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Alt 18.02.13, 12:05   #111
Klarenbach
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Klarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz sein
Internationale Gartenbauausstellung (IGA) 2017

Am 13. Februar hat im Freizeitforum Marzahn die erste Informationsveranstaltung über die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) 2017 stattgefunden. Dazu will ich einen kleinen Bericht liefern.

Nach einer kurzen Einführung durch den Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Christian Gräff erläuterte der IGA-Geschäftsführer Christoph Schmidt den aktuellen Planungsstand. Zunächst umriss er die Herausforderungen. Demnach gibt es in Berlin zwar einen starken Tourismus, doch dieser wäre ungleich über die Stadt verteilt, er würde sich vor allem auf die Innenstadt konzentrieren. Daher wäre es nötig, touristische Attraktionen auch außerhalb der Innenstadt zu schaffen. Weiterhin verwies er auf das Bevölkerungswachstum Berlins, das aufgrund der beschränkten Bauflächen in der Innenstadt vor allem von den Außenbezirken bewältigt werden müsste. Daher wäre es nötig, die Außenbezirke aufzuwerten. Diesem Ziel diene auch die IGA. Zudem würde sich die IGA sehr gut in städtische Planungen wie die "Strategie Stadtlandschaft" einfügen. Diese sieht die Schaffung eines Systems von Grünradialen und Grünringen vor, das Wuhletal ist Teil solch eines Grünringes.

Dann stellte er die konkreten Planungen vor. Demzufolge soll das IGA - Gelände insgesamt 130 Hektar umfassen. Folgende Bereiche sind geplant:
1. Auftakt Hellersdorf
Dieser Bereich soll das Gebiet am U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße und den Jelena-Santic-Friedenspark umfassen. Hier soll ein Großteil der Besucher ankommen. Für diese Besucherströme soll auch der U-Bahnhof umgebaut werden. Hier soll einerseits ein Fußweg zum Kienberg mit einer neuen Brücke über die Wuhle beginnen. Andererseits soll hier auch eine Seilbahn starten, die mit einer Zwischenstation auf dem Kienberg zu den Gärten der Welt führen soll. Diese Seilbahn wird möglicherweise auch nach der IGA in Betrieb bleiben.
2. Kienberg
Auf dem Kienberg soll ein 30 bis 35 Meter hoher Aussichtsturm errichtet werden, der schöne Aussichten über das gesamte IGA-Gelände bieten soll. Außerdem soll hier eine Rodelbahn entstehen.
3. Die "Gärten der Welt"
Die "Gärten der Welt" bilden das Herzstück der IGA und sollen daher von derzeit 20 Hektar auf 40 Hektar vergrößert werden. Hier soll ein Dialog der Kulturen veranstaltet werden. Außerdem ist hier das Besucherzentrum geplant. Der Bau des Englischen Gartens soll schon in diesem Jahr erfolgen.
4. Thema "Gärten schauen"
Dieses Projekt umfasst unterschiedlich gestaltete Gärten, die sich südwestlich des Kienberges, nördlich der Cecilienstraße, ausbreiten sollen. Auch die Einbeziehung der vorhandenen Kleingärten ist geplant.
5. Wuhle
An der Wuhle sind umweltpädagogische Angebote geplant, die auf die reiche Flora und Fauna im Wuhletal hinweisen sollen.
6. Thema "Urbanes Gärtnern"
Dieses Projekt soll auf dem Gelände südlich des Straßenbahnhofes entstehen. Hier sollen die unterschiedlichen Möglichkeiten des urbanen Gartenbaus präsentiert werden. Ebenfalls geplant ist ein Internationales Schulgartencamp.
7. Thema "Kunst vernetzen".
Bei diesem Projekt geht es darum, Kunstwerke in ganz Berlin erlebbar zu machen. Zu diesem Zweck sind auch dezentrale Projekte in ganz Berlin geplant.

Die Kosten sollen rund 40 Mio Euro betragen, davon sollen 30,2 Millionen Euro durch Eintrittsgelder und 9,8 Millionen Euro durch einen Landeszuschuss finanziert werden. Gerechnet wird mit 2,4 Millionen Besuchern. Im März soll ein internationaler landschaftsplanerischer Wettbewerb für die IGA ausgelobt werden, im September soll die Entscheidung fallen.

Anschließend referierte die zweite IGA-Geschäftsführerin Katharina Langsch noch ein bisschen über Marketingfragen. Während der IGA sind rund 10.000 Veranstaltungen geplant. Weiterhin wird derzeit über dezentrale IGA-Projekte nachgedacht. Im Gespräch sind zum Beispiel eine Route der Gartenstädte oder eine Route der Firmengärten

Nach den Vorträgen gab es Fragen aus dem Publikum, die von Herrn Schmidt, Herrn Gräff und Frau Langsch beantwortet wurden. Neben zustimmenden Äußerungen wurden auch Probleme angesprochen. Einige Besucher forderten die Anlage großer Parkplätze, damit die Autos nicht in den Wohngebieten parken. Diese sollen nach Auskunft von Herrn Gräff nördlich der Landsberger Allee gebaut werden. Andere äußerten den Wunsch nach ermäßigten Eintrittskarten für die Bewohner von Marzahn-Hellersdorf. Auch solche Angebote wären in Arbeit. Oft wurde gefragt, welche Bereiche wie lange gesperrt sind. Das Wuhletal wäre die ganze Zeit über offen, der Kienberg wäre während der IGA eintrittspflichtig, nach der IGA aber wieder offen. Einige Naturschützer äußerten die Befürchtung, dass zuviele Besucher die Natur gefährden könnten. Mehrere Fragen gab es auch zur Finanzierung der Seilbahn. Diese würde privat finanziert und durch Fahrgeldeinnahmen unterhalten.

Insgesamt habe ich den Eindruck gewonnen, dass die IGA eine große Chance für Marzahn-Hellersdorf ist und dass die Planer viele gute Ideen entwickelt haben. Auch der rege Besuch der Veranstaltung zeigt, dass das Interesse groß ist. Der Arndt-Bause-Saal im Freizeitforum war jedenfalls rappelvoll.
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