Motel One am Nikolaikirchhof (fertiggestellt)

  • ^ Gebäude anzünden? Wohl zuviel in französischen banlieues unterwegs gewesen?;) Willkommen im Forum.


    Das Motel One will ich erst beurteilen, wenn's fertig ist und ich es live gesehen habe. Das hintert mich aber nicht daran, jetzt schon, dank stoney's gewählte Perspektive, euch eine fotographische Vorher-/Nachhersituation zu präsentieren.



    Nikolaikirchhof mit altem Interpelzgebäude, Zustand bis Mitte/Ende 2007

    Quelle: lipsikon.de




    Nikolaikirchhof ähnliche Perspektive aktuell

    Bild: stoney85

  • Das Gebäude mit der Eisbar steht unter Denkmalschutz. Allerdings hatte hier jemand (weiß leider nicht wer) schon mal anklingen lassen, dass es evtl. irgendwann doch fallen könnte. Die Pinguin Eisbar hat in LE Kultstatus und sollte in jedem Fall in einen Neubau wieder einziehen (samt Leuchtreklame!).

  • Finde ich auch, ich habe auch gar nichts gegen das Gebäude an sich, ich finde es nur schmerzlich, dass man nicht eine einzige Straßenflucht berücksichtigt hat und damit vor allem die Passage zwischen Markt und Riquetcafé irgendwie versaut wird, obwohl alle anderen Gebäude sehr schön sind. Von mir aus könnte man auch einen sehr schmalen Neubau noch dazwischen setzen, wäre vielleicht sogar spannender und würde das DDR-Erbe nicht, wie sonst ignorieren.
    PS. Das Anzünden war natürlich nur ein Scherz und emotional übermotivert :)

  • ^ Aixois: eine kurze Diskussion zum Salzgässchen, zum DDR-Block und zum Deutrichs Hof findest du ab Seite 5 dieses Threads.


    Mir ist auch gerade mal wieder aufgefallen, wie ähnlich die oben gezeigte rote Hoffassade des Neubaus der Hauptfassade des Motel One Berlin-Alexanderplatz ist :)


    Was die Erdgeschosszone, besonders die Lobby des Motel One betrifft, kann man sich allerdings auf eine hochwertige Innengestaltung freuen. Auch wenn Motel One grundsätzlich eine Billigkette ist, legt man doch besonders im Empfangsbereich viel Wert auf Design, ansprechende Beleuchtung, etc. Beispiel, ebenfalls Berlin-Alexanderplatz:



    Quelle: Flickr.com, User MarkShepard, CC-Lizenz


    Weitere Beispiele: Berlin, Frankfurt und München


    Auf der Motel-One Seite ist übrigens die Rede von April 2009 als Eröffnungstermin.

  • Naja, ich finde ja auch dass man mit dem Gebäude an sich leben kann und es sieht ja doch aus wie auf den Vorentwürfen nur habe ich die Fassade dunkler erwartet, eine dunkle Fassade hätte besser gepasst, hätte auch mit Specks Hof ein besseres Bild gegeben. So sieht das aus, als hätte das Gebäude ein Zahntechniker entworfen. ;)


    Naja, denke wir hatten einfach zu viel Hoffnung in dieses Gebäude gehabt.

  • ...jetzt auch noch mal hier dazu senfen. Der erste Eindruck war: "auweia". Bei aller Anerkennung für moderne Formensprache wurde hier wieder mal mit exemplarischer Einfaltslosigkeit an Werk gegangen. Gut sind die Dimensionierung der Baukörpers, die Einhaltung der Straßenflucht und Traufhöhe, schätzungsweise alles Vorgaben der Baugenehmigung. Der Rest befriedigt nicht, einem Emil Franz Hänsel kann das nicht das Wasser reichen. Warum direkt neben der Nikolaikirche, immerhin ein Sakralbau mit weltweiter Bekanntheit seit '89, unbedingt ein Billigmotel entstehen musste, bleibt auch erklärungsbedürftig. Zustimmung zu den Stimmen weiter vorn: eine dezentere Fassadenfarbe und ein Satteldach hätten das Motel One wenigstens unauffällig eingeordnet. Die unstrittige Verbesserung im Vergleich zur Vorsituation gebe ich zu.

  • war ja zu erwarten

    Gruß,


    nach einem Artikel der heutigen LVZ (7.1.) ist es zu einem Streit zwischen Stadt und Hotelbetreiber über zusätzliche Kosten am Bau gekommen. Erstens weigert man sich die geplanten Fassadenschmuck (Markisen, Balkon) Richtung Nikolaikirchhof anzubringen, da dies nur Kosten verursache ohne Nutzen zu bringen (ja klar, heißt ja auch SCHMUCK). Ebenfalls ein Streitpunkt sei die Straße vor dem Hotel. Diese soll nach Stadtansicht mit Granitplatten ausgelegt und nicht einfach nur asphaltiert werden. Die Stadt hofft auf eine schnelle Einigung (und ich hoffe das die Forderungen irgendwo vertraglich geregelt waren...).

  • ^Stoney, wenn ich den Artikel verstanden habe, geht es keinesfalls um die Kosten für den Fassadenschmuck und es weigert sich auch keiner, den anzubringen. Es geht darum, dass die Verzierungen eine Überbauung des Straßenraums darstellen, was einen erweiterten Grundbucheintrag zur Folge hat. Weiterhin wurde wohl kleinere städtische Flächen überbaut. Was den Straßenraum betrifft, so will die TLG nur den Vorzustand mit Asphalt herstellen und nicht die Granitplatten bezahlen. Insgesamt geht es um die vergleichsweise lächerliche Summe von 48.000 Euro.


    Und ja, der Hotelbetreiber hat nix damit zu tun, der Streit schwelt zwischen Stadt und TLG.

  • Die Auffassung, es sei Aufgabe der Stadt Balkone und Markisen an fremden Objekten zu finanzieren erscheint mir, na ja höflich ausgedrückt schon ganz schön amüsant (?) - Nachdem Dase die Meldung etwas entschärft hat scheint es aber wohl nicht mehr ganz so Haarsträubend. Das man sich aber wegen 48.000 Euro so in die Wolle bekommt, dass es bis zur LVZ durchdringt, ist schon beachtlich.

    Einmal editiert, zuletzt von 19 century boy () aus folgendem Grund: Dases Post

  • ^ In jedem Falle wirft das ein entsprechendes Licht auf das Verhalten der TLG als Investor. Passt dazu, was man bisher kennt. Naja, wir dürfen auf die zwei Eckgebäude in der Grimmaischen gespannt sein.

  • AKTUELL: MOTEL ONE vom 10.01.2009 >>



    Fassade an der Nikolaistraße. Wie man in der Presse laß, weigert sich die TLG weitere Balkone gen Nikolaikirchhof anzubringen. Die Bodenplatten existieren schon, wäre ja blöde, wenn diese nicht genutzt werden und man künftig rausfällt, wenn man die Balkontür aufmacht. Außer die TLG kommt auf die Idee, ein Schutz vor die Balkontür zubauen :D



    Mit oder ohne Balkone wäre es meinerseits ein schönes Gebäude. Ein Schmuckstück jedoch erst mit Balkons.



    An die Fassade muss man sich hier noch drangewöhen. Wenn der dritte Hausbau im Schumachergässchen und Reichsstraße kommt, siehe neuer Deutrichs Hof, dann muss man sie nur noch vom Innenhof betrachen. Da gefällt mir persönlich die rote Seite besser. Die weiße erinnert mich eher an die Plattenbauten in der Geberstraße.


    Asphaltweg vor Hotel? Also Granit sieht doch nun wirklich tausendmal besser aus, und das wissen wir ja nun alle. Somit sollte auch der bestehende Gehweg in der Nikolaistraße fortgeführt werden. Am Schumachergässchen ist es dann erstmal egal. Aber auch sie könnte wie im neuen Glanz erstrahlen.

  • Gruß,


    heute werden/wurden die letzten Gerüste am Bau demontiert. Wer den Bau in seiner ganzen (na ja, Schönheit ist übertrieben) "besser als Vorher-weise" sehen möchte der kann sich jetzt ein Bild davon machen. Fotos folgen...

  • ^ Sind denn auch die Markisen und letzten Balkonbrüstungen bereits angebracht? Vorher kann man glaube ich kaum ein finales Urteil abgeben.

  • ^ Das glaube ich nicht. Wie schon mal geschrieben, Hauptstreitpunkt sind nicht die Balkone an sich, sondern die dafür entstehenden Kosten für die Überbauung des Straßenraumes. Dies ist durch die Bodenplatten ja bereits erfolgt. Außerdem kann man die Zimmer sicherlich allein schon aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht ohne Balkon- und Fensterbrettbrüstungen freigeben. Eine Eröffnung im April ohne diese wird es sehr wahrscheinlich nicht geben. Hoffen wir, dass wir nicht bis Ende März warten müssen. Da wird Motel One genügend Druck auf die TLG machen. Einzig der Bodenbelag, um den es ja auch ging, wird vielleicht noch nicht fertig sein, aber der ist für die Fassade ja auch irrelevant.

  • Man konnte sich wohl nun einigen: Als ich heute am MOTEL ONE vorbei gelaufen bin, waren alle Gitter für die Balkons befestigt. Kein Gerüst steht mehr, außer im Hinterhof. Nun macht man sich an den Gehwegbau heran. Mal sehen, was kommt. Ob Asphalt oder Granit..

  • ^ Gute Nachrichten. Hoffen wir, dass die Markisen baldmöglichst angebracht werden und die Geschäfte eventuell schon eher als das Hotel öffnen, damit wir uns ein Bild machen können.

  • Vielleicht ein wenig off-topic: Wo schon mal der Gehweg angesprochen wird, gibt es denn auch Planungen, die Nikolaistraße von ihrer 90er-Pflasterung zu befreien?

  • ^ Wenn der Ersatz in der Allerweltsfussgängerzonengestaltung wie in der Grimmaischen bestehen würde, hoffe ich das nicht. Gehört habe ich aber auch nix von.