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Alt 10.02.16, 19:52   #8
Robbi
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Robbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes Ansehen
Paläste und Gräber

In der südlichen Medina befindet sich der El Badi-Palast, der in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet wurde. Die prunkvolle Ausstattung ging nach nur 100 Jahren wieder verloren, als ein neuer Herrscher den Palast nach und nach bis auf den Rohbau plünderte. So präsentiert er sich bis heute als beeindruckend großer, aber kahler Komplex.





Einen guten Überblick bietet die Dachterrasse, von wo man die Symmetrie des zentralen Wasserbassins mit den umgebenden, tiefer gelegenen Gärten erkennt.



Grandios auch der Blick auf den Hohen Atlas.



Im und um den El Badi-Palast brüten zahlreiche Störche, wie man auch oben auf dem Bild schon sehen kann. Hier eine statisch eher gewagte Konstruktion.



Deutlich solider und offensichtlich auch beliebt ist die breite Krone der Palastmauer.



Ebenfalls sehr sehenswert und in gutem Zustand ist der Bahia-Palast (spätes 19. Jh). Die Anlage ist verwinkelt und weitläufig (8.000m²) und nach einem Spaziergang durch die laute, staubige Medina eine willkommene Abwechslung.



Ganz klassisch ist dieser quadratische Innenhof mit einem zentralen Springbrunnen (nicht im Bild) umgeben von etwas Grün.



Das sorgt für ein angenehmes Kleinklima und wenn die Orangenbäume blühen, duftet es auch noch toll.





Ein weiteres architektonisches Highlight sind die Saadier-Gräber (16./17. Jh), die versteckt hinter einer Moschee liegen. Sogar so versteckt, dass sie in Vergessenheit gerieten und erst 1917 - rund 200 Jahre nachdem eine nachfolgende Dynastie sie zumauern ließ - wiederentdeckt wurden. Einer der beeindruckendsten Räume ist der Saal der 12 Säulen, wo leider gerade restauriert wurde.



Wunderbar verzierte Kuppeln und Bögen in einem schmalen Seitenraum. Die Nekropole und der kleine, hübsche Garten sind leider sehr beengt, so dass man am besten außerhalb touristischer Stoßzeiten vorbeikommt. Dann hat man mehr Muße, die Detailfülle richtig auf sich wirken zu lassen.



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