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Alt 07.06.10, 17:08   #131
Schmittchen
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Wohnbebauung an Richard-Strauss-Allee und Kennedyallee

Fährt man die Kennedyallee stadtauswärts, folgt gleich nach der zweiten Bahnbrücke links die Einmündung der Richard-Strauss-Allee. An dieser Ecke stehen ehemalige Gebäude der Deutschen Flugsicherung (DFS). Seit die DFS vor etwa zehn Jahren auf die andere Seite der Stadtgrenze nach Langen gezogen ist, steht der Gebäudekomplex (unter dem roten Kreis auf dem Luftbild) leer. Die Bauten befinden sich auf demselben Areal wie die Villa Mumm, einem palaisartigen, großbürgerlichen Wohngebäude von 1904, und weiteren Gebäuden des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie aus den 1970er-Jahren. Das Grundstück ist normalerweise abgeschlossen, beim Tag des offenen Denkmals im September 2008 konnte ich mich allerdings etwas umsehen. Die Flugsicherungsgebäude stehen nicht weit von der Kennedyallee. Die viel befahrene Straße hört man. Seit Aufgabe des Standorts wurden die Bauten offensichtlich sich selbst überlassen, entsprechend ist ihr Zustand.

Am vergangenen Samstag berichtete die FAZ in ihrer Printausgabe (RMZ, S. 44), dass mehrere Projektentwickler daran interessiert sind, die alten Gebäude der Flugsicherung abzubrechen und Wohngebäude zu bauen. Nun ist es allerdings so, dass im Jahr 1986 vor dem Hintergrund eines drohenden Wegzugs der DFS ein Bebauungsplan (Nr. 523, Begründungstext) erstellt wurde, mit dem Ziel, die Flugsicherung in der Stadt zu halten. Daher wurde eine hohe Ausnutzung und bis zu neun Stockwerke festgeschrieben.

Bekanntlich ist die DFS dann doch nach Langen gezogen. Die Römerkoalition möchte nun eine Regelung für ein neues Wohnquartier treffen. Laut einer Vorlage (NR 1884) vom 28. Mai 2010 soll bei einem etwaigen Bauantrag eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes nur erteilt werden, wenn
  • eine Wohnbebauung mit höchstens 1,1 Geschossflächenzahl und 0,22 Grundflächenzahl beantragt wird
  • Wohnungen in solitär stehenden Stadtvillen untergebracht werden
  • der Passivhausstandard eingehalten wird
  • der schützenswerte Baumbestand erhalten bleibt
  • die ehemals bestehende axiale Struktur des Park der Villa Mumm wieder hergestellt wird und
  • die Ausdehnung der Tiefgarage auf die bislang bereits versiegelten Flächen begrenzt wird
Dem erwähnten FAZ-Artikel zufolge soll auch ein 20 Meter breiter Waldstreifen zur Kennedyallee erhalten bleiben.
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