Thema: Köln: Domumgebung
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Alt 04.10.06, 10:45   #51
Lunke
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Lunke sitzt schon auf dem ersten Ast
http://www.ksta.de/html/artikel/1159857097900.shtml

Die neu belebte Domwallfahrt war ein voller Erfolg mit 65.000 Gästen. Als ich den Artikel heute morgen gelesen habe, ging mir durch den Kopf, dass man diese schon durch den Weltjugendtag angefeuerte Euphorie rund um den Dom doch nutzen sollte.

Mein Ansatz: die Domumgebung ist trotz der Verbesserung durch den Treppenumbau und Krämers Kiosk immer noch in schrecklichem Zustand. Wäre die wiederbelebte Domwallfahrt und der erhaltene Welterbestatus (ja, unter blöden Umständen...) nicht Anlass genug, einen Masterplan für die Neu- und Umgestaltung der direkten Umgebung zu entwerfen ? Den Focus von Deutz und rechtem Rheinufer mal als Gesamt-Projekt wieder auf das Herz der Stadt zu richten ? In diesem Thread wurden ja schon viele Punkte angesprochen, aber warum gibt’s von der Stadt nur Flickwerk ?

Ich war jetzt ein paar Mal im „architectura pro homine-forum“. Ziemlich tough, Modernisten oder Crossover-Freunde trifft man dort kaum. Viele der Reko-Diskussionen sind richtig und gut, andere wiederum halte ich aber für unrealistisch. Dennoch: in der direkten Domumgebung gibt es viel zu tun, und im aph wurde letztens erneut eine Reko der Bahnhofshalle angesprochen, mit Verlegung der Glashalle an den Breslauer Platz. Da mit dem Wartesaal noch historische Teile erhalten sind, wäre ich auch dafür. Warum gibt es in Köln für so was eigentlich keine Lobby ? Weitere Punkte wären

-Dach des Deichmannhauses
-Kuppeln des Dom-Hotels
-Trankgasse vom Verkehr befreien
-Hotel Europa als Reko des mittelalt. Gebäudes, auf dessen Sockel es steht
-moderne und interessantere Gestaltung des römisch-germanischen Museums
-Schließung der Baulücke „Kristallpassage“
-Sanierung der Ecke Wallrafplatz/Am Hof inkl. Anpassung der Traufhöhe des Gebäudes neben dem Dom-Hotel
-Umgestaltung der vom WDR aufgegebenen Gebäude „Unter Goldschmied“

Im Friesenviertel stand mit Gerling ein privater Investor dahinter, in Deutz ist die Stadt extrem aktiv – Gesamtplanungen für bestimmte Areale funktionieren also. Warum kommt kein Stadtkonservator oder Bauausschuss auf die Idee, die Domumgebung mal komplett anzugehen ?
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