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Alt 25.05.14, 23:42   #466
Klarenbach
Goldenes Mitglied

 
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Klarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz sein
Ich freue mich natürlich auch über das Ergebnis, und ich denke, dass es nicht übertrieben ist, wenn ich diesen Tag als einen historischen Tag für die Berliner Stadtentwicklungspolitik bezeichne.

Ich habe ja in letzter Zeit auch viele Gespräche mit Bekannten zu dem Thema geführt, und ich war doch überrascht, wie klar doch die Ablehnung der Bebauungspläne war, obwohl kaum einer von ihnen das Tempelhofer Feld nutzt. Meinem Eindruck hatte dies allerdings nicht mit den konkreten Plänen für diesen Ort zu tun. Eher war es so, dass die Debatte über das Tempelhofer Feld von einer Kampagne vom Immobilienlobbyisten für eine Verdichtung der Innenstadt und realen Baumaßnahmen in der Innenstadt überlagert wurde. Ich denke an die Bebauung im Mauerpark, an die Bebauung am Gleisdreieck, an die faktische Aushebelung des Bürgerentscheides zum Mediaspree-Projekt, an die Infragestellung von Kleingärten, an die Abrisse mit dichterer Nachfolgebebauung an der Straßburger Straße, am Barbarossaplatz, am Lützowplatz, die Baumfällungen an der Crellestraße und an der Pettenkoferstraße und so weiter. Die Bürger hatten einfach das Gefühl, ohnmächtig den Immobilieninvestoren ausgeliefert zu sein. Ich denke, dass sich eine Menge Wut in Berlin angesammelt hat, die bei den heutigen Abstimmungen zum Tempelhofer Feld und zur Kleingartenanlage Oeynhausen artikuliert wurde.

Nun gilt es, nach vorn zu schauen. Berlin hat glücklicherweise Flächen in Hülle und Fülle, auf denen Wohnungsbau möglich ist, ich denke dabei an Industriebrachen oder ehemalige Militärflächen, Kleist hat darüber ja schon geschrieben. Gerade in Treptow-Köpenick und Spandau gibt es riesige Areale, die problemlos bebaut werden können. Bisher hat es das Land Berlin nur versäumt, diese Flächen im Rahmen einer langfristig angelegten Bodenvorratspolitik anzukaufen. Dieses Versäumnis muss jetzt nachgeholt werden. Ich denke, gerade hier können der Senat und die städtischen Wohnungsgesellschaften beweisen, dass sie attraktive und bezahlbare Quartiere zustandebekommen. Und vielleicht wird dann eines Tages auch über Tempelhof neu diskutiert werden können.
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