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Alt 22.11.12, 15:32   #58
Ted Mosby
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Ted Mosby ist ein geschätzer MenschTed Mosby ist ein geschätzer MenschTed Mosby ist ein geschätzer MenschTed Mosby ist ein geschätzer Mensch
Problemzonen in der Innenstadt

Insbesondere im Thread zum Schloss wurden im Hinblick auf die gegenüberliegenden Bohlweg-Fassaden ja schon einige Baulücken der Braunschweiger Innenstadt thematisiert (siehe: http://www.deutsches-architektur-for...?t=974&page=26). Um das Thema etwas umfassender anzugehen, versuche ich hier mal einen kleinen illustrierten Überblick über die größten „Problemzonen“ in der Innenstadt zu geben, deren Gestaltung m. E. zu den wichtigsten Herausforderungen der aktuellen Stadtplanung in Braunschweig zählen.

Ich fange gleich einmal mit dem Bohlweg an, da hier die Impulse, die durch die Schloss-Arkaden, die Neugestaltung des Straßenraums und die Schließung einer ersten Baulücke durch die Volksbank, kurzfristig für weitere städtebauliche Verbesserungen genutzt werden sollten.
Das Technische Rathaus. Der Abriss bzw. die komplette Neugestaltung der Fassade sind erst einmal vom Tisch (siehe: http://www.deutsches-architektur-for...ead.php?t=7010). Dennoch stellt sich die Frage, wie hier weiter verfahren werden soll. Dringend notwendig ist zumindest eine gründliche Fassadenreinigung:



Bohlweg-Westseite: Hier sind noch zwei Baulücken zu beklagen, die bislang nur von Behelfsbauten aus der Nachkriegszeit ausgefüllt werden:





Am Damm gibt es mittlerweile keine Baulücken mehr zu beklagen. Überfällig ist jedoch eine Neugestaltung des Karstadt-Sporthauses, das mit seiner fensterlosen Fassade wie ein Hochbunker wirkt. Ansätze für einen Umbau gab es immer wieder, die Krise des Karstadt-Konzerns lässt es leider unwahrscheinlich erscheinen, dass sich hier kurzfristig eine Verbesserung erreichen lässt:



Kattreppeln: Hier wurde durch den Abriss des Telekom-Gebäudes und den Neubau eines Geschäftshauses auf der Südwest-Seite (Sport-Scheck; siehe hier: http://imageshack.us/photo/my-images/694/p1050340r.jpg/) bereits eine Verbesserung erreicht. Die Nordostseite versprüht dagegen noch den Charme eines Nachkriegsprovisoriums:





Ecke Kattreppeln / Friedrich-Wilhelm-Straße: Auch hier hat sich seit Jahrzehnten nichts getan. Dabei könnten m. E. aufgrund der Ecklage der Grundstücke attraktive Neubauten einen starken städtebaulichen Akzent setzen:



Vor der Burg: Die Straße besticht durch die beidseitig erhaltene historische Bebauung. Nur ein Grundstück am Anfang der Straße, nahe des Ringerbrunnens, ist seit Jahrzehnten provisorisch genutzt. Hier wäre eine Rekonstruktion bzw. ein Neubau in traditionalistischer Ausführung wünschenswert:



City-Point: In den 90er Jahren „das“ Braunschweiger Shopping-Center. Mit den Schloss-Arkaden hat sich ECE selbst zu starke Konkurrenz gemacht. Die oberen Etagen des City-Points stehen seit längerem leer. Hier wäre ein zukunftsträchtiges Nutzungskonzept wünschenswert:



Sack: Gegenüber des City-Points sind zwei weitere Grundstücke nur provisorisch bebaut. Hier könnte (z. B. mit Wohnflächen) aufgestockt bzw. neu gebaut werden:



Allgemein könnten mit Bauprojekten an den gezeigten Orten teilweise attraktive neue Wohnflächen entstehen. Ein Problem wären dabei sicherlich nicht vorhandenen Pkw-Stellplätze, doch könnte dieses evtl. mithilfe der bestehenden Parkhäuser und Tiefgaragen gelöst werden. Durch die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum wäre aber die Möglichkeit gegeben, die Fußgängerzonen der Stadt auch nach Geschäftsschluss stärker zu "beleben".

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