Wohnturm ''High Square Essen'' | 139m [in Planung]

  • Hochhaus 4 Colours 4 Essen [Entwurf]

    Auf einem freien Grundstück im Bereich Frohnhauser Straße / Ottilienstraße, das zu Zeit als Parkplatz genutzt wird, plant die Deilmann-Familienstiftung aus Münster die Errichtung von zwei Hochhäusern, die optional für Wohnungen oder Büros entwickelt werden. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf ca. 42,5 Mio Euro.


    Quelle: http://www.deilmann.com/index.php/id-4-colours.html



    Bild: Deilmann Architekten, Münster

  • Warum keine Farbe ins Spiel bringen?

    Eigentlich hatte ich schon viel eher mit Kritiken gerechnet, immerhin sind fast 24 Stunden vergangen. Da findet mal ein Bauherr den Mut, etwas mehr Farbe ins Stadtbild zu bringen, kommen auch schon die ersten Nörgler an. Schließlich hat Essen ja auch den Ruf als graue (Hochhaus)Stadt im Pott zu verteidigen. Wie halten das bloß Städte wie z.B. Rotterdam, Hamburg, Frankfurt usw. usw. aus? Ne, da fände man das interessant, in Essen aber ist wohl Farbe verpönt.

  • Mal ganz abgesehen davon, ob wir hier schon eine finale Visualisierung sehen, finde ich den Standort ziemlich interessant. Er würde die Skyline sinnvoll erweitern und etwas Farbigkeit steht dem Areal um den Limbecker Platz auch ganz gut.
    Möglicherweise hatte die Sanierung des ehemals Induna- Hochhauses hier auch einen positiven Effekt auf weitere Entwicklungen.

  • ^^ Es gab bisher nur einen Nörgler, ich hatte keine eigene Meinung geäußert, ich hätte auch nichts dagegen, wenn das Vorhaben verwirklicht werden sollte. Das Investitionsvolumen scheint mir aber etwas knapp bemessen zu sein, bin aber kein Experte.

  • Den Begriff "Nörgler" finde ich unpassend. Das ist meine Meinung. Versteht mich nicht falsch. Ich bin auch dafür, dass neue Hochhäuser in modernen Formen und Farben entstehen. Hier in Frankfurt ist die Skyline deutlich abwechslungsreicher. Die Formensprache der Gebäude gefällt mir sehr gut. Allerdings halte ich ein Zitronengelb oder Rosa nicht für angebracht. Bei Gebäuden, die über Jahrzehnte die Skyline prägen würde ich mir eher gedecktere Farben wünschen.

  • 4 Colours

    Mir gefallen die beiden Türmchen. Die verspielte Form ist mal ein Break (im positiven Sinne) für die Essener Hochhaus-Landschaft und auch die Farben stechen (im wahrsten Sinne des Wortes oder Auges) heraus. Über die Intensität der Farben kann man unterschiedlicher Meinung sein, ich finde diesen Bonbon-Style genau richtig in dieser Ecke, siehe auch Cinemaxx-Türme. Die angedachte Investitionssumme erschein auch mir auf dem ersten Blick etwas niedrig.


    Mich würde mal interessieren, wer hinter der Deilmann-Familienstiftung aus Münster steckt. Finde es erstaunlich, dass diese Stiftung sich für diesen Standort interessiert. Sie plant ja auch das Hotel mit Mikro-Appartements an gleicher Stelle (gegenüber).

  • Ich hab' die Visualisierung nicht als realitätsnahen Entwurf interpretiert. Würde daher erstmal abwarten, bis man erkennen kann, wie die Fassaden genau gestaltet werden sollen.


    Dass Farbe durchaus funktionieren kann, sieht man mMn an der Uni, jedenfalls, soweit sie schon saniert ist. Es kommt, denke ich, mehr aufs Fassadenmaterial und die Formensprache an als auf die Farbe. Wenn die Hochhäuser tatsächlich so bonbonfarben werden sollen, käme es vor allem darauf an, einen Plastiklook zu vermeiden

  • Also mir gefällt der Entwurf,


    Sie kommen nicht so protzig daher, sind was ich persönlich sehr gut finde farbenfroh und bilden eine weitere Landmarke im Hochhausensemble der Stadt Essen.


    Aber ich glaube nicht an eine Realisierung dieses Projektes da die Essener Politik wohl nicht so sehr auf Hochhäuser setzt. Sonst wäre die Stadt heute um einige tolle Türme reicher und man könnte der Natur mehr Platz geben.

  • Am Rand der Innenstadt plant Arsatec einen Wohnturm, der mit 135 Metern nach dem RWE-Hochhaus das zweithöchste Gebäude in Essen wäre. Zwei Grundstücke hat der Investor für das Projekt namens "High Square Essen" ins Auge gefasst: Eines an der Frohnhauser Straße direkt hinter dem bestehenden "City Tower"-Hochhaus. Dort befindet sich im Schnittpunkt mit der Jägerstraße eine unbebaute Brachfläche im Eigentum der Stadt. Das zweite Grundstück, das infrage käme, liegt westlich vom Hauptbahnhof an der Hachestraße in Höhe Hoffnungsstraße und ist bereits im Eigentum von Arsatec.


    Vorzugsweise würde man wohl gerne an der Frohnhauser Straße bauen. Auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück entstünde der sehr schlanke Wohnturm mit einer Kantenlänge von nur 25 mal 25 Metern. Die ersten vier oder fünf der 36 Etagen sollen dem Parken vorbehalten sein, da die Investoren nicht tief in die Erde bauen wollen. Ab Etage sechs soll dann die Wohnnutzung beginnen. Pro Stockwerk sind vier Wohnungen mit jeweils 80 bis 110 Quadratmetern geplant, auf den oberen und für gewöhnlich teuersten Etagen soll es Wohnungen mit einer Größe von bis zu 230 Quadratmetern geben. Insgesamt plant Arsatec rund 100 Wohnungen auf einer Gesamtwohnfläche von 10.200 Quadratmetern. Angestrebt wird eine Mischung aus Miet- und Eigentumswohnungen.


    In der 14., 20. sowie 29. und 30. Etage soll es Unterbrechungen geben, hier sind offene Terrassen mit Gemeinschafts-und Privatgärten geplant, sowie auch begrünte Fassaden. Die Stadtverwaltung scheint hinter dem Projekt zu stehen und habe sogar die Projektentwickler bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt ermutigt, ihre Pläne zu forcieren.


    Quelle: Wohnturm mit 36 Etagen am Rand der Innenstadt geplant


    file7e2y55zht2h1hzhge85jdv.jpg

    Bild Arsatec

  • Ein, wie ich finde, sehr gelungener Entwurf. Eine Art 432 Park Avenue (Wikipedia) für Essen. Ob der fehlenden Konkurrenz könnte ich mir sogar vorstellen, dass sich diese Variante als ähnlich prominent im Stadtbild erweisen wird wie der große Bruder in New York. Gerade die Gemeinschaftsetagen finde ich ein gutes und bemerkenswertes Element im Gesamtkonzept. Wie sich allerdings die unteren "Parkhaus-Etagen" in das Design einfügen werden und ob sie nicht die positive Erscheinung aus der Nähe zunichte machen, darauf bin ich mit etwas Skepsis sehr gespannt.

  • Gibt es denn irgendwo Beispiele, wo ein derartiges Konzept (untere Parkaus-Etagen) auch für die nähere Umgebung ein Gewinn darstellt? Es wäre ja schon wichtig, dass ein so großes Projekt auch die unmittelbare Umgebung positiv beeinflusst.

  • mir fallen hierzu die beiden folgenden Beispiele ein. Marina City, Chicago, finde ich ein großartiges (Doppel-) Hochhaus. Boston & Seattle ist ein mit Vorsicht zu genießendes Beispiel. Hier hat man eher eine Hochhausnutzung auf dem Dach des Parkhauses geplant.


    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Marina_City


    https://www.q-park.com/showcas…/boston-seattle-rotterdam

    https://www.picfair.com/pics/0…idential-towers-rotterdam


    Ich stimme dem Kommentar von „Der blaue Baron“ vollständig zu.


    Bleibt noch hinzuzufügen, dass das Rendering mal wieder beide vorgestellten Standorte nicht zeigt. Die Frohnhauser Straße ist nicht auf dem Bild zu sehen, sondern befindet sich außerhalb des Bildes, rechts vom Kennedy Tower. Die Hachestraße lässt sich auch nur ganz links im Bild oberhalb des Straßentunnels durch den Bahndamm erahnen. Der Standort würde sich irgendwo links außerhalb des Bildes befinden. [Editiert] Habe mal wieder die Hache- mit der Hollestraße verwechselt. Der Standort an der Hachestraße würde sich etwas rechts der Bildmitte, rechts vor dem Ruhr Tower/Thyssen Haus befinden. [Editiert Ende] Das Hochhaus wurde im Bild an die Stelle des Rathauses oder der alten Synagoge montiert.

    Einmal editiert, zuletzt von _pulse ()

  • Das Colonia-Haus ist noch etwas höher (147m bzw. 155m mit Antennen, lt. Wikipedia), das Uni-Center in Köln tatsächlich mit 134m knapp unter der angepeilten Höhe des High Square. Aber mit der Eleganz des vorgestellten Entwurfs können die beiden Kölner Riesen natürlich nicht mithalten ;)

  • Sehr schöne neue Nachrichten für Essen. Ein altes RWE-Hochhaus steht kurz vor dem Abriß am HBF, ein neuer 60m Wohnturm entsteht z.Zt. im Südviertel an der Huyssenallee, der gerade erst fertig gewordene Hotelturm am HBF mit knapp 60m und nun denkt Entwickler Arsatec an ein 135m Wohnhochhaus.

    Da muss man erst einmal tief Luft holen um diese Meldung zu verarbeiten. In den letzten zwei Jahrzehnten wurde nicht einmal ansatzweise an eine Höhe über 100m in Essen gedacht, jetzt sollen es gleich 135m werden.

    Unterstützung soll durch die Politik ja da sein, aber auch von allen Parteien? Man darf gespannt sein.

    Jedenfalls ein feine Idee von Arsatec -wenn es keine PR ist- sich mit Größerem zu befassen, sich dem momentanen aktuellen Thema der Wohnhochhäuser zu widmen, und hier sogar die städtebauliche Entwicklung der Stadt Essen in der Weststadt im Auge zu haben. Allein dürfte Arsatec das Projekt wohl nicht stemmen können, es wäre aber mal eine Ansage für weitere benötigte Investoren dass in Essen bzw. im Ruhrgebiet auch wieder mal was Größeres möglich ist.


    Vorgesehener Standort an der Hachestraße ganz hinten im Anschluss an das neue Ghotel im Dunst der Skyline, aber lt. Arsatec zweite Wahl:

    dsc_0336syj9x.jpg

    Foto: hanbrohat


    und hier bei G-Maps


    Der Standort in der Weststadt neben dem City Tower Parkhaus, ehem. Tram-Wendeschleife:

    20200610_174937bykfj.jpg

    Foto: hanbrohat


    und hier nochmals bei G-Maps die favorisierte Standort mit dem Rondell neben dem City Tower in der Weststadt

  • Aber mal ganz ehrlich schöne Wohnorte sind beide Standorte nicht, zumindest würde ich da ungern wohnen wollen. Trotzdem wäre so ein Turm natürlich ein absolutes Schmankerl für Essen und im Grunde auch fürs Ruhrgebiet.

  • Der Bau des Wohnturms müsste natürlich durch eine angepasste Quartiersplanung begleitet werden. Das darf dann kein städtebaulicher Flickenteppich werden. Denn aktuell hast du recht Ruhri. Durch das Flower-Hotel wurde ein wichtiger Ankerpunkt gesetzt aber es muss dort auf jeden Fall noch nachjustiert werden um eine wohnliche Umgebung zu schaffen.