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Alt 30.11.16, 13:27   #24
Odysseus
Silbernes Mitglied

 
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Odysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiell
Ich denke, die Verkehrsdiskussion wird in nicht allzu langer Zeit zu einer Phantomdiskussion. Die gesamte Welt der Fortbewegung und Mobilität wird sich in den nächsten 20 Jahfren so derart fundamental verändern, wie es seit der Erfindung des Automobils und des Flugzeugs nicht mehr war. Es wird Quantensprünge geben, die man sich heute nicht mal im Ansatz vorstellen kann.

Dies betrifft nicht nur die Elektromobilität. Die Digitalisierung des Verkehrs wird völlig andere Nutzungen bestehender Straßen möglich machen. Wenn nicht mehr der Mensch entscheidet, wo er hin fährt, sondern der Verkehr praktisch zentral gesteuert wird, sind ganz andere Auslastungen bestehender Strecken möglich. Zudem ist heute schon klar, dass dann mit viel geringeren Abständen zum Vordermann gefahren werden kann. Auch dies wird zu massiven Entlastungen führen.

Und zudem wird sich das Nutzungsverhalten signifikant verändern. Erst Schritte sind dazu bereits zu beobachten. In der Zukunft ist es viel wahrscheinlicher, dass der Verkehr so funktioniert, dass man selbst kein Auto mehr besitzt, sondern vielmehr selbstfahfrende Mobile anfordert, die einen von A nach B bringen, völlig autonom, mich am Ziel rauslassen und gleich den nächsten Passagier einsammeln. Dies wird die Mobilität der Zukunft sein.

In einer Welt, in der auf absehbare Zeit das Selbstfahren nicht mehr erlaubt sein wird, wird Autofahren eher zu einer individuellen Variante des öffentlichen Verkehrs werden, also eine S-Bahn im kleinen. Es ist nicht vorstellbar, dass in einer dann völlig automatisierten Welt die Menschen noch bereit sind, wie heute Fahrzeuge selber zu besitzen, die 95% der Zeit in Garagen oder am Straßenrand stehen.

Die Digitalisierung des Verkehrs wird die Fortbewegung so fundamental verändern, dass ich diese ganzen Verkehrsdebatten als völlig gestrig betrachte. Die Massen an Individualverkehr wird es in 30 Jahren vermutlich nicht mehr geben. Daher wäre etwas mehr Gelassenheit in dieser Übergangsphase der richtige Weg.
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