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Alt 07.11.08, 18:10   #41
Kyrosch
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Ort: Metropole Ruhr
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Kyrosch hat die ersten Äste schon erklommen...
Wir haben es getan

Auf Wunsch eines einzelnen Herrn aus dem Essener Forum hier mein Bericht von der Gründungsversammlung zur Gründung der größten Stadt Deutschlands. Die Veranstaltung fand am 5. November 2008 im MIR (Musiktheater im Revier) in Gelsenkirchen statt.
Anwesend waren mehr als 560 Gründungsmitglieder, der Verein Pro-Ruhrgebiet hatte als Veranstalter mit etwa 500 Besuchern gerechnet. Man kann also durchaus von einer regen Beteiligung sprechen, zumal nicht in aufwendiger Art und Weise mobilisiert worden ist.
Anwesend waren unter anderem:
Dr. Norbert Lammert aus Bochum, Präsident des Deutschen Bundestages und somit die Nr. 2 hinter dem Bundespräsidenten.
Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen.
Regina van Dinther, die Präsidentin des Landtages von NRW.
Rudi Assauer aus Dortmund und Gelsenkirchen (ich denke, der Mann ist bekannt <smile>
Will Wülbeck aus Oberhausen, Weltmeister im Laufen über 800 Meter von 1983 und nach wie vor Inhaber des Deutschen Rekordes seit 1983 auf dieser Stecke.
Christian Keller aus Essen, vielfacher Deutscher Meister, Welt- und Europameister im Schwimmen.
Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer aus Bochum, der vielleicht weltweit renommierteste Mediziner aus der Metropole Ruhr.
Last but not least Dr. Jürgen Großmann, Mülheim, Vorstandsvorsitzender des RWE-Energiekonzerns.
Soweit das who ist who der Veranstaltung, was ich damit sagen will, es waren nicht nur einige spinnerte Typen wie ich dort, sondern durchaus respektable, honorige Frauen und Männer, die auch mit ihrem guten Ruf für die gemeinsame Sache einstehen und dafür auch bereit sind, ihre Gesichter in die Kameras zu halten.
Zu den Inhalten und zur Einordnung der Veranstaltung: Alle Rednerinnen und Redner haben sich unzweideutig zum Zusammenwachsen der Metropole Ruhr in den heutigen Grenzen des RVR bekannt und dieses Ziel mit Nachdruck und unter Beifall aus dem Publikum gefordert. Alle Rednerinnen Redner haben ein gewähltes Parlament für die regionale Ebene zwischen dem Landtag und den Kommunalparlamenten für das Ruhrgebiet gefordert. Alle Rednerinnen Redner haben ein gewähltes „Gesicht“ für das Revier gefordert, das dem gewählten Parlament angehören/ und oder ihm vorstehen soll. Mein Eindruck war, dass die gesamte Veranstaltung und die dort gemachten Forderungen auf uneingeschränkten Konsens trafen.
Alle Rednerinnen Redner begründeten aus ihrer jeweiligen individuellen Sicht, warum das enge Zusammenwachsen der Metropole Ruhr eine derart existenzielle Bedeutung für uns alle hat. Professor Grönemeyer aus Sicht eines medizinischen Globalplayers, der seinen Gesprächspartnern in der Welt immer erklären muss, dass er aus Bochum, aus dem Ruhrgebiet near Cologne komme, weil niemand Bochum oder das Ruhrgebiet kenne - Prof. Dr. Elmar W. Weiler, der von der inzwischen gegründeten Allianz der drei Ruhrgebietsuniversitäten sprach, die erst jetzt auf der Weltkarte mit ihren insgesamt 89.000 Studenten wahrgenommen werde und eine „gewisse Excellenz“ erfahre oder auch Willi Wülbeck, der eindrucksvoll berichtete, wie wichtig das Zusammenwachsen der Region auch und gerade für den Sport sei.
Natürlich begründeten die Politiker aus ihrer Sicht, Unternehmer aus ihrer Sicht und Kulturschaffende aus ihrer Sicht die jeweilige Bedeutung, die das zusammenwachsen für jede einzelne dieser Spaten hat. Das alles hier aufzuführen würde aber den ohnehin schon von mir gesprengten Rahmen noch sehr viel weiter auseinandersprengen.
Zum Abschluss der Veranstaltung hatte noch jedes Gründungsmitglied die Möglichkeit, sich mit seiner Unterschrift in der ausliegenden Gründungsurkunde zu verewigen.
Ein letztes zur Einordnung dieser Veranstaltung: Erstmals in der Geschichte des Ruhrgebietes haben sich Menschen aus zahlreichen Städten des Ruhrgebietes zusammengefunden, um ihr Schicksal und das der gesamten Region selbst in die Hand zu nehmen. Wir haben es hier mit einem ausgesprochen sympathischen Vorgang der Willensbildung zu tun, in dem den Menschen nichts von oben aufoktroyiert wird, sondern in dem die Menschen selbst hergehen, um ihren Weg selbst zu bestimmen. Insofern war es für mich ein historisches Ereignis, bei dem ich sehr gerne zugegen gewesen bin.
Nun liegt es an diesen Menschen, die oben erwähnten Ziele mit Zähigkeit und Ausdauer zu verfolgen, denn es werden dicke Bretter zu bohren sein.
Tatsache ist: „Ich bin dabei“
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