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Alt 25.12.14, 02:34   #102
Bau-Lcfr
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Bau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle Zukunft
Mülheim vs Straßenbahn

Hier erwähnte ich kürzlich die drohenden Einschnitte bei der Essener EVAG und in diesem Thread wurden u.a. unter #94 die Überlegungen zur Straßenbahn-Abschaffung in Mülheim angesprochen. Seitdem gab es noch einige Presseberichte dazu, zuletzt in der WAZ vom 22.12. Besonders die CDU-Politiker möchten es einfach sehen - 2 EUR Kosten pro Buskilometer und 7 EUR pro Strab-Kilometer. Dass eine Strab weit mehr Leute als ein Bus fasst und manche Linien (z.B. U18, 102) in der HVZ trotzdem rappelvoll sind, wird dabei völlig ignoriert. (Pikant: Meinem persönlichen Wissen nach nutzen Mitarbeiter der Mölmschen CDU-Geschäftsstelle die böhse Straßenbahn.) Die SPD fordert erst einmal belastbare Zahlen, was eingespart werden könnte und was der Umstieg kosten würde - nicht nur als Fördermittel-Rückzahlungen.

Man hätte denken können, dass die jüngeren Investitionen auf eine Entscheidung pro Straßenbahnen hindeuten - die Rolltreppen am HBf wurden ausgetauscht, die U18-Haltestelle Rhein-Ruhr-Zentrum in diesem Jahr umgebaut - genauso wie fast die Hälfte des nördlichen 102-Astes nach Oberdümpten. Dazu die 15 bestellten neuen Fahrzeuge - die dringend notwendig sind, da oft aufgrund des Fahrzeugausfalls tagelang einzelne Strab-Kurse ausfallen.

Klar, nicht jeder Teil des Netzes ist genauso wichtig - weniger vielleicht die seit 2012 ohnehin nicht mehr fahrende Strab zum "Flughafen" oder das südliche 102-Ende in Uhlenhorst, wo geräumige Residenzen der reichsten Ruhrgebiet-Bewohner nicht ganz die ÖV-Zielgruppe beherbergen. Die U18 nach Essen, 901 nach Duisburg, 112 nach Oberhausen und 102 von Broich bis Oberdümpten sind unverzichtbar - dort sind auch laut Nahverkehrsplan die höchsten Fahrgastzahlen belegt.

Etwas weiter oben wurde die Verlegung der Linien auf die Oberfläche gefordert, doch das würde ebenso Millionenkosten bedeuten. Für die Zukunft sollten der Bund und das Land den Förderschlüssel ändern - etwas weniger % für den Neubau (damit man den mit Bedacht angeht), dafür einige % der bisher nicht geförderten Strecken-Sanierungskosten. Dass die aufgrund der Bundesgesetze entstehenden Kosten wie die des behindertengerechten Haltestellen-Umbaus (etwa die Hälfte der von der EVAG in den nächsten Jahren benötigten 400 Mio. für Investitionen) der Bund auch bezahlen sollte, versteht sich von selbst.
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