, ein kompletter Neubau unter Abriss der alten Beethovenhalle als auch ein Neubau neben der bestehenden Halle waren als Vorschlag möglich. Die Entwürfe mussten sich im Projektkostenrahmen von rund 75 Millionen Euro und an den Vorgaben einer World-Class-Architektur sowie First-Class-Akustik orientieren.


    Am Freitag, 30. Januar, stellen die Architektenbüros ihre Entwürfe im Post Tower erstmals selbst den Expertengremien unter Beteiligung der Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann, Vertretern des Bundes, Landes, Kreises sowie von Persönlichkeiten aus dem kulturellen Leben vor. Ein abschließendes Votum zugunsten eines bestimmten Entwurfs ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu erwarten, wohl aber eine Bewertung und Priorisierung.


    Alle Bonnerinnen und Bonner haben von Samstag, 31. Januar, 12 Uhr, bis Sonntag, 15. Februar, 18 Uhr, Gelegenheit, sich die Entwürfe im Modell in der Post Tower Lounge anzuschauen. Die Ausstellung ist montags bis freitags jeweils von 10 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Für interessierte Gruppen besteht die Möglichkeit, telefonisch unter (02 28) 1 82 82 82 Termine für Führungen mit einem Bausachverständigen der Deutschen Post zu vereinbaren. Die Reservierungshotline ist montags bis freitags zwischen 10 und 13 Uhr erreichbar. Darüber hinaus finden während der Ausstellungszeit montags bis freitags von 13 bis 17 Uhr und am Wochenende um 13 und um 14 Uhr auf Wunsch stündliche Führungen statt.


    Folgende Architekturbüros haben Entwürfe für das Beethoven-Festspielhaus eingereicht:


    * Richard Meier (New York/Los Angeles)
    * Murphy / Jahn (Chicago)
    * Arata Isozaki (Tokyo)
    * Allies and Morrison (London)
    * Schuster & Schuster Architekten (Düsseldorf)
    * Hermann & Valentiny (Wien/Luxemburg)
    * Antonio Citterio (Italien)
    * Van den Valentyn (Köln)
    * Zaha Hadid (London)
    * David Chipperfield (Berlin/London).



    Quelle: www.bonn.de

  • na, schlaft ihr alle? kein Komentar zum wichtigsten Projekt des nächsten Jahrzehnts?


    war gestern kurz im Post-Tower. dort gibt es sehr schöne und aussagekräftige Modelle.
    Anwesend war auch ein Vertreter der Findungskomission, der die Modelle erklärte und über die Chancen sprach:



    Ziel war es, ein Leuchtturm für Beethoven und Bonn zu schaffen. Der Neubau muss sich zum Fluss öffnen und gleichzeitig eine Öffnung zur entgegengesetzten Seite, also zur Stadt, aufweisen. Entwürfe, die kein prägnantes Bild abgaben, welches der Betrachter automatisch mit der Stadt Bonn verbindet, hatten keine Chance. Ebensowenig die Bewerber, die ein Sammelsurium an verschiedenen Schachteln anbieten.



    Eindeutiger Favorit ist Zaha Hadid: prägnanter moderner Bau ("Diamant") an zentraler Stelle über dem Fluss nach Abräumung aller alten Bauten


    Hermann und Valentiny sind meine Favoriten. die Welle, ähnlich Platziert wie der Diamant, aber noch so nie gesehen, sehr offen zu Fluss und Stadt


    Richard Meier: wird kritisiert für einen Meier-typischen weissen Kasten, der aber kein Alleinstellungsmerkmal für Bonn darstellt. zudem ein viel zu großer Riegel, der Fluss und Stadt trennt


    Isozaki: grausige Schachtelarchitektur mit Tiefgarageneinfahrt am Fluss und Fusgängerbrücke über die Rheinuferstrasse. Der Jury hat wohl der Innenraum gut gefallen


    alle Modelle liegen bei 80-90 Mio €. Ziel der betreuenden Komission ist es, bis zur Realisierung den Preis unter 100 Mio zu halten

  • Ich habe mir die Ausstellung noch nicht angesehen, aber der Entwurf von Hermann und Valentiny gefällt mir auch am besten. Bei Hadid habe ich Bedenken, dass dort ein grauer Sichtbetonklotz entsteht. Die Form fasziniert allerdings durchaus. Hoffen wir, dass es auf einen von diesen Entwürfen hinausläuft.