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Alt 22.12.13, 12:30   #85
Eisber
 
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Genauso wenig wie die ganze EDV zum papierlosen Büro geführt hat, es wird heute mehr gedruckt und auf Papier festgehalten denn jemals zuvor, werden Ebooks die Papierbücher ersetzen. Es wird wie bei allen bisherigen neuen Medien sein. Es wird neue Nischen geben, ganz neues Nutzungsverhalten was so mit den bisherigen Medien schlicht gar nicht existiert hat. V.a. ist die Zeit der Mediennutzung in der Geschichte mit jedem neuen Medium angestiegen, weniger haben diese sich gegenseitig verdrängt; selbst das längst totgesagte UKW Radio ist noch sehr lebendig. Natürlich sollten Bibs, zumal mit Populärliteratur, in Zukunft auch die Digitalisierung stärker berücksichtigen.

Als kleiner Exkurs hier ein Artikel, der einen kleinen Überblick über einige grundsätzliche Kritikpunkte bei Ebooks gibt: http://www.boersenblatt.net/546144/

(das Thema ist wichtig, daher bitte nicht als Off-Topic abtun sondern zumindest zur Kenntnis nehmen und bei Interesse ggf. weiter im Internet zum Thema recherchieren; ähnlich verhält es mich auch mit anderen medialen Inhalten wie zB Musik; weswegen ich privat nur Audio CDs, Papierbücher usw. erwerbe, es ist ein Unterschied ob ich körperliches Eigentum erwerbe und im Umgang mit dessen geistigen Inhalten ggf. durch Urheberrechtsgesetze beschränkt werde oder ob ich lediglich für ein Nutzungsrecht bezahle; in Kombination mit der zunehmenden Oligopolisierung auf den Medienmärkten, immer einfacherer technischer Überwach- und Kontrollierbarkeit und dem Umstand, dass wir auf eine "Wissensgesellschaft" zu steuern, könnte sich ein ganz neues Problem "besitzloser Klassen" herausbilden, bezogen auf den Besitz von Wissen. Ich möchte, wo immer ich kann, Problembewusstsein dafür schärfen. Die Begeisterung für die Digitalisierung ist mir einfach etwas zu unbefangen.)
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