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Alt 17.10.16, 23:59   #1
nothor
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Bauphase GfK-Neubau am Kohlenhof [im Bau]



Anlässlich der mittlerweile sehr konkreten Pläne der GfK, in einem noch zu errichtenden Büroneubau am Kohlenhof zu ziehen, ist es m.E. Zeit für einen Strang hierzu. In direkter Nachbarschaft des Zollhofes (hier dokumentiert) liegt der alte sog. Kohlenhof mit dem ehemaligen Hauptgüterbahnhof, an dem die Zollstelle, der Zollhof, direkt angeschlossen war. Heute, da der Warenverkehr überwiegend mit dem LKW erfolgt, ist die Zollhauptstelle im Hafengelände eingerichtet worden. Der ehemalige Hauptgüterbahnhof ist aktuell das prägende Bauwerk am Platz. Es ist durch eine Brücke mit dem Zollhof verbunden, damit sind Zollhof und Kohlenhof miteinander auch für Fußgänger verbunden.



Die Planungen der Stadt Nürnberg sehen offensichtlich einen Erhalt des Hauptgüterbahnhofgsebäudes als "Gewerbe" vor.


Quelle: Vorlage an den Stadtrat Nürnberg vom 18.06.2009

Auch die Planungen von Aurelis sehen einen Erhalt vor. Vermutlich möchte sich die Aurelis die Gebäude sichern. Wenn sie nicht für Bahnbetriebliche Abläufe notwendig sind, könnten sie aber später nützlich sein.


Quelle: Vorlage an den Stadtrat Nürnberg vom 18.06.2009

Die Unterschiede beider Planungen sind auf den ersten Blick marginal. Genauer hingesehen will die Stadt allerdings mehr Grün und hat daher konkretere Überlegungen für einen Park, den es hier dringend braucht. Demgegenüber hat Aurelis damit weniger im Sinn, sondern plaziert an dieser Stelle ein zusätzliches Bürogebäude. Direkt an der Steinbühler Straße, dort wo die Bahnunterfühung beginnt stellt sich die Stadt einen 8-geschossigen Kopfbau vor, während Aurelis mit einem 15-geschossigen Bau rechnet. Klar wird, dass die Unterschiede hier in der Ausnutzung des Areals liegen. Lebensqualität kontra Dichte(=Profit). Vorstellbar ist vielleicht doch, mit einem Investor wie die GfK im Rücken, die vielleicht doch ein repräsentatives und im Stadtbild sichtbares Bürohochhaus wünschen, dass die große Lösung kommt. So denn aber innerhalb der GfK (Beitrag) eine Mehrheit für ein flächiges Bürohaus besteht, spricht das für die Umsetzung der Pläne der Stadt. Wir werden sehen.

Durch den öffentlichen Nahverkehr wird sowohl der Zollhof als auch das Kohlenhofareal hervorragend angebunden durch den Bahnknotenpunkt "Steinbühl", mit auf drei Ebenen verteilten Bahnhaltepunkten mit über 5 verschiedenen Gleistrassen.



Aktuell wird hier aber vermehrt umgestiegen und wenig ausgestiegen, denn erreichbar ist hier nur die Ödnis einer Brache. Das feiernde Volk, das hier einst die Diskotheken am Kohlenhof bevölkerte, kam dann doch lieber mit dem PKW.



Wichtigster Bestandteil des Bebauungsplanes ist die Kohlenhofstraße, die als Teilprojekt Verkehrswege zum Ausbau des Frankenschnellweges zählt. Die Kohlenhofstraße soll komplett verlegt und ausgebaut werden zu einem leistungsfähigen Zubringer vom Frankenschnellweg (Zitat Vorlage Stadtrat), einer Berifflichkeit, die man von Autobahnen her kennt, was der Frankenschnellweg aber offiziell ja nicht sein soll. Die bestehende als "Zubringer" fungierende Straße bliebe bestehen, wäre dann aber eine verkehrsberuhigte Anwohnerstraße und müsste nicht die zigtausenden Fahrzeuge täglich verkraften. Einige Eindrücke von der heutigen Kohlenhofstraße. Da die Straße eine Einbahnstraße ist, kann man sie nur vom Frankenschnellweg aus kommend befahren. Sie beginnt an dieser Unterführung:



Sie führt bei an sehr alten Wohnhäusern mit nur einem schmalen Bürgersteig.



Für deren Bewohner ist die Straße wohl eher kein Mehrwert, es sei denn sie betreiben darin ein Laufhaus. Die Gegend darf man aktuell wohl getrost als Strukturschwach bezeichnen, zu Fuß verschlägt es da wohl kaum jemanden hin.





In eine Zukunft blickend, in der der geplante Umbau durchgeführt ist und die gegend umgestaltet wurde, sehe ich hier entweder attraktive Bürolofts oder halt auch moderne Neubauten.







Dann macht es auch durchaus Sinn, dass die Aurelis ihre Gebäude des alten Güterbahnhofs behalten will und die Neubauten entsprechend großformatig plant. Die Wertsteigerung dürfte nicht zu verachten sein. Aktuell jedoch ist es eine Piste in die Stadt, an den Wohn- und Schlafzimmern derer vorbei, die es in dieser Gegend aushalten. Die Planungen der Stadt sind nun schon 8 Jahre alt. Eine von mehreren Informationsquellen dazu:

https://online-service2.nuernberg.de...daItemId=11711

Und die sind untrennbar mit dem Ausbau des Frankenschnellwegs verbunden, der ja leider immernoch nicht fix ist, weil dagegen geklagt wird. Es kann also sein, dass in der Sache noch einige Zeit Ruhe ist. Da nun aber die GfK diesen Standort ins Spiel gebracht hat, gibt es vielleicht endlich einen beschleunigenden Katalysator.
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