Dresden: Innere Neustadt

  • Hm, ja, StadtbilDD; waren das nicht die mit "Wir können nur Neobarock"? Ich meine, man sehe sich doch mal die Visu zum Neustädter Markt/Königsufer an. Und wer es für eine gute Idee hält, den Kaiserpalast am Pirnaischen Platz wieder aufzubauen...

  • Die Grundriss-Struktur von StadtbilDD für die Neubebauung am Königsufer empfinde ich persönlich als interessanten Ansatz, der städtebaulich zu prüfen und zu bewerten wäre.
    Leider untersetzen die BilDD-Träumer Ihren Vorschlag mit einer Visu, die jedem Realisten und vor allem den Befürwortern von Großblock-Kisten sofort die Munition liefert, das gesamte Konzept als nicht realisierbares Hirn(chen)gespinnnnnnnst "ewig Gestriger" zu diffamieren.
    PR-Technisch also ganz weit vorn bei StadtbilDD ;)


    Und DAS unterscheidet eben Kulke & Co. von diesem Machwerk.
    Im Neumarktkurier zum Thema wird sich fundiert mit dem Ort und seiner Geschichte auseinandergesetzt. Dort kann jeder nachlesen, welche Ideen und Wettbewerbe es für die Fläche in den letzten hundertfünfzig Jahren gab und wie sich z.B. H. Erlwein zum Königsufer positionierte.
    Getreu dem vom Neumarkt bewerten Motto der GHND "Den heutigen verblendeten Städtebauern und Kisten-Bastlern ist eben nur mit fundierter Grundlagenarbeit beizukommen" ist das ein wichtiger Beitrag, etwas in die richtige Richtung zu bewegen.


    Im Übrigen denke ich tatsächlich darüber nach, mich bei GHND zu engagieren. Noch tue ich es nicht, aber vermutlich wäre es dort sinnvoll, wenn am Neustädter Markt Unterstützung nötig ist.


    Muss halt jeder selbst wissen, ob er sich z.B. episch über die Belaubungsdichte von zu pflanzenden Platanen vor "ach so schrecklichen Fassaden" gegenüber der Frauenkirche Gedanken macht, oder was wirklich hilfreiches mit seiner Freizeit bewirkt ;)


    Ach ja; und damit es nicht so anonym ist:


    Marko Weissbach
    Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektur
    Dresden

  • ^^Ja Gacki, haben die bestimmt genau so gesagt. :nono: Was für ein Kokolores. Du findest StadtbilDD scheiße. Legitim, aber verbreite bitte keine Lügen. Der Vorschlag für's Technische Rathaus am Ferdinandplatz im Geiste des House of Delft van Dongen-Koschuch (https://vd-k.eu/the-house-of-delft/) als Dresdner Pendant (mit Motiven von verloreren Bauwerken der Stadt) zu schaffen, kam auch von StadtbilDD, aber ist ja auch alles Neobarock...


    https://stadtbildd.de/ferdinandplatz/


    @"eryngium": Einen Verein, der seit knapp 20 Jahren existiert, mit um die 700 Mitgliedern, Spendeneinahmen und überhaupt größeren Einnahmequellen mit einer Gruppe Leute zu vergleichen, die OHNE diese finanziellen Mittel und einem über Jahre erarbeitetem Netzwerk im Hintergrund aus purem Idealismus und Liebe zur Stadt etwas für die Stadt erreichen und verbessern will, diese Ideen, Anregungen in ihrer Freizeit an die Gremien heranträgt und sich beteiligt so barsch herunterzuputzen, spricht nicht gerade für dich. Professionelle Grafiken kosten, aber wer wüsste das besser als Du?



    Aber deinen Gedanken, dich bei der GHND zu engagieren, unterstütze ich. Jeder, der nicht nur im Forum plappert und motzt, ist willkommen. Es gibt viel zu tun in dieser Stadt.

  • Ich kann gacki hier nur zustimmen: Während die städtebauliche Konzeption durchaus seine Reize hat, Sichtbeziehungen beachtet und eine abwechslungsreiche Fluss-Seite ausbildet, ist die Visualisierung der Architektur träumerisch und realitätsfern. Einen derartigen Neo-Neohistorismus halte ich für nicht zweckmäßig und zieht die gute städtebauliche Arbeit ins Lächerliche. Dass auch klassische Formen in der Neubebauung vorkommen können und evtl. auch die Rekonstruktion wichtiger Bürgerhäuser integriert wird - geschenkt (wenn sie denn handwerklich gut gemacht sind!). Aber die hier gezeigte Visualisierung ist tatsächlich peinlich....

  • Da sage nochmal einer, dass das Zentrum für Baukultur im Kulturpalast nichts interessantes zum Bauen in Dresden beizutragen hat. Ganz aktuell gibt es eine Ausstellung von Diplomentwürfen zur Bebauung am Königsufer: http://www.zfbk.de/portfolio/dresden-koenigsufer/
    Ich war heute Nachmittag dort und mir gefielen die Arbeiten ziemlich gut (jedenfalls viel mehr als der kitschige Entwurf von StadtbilDD). Da sind schon einige richtig gute Ansätze vertreten. Das Narrenhäusel wurde in allen Arbeiten als bestehend übernommen, die Bebauung am Neustädter Markt allerdings auch. Alle Arbeiten entwickeln klassische Hofhäuser, die viel von den Elbwiesen frei halten und kleine Gartenhäuser hinein setzen. Ich denke mal, dass man sich hier eine recht gute Vorstellung davon machen kann, was beim laufenden Wettbewerb zu erwarten ist (inklusive eines Ausreißers, der ein kleines Hochhaus an die Ecke zur Augustusbrücke setzt.)

  • Hotel an der Marienbrücke


    Es geht nun mit dem Bau weiter.
    Momentan wird die Gründung in Form von diesen eckigen Betonpfählen in den Erdboden gerammt.


  • Wegesanierung Palaisgarten am Japanischen Palais


    Der Westteil (1.BA) scheint fertig, am Ost- bzw Südteil (2.BA) sind alle Wege bereits ausgekoffert.
    Kann sein, daß es viel schneller voran geht, sodaß keine 2 Jahre Bauzeit im jeweiligen Winterhalbjahr nötig sind.
    Wäre touristisch sowie für den Palaissommer deutlich besser.


    Blick von der Kleinen Marienbrücke heute:

    ^ diagonal-mittig ist der wohl einzige neue Weg hier, welcher nun auch bessere Rundenlatscherei zulässt. :D


    Blick vom Palaisplatz / Ecke Kl. Marienbrücke Richtung Elbe südwärts:


    2.BA an der elbseitigen Südseite vom Japanischen Palais - Blick gen Marienbrücke westwärts:

  • Dieses Ding ist eine einzige Farce. So ziemlich jede Satzung, Paragraph und Richtlinie wurde für diese furchtbare Kiste willentlich und wissentlich vom Stadtplanungsamt und allen anderen anhängenden Behörden ignoriert oder außer Kraft gesetzt. Inklusive der Torpedierung der eigenen gesetzten und bindenden Rahmenpläne in diesem Areal.


    Dort müsste eigentlich ein Kontrollgremium eine genaue Untersuchung einfordern und einleiten, was die himmelschreienden Unstimmigkeiten mal aufdeckt. Meiner Meinung nach ist das ganze Projekt von vorne bis hinten ein riesiger Haufen DUNG.


    Intressant auch die Presse-Rubrik auf der Website: kein einziger Ton über den Aufschrei dieser gebauten Frechheit in Dresden. Und der ist Mannigfaltig.

  • 3KöKi goes Mobilfunkmast (@Dreikönigskirche)


    Zuletzt #545 war der Turm umfänglich eingerüstet, baulich wurde am Turm aber nichts Sichtliches gemacht.
    Ein grosses Telekomm.unternehmen hatte wie berichtet Mobilfunk-Technik am oder im Turm installiert.
    Wo man nun mal guckte, sah man doch die Veränderungen:



    Da schaute ich mir etwas weiter unten doch lieber die Heiligen Drei Knalltüten an, welche an Handytelefonie nur begrenzt Interesse zu zeigen scheinen. :D

  • Zander's "Parkpalais" am Rosengarten? - Carusufer


    Auf der Zanderseite ist noch eine Projektierung einsehbar, welche auf (ehemals?) bundeseigener Fläche am Carusufer geplant war oder ist.
    Ob's noch aktuell ist, sowie weitere Infos sind nicht ersichtlich. Die Fläche bleibt aber weiterhin on top, und dürfte auch seitens des Bundes verkauft worden sein
    (hängt das Schild noch vor Ort?).

    quelle: zanderarchitekten dresden


    "Parkpalais" daher, weil das schöne Grundstück hofseitig lediglich als Parkplatz vorgesehen ist.
    Das Gebäude soll zwar einen Keller erhalten, jedoch keine Tiefgarage. Die Zufahrt erfolgt über die Weintraubenstrasse.

  • Hochwasserschadensbeseitigung Palaispark am Japanischen Palais - bald fertig
    zuletzt #567 und #547 und #515 und als Info zB #486
    Offensichtlich ging der Baufortschritt deutlich zügiger, sodass wohl beide Bauabschnitte schon nach wenigen Monaten fertig werden.
    Hier ein erster Eindruck durch den Bauzaun. Es entstand auch eine neue Wiese auf dem Sandplan vor der Hügelrotunde.

    Für alle, die diesen Park bisher 'übersehen' haben oder keine Nutzung wahrnahmen, sei auf den 'Palaissommer' hingewiesen, wo der Park bespielt und belebt ist.

  • ^ Die Gazetten vermelden die Wiedereröffnung des Palaisgartens samt Landschaftspark.
    zB die DNN.
    Zuvor mussten die sandgeschlämmten Wege nur ein paar Wochen ruhen und sich verfestigen, die Baustelle war schon längst beendet.
    (Eigentlich wurde hier mit einem gänzlich anderen Bauablaufplan gerechnet - aber seis drum, keine Info hierzu in den Blättern.)
    Das Wegesystem kommt nun sandfarben daher - zuvor war es jahrzehntelang rötlich.
    Dem 'Palaissommer' steht nun nichts mehr im Wege, selbst Herr CG-Gröner gesellt sich nunmehr hinzu und übernahm gern die Hauptsponsorschaft.


    Heutige Eindrücke aus dem Park - allerdings in derzeit ewigtrockender Dauertristesse, was die Fotos glücklicherweise nicht so zeigen.


  • Baustart am Erich-Zeigner-Berufschulcampus (Tieckstrasse)


    Der Themenstadtplan zeigt schon seit Wochen eine Baugenehmigung für die Neubauten.
    Vor drei Wochen begann man klassisch mit Rohdung und Baumfällungen:


    Aktuell wurde die alte Turnhalle abgerissen, es wurde auch eine Bauzufahrt von der Weintraubenstrasse 15 her angelegt (daher wohl bisher kein weiterer Neubau dort).




    Ob und wie die Neubaufassade zur Tieckstrasse seit unserer sowie der Diskussion im Bauausschuss nachgebessert oder neukonzipiert wurde, ist bislang unklar.
    Eine erteilte (Teil?)Baugenehmigung schließt eine Korrektur oder Neuauflage der Fassade jedenfalls nicht aus, da dies idR. für die Genehmigung unmaßgeblich ist.

  • Neubau Zweifeldsporthalle der 30. Oberschule - Unterer Kreuzweg / Glacisstrasse


    Auch hier läuft seit einiger Zeit bereits der Bau. Das Bauschild zeigt eine Ansicht.
    In Folge des Neubaus wird dann die alte Turnhalle abgerissen und die Fläche dem Schulhof zugeschlagen.


    ^ Blick von der Glacisstrasse gen West. Hinten sieht man die alte Halle aus damaliger Zeit.

  • Mal ne Frage an unsere Spezialisten zum Super 8 Hotel. Das Ding steht ja wirklich direkt an Haltestelle und auf Messers Schneide mit dem Fußweg. Ist die verbleibende Breite des Fußweges denn dann überhaupt noch zulässig und müsste für Bahnhaltestellen nicht auch mehr Platz konzipiert werden? Wo ja zusätzlich noch ein Radweg entlangführt.


    Mich würden die Zahlen von Breite und Abstand interessieren - nachmessen kann man ja jetzt schon (naja noch ohne Dämmschicht am Beton). Und im selben Atemzug dann mal nachhaken, in wie weit das Thema beim Narrenhäusel noch relevant wird, da ja dort schon im Vorfeld wegen zu wenig Platz für Fußgänger nach einer Verschiebung verlangt wird. Wohlgemerkt während die gesamte Brücke Fußgängerzone wird und es sich bei der Marienbrücke aber um eine (stark unfallbelastete) Auffahrt handelt.

  • Super8 Hotel

    An der Stelle besteht ein Inselbahnsteig. Insofern ist die Fußwegbreite davon unabhängig. Sicher wird er nur das Mindestmaß für eine Hauptstraße betragen, aber das ist ja genug.

  • ^^+^ Inselbahnsteig gibts nur zur Westseite, vorm Hotelbau liegt ein angehobenes Fahrbahnkap mit Radstreifen vor. Der seitlich anschließende reine Gehweg hat eine Breite von ca. 2,5m - samt Bordsteinbreite wohl gar von ca. 2,8m. Das ist nicht die Welt, aber zulässig, da man wohl nicht an der Flurgrenze rütteln wollte (Grunderwerbsaufwand) oder konnte. Somit gilt es als typischer baulicher Zwang in 'städtebaulicher Enge'. Schlecht ist es hauptsächlich, da auch weiterhin kein Fahrgastunterstand auf dieser Gehwegbreite möglich ist. Vielleicht soll man künftig unter dem Hotelvordach am Eingang stehen (sofern vorhanden) oder sich kurz ins Hotel flüchten, wenn's regnet. Aber mal ehrlich, wann bitte regnet es denn noch? :D


    Der Fall am Narrenhäusel hat mE wenig mit diesem Fall hier zu tun. Auf der Augustusbrücke geht es nicht erstrangig um den Fahrgastwechsel, sondern um eine Passierbarkeit größerer Fußgängermengen (in Längsachse) an möglicher Engstelle. Dabei denkt man an Begegnungsfälle mit Rollstühlen, Kinderwagen, Rollatoren, Segwayarmadas und dergleichen etwaig-raumgreifende Gehhilfsmittel. Durch leichte Schiebung wurde das Problemchen ja bereits planmäßig ausgeräumt. Aus Denkmalgründen ist dort ohnehin ein Fahrgastunterstand generell untersagt.
    Am Super8 gehts mE und kurz zusammengefasst um die Querbeziehung, am Narrenhäusel hingegen um die Längsbeziehung. Sofern der Super8-Bauherr einer Einrückung wiedersprach, würde mich nicht wundern, wenn es hier kaum erzwingende Handhabe gab (fehlende Rechtsbasis), ggf gar beabsichtigten Grunderwerb gegen den Willen durchzusetzen. Schließlich geht es hier ja nicht um eine enteignungstaugliche Verkehrswegeplanung mit Planfeststellungsverfahren, sondern nur um ein schnödes §34er Privatbauprojekt (glaube ich).