Baugeschehen: Altendorf / Rottluff

  • Die Freie Presse klärt heute auf, dass es sich bei den von (dwt). hier vorgestellten Bauarbeiten an der Kochstraße 1 und 3 nicht um eine Sanierung, sondern um eine Sicherung handelt. Seit Dezember vergangenen Jahres habe das Gebäude einen neuen Eigentümer, der sich umgehend um die Sicherung des Objektes gekümmert hat. Zur Sicherung des Hauses gehört laut Rathaus die Instandsetzung des Dachstuhls einschließlich Dachdeckung und -entwässerung sowie das Verschließen von Öffnungen im Erdgeschoss. Damit, so die Stadtverwaltung, sind die Gebäude vorerst vor dem Abbruch gerettet. In einem späteren Bauabschnitt soll die Gesamtsanierung erfolgen. Geplant seien Wohnungen. Ein Bauantrag dazu sei aber noch nicht gestellt worden.

  • Das sind dennoch gute nachrichten für die beiden Häuser.
    So sind sie vor weiteren Zerfall geschützt und der neue Eigentümer
    nimmt seinen Kauf mit Planung doch recht ernst.

  • Dachte das wird abgerissen?


    alles


    Alles wird abgerissen, selbst der Villenvorbau.
    Es steht lediglich noch der Villenvorbau direkt an der Limbacher Straße.


    ...dieser ist aber schon an der Rückseite ein halbes Haus.


    Bilder habe ich gemacht und kommen demnächst/in kürze dazu.

  • Verstehe ich das richtig: Reden wir von dieser denkmalgeschützten Direktorenvilla als aktuell erfolgender Abriss?

    Bild: (dwt). (Wer sonst?)


    Bei dem Fabrikgebäude kann man es ja vielleicht noch ansatzweise nachvollziehen, aber doch nicht bei diesem gut erhaltenen Schmuckstück, das dem Eigentümer wahrscheinlich von Sanierungsinteressenten aus der Hand gerissen worden wäre. Vor allem wäre die Genehmigung durch die Denkmalschutzbehörde ein Skandal. Vielleicht sieht es aber auch nur nach Abriss aus, weil das Fabrikgebäude direkt an die Villa angebaut war. Einzig denkbarer Grund für einen Gesamtabriss könnte sein, dass Fabrik und Villa so ineinander verschachtelt waren, dass eine bauliche Trennung mit vertretbarem Aufwand unmöglich war.

  • ^^


    Ja, leider.
    Das kann man dann unter "Streichung von der Denkmalliste" aufnehmen.


    Ich verstehe es ebenso wenig.
    Nach dem Kauf des Grundstückes standen Gebrauchtwagen auf dem Gelände.
    Wenn das ein Autohändler nun als Parkverkaufsfläche nutzt, dann hat hier irgendwer geschlafen.
    Grüße an das Denkmalamt!


    Um dem ganzen klarere Sicht zu geben, werde ich Morgen da noch einmal nachsehen.
    Natürlich mit Kamera.


    Bilder folgen noch, ist dann auch nicht mehr so eilig. (diese Woche)

  • Gehört dann wohl zur Stadt der Moderne.



    Die andere Seite hat sich noch offener vom Abriss gezeigt.
    Bilder werden dann folgen.


    Januar 2015

  • Alles steht noch so da ^^ wie auf den Bildern des letzten Beitrages.
    Ich war heute mal direkt vor Ort und wollte jemanden ansprechen,
    aber die Abrissstelle (ist ja scheinbar keine Baustelle?) war Friedhofsstill.


    Bilder habe ich natürlich gemacht und die werde ich in klarerer Sicht noch einmal Präsentieren.
    Vor allem wollte ich erfragen, ob denn wirklich alles abgerissen wird?
    Leider ist dies sehr wahrscheinlich, da der Abriss schon weit in die Direktorenvilla eingedrungen ist.


    Ich halte weiter die Augen offen.

  • Ich kann von mir aus sagen das ich ein Laie in Sachen Bauzustand bin, habe aber einiges an Wissen angeeignet.
    Wenn ich mir den Villenvorbau, welcher in den Bildern noch zu sehen ist so betrachte, hätte man selbst als Autohändler ein Super Geschäftshaus entwickeln können.
    Das Dach ist Robust und scheinbar dicht.
    Einen eventuellen Hausschwamm kann man nicht erkennen und auch sonst
    ist diese Villa Sanierungsfähig gewesen.
    Bin ich überzeugt von.




    Wenn man wöllte könnte man dieses wieder aufbauen.




    Ich kenne auch mittlerweile die Denkweise der Herren die für das Bauen verantwortlich sind.
    Deren Meinung ist das Altbau lieber weggehört und sich Neubau mehr lohnt.
    Lieber Abreisen und dann das Grundstück als Wert betrachten und Neu Bauen.


    Wie werden unsere Städte einmal aussehen?
    Die Förderung zwanghafter Baumaßnahmen, wie das Dämmen geben den Städten ein langweiligen Touch.
    Geht mal in einen Holzmarkt oder ähnlichen, wo man fürs Haus Kaufen kann.
    An Künstlichkeit der Plastik gibt es nichts was es nicht gibt.
    Die Baustruktur als besonderes hat schon längst begonnen aufzuhören.



    Neue Häuser Entstehen, doch sind sie nur noch Mittel zum Zweck.
    Haben keine Ausstrahlung.
    Wenigstens die gewählte Farbe spendet Trost.


    Wir begraben unsere eigene Geschichte.




    Und geben der Zukunft ein recyceltes Erbe.
    Ohne nichts.



    Februar 2015

  • Die Hoffnung hatte ich auch bis heute, aber mit den Bildern halte ich das für ausgeschlossen. Da ist man schon zu weit vorgedrungen. Ich würde noch nicht mal ausschließen, dass man sich mit dem Denkmalschutzamt auf einen Erhalt der Villa geeinigt hatte und jetzt - aus Versehen - doch leider, leider mit der Baggerschaufel abgerutscht ist, so dass man jetzt nur noch auf die Bestätigung wartet, dass jetzt ein Erhalt natürlich nicht mehr möglich ist.

  • Es ist traurig, aber es würde mich nicht wundern, wenn es noch weiteren Industriebauten in Chmeintz so ergehen würde.


    Trotz dass die Chemnitzer Wirtschaft sich positiv entwickelt, wurden viele Chemnitzer Industriegebäude-Klassiker zu lange vernachlässigt. Lieber Neubau auf der Grünen Wiese für jedes kleine Unternehmen statt Anstrengungen seitens der Stadt die alten Industriepaläste wiederzu beleben z.B. in Form von Gewerbeparks.


    Ich verstehe es leider auch nicht. Anscheinend(?) ist in Chemnitz kaum ein Bewusstsein für den Wert solch alter Gebäude vorhanden. Gerade dieses Gebäude (spez. Vorderhaus) hatte ja nun auch noch Charme und hat gegenüber den Plattenbauten an der Stelle zu einem angenehmen Abwechslungsreichtum beigetragen. Würde so einen Abriss in Dresden oder Leipzig jemand wagen?

  • Ich finde es persönlich auch schade, dass dieses Ensemble abgerissen wird, aber man muss fairerweise bemerken, dass in Chemnitz sehr viele schöne Industriebauten saniert und einer neuen Nutzung zugeführt wurden. Aktuelle Beispiele gibt es genug. Das Areal befindet sich möglicherweise auch nicht in der attraktivsten Gegend von Chemnitz und ist zu weit weg vom Zentrum.

  • Das würde ich nicht sagen.
    Die Umgebung ist zu meist ein durch Altbau geprägtes Viertel.


    Gut bis sehr gut angenommen.
    Lebendig und fast vollständig in vorhandenen Bauten Saniert.


    Ebenso gilt dieser Abschnitt für die Zukunft weiterhin als Potentialstandort, erweiterten Wohnstandort.


    Das angesprochene der vielen Sanierten Industriegebäude, ist auch leider nicht wirklich die Wirklichkeit.

  • (dwt). Ich weiß ja nicht aus welchem Stadtprospekt du deine Lobpreisungen abgeschrieben hast ;)


    Objektiv betrachtet ist das Gebiet dort sehr zersiedelt. Das Gebiet ist von größeren Prachflächen und gewerblich genutzten Arealen geprägt. Es gibt wenige bis keine Einzelhändler, stattdessen große Discounterwüsten.
    Subjektiv betrachtet ist das nicht unbedingt attraktiv.

  • Der aktuelle Verlust trägt natürlich zum besagten bei.


    Woher ich meine Theorien habe ist leicht zu erfahren.
    In Beiträgen hier im Thread geht es beispielsweise um die Zukunft
    des Viertels, Limbacher/Erzberger/Paul-Jäckel-Straße.


    Gemeint, meiner seits war der Abschnitt, Wohnviertel von der Erzberger/Limbacher, bis Waldenburger Straße.
    Die Zersiedelung beginnt dann ab der Limbacher, Ecke Waldenburger Straße,
    Entwickelt sich aber auch irgendwie, Beispiel ist die Kalkstraße, wo Gerade eine weitere Firma Ihr Zelt aufschlägt.


    Inbegriffen sind auch aktuell drei kleine Wohngebiete,
    wovon zwei von drei das wohl letze Haus bauen.

  • An der Waldenburger Straße, Ecke Am Heim sieht es so aus als würde ein Bürogebäude, wo einmal eventuell die Telekom sich eingemietet hatte Saniert.?
    Eine Schuttrutsche war am Haus heut morgen zu sehen.
    Bild wird sicher folgen.
    Bis dato steht es leer.

  • Die Hoffnung hatte ich auch bis heute, aber mit den Bildern halte ich das für ausgeschlossen. Da ist man schon zu weit vorgedrungen. Ich würde noch nicht mal ausschließen, dass man sich mit dem Denkmalschutzamt auf einen Erhalt der Villa geeinigt hatte und jetzt - aus Versehen - doch leider, leider mit der Baggerschaufel abgerutscht ist, so dass man jetzt nur noch auf die Bestätigung wartet, dass jetzt ein Erhalt natürlich nicht mehr möglich ist.


    Vielleicht hast du mit deiner Vermutung recht.
    Seit den letzten Bildern von mir haben sich die Abrissbagger zwar bewegt, aber es geht nicht weiter. Selbst der Schutt wird oder wurde bis heute nicht beseitigt.
    Das kann sich ganz klar sehr schnell ändern, doch ist es sehr Seltsam.

  • An der Waldenburger Straße, Ecke Am Heim sieht es so aus als würde ein Bürogebäude,
    wo einmal eventuell die Telekom sich eingemietet hatte Saniert.?
    Eine Schuttrutsche war am Haus heut morgen zu sehen.
    Bild wird sicher folgen.
    Bis dato steht es leer.


    Stadtteil Altendorf



    Sieht noch nicht vielversprechend aus.


    Rückseite:


    Februar 2015

  • Bei der Limbacher Straße 167 habe ich mit meinen Vermutungen genau richtig gelegen, wie man der heutigen Freien Presse entnehmen kann. Eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung lag nur für das Fabrikgebäude der einstigen Schraubenfabrik Grassmann vor, nicht aber für die Direktorenvilla. Während des Abrisses der unmittelbar angebauten Fabrik seien am 17. Februar rückwärtige Gebäudeteile der Villa eingestürzt. Daraufhin habe das Baugenehmigungsamt einen sofortigen Baustopp verhängt. Laut Stadtverwaltung wird derzeit ermittelt, was getan werden muss, um die Villa zu erhalten. Sobald das feststehe, solle der Verursacher "zur geeigneten Maßnahme zum Erhalt der Villa" verpflichtet werden. Na da bin ich mal gespannt...