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Alt 09.12.11, 17:25   #3
Golden Age
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Boomtown Kassel - Verkehrs-Infrastruktur hat geholfen

Oft wurde die Wirtschaftlichkeit des neuen Flughafens in Calden angezweifelt, aber die letzten 20 Jahre zeigen wie sehr Kassel von einer modernen Verkehrsinfrastruktur profitiert hat.

Städte-Ranking: Deutschlandweite Führung bei Entwicklungsdynamik seit 2005
Heute gibt es Erstaunliches im "Focus" zu lesen und in "hr-info" zu hören. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ (Wiwo) haben ein Städte-Ranking erstellt, in dem Kassel bei der Entwicklungsdynamik die besten Noten in Deutschland erhalten hat. Das ist eine erstaunliche Entwicklung. Mit Blick auf die abgeprüften Kriterien hat man sich im Zeitraum zwischen 2005 bis 2010 relativ am stärksten verbessert. Dahinter folgten Leipzig und Erfurt. Laut hr-info ist in keiner anderen Stadt Deutschlands die Zahl der Hartz-IV Empfänger in diesem Zeitraum so stark gesunken wie in Kassel (Quelle: Focus). Ebenso lag man beim Zuwachs an Arbeitsplätzen deutschlandweit auf Platz 2 hinter Leipzig. Eine hessische Stadt die den Anschluss verpasst hat, ist Darmstadt, wo man versäumt hat sich frühzeitig für eine ICE-Anbindung einzusetzen und nun viel aufzuholen hat. Die Kurhessen machen es den Südhessen mittlerweile vor wie man es macht.

Die Gründe für den Aufschwung?
Laut FAZ im Juni hat man in Kassel besonders von der deutschen Einheit profitiert, da auch ein Umdenken weg von Subventionen stattfand. In den 90er Jahren lag die Arbeitslosigkeit noch bei 20% und mittlerweile liegt sie unter dem Bundesdurchschnitt bei 6,7%. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner übertraf 2008 in Kassel mit 44.776 Euro den ohnehin hohen hessischen Landesdurchschnitt von 36.467 Euro. Ausschlaggebend waren dabei besonders die Verbesserungen in der Verkehrsinfrastruktur (ICE-Anschluß in Wilhelmshöhe, Ausbau Flughafen, Lückenschlüsse im hessischen Autobahnnetz). Mittlerweile entstanden neben dem ICE Bahnhof moderne Einkaufszentren, neue Hotels und Bürogebäude. Gerling errichtete ein großes neues Haus. Nebenan hat die K+S AG, einer der weltgrößten Kali- und Salzhersteller, eine neue Konzernzentrale errichtet, nachdem die Wintershall AG, der erfolgreichste und größte deutsche Öl- und Gasproduzent, sein Haus in Sichtweite des Bahnhofs ganz für sich beanspruchte und die K+S ausziehen musste. Ebenso sollen sich viele Freiberufler, Existenzgründer, Finanzfachleute und Berater rund um den Hbf niedergelassen haben (sicherlich spielen die 20.000 Studenten hier auch eine Rolle). Das benachbarte Kasernenareal wurde zum Wohngebiet und es entsteht ein neuer Technologiepark.

Bedeutung von Kassel-Calden
Durch die zentrale Lage Kassels ist man auch per Flugzeug sehr gut angebunden. Somit kann man als extrem zentraler Tagungsstandort punkten (Beispiel Esperanto Hotel mit Platz für 5.000 Besucher am Hbf oder das Maritim Hotel). Auch ein relativ abgeschiedenes Weltunternehmen wie SMA Solar aus Niestetal dürfte stark profitieren. Der Ausbau von Calden passt somit ideal in diese Wachstumsstrategie der Stadt. Weiter so!

Geändert von Golden Age (10.12.11 um 19:10 Uhr)
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