Thema: Duisburg: Immobilienwirtschaft
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Alt 12.12.13, 00:28   #50
Duis.burg.er
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Schrottimmobilien im Stadtbezirk Meiderich/Beeck

Seit Jahren gibt es in Duisburg Probleme mit leerstehenden Gebäuden, die Zusehens verfallen. Problematisch ist die Situation vor allem im Stadtbezirk Meiderich/Beeck, in dem sich die Anwohner verstärkt über die Schrottimmobilien beschweren. Gleich vier verfallende Mehrfamilienhäuser befinden sich an der Sandbrückstraße in Beeck. Die Probleme in dem Viertel sind vielseitig. Rund um die leerstehenden Häuser türmt sich Müll, der gerade in den Sommermonaten eine Geruchsbelästigung darstellt und zudem Ratten anlockt. Außerdem kommt es in den Häusern zu Vandalismus und Brandstiftungen. Nicht zuletzt sorgt der Anblick der verfallenen Häuser für ein negatives Image. In den angrenzenden Wohnhäusern lassen sich dadurch nur schwer Eigentumswohnungen verkaufen. Deutlich wird dies an einem Beispielfall. Eine frisch renovierte Wohnung mit 41 Quadratmetern müsste nach einem Gutachten für 28.000 Euro zu verkaufen sein, doch selbst für 20.000 Euro ließe sich die Wohnung nicht verkaufen. Das Beispiel zeigt deutlich, welche Auswirkungen Schrottimmobilien auf die Immobilienpreise im Umfeld haben. Doch Beeck ist nicht der einzige Ort im Stadtbezirk, an dem dieses Phänomen auftritt. Etwa auch an der Holtener Straße, wo leerstehende Mehrfamilienhäuser das Entree zu einer Einfamilienhaussiedlung bilden. Trotz zahlreicher Anwohnerproteste hat sich an dieser Stelle nichts getan. Ebenso an der Basarstraße in Meiderich, obwohl hier dem Eigentümer sogar eine Abrissgenehmigung vorliegt. Stattdessen haben sich Tauben in dem Haus eingenistet und verdreckten das Umfeld.

Der Stadt sind in den meisten Fällen die Hände gebunden. Die meisten Schrottimmobilien seien unverkäuflich und so lange keine Gefahren von den Häusern ausgehen, dürfe die Stadt nicht reagieren. So etwa an der Bahnhofsstraße in Meiderich, wo seit vielen Jahren ein leerstehendes Haus weiter verfällt. Tätig wurde die Stadt dagegen in Laar, um im Zentrum des Stadtteils den Drogenhandel in dortigen Schrottimmobilien aufzulösen.
Eine deutliche Verbesserung der Situation ist momentan aber nicht in Sicht. Lediglich das ehemalige Asylbewerberheim an der Koopmannstraße soll abgerissen werden. Mit dem Auslaufen des Mietvertrages für eine auf dem Dach des Heims installierte Mobilfunkantenne soll das Gebäude einer Grünfläche weichen.

Quelle: Schrottimmobilien in Duisburg machen Wohnungen unverkäuflich (Der Westen vom 8. Dezember 2013)
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