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Alt 12.12.12, 14:31   #67
Dvorak
Goldenes Mitglied

 
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Dvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfach
Zitat:
Wenn auf WDVS verzichtet wird steht die Wärmedämmung ja gar nicht so im Kontrast zum Denkmalschutz.
Auch das würde ich so nicht unterschreiben. Den genauen Schlüssel, wieviele Denkmale in Deutschland aus welcher Epoche stammen kenne ich nicht, aber da wird ein Großteil dabei sein, der nach 1945 entstanden ist und eine Putzfassade hat. Da kann man auch mit WDVS eine akzeptable Lösung finden.
Ich wohne in einer Siedlung der 20er Jahre, hier sehe ich täglich gute Beispiele für, mit WDVS gedämmte Fassaden (genauso wie grotesk schlechte).

Architekturfremd empfinde ich WDVS auch nicht so sehr. Jedenfalls hier in meiner Heimat war es einst (vor 1850) sehr üblich, dass profane Bauten außen noch einmal mit einer Fassade aus Ziegeln oder Schiefer gegen die Witterung geschützt wurden. Die Masse dieser geschützten historischen Gebäude, kann man mithilfe einer Außendämmung aus Holzfaserplatten und hinterlüfteter Holzfassade (oder Schiefer, Ziegel...) sanieren. Da kommt man von einem U-Wert von 3 auf einen von 0,3 und hat das Haus direkt in seinen historischen Zustand zurückversetzt. Auch das ist denke ich ein WDVS (bin bei der Begrifflichkeit nicht sicher).

Man kann halt alles gut oder schlecht machen. Gerade Gründerzeitviertel haben aber meiner Ansicht nach, oft das "Problem", dass die Eigentümerstruktur so aussieht, dass man viele private Hausbesitzer hat. Eigentlich ein Vorteil, nicht aber wenn es darum geht eine denkmalgerechte Instandsetzungslösung zu finden.

Zitat:
In meiner Straße gibt es einige sanierte Denkmalschutzaltbauten BJ 1905, teilweise mit Kunststofffenster, teilweise mit Doppelholzfenster. Komplett bewohnt und recht herrschaftlich geschnitten. Ich denke nicht dass dort jemand schreit nach Wärmedämmung.
Naja, dort schreit vielleicht keiner der Anwohner, aber die sind halt auch nicht die einzigen die eine Stimme haben. Der Fahrer eines Porsche-Cayenne schreit auch nicht danach, dass man Sprit sparen sollte, weil er es sich vielleicht leisten kann, und es ihm egal ist. Die "recht herrschaftlichen Schnitte" erwecken bei mir jedenfalls diese Assoziation, dass es sich nicht um ein Arbeitermilieu handelt. Eine Gesellschaft kann aber als Ganzes auch für den einzelnen Maßstäbe setzen, die er vielleicht selbst nicht hat.
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