Nbger Südstadt: Glockenhof, Hummelstein, Galgenhof, Gibitzenhof, Steinbühl

  • Ja das mit dem Brandschutz. Sonst hat das immer erste Priorität - geht z.B. vor Denkmalschutz.
    Aber wenn es um diese sog. Energiewende geht, drückt man alle Augen zu.
    Auch die Solardächer sind im wahrsten Sinn des Wortes brandgefährlich.


    Mal abgesehen vom ästhetischen Aspekt - aber der spielt ja heute offenbar sowieso keine Rolle mehr ...


    Wenn man sich mal vor Augen hält, dass man in den schwierigen Nachkriegsjahren doch oft Scrafitti an den Fassaden hatte und das jetzt mit Styropor zukleistert und völlig schmucklose kahle Flächen hinterlässt!!!



    Verstehe diese Hysterie um Energiesparen nicht!

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  • Studentenwohnheim I-live


    Auch das Studentenwohheim auf der gegenüberliegenden Strassenseite ist fertig und schaut ganz ordentlich aus.


    Dem schließe ich mich an, das Gebäude macht von außen einen guten,. frischen und jungen Eindruck. Im innern mag es seine Eigenheiten haben (Stichwort "Karnickelbuchten"), aber außen ist es gelungen. De Begrünung, ein doppelstöckiges Fahrradparkhaus und die Zuwegung wirken gelungen.



    Mal sehen wie das Ensemble dann wirkt, wenn der Rundbau gegenüber fertig ist.

  • KiTa Mentersgasse

    arc_bn hatte zuletzt im Februar 2014 ein Foto von der Baustelle der KiTa gebracht. Zwischenzeitlich ist das Gebäude fertig gestellt und die Begrünung sowie die Pflasterung der Wege abgeschlossen. Aus der Steinbühler Unterführung kommend/vom S-Bahnhof aus gesehen ergibt sich ein neues Tor nach Gibitzenhof:



    Details:




    Neu macht der Bau finde ich einiges her. Das fugenfrei verbaute Lochblech sieht man so auch nicht überall, verbunden mit den advangardistisch fließenden Fenstern im Eckseitig liegenden Treppenhaus und dem kräftigen Rot kann mir das Gebäude wirklich gut gefallen! Ich hoffe nur dass das Blech halbwegs würdig altert und patiniert und nicht so aussieht wie die stumpf und dunkel gewordenen Dachgauben aus Zinkblech. Da es sich hier aber wohl um Aluminium handelt sollte es etwas länger seinen Glanz behalten.

  • Neubau: Sperberstraße 18

    Am Ostende der Sperberstraße in Rabus, auf dem Grundstück Nr. 18, entsteht ebenfalls ein Neubau. Die Südtstadt, die ich als schon äußert stark verdichtet bezeichnen würde, wird damit maximal verdichtet. Es gibt nämlich kaum noch Baulücken oder Brachen dort.



    Leider konnte ich nirgends Informationen dazu finden.
    Vorher war das Grundstück teils Lücke, teils bebaut mit einem zweistöckigen Häuschen dessen abgebrochene Giebelwand sich noch ablesen lässt (Google Maps).

  • Sperlingstraße 8 - 10

    Wenige Meter weiter, ebenfalls in Rabus gelegen, wird verdichtet. Nachdem vor ca. einem Jahr die Hausnummer 10, ein Jugendstilaltbau mit Vollstandsteinfassade abgerissen worden ist um das Baufeld vorzubereiten (Beitrag), steht jetzt schon der Neubau im Rohbau bis zum 4. Obergeschoss:



    Beachtenswert ist auch hier wie man an Deckenhöhe soweit einspart, dass unter Einhaltung der Traufkantenhöhe ein Wohngeschoss gewonnen werden konnte. Der Preis dafür sind gedrungenere und dunklere Räume. Aber die Bewohner der neuen 34 Wohneinheiten werden den Komfort einer Tiefgarage und (vermutlich) große Südbalkone genießen. Für Nürnberger Verhältnisse fast erfreulich ist erstens die Tatsache, dass vor Ort eine Visualisierung präsentiert wird...



    und zweitens diese sogar eine erstaunliche Gestaltungsfreude aufweist gegenüber dem, was eine vergleichbare Bauträgerschaft (Stichwort "gefördert durch den Freistaat") an einer anderen für Nürnberg deutlich prominenteren Stelle zu verwirklichen im Stande ist. In Nürnberg findet man die architektonisch spannenderen Objekte weniger an den frequentierten Orten.


    (Nürnberg soll hässlich bleiben)

  • Der Bau in der Sperlingstraße ist recht konservativ, aber dürfte sich gut in die Umgebungsbebauung einpassen. Diese querrechteckigen Fenster finde ich störend – sie passen nicht so recht zum Umfeld. Allein, man sollte nicht immer meckern, sondern auch mal würdigen und stimme nothor zu: Die Transparenz mit der Visu finde ich auch lobenswert, und dass die Fassaden dezent gestaltet wurden, ist auch sehr begrüßenswert! :)

  • Die Kita in der Mentersgasse finde ich genial! Ein Bau, der sich erfreulich über den Schuhkarton-Einheitsbrei der Bauträger hinaus erhebt, der in moderner Interpretation ornamental behandelt ist und sich trotz seiner eigenwilligen Gestaltung ins Umfeld einpasst. Dieser Bau wird, so er erhalten bleibt, in einigen Jahrzehnten ein Baudenkmal sein.

  • Neubau Gugelstraße Ecke Wiesenstraße

    Auf der Grundstücksbrache Wiesenstraße Ecke Gugelstraße ist zwischenzeitlich ein Neubau hochgezogen worden, der kurz vor der Fertigstellung steht.



    Der Bau wirkt sehr südstadtkompatibel und passt gut in die Ecke. Leider allerdings hat der dem Umfeld das letzte Stück Grün gekostet, denn die Brache war inzwischen mit stattlichen Bäumen bewachsen. Vorzustand.

  • Neubau Zwinglistraße!

    Nett, aber nichts besonderes.Sprich es hätte schlimmer kommen können. :lach:
    Es passt sich aber voraussichtlich in die Umgebung dorten gut ein! :)




  • Allersbergerstraße 93

    Direkt daneben ein Doppelhaus in eindeutigen Nürnberger Stil:



    Dieses Haus hat vor Kurzem ebenfalls eine Fassadenauffrischung erhalten, sowie ein überarbeitetes Dach. Das gestalterisch wirkungsvollste, die passenden denkmalgerechten Fenster einzubauen, hat man aber noch nicht in Angriff genommen:


  • Obere Baustraße

    Die Baufirma Völkel+Heidingsfelder errichtet für die KIB-Gruppe (beide bekannt für die Tucher-Gärten-Projekte) in Galgenhof ein Neubauprojekt, und beseitigt dadurch eine seit gefühlten Ewigkeiten bestehende Ansammlung von Ruinen. In der oberen Baustraße standen nämlich bis vor Kurzem noch diese traurigen Reste des vorgründerzeitlichen Nürnbergs:





    Streetview klick


    Das gesamte Carré ist beräumt und die Baugrube für den Neubaukomplex ausgehoben:



    Die Website von V+H bietet eine Visualisierung vom selben Blickpunkt aus gesehen:



    Visualisierung: Völkel + Heidingsfelder; Website: http://www.vh-online.de


    Der abgesetzte Sockel gefällt mir zwar gestalterisch ganz gut, aber eine völlig vermauerte Wand, über größere Distanzen ohne Fenster, Türen oder Tore wirkt nicht sehr einladend und auch auf das Umfeld wenig bereichernd. Hier könnte man ein wenig transparenter gestalten, z.B. den dahinterliegenden Räumen Fenster spendieren, oder, wenn es Garagen sind, mit Gittern oder dergleichen arbeiten. Aber - was nicht unbedingt notwendig ist wird eben auch nicht gebaut. So sieht es dann halt auch aus.

  • Ein meiner Meinung nach ekelhafter und überaus konservativer Entwurf.:Nieder:
    Es wird überhaupt keine Aufenthaltsqualität auf der Straße geschaffen mit dieser abweisenden, kalten Wand.
    Frei nach dem Motto "Auf dem Bürgersteig laufen ja eh nur Obdachlose und Kriminelle". Tja, so kennt man die Nürnberger...:nono:

  • Straßenraum spielt in der Nürnberger Baukultur der heutigen Zeit tatsächlich keine Rolle. Diese Kisten entstehen derzeit überall, wobei die Erdgeschosszonen meist komplett verbarrikadiert, um dahinter in Lagerräumen Mülltonnen oder Autos abzustellen. Das andere Extrem sind Erdgeschossowhnungen, deren Fußbodenoberkante auf Straßenniveau liegt (OKF = 0). Unterdessen steigt die Beliebtheit der Altbauviertel massiv an, während diese Neubauten zur Stadtverödung beitragen.


    Allerdings, das muss ich schon sagen, ist dies hier nicht der allerschlechteste Entwurf, zumindest was die Gesamtgestaltung angeht.

  • "Auf dem Bürgersteig laufen ja eh nur Obdachlose und Kriminelle". Tja, so kennt man die Nürnberger...:nono:



    Straßenraum spielt in der Nürnberger Baukultur der heutigen Zeit tatsächlich keine Rolle



    Sorry, aber das ist kein Spezifikum für Nürnberg und daher eine analytische Fehlleistung (erstes Zitat) bzw. eine sehr grobe Pauschalisierung (zweites Zitat).
    Auch in Berlin werden in zentralsten Lagen die Erdgeschosszonen komplett verschlossen und nur durch Tiefgarageneinfahrten bzw. Türen zu Müllräumen durchbrochen.
    Siehe insbesondere das Projekt "La Vie" in Prenzlauer Berg u.v.a.

    d.


  • Auch in Berlin werden in zentralsten Lagen die Erdgeschosszonen komplett verschlossen und nur durch Tiefgarageneinfahrten bzw. Türen zu Müllräumen durchbrochen.
    Siehe insbesondere das Projekt "La Vie" in Prenzlauer Berg u.v.a.
    d.


    Die Bemerkung, dass würde man so überall machen, (sogar in Berlin) wirkt hier aber entschuldigend, und mildert die Kritik unpassend ab. Denn ich denke nicht, dass sich die Stadtverwaltung hier kurzschließt mit der Berliner, um es ihnen gleich zu tun. Zu kritisieren wäre aber, wenn der Bauherr einwendet, das würde man doch überall so machen. So oder so ist es kein Beleg dafür, dass man sich in Nürnberg um ansprechende Erdgeschosszonen bemüht. Dabei ist es mir persönlich egal, ob man es in Berlin, Moskau oder HongKong genau so macht. Eine Erdgeschosszone mit dem Charme einer Fabrikmauer im Wohnviertel ist ein faux-pas. Hier hätte ein BKB oder eben die Baubehörde vielleicht einen Gestaltungshebel gebraucht, bzw. einen anwenden können.


    Wie es besser geht zeigt V+H ja in Wöhrd. Dabei ist es dort nicht so kleinteilig, eng und "gemütlich" wie hier in Galgenhof an dieser ruhigen Stelle.

  • Wer bemerkt denn bitte das man das überall so macht? Ich benenne lediglich einen Trend den man vielerorst beobachten kann.
    Ich finde die gezeigte Vorgehensweise auch nicht sehr ansprechend, keine Frage. Dies hat aber nichts, rein gar nchts, mit dem Standort Nürnberg und der Mentalität der dort lebenden Menschen zu tun.


    Ich finde es bemerkenswert das hier meine Kritik an dieser unsachlichen Argumentation einserseits als unpassend bezeichnet wird, die vorhergehende Stammtischschelte aber durch pseudotheorethische Gedankengänge über vermeintliche Nürnberger Bautradition noch befeuert wird.


    Mehr Sachlichkeit wäre wünschenswert.


    d.

  • Dexter, das mag ja sein, und hinsichtlich der Sachlichkeit magst du auch Recht haben, aber spannend wird die Diskussion erst, wenn man die festgestellten Fakten bewertet.


    Diese Mentalitätsaussage von JanM. Restrigo ist daneben, völlig klar. Gut auch, dass du den Ball direkt wieder nach Berlin abgespielt hast. Nur mir persönlich sagt diese Erdgeschosszone überhaupt nicht zu, weder in Berlin noch in Nürnberg. Und diese möchte ich einfach negativ bewerten dürfen. Dabei mag JanM. Restrigo das in Berlin so okay finden, ich weiss nicht ob er es in Berlin ebenfalls kritisert, dass er es aber für Nürnberg so ungeschickt kritisiert, mag ich akzeptieren, weil es nichts anderes als Kritik verdient. Sein letztes Argument schien mir aber nicht diskussionswürdig, das zielt auf eine Mentalitäts- und Sozialdebatte, die ich hier nicht vermisse. Daher gehe ich auch nicht darauf ein.


    Dass die Erdgeschosszonen in einer eher kleinmaßstäblichen Stadt wie Nürnberg oft wenig Beachtung finden, stört mich. Zurecht hat der BKB in seiner Kritik zum Weissgerbergasse 34/36 insbesondere die Erdgeschosszone krtisiert. Und wenn es schon dort in der Vorzeigestraße einen derart verfehlten Entwurf gibt von einem Büro aus Schwabach, also hier ums Eck, dann lässt mich das den Kopf schütteln. In Berlin dagegen würde ich vermuten, dass es an den überbreiten Ausfallstraßen und oder anderen Orten durchaus gehen kann, so zu gestalten, bzw. von eher überregional aufgestellten Büros derlei Entwürfe vorlegt werden.

  • Es ist gut, dass Dexter den Ball wieder nach Berlin spielt? Weil in meinem Profil als Ort Berlin steht?!
    Ich habe nicht gesagt, dass es in Berlin nicht auch Trends zur Verschlossenheit des EG gibt und dass ich diese nicht auch negativ bewerte. Aber in diesem Thread geht es nun mal um Nürnberger Bauprojekte, nicht wahr?
    Eure Diskussion impliziert, dass ihr es mir nicht zutraut, über Nürnberger Mentalität und Bauprojekte zu urteilen, weil ich ja in Berlin wohne.
    Ich habe schon in vielen Städten in Deutschland gelebt, unter anderem in Nürnberg, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Daher glaube ich die regionalen Unterschiede in Bezug auf Mentalität und Baukultur sehr wohl zu kennen und bewerten zu können.
    Zu meiner Aussage stehe ich. Sätze wie "Auf dem Bürgersteig laufen ja eh nur Obdachlose und Kriminelle" und Ähnliches habe ich bislang nur in Franken gehört. Nicht ohne Grund wird die Nürnberger Mentalität vielerorts als sehr muffelig und unfreundlich bezeichnet. Und diese Mentalität spiegelt sich natürlich auch im Städtebau wieder! Es ist eine mögliche Erklärung, warum der Entwurf so verschlossen gestaltet ist.


    P.S.: Ich will damit keinen Nürnberger beleidigen oder in eine Schublade stecken, sondern nur meine Erfahrungen erzählen.

  • Danke für dein Statement. Es ist aber wie Dexter schon sagt, sehr verallgemeinernd, und ich habe ehrlich gesagt soetwas hier in 12 Jahren noch nie gehört. Jetzt verallgemeinere ich mal: Soetwas hört man vermutlich eher auf dem breiten Lande. Für Nürnberg steht diese Aussage gewiss nicht, sie ist auch nicht charakteristisch. In einer Stadt, in der es jedes Wochenende irgend ein Volksfest gibt und an jeder Ecke irgend ein Biergarten liegt ist es tendenziell eher so, dass der Fußweg nahezu immer zu eng ist für alljene, die ihn beanspruchen.


    Das ist aber eher eine Folge des Dogmas der autogerechten Stadt, dem man hier einige Jahrzente sehr stringent folgte.

  • Gerne. Ich wollte es mal gesagt haben. :) Für mich ist das absolut charakteristisch für Franken. Leider. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.


    Zu den Fußwegen kann ich nur sagen, dass ich keine Stadt dieser Größe in Deutschland kenne, die so enge Bürgersteige hat. Und da gibt es durchaus noch autogerechtere Städte in Deutschland.


    So, genug Nürnberg-Bashing, Nürnberg hat ja auch sehr schöne Seiten. Zum Beispiel das Essen oder das von dir erwähnte Bier. Aber die Mentalität und die Bürgersteige gehören nicht dazu.;)