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Alt 05.03.08, 11:03   #25
mamamia
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Um ohne Querung einer Straße in den Hofgarten zu kommen, muß natürlich ein Tunnel gebaut werden, die Hochstraße kann man auch unterqueren.
Große Tunnelrampen sind da übrigens eher eine Barriere für Fußgänger.
Die beiden Teile des Hofgartens waren immer zwei Gärten, sie entsammen auch unterschiedlichen Zeiten und sind eben zwei Teile. Eine verbesserte fußläufige Verbindung wäre trotzallem wünschenswert; dazu müsste aber die große Tunnellösung her - und die Straßenbahn ist dann noch immer im Weg.

Das der 100füßler eine Brücke wie jede Andere sei ist fachlich und sachlich falsch; sowohl die Gesammtform, der Querschnitt als auch die besonderen Stützen heben den "fly-over" allein quallitativ deutlich von anderen innerstadtischen Hochstraßen ab. Ich glaube schon das die verantwortlichen Denkmalschützer ausreichende fachliche Kompetenz besitzen, um derartiges zu entscheiden.
Das derzeitige Erscheinungsbild ist tatsächlich weniger quallitativ; das liegt aber daran, das die Stadt den 1000füßler bewußt herunterkommen laßt (eine üblich Handlungsweise, wenn mann ein Bauwerk abreißen will). Es gibt bereits Vorschläge, z.B. die Unterseite der Konstruktion mit LED Beleuchtung in Szene zu setzen. Wenn man wollte, könnte der Bereich anders aussehen - wenn man wollte!

Als Richard Meier das neue P&C Haus plante, war der 100füssler gebaute Realität; Meier reagiert in seinem Entwurf auf die geschwungene Grundform der Brücke als vorhandenes raumbildendes Element mit einer eleganten, gegeläufigen und ebenfalls raumgreifenden Biegung der Glassfassade. Bewusst verläuft der Bogen nicht in die anschliessende Häuserzeile , sondern steht deutlich hervor - er bezieht sich auf den 1000füßler. Schaut euch mal die Situation aus der Perspektive vom Parkplatz an der Johanneskirche an; da sieht die Sache schon ganz anders aus. Ohne den 1000füßler würde der Bau sogar etwas verlieren, vorallem die geschwungene Fassade würde unambitioniert wirken.
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