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Alt 18.01.18, 23:17   #142
Elli Kny
Diamant-Mitglied

 
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Elli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz sein
Stimmt, Pensionär gacki, Elbe's Gigahotel reißt es am Neustädter wieder raus - weiß das USD schon?!
Aber gut, gacki, Danke für die Auflistung, aber das sind auch stolze 10 Jahre.
Ich wollte jetzt keine Auswertung, ich ging nach Gefühl, aber stimmt, solche Refurbishments wie Altmarkt-Ostriegel oder die Ecke Ostraallee sind leicht übersehbar.
Nun durchlitt ich doch die Nötigung, mein bloßes "Gefühl" auch mir selbst zu erklären, womit wir ankommen beim:
ABER! : Was passierte denn in diesen letzten ca. 10 Jahren? Da kamen endlich eine normale Anzahl Hotels in die Innenstadt, die es zuvor über Jahrzehnte ermangelte, und welche irgendwie in den wilden 1990ern zu gern im JWD aufschlugen, was ich nun nicht als große Fehlentwicklung werte (dazu ist es zu gering, oder doch nicht?), aber offensichtlich wurde auch dort genehmigt, wo man heute zB eher Wohngebiete hat. Mal zwei Beispiele: das Ding, was mich an der Roquettestrasse in Cotta stets verwunderte, welches dort allerdings etwas urbane Atmosphere reinbrachte; oder dieses Ding an der Leubnitzer Höhe. Dergleichen gibts (dem Gefühl nach) doch so ein paar davon, überall stehen sie, nur im Stadtzentrum nicht in zureichender Zahl, sondern zusätzlich gedeckt von den paar alten DDR-Hoteldampfern.
Offenbar ist seit Jahren lediglich ein Normalisierungsprozess im Gange, welcher Innenstadtpotenziale weckt und eben die City profitieren lässt. Man mag sich ausdenken, wer "den Preis" in diesem längeren Prozess zahlen wird - es dürften die Randlagen ohne Konzept sein. Ist das ein Problem? Ich denke, nein, deren Lebenszyklus ist eh schon durch, die Buden sind abgeschrieben und fuhren paar Jahre Profit ein, nun kann man schauen was am besten zur Umwandlung steht - Wohnen, Arbeiten, Verkauf, Neubau oder Ponnyhof.
Die Innenstadt wird noch etliche Hotels bekommen. Sie bringen Randobjekte zur Umwandlung. Und, lieber gacki, es spielen noch viel mehr Dinge mit hinein (und du wirst es wissen): die Kunden sind unterschiedlich - es gibt auch den Markt für kleine private Pensionen und Zimmer, es gibt Anspruchstouris oder Individualreisende, welche in den Stadtteilen Authentizität suchen, persönliche Kontakte schätzen. Denen sind die ganzen Hotels wurscht. Ja und dann gibts diese ganzen Nestfindungs-Plattformen wie Couchsurving etc. sowie die als Ferienwohnungen offerierten Mietwohnungen, welche in Summe alle am Übernachtungsmarkte rumzerren.
Steht also neu folgende Frage im Raum: können Ex-DDR-Hotels (wenn auch renoviert) den Ansprüchen standhalten - konkret: Prager Strasse IBIS - oder schwächelt da was vor sich hin? Wenn Simmels MK1-Hoteldampfer aufmacht, kann man sich ggf über den Abriss der Prager Scheiben nen Kopp machen, wenn, ja wenn die Hütten nicht schon zu Studentenfutter geworden sind.
So, nun habe ich wohl das nächste Faß aufgemacht...
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