Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 20.09.13, 11:34   #2
Schmittchen
DAF-Team
 
Benutzerbild von Schmittchen
 
Registriert seit: 04.04.2003
Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 8.005
Schmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes Ansehen
Weitgehend unkommentiert, da noch wenig bekannt, nachfolgend Auszüge aus einer sehr aktuellen Pressemitteilung von Hochtief Solutions (die Hervorhebungen sind von mir).
Das Projekt

Unter Berücksichtigung der besonderen Lage in Frankfurt soll ein herausragendes Gebäudeensemble von höchster Wirtschaftlichkeit entstehen. Vorgesehen sind mindestens 60 000 Quadratmeter Bruttogrundfläche in einem oder mehreren Baukörpern, darunter ein Hochhaus mit höchstens 50 000 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Mindestens zwei eigenständige Bauteile, die eine reale Grundstücksteilung zulassen, sollen zwei unabhängige Adressen (zur Mainzer Landstraße und zur Taunusanlage, letztere mit eigener Vorfahrt) bilden und die Aufteilung in mindestens zwei Bauabschnitte ermöglichen. Die Gebäudehöhe wird auf 140 Meter (Gebäudekante ohne Aufbauten) über Oberflächenkante begrenzt.

Die Freiräume zwischen den Gebäuden sollen so angelegt sein, dass sie sich für einen angenehmen Aufenthalt eignen. Parkende Pkws werden in einer teilbaren und teilöffentlichen Tiefgarage mit 300 Stellplätzen untergebracht. Die Zufahrt zur Tiefgarage und der Anlieferverkehr sollen über die Marienstraße geführt werden.

Das Immobilienprojekt soll vorrangig der Büronutzung dienen. Ein Regelgeschoss wird etwa 1 000 Quadratmeter Bruttogrundfläche umfassen. Erschließung und Kernbereiche müssen Teilmieteinheiten ab 400 Quadratmeter Fläche zulassen sowie die flexible Gebäudenutzung innerhalb der Gebäudestruktur und Regelgeschosse ermöglichen. Ebenerdig werden Flächen für eine Kantine und punktuell für gastronomische Angebote reserviert. Außerdem werden ein Konferenzbereich und Lagerflächen untergebracht.

Das Gutachterverfahren

Gerade wurde ein nicht anonymes, einstufiges Gutachterverfahren mit acht eingeladenen Teilnehmern in Form eines freien Auswahlverfahrens abgeschlossen. Die eingereichten Arbeiten wurden nach einer Vorprüfung auf Einhaltung der formalen und inhaltlichen Anforderungen von den Preisrichtern einer siebenköpfigen Jury unter Vorsitz von Prof. Carl Fingerhuth bewertet. Die Wettbewerbsergebnisse sollen die Grundlage für ein direkt anschließendes Bebauungsplanverfahren bilden.

Ziel des Verfahrens war es, konkrete städtebauliche, architektonische und funktionale Vorstellungen davon zu entwickeln, wie die Grundstücke Taunusanlage 9 und 10 bebaut werden könnten. Städtebaulich waren die exponierte Lage im Frankfurter Stadtgebiet und das Zusammenspiel mit den benachbarten Gebäuden zu berücksichtigen. Architektonisch wurden anspruchsvolle und zugleich wirtschaftliche Immobilien mit gehobener Ausstattung, flexibel nutzbaren Flächen und repräsentativem Charakter erwartet. Besonderes Augenmerk galt der Anordnung der Gebäude auf dem Grundstück: Sie sollte mit einer ansprechenden Freiraumgestaltung kombiniert werden und trotzdem funktional sein. Zudem sollte das Konzept umweltverträglich ausgerichtet sein und den Anspruch an nachhaltiges Bauen und Betreiben erfüllen.

Der Siegerentwurf

Thomas Müller und Ivan Reimann, Gesellschaft von Architekten aus Berlin, haben mit ihrem Entwurf die Jury überzeugt. Das städtebauliche Konzept sieht zwei unabhängig voneinander realisierbare Gebäudeteile vor: ein Hochhaus an der Taunusanlage, das aus zwei Scheiben besteht, sowie ein zirka 30 Meter hohes, achtgeschossiges Bürohaus an der Mainzer Landstraße, das an einen sechsgeschossigen Anbau mit etwa 23 Meter Höhe anschließt. Das zirka 150 Meter hohe, 40-geschossige Hochhaus richtet sich mit seiner breiteren Seite zur Taunusanlage hin aus und nimmt deren Bauflucht auf. Der zweite Bauteil fügt sich zur Mainzer Landstraße in die Straßenrandbebauung ein und zieht sich entlang der westlichen und südlichen Marienstraße. Hier wird er aber so weit von der Straßenflucht zurückgesetzt, dass sich der öffentliche Straßenraum zu einem kleinen Platz aufweitet. Ein einheitliches Pflaster des Platzes und der Marienstraße unterstützt den Eindruck von Weitläufigkeit. Damit entsteht eine gut nutzbare Freifläche, die – wie alle Vorplätze – von Bäumen gesäumt wird. Das Ensemble lässt sich über drei Eingänge betreten: über die beiden Haupteingänge, die sich an der Taunusanlage und der Marienstraße gegenüberliegen, sowie einen weiteren Zugang von der Mainzer Landstraße aus.

Das sagt die Jury: „Das Gebäudeensemble reagiert mit wenigen, jedoch städtebaulich gezielt eingesetzten Akzenten auf die umgebende Bebauung. Die Bauflucht entlang der Taunusanlage wird aufgenommen und besetzt. Die Mainzer Landstraße wird städtebaulich geschlossen... Das Hochhaus beeinträchtigt die Gebäude der Nachbargrundstücke der Taunusanlage 8 und Taunusanlage 11 ... nur im notwendigen Maße. Die zweigeteilte Verschränkung und Höhenstaffelung des Gebäudes gliedert das Hochhaus und generiert effiziente Grundrisse mit entsprechenden Eckbürosituationen in den oberen Geschossen.
Bildmaterial liegt mir noch nicht vor.
Schmittchen ist offline   Mit Zitat antworten