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Alt 19.10.13, 18:34   #75
nothor
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nothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiellnothor ist essentiell
Stolz hat man dem interessierten und reichlich zu den Führungen angetretenen Publikum die errichtete Bogenreihe im 2. Obergeschoss präsentiert. Nigelnagelneu gehauene Sandsteine wurden innerhalb des letzten halben Jahres zu einem Bogengang hochgemauert:







Dieser Bogengang wird von einem kleinen Chorlein geschmückt. Dessen Rekonstruktion gestaltete sich besonders aufwändig, da sich minimale Fehler in den unteren Geschossen fortsetzte und verstärkte. Durch Kriegseinwirkung ist der eine oder andere Quader etwas aus den Fugen geraten und um wenige Millimeter verrutscht. Wenn man nun exakt darauf aufbaut, setzen sich die Ungenauigkeiten nach oben fort. Das hat man besonders beim Aufbau des Chorleins bemerken müssen:





Der zuletzt gemauerte Bogen enthält noch die hölzerne Segmentbogenkonstruktion, die das Setzen der Steine ermöglicht. Die Montage ist noch nicht lang her:



Damit hat die Sandsteinfassade der östlichen Hofwand seine Traufkante erreicht:



Oben drauf kommt nun nur das das flache Pultdach in Holzkonstruktion. Das soll noch vor dem Winter passieren, dann kann auch das Baugerüst an dieser Seite des Hofes abgebaut werden. Die monumentale Hoffassade rückt dem Vorderhaus ziemlich auf:



Das Prachtstück ist allerdings die Nordfassade. Eine Zeichnung zeigt, welche Steine bereits bezahlt werden konnten:



Diesmal gab es u.a. die Gelegenheit, sich den lange nicht mehr genutzen Kellerraum unter der Haupthalle des Vorderhauses anzusehen.



Die Geometrie entspricht in etwa der der Haupthalle darüber. Sehr hohe Gewölbedecken und Lichtschächte an Nord- und Südwand machen das zu einem interessanten Raum:







Dabei gibt es auch Durchlässe von der Haupthalle im Erdgeschoss aus, die ggf. früher einmal Zugriff auf Zisternen zuließen, die im Kellerraum zugedeckelt vorhanden sind:



Martin Peller * Maria Viatis 1602. Der Grundstein?



Es geht gut voran! ich bin ja mal gespannt, was die Stadt einst mit der Anlage anfangen wird. Der aufwändigste udn prächtigste Hof liegt dann hinter einem Nachkriegsbau, der schon jetzt aktuellen Nutzunserfordernissen nicht mehr entspricht.
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Fotos von mir, andernfalls ist die Urheberschaft angegeben.

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