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Alt 29.11.15, 23:19   #74
Silesia
Benztown Mixdown
 
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Hier zeigt sich wieder einmal das ganze Dilemma. Wir sprechen hier auf der einen Seite über eine oberirdische Verlängerung um EINE Station, auf einer Trasse die so viel Platz bietet wie sonst nirgends in der Stadt. Auf der anderen Seite haben wir volle Bahnen zwischen Bad Cannstatt und Neugereut. Wenn ich bei den Voraussetzungen bzw. der Notwendigkeit wieder diesen Zeithorizont sehe, dann... Zusätzlich gebt es die Option(!) einer Verlängerung Richtung Oeffingen/Schmiden (entweder oder). Von dieser Option schreibt die SSB schon seit einigen Jahrzehnten! Dumm nur das die Stadt Fellbach so gar keine Anstalten macht sich zu beteiligen, es auch nur toll zu finden, oder gar darüber zu sprechen. Warum auch?! Der Hauptteil der Strecke würde auf Fellbacher Gemarkung liegen, also muss Fellbach zahlen. Der Hauptteil der Strecke auf Fellbacher Gemarkung wiederum liegt auf dem Acker, somit kaum Nutzen. Dazu hat Fellbach nichts davon wenn man aus Oeffingen/Schmiden schneller in Bad Cannstatt, bequemer ins Stuttgarter Zentrum kommt, als ins Fellbacher Zentrum zum einkaufen etc. Dazu höre ich schon die Jubelgesänge der örtlichen Dorfräte beim alleinigen Gedanken über die großen DT8 im engen Oeffingen/Schmiden (Ludwigsburg grüßt). Somit käme eh nur eine kurze Stichstrecke nach Oeffingen oder Schmiden in Frage, auf keinen Fall ein weiteres Vordringen der Stadtbahn innerhalb.

Und so eine kurze Stichstrecke macht noch weniger Sinn, ohne die Option zu Verlängern. Man würde also bei der "oberen Ziegelei" ausfädeln, und über die Schmidener Straße Richtung Fellbach fahren. Hier bietet sich eine Haltestelle an im Bereich vom Aldi und der Canstatter Pforte, die gerade entsteht. Eine weitere dann noch am Ortsausgang, wo immerhin auf der einen Seite hohe Bebauung vorherrscht. Das nahe Gewerbegebiet wird eher keine Fahrgäste kreieren! Danach verlässt die Stadtbahn Stuttgart und muss übers freie Feld, bis sie irgendwann Schmiden erreicht. Hier wäre spätestens beim Rathaus Schluss, eher sogar noch vorher vor der Einfädelung in die Fellbacher Straße, aus Platzgründen.
Oder man verlängert ab der Endhaltestelle in Neugereut. Zunächst noch eine Haltestelle in Neugereut selbst, und dann entweder wieder nach Schmiden, oder in einem Bogen direkt nach Oeffingen. In Oeffingen aber das gleiche Problem, man würde kaum tief vordringen können, und schon gar nicht anschließend Richtung Süden schwenken über Schmiden nach Fellbach selbst.
Wenn Fellbach aber aktiv wird in Sachen Tram/Stadtbahn, dann sollte die Stadt genau das tun! Man sollte eine Strecke bauen von Oeffingen, über Schmiden, am Bahnhof vorbei, und dann über die Bahnhofstraße ins Fellbacher Zentrum, mit Anschluss an die U1. Hier sollte man dann die Strecke weiterführen über Rommelshausen nach Stetten. Deswegen wären auch wendigere Kurzgelenk-Trams für Fellbach viel passender als die klobigen DT8, die einfach eher eine U-Bahntrasse brauchen, als strassenbündig verlegte Gleise in engen Ortsdurchfahrten! Und natürlich Niederflurtrams, da es Fellbach kaum zuzumuten wäre Hochbahnsteige zu bauen. Inkompatibel (zur Stadtbahn) wäre man dadurch nur auf den ersten Blick. Natürlich könnte man die Fellbacher Niederflurwagen nicht im Linienbetrieb auf den Strecken der U1 und U2 fahren, in die Betriebsdepots hingegen ohne Probleme. Damit wäre Fellbach besser gedient, da Fellbacher Interessen gewahrt werden würden. Einen Anschluss von der U2 aus, ob nach Schmiden oder Oeffingen könnte man trotzdem bauen, sofern es sich rechnet. Natürlich wäre es viel besser wenn man gleich die verlängerte U2 aus Neugereut über Oeffingen hinaus nach Fellbach (und dann weiter) führen könnte, aber das ist meine ich illusorisch. Fellbach könnte jedoch durch seine Nordsüd-Ausdehnung mit nur einer Linie sein gesamtes Stadtgebiet sehr gut erschließen (fast schon fein), und sogar noch Rommelshausen (hat bereits S-Bahn) und v.a. Stetten an die Schiene anbinden, quasi annektieren!
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