Sonstige Bauprojekte in Darmstadt und Umgebung

  • Siegerentwurf Architektenwettbewerb "Saladin-Eck"

    An prominenter Stelle gegenüber dem Darmstadtium, dem Darmstädter Schloss und der Schüler- und Studentenkneipe "Goldene Krone" und nur einen Steinwurf entfernt von einem Ensemble aus den frühen 1980er Jahren, das es schon mal in die Bestenliste der hässlichsten Bauwerke Deutschlands bei Spiegel-Online gebracht hat, prangt eine Baulücke. Hier stand zuletzt das Elektrogeschäft Saladin in einem einstöckigen Bau, der vor nicht zu langer Zeit abgerissen wurde.


    Die entbrannte Diskussion um eine adäquate Neubebauung gipfelte in der Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs, der nun entschieden wurde. Das Darmstädter Echo stellt den Siegerentwurf hier vor.


    Der Artikel sagt eigentlich alles: von der Problematik, die die Architekten hatten, ein Haus zu entwerfen, für das keine Nutzungsvorschläge gemacht wurden, bis zur Skepsis der Bevölkerung, die den Entwurf am ehesten mit dem schräg gegenüber beheimateten und nicht übermäßig attraktiven Welcome-Hotel vergleichen. Es wäre interessant zu sehen, wie die anderen Entwürfe aussahen, die im Artikel noch schlechter wegkommen - zumindest gemäß einem Zitat der Darmstädter Baudezernentin.


    Man darf gespannt sein.

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    Man muss ja dazu sagen, dass das Grundstück zwar nur etwa 600 qm groß ist, aber es steht eben an einer Schlüsselstelle der Darmstädter Innenstadt, die an historischen Gebäuden sehr arm ist, weil fast alles in der sog. "Darmstädter Brandnacht" am 11. September 1944 zerstört wurde. Das einzige Bürgerhaus, dass diese Brandnacht überlebt hat, ist die heutige "Goldene Krone" und die liegt direkt links neben dem fraglichen Gründstück. Rechts schließt sich die mittlerweile unter Denkmalschutz stehende 50er-Jahre Bebauung der Marktplatz-Ostzeile an. Und direkt gegenüber steht das äußerlich nach dem 2. Weltkrieg wieder hergestellte imposante Darmstädter Residenzschloss - die Keimzelle, der Mittelpunkt und der historisch wichtigste Bau der Stadt.
    Das erklärt, warum über das Grundstück schon seit Jahren erbittert gestritten wird und die klamme Stadt sich den Architektenwettbewerb 120 T€ kosten lässt. Das Ergebnis zeigt das Darmstädter Echo hier.
    Das oberste Bild ist wohl der 1. Preis. Aus meiner Sicht überzeugt keiner der drei Entwürfe wirklich. Man könnte sie höchstens mit "bemüht" beschreiben. Nr. 1 spielt mit den unterschiedlichen Höhen der Nachbarbebauung und ist als modernes Gebäude sicher nicht so schlecht, allerdings für diese Stelle m. E. völlig unpassend. Nr. 2 lehnt sich an die rechte Nachbarbebauung an und interpretiert sie modern. Kein ganz schlechter Ansatz, aber auch nicht wirklich der große Wurf. Und Nr. 3 schließlich versucht es wenigstens ein bisschen historistisch angehaucht, m. E. vielleicht der beste Entwurf der drei, aber er ist mir zu "loftig", zu "Industriedenkmal-mäßig" und daher auch nicht ganz passend.
    Ich verstehe es nicht. Denn eigentlich bietet das Grundstück mit seiner gebogenen Straßenfront und der exponierten Lage doch einige Chancen...

  • Das Echo präsentiert nun einige weitere Entwürfe auf seinem Online Portal.


    Mir gefällt nach wie vor Albers Entwurf (Bild 14) am besten. Der einzige der sich nicht zu sehr aufdrängt, nicht wie ein Fremdkörper wirkt. Ein ansehlicher Abschluss an beide Nachbargebäude, durch die Staffelgeschosse auch an deren Traufhöhe. Dazu noch eine interessante Eckgestaltung. Das könnte länger Bestand haben und die Ecke aufwerten.

  • Beim Sieger-Entwurf passt nichts zusammen - weder Trauf- noch Dachhöhe noch die aufdringliche Fassade, die weder die Kurvenlage des Grundstückes aufnimmt, noch in irgendeiner Weise Rücksicht auf die Nachbarbebauung nimmt. Der Albers-Entwurf hätte dagegen, auch meiner Meinung nach, gut gepasst.

  • Planungen Quartiersmitte Lincoln-Siedlung

    Die Konversionsprojekte gehen voran, vor allem in der Lincolnsiedlung. Zur Gestaltung der Quartiersmitte für die neuen Flächen ist eine Bürgerbeteiligung vorgesehen, melden die =News&tx_news_pi1[action]=detail&cHash=9a66d101ce0597dde75afd67be1d8d4c"]Stadt Darmstadt und das Darmstädter Echo. Vorgesehen ist in naher Zukunft ein Realisierungswettbewerb für eine Grundschule, einen Quartiersplatz zur Heidelberger Straße hin und einen Park in der Quartiersmitte. Letzterer soll neben Bewegungsangeboten auch ein 2000 qm großes Biotop enthalten.


    Wie man u.a. auf den Seiten des Bauvereins erfährt, sind die ersten Wohnungen der renovierten alten Wohnblocks fertig. Nähere Details liefert die Bauverein-Webseite. Weitere Wohnblocks auf der Südseite des Viertels werden verlängert und erhalten ein zusätzliches Stockwerk.

  • Neubau Alnatura Campus (2016-2018)

    Alnatura verlässt Bickenbach und zieht nach Darmstadt. Mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale wird in diesen Tagen begonnen. Die heutige Pressemitteilung von Alnatura:


    Auf dem ehemaligen Kasernengelände der Kelley-Barracks in Darmstadt sind die Bauarbeiten für den Alnatura Campus gestartet. Nachdem Alnatura die Baugenehmigung für seinen neuen Unternehmenssitz im Juni 2016 erhalten hat, beginnen nun die ersten Abriss- und Rückbaumaßnahmen auf dem rund 55.000 Quadratmeter großen Gelände, das vormals von den US-Streitkräften genutzt wurde. Die Fertigstellung des Alnatura Campus und der Umzug nach Darmstadt sind für das Frühjahr 2018 geplant.


    Mit der kontinuierlichen Ausweitung des Vertriebsnetzes ist die Anzahl der Alnatura Mitarbeiter an den Zentralstandorten in den vergangenen Jahren stark gewachsen, von anfänglich vier im Jahr 1989 auf aktuell 450 Mitarbeiter. Da die bisherigen Büroflächen in Bickenbach und die in Alsbach angemieteten Zusatzbüros begrenzt sind, hat sich Alnatura für einen Umzug ins benachbarte Darmstadt entschieden. Für den neuen Standort sprechen die Nähe zum bisherigen Unternehmenssitz, die naturnahe Lage und die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.


    Der Campus bietet den Alnatura Mitarbeitern eine attraktive Arbeitsumgebung und dient der interessierten Öffentlichkeit gleichzeitig als Erholungs-, Lern- und Begegnungsort. Die neue Alnatura Arbeitswelt ist europaweit das größte Bürogebäude, dessen Außenfassaden aus Lehm gebaut sind. Mit einer Bruttogeschossfläche von rund 10.000 Quadratmetern bietet das Gebäude Platz für 500 Mitarbeiter. Bei Bedarf können die Büroflächen perspektivisch erweitert werden.


    Das Bürogebäude mit seiner schlichten Ästhetik entspricht höchsten ökologischen Standards. Die Lehmwände erzeugen innerhalb des Gebäudes ein angenehmes Raumklima, indem sie die Luftfeuchtigkeit und Wärme in den Räumen speichern und regulieren. Ein Erdkanal, der das klimaneutrale Gebäude mit Frischluft aus dem angrenzenden Wald versorgt, die optimale natürliche Lichtdurchflutung aller Arbeitsplätze sowie Photovoltaik- und Geothermieanlagen ermöglichen langfristig einen Bestwert bei der Energieeffizienz.


    Neben dem Bürogebäude umfasst der Alnatura Campus einen Waldorfkindergarten in öffentlicher Trägerschaft, ein vegetarisches Bio-Restaurant sowie zahlreiche Pacht- und Erlebnisgärten, die die Entstehung von Bio-Lebensmitteln von der Aussaat bis zum fertigen Produkt veranschaulichen. Langfristig soll außerdem ein Alnatura Super Natur Markt auf dem Campus-Gelände in Darmstadt entstehen.


    Dazu ein Video und eine Visualisierung:



    Bild: haascookzemmrich Studio2050 / Alnatura

  • Ein Erdkanal, der das klimaneutrale Gebäude mit Frischluft aus dem angrenzenden Wald versorgt [...]


    Frischluft nicht nur vom Gebäudedach zu beschaffen, sondern von weiter weg, gab es sicher schon des öfteren. Für ein Gebäude in der Region ist mir das neu. Ob wir in Frankfurt demnächst von Neubauten hören, die ihre Frischluft von der Spitze des Ginnheimer Spargels (Europaturm) beziehen? In 300 Metern Höhe dürften weniger Schadstoffe schweben als in Bodennähe.


    Auch ansonsten ein ungewöhnlicher Entwurf für ein Bürogebäude. Dass hier 500 Mitarbeiter unterkommen sollen, sieht man der "Scheune" nicht auf den ersten Blick an.

  • Konversion von Gewerbe- in Wohnungbauung im Quartier Donnersbergring, Eschollbrücker Straße und Artilleriestraße


    Mit zwei direkt angrenzenden Baugrundstücken am Donnersbergring und in der Eschollbrücker Straße 12 investiert die PROJECT Beteiligungen AG in den nach KfW-55-Standard geförderten Wohnungsbau in Darmstadt.


    Das erste Grundstück am Donnersbergring ist 4.631 qm groß und die ehemals gewerblich genutzten leerstehenden Bestandsgebäude werden im Rahmen der Umnutzung abgerissen.
    Auf diesem Grundstück sollen sieben Mehrfamilienhäusern mit 97 gehoben ausgestatteten 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen neu gebaut werden.
    Fünf Häuser werden straßenbegleitend in geschlossener Bauweise realisiert und die restlichen zwei Punkthäuser werden im verkehrsberuhigten Innenhof errichtet.
    Insgesamt soll eine Wohnfläche von 7.019 qm auf diesem Grundstück entstehen.


    Das zweite Grundstück Eschollbrücker Straße 12 ist 3.087 qm groß und mit einem leerstehenden achtgeschossigen Bürogebäude bebaut welches ebenfalls abgerissen wird.
    Hier werden vier Mehrfamilienhäusern als Blockrandbebauung mit fünf Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss entlang der Eschollbrücker Straße sowie mit vier Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss entlang der Artilleriestraße gebaut.
    Es sollen weitere 61 Wohnungen in ebenfalls gehobener Ausgestattung mit 2- bis 5-Zimmern neu gebaut werden.
    Auf diesem Grundstück soll eine Wohnfläche von 4.608 qm entstehen.


    Für die 158 Wohnungen auf beiden Grundstücken soll eine Tiefgarage mit 185 Stellplätzen gebaut werden die sich über beide Grundstücke erstreckt.


    Quelle: Pressemitteilung von PROJECT Investment Gruppe am 05.12.2016



    Es handelt sich wohl um die hellrot unterlegte Gewerbefläche auf diesem Kartenausschnitt:
    URL
    Karte: OpenStreetMap-Mitwirkende - veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0


    @ Mod: Bitte verschieben wenn es thematisch in einen andern Strang besser passt.

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    Ich vermute mal, dass das Gebäude in der Artilleriestraße verschont bleibt. Damit lassen sich die angegebenen Grundstücksgrößen besser nachvollziehen. Ich habe auch noch diesen Daumennagel gefunden. Er zeigt links die Artilleriestraße, rechts die Eschollbrücker Straße. Links oben scheint das bestehende Bürogebäude angedeutet zu sein. Hier bei Google Maps ist ein ähnlicher Blickwinkel auf den Bestand.

  • Verlagsviertel | Riedeselstraße 64 | Neubau eines Studentenwohnheimes

    In 2015 wurde das Studentenwohnheim außer Betrieb genommen und abgerissen nachdem das Gebäude aus den 1960-iger Jahren als nicht mehr sanierungsfähig eingestuft wurde.
    Zurzeit wird auf dem Grundstück der Riedeselstraße 64 ein neues Wohnheim gebaut.


    Um ein Atrium gruppieren sich zwei Hauptgebäude in paralleler Ausrichtung welche mit Brückenbauten verbunden sind.
    Die beiden Hauptgebäude haben vier Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss und die Brückenbauten haben vier Vollgeschosse.
    Das Gebäude bietet auf einer BGF von 13.800 qm Platz für 140 Wohneinheiten (294 Betten). Zwei WE sind Rollstuhlfahrer eignet und weitere 24 WE sind barrierefrei ausgelegt.
    Darüber hinaus entsteht eine Tiefgarage mit 50 KFZ- / 102 Fahrrad-Stellplätzen und zwei Ladeplätzen für E-KFZ. Im Außenbereich werden weitere 24 KFZ-Stellplätze angelegt.
    Der Neubau hat fast 100 Zimmer mehr und wurde vom Architekturbüro Planum Darmstadt GmbH entworfen.
    Am 9. Dezember 2016 war Grundsteinlegung und im März 2018 sollen die Zimmer bezugsfertig sein. Dann stehen wieder zehn Wohnheime zur Verfügung.


    Bauherr ist das Studierendenwerk Darmstadt, eine Anstalt des öffentlichen Rechts, und investiert 11,6 Mio. EUR in das Vorhaben.
    Zusätzlich vergibt das Land Hessen einen Baukostenzuschuss von 2,5 Mio. EUR und ein zinsvergünstigtes Darlehen i.H.v. 4,3 Mio. EUR, sodass die Warm-Mieten mindestens 15 % unter den ortsüblichen Mietpreisspiegel liegen sollen.


    Quelle: Mitteilung vom Studierendenwerk Darmstadt am 09.12.2016


    So soll der Neubau ausschauen:

    Bild: Architekturbüro Planum Darmstadt GmbH | Studierendenwerk Darmstadt – Anstalt des öffentlichen Rechts

  • zu #128:
    Auch dem Darmstädter Stadtabgeordneten Georg Hang (Uffbasse) ist die Pressemitteilung der Project Investment AG "in die Hände gefallen".
    Daraufhin hat sich das Stadtparlament am 15.12.16 mit dem Baugebiet befasst und zwei Beschlüsse gefasst, die sich "inhaltlich womöglich widersprechen".
    Ein gemeinsamer Antrag von Linken und Uffbasse fordert die Aufstellung eines Bebauungsplanes und Erlass einer Veränderungssperre für das Gebiet.
    Ein Änderungsantrag der CDU fordert die vorherige Prüfung, inwieweit eine Veränderungssperre überhaupt erlassen werden kann.
    Ersteres schafft sofort Tatsachen und eröffnet die Möglichkeit, Einfluss auf das Bauvorhaben zu nehmen. Ein Verfolgen des CDU-Antrages hätte aber zur Folge, dass die nächste Stadtverordnetenversammlung im Februar keine Veränderungssperre mehr beschließen könnte, wenn der Investor zwischenzeitlich einen Bauantrag einreicht, erläuterte OB Partsch, der zur Zeit auch als Baudezernent fungiert.
    Beide Anträge wurden mehrheitlich beschlossen.
    Den ganzen Artikel findet man hier unter dem Titel "Grüner Widerspruch", denn als einzige Partei stimmten die Grünen für beide Anträge.

  • Wohnnutzung Engel-Werk

    In den Unterlagen der jüngsten Stadtverordnetenversammlung ist mir ein doch recht umfangreiches Wohn- und (in kleinem Umfang) Büroprojekt am Bahnhof auf einem ehemaligen Gewerbeareal an Berliner Allee und Haardtring in die Hände gefallen. Ausführliche Informationen gibt es in der IZ, hier die zentralen Fakten:


    - 663 Wohungen geplant, jeweils zur Hälfte Mikroapartments und Wohnungen mit bis zu fünf Zimmern, 25% der Wohnfläche im geförderten Wohnungsbau


    - Investor unbekannt, Planer BLFP Frielinghaus Architekten


    - Bestandsbauten werden größtenteils abgerissen und durch bis zu siebengeschossige Riegelbauten im Norden und Westen sowie Punkthäuser in der Mitte ersetzt


    - Bürotrakt bleibt erhalten und wird aufgestockt, dann 2.600 qm Bürofläche


    - Tiefgarage mit 660 Stellplätzen


    - Architektur soll sich an 50er-Jahre-Bauten der Umgebung orientieren

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    Ca. 300m weiter südlich sollte das Wella-Areal ebenfalls an seiner Westseite mit Wohnungen bebaut werden. Auch dort war die Änderung des Bebauungsplanes erforderlich, was die Erstellung eines Lärmgutachtens voraussetzt. Und dieses hat dann dazu geführt, dass wegen der Lärmschutzauflagen die Zahl der Wohnungen reduziert wurde. Stattdessen wurden dort am Westrand Gewerbehäuser geplant (die für die ostwärts dahinter liegenden Wohnhäuser als Lärmschutzwand wirken sollen).
    Es ist also fraglich, ob die Pläne auf dem Engel-Gelände (das denselben Abstand zur Bahnstrecke hat) so umgesetzt werden können.
    Echo-Artikel zum Wella-Gelände hier.

  • Darmstadt bekommt 663 Wohnungen

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    Gestern konnte man auch im Darmstädter Echo über das Projekt lesen.
    Neue Infos:

    • Die Investoren sind die Mainzer Aufbaugesellschaft mbH (MAG) und der Immobilienentwickler Kolb und Partner aus Dieburg
    • eine Grafik zur geplanten Bebauung
    • 3500m² Büro- und Gewerbefläche
    • Baubeginn vermutlich im kommenden Jahr


    Der ganze Artikel findet sich hier.

  • Klinikum Darmstadt bekommt Hubschrauber-Landeplatz

    Das Klinikum Darmstadt bekommt einen "Hubschrauber-Sonderlandeplatz". Auf dem Dach des Gebäudes 5 des Klinikums Darmstadt (Peter-Grund-Bau) darf eine Landeplattform für Rettungshubschrauber sowie ein Pilotenraum gebaut werden. Schon Ende 2016 war dazu eine Info-Veransteltung durchgeführt worden, die Nachbarn sind sozusagen vorbereitet. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Genehmigung erteilt, Vorhabenträger ist das Klinkum Darmstadt.


    Genehmigungsurkunde
    Lärmgutachten
    DAR-Gutachten
    Medizinische Begründung

  • Regierungspräsidium wird saniert

    Die beiden Gebäude des Regierungspräsidiums in Darmstadt, das historische Kollegiengebäude und das Wilhelminenhaus, werden ab Herbst 2018 saniert. Während die Mitarbeiter im Kollegienhaus während der Arbeiten dort bleiben können, müssen rd. 700 Arbeitsplätze im Wilhelminenhaus bis 2020 umziehen, und zwar in einen Bürohaus in der Hilpertstraße.



    Das Kollegiengebäude (Mitte) und ein Teil des Wilhelminenhauses (links) am Darmstädter Luisenplatz.
    © Luftbild: Nikolaus Heiss


    Im Kollegiengebäude haben die Regierungspräsidentin und der Regierungsvizepräsident ihre Büros. Außerdem sind dort die Zentralabteilung (u.a. Kommunalaufsicht, Kampfmittelräumdienst, Stiftungsaufsicht) und die Gesundheitsdezernate (z.B. Apotheken-Aufsicht) angesiedelt. Insgesamt haben hier 200 Frauen und Männer ihren Arbeitsplatz. „Die Überlegungen zum Verkauf des Kollegiengebäudes und zur Errichtung eines neuen Bürogebäudes an anderer Stelle im Stadtgebiet sind Vergangenheit“, so Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid. Die Behörde sehe ihre Zukunft am Luisenplatz.


    Das denkmalgeschützte Kollegiengebäude ist schon seit 1776 Sitz von Landesbehörden. Im Großherzogtum Darmstadt und ab 1918 im Volksstaat Hessen waren verschiedene Ministerien in diesem Haus untergebracht. Auch Wilhelm Leuschner hatte hier als ehemaliger hessischer Innenminister seinen Dienstsitz. Das Regierungspräsidium nutzt das Kollegiengebäude seit Ende des 2. Weltkriegs – insbesondere nach dem abgeschlossenen Wiederaufbau 1953.


    Quelle

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    Bei der Größenordnung von 700 Mitarbeitern dürfte für den Umzug in die Hilpertstraße wohl nur das ehemalige PTZ (Posttechnisches Zentralamt) in Frage kommen, das schon seit einiger Zeit größtenteils leer steht und eine Bürofläche von 62.000m² beinhaltet. 3800 m² davon werden durch das im Dezember eröffnete Technologie- und Gründerzentrum „HUB 31“ genutzt.

  • Darmstadt: Verlängerung der Straßenbahnlinie 9 in Griesheim?

    Im März 2018 hatte HEAG Mobilo den Stadtverordneten in Griesheim eine Machbarkeitsstudie (MKU) für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 9 über den Bar-le-Duc-Platz hinaus in den Westen von Griesheim vorgelegt.


    HEAG Mobilo Machbarkeitsstudie


    Am 30.5.2018 hat die StVV von Griesheim einstimmig beschlossen, in 2019 Planungsmittel für eine Nutzen-Kosten-Untersuchung für die Variante B mit Option auf Verlängerung nach Variante D bereitzustellen.


    Q: Bürgerinformationssystem der Stadt Griesheim

  • Volker Thies hatte vor über einem Jahr in #132 über ein geplantes Wohnprojekt berichtet. Seitdem ist davon nichts mehr zu hören (oder zu lesen) gewesen. Für Teile des Areals hat sich allerdings wegen des benachbarten Neubaus der Mercedes-Niederlassung eine wohl lukrative Zwischennutzung ergeben. Eine an das Grundstück der Mercedes-Niederlassung angrenzende Halle (mit Tiefgarage) wurde komplett von Mercedes bezogen. Auf dem Gelände wurden weitere (temporäre) Bauten errichtet, so dass hier derzeit offenbar der komplette Lager-, Verkaufs- und Reparaturbetrieb stattfindet. Google Maps hat's recht aktuell.
    Im Norden die Baustelle, südlich davon ein Parkdeck und die große Bestandshalle. Auch die kleine, temporäre Halle und der Bürobau in Containerbauweise sind zu erkennen.
    Büros in Containerbauweise:


    Temporäre Halle:


    Auch die bestehende Halle wurde bezogen:

    Bilder: von mir