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Alt 19.11.13, 13:51   #10
Eisber
 
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Du hast deinen heimischen Wirtschaftsraum mal so eben unter den Teppich fallen lassen

Ehrlichgesagt gebe ich nichts auf umwälzende Langfristprognosen, wenn doch die Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften in der Vergangenheit nie in der Lage waren, die Zukunft zuverlässiger zu prognostizieren, als man dies auch bei purem "Raten" geschafft hätte.

Madrid beispielsweise ist schon längst in der Realität zurück. Ich war dort kurz vor der Finanzkrise und erst kürzlich wieder. Eine komplett andere Welt, nicht nur eine andere Zeit. Moskau? Das setzt voraus, dass das mit der Oligarchie und "gelenkten Demokratie" dauerhaft so stabil läuft wie aktuell. Ich hielte das für optimistisch. London? Mit Sicherheit die dominierende Metropole Europas, gegen die auch Berlin wirklich ein Kaff ist (da darf man sich nichts vormachen). Aber England hat enorme Probleme mit der "sozialen Schere", nur von der "Finanzindustrie" kann ein Millionenvolk nicht leben.

Umgekehrt kann ich mir gut vorstellen dass in Zukunft Regionen aufsteigen, die aktuell keiner "auf dem Schirm" hat. Das lehrt zumindest jede Erfahrung. Welche? Nun, auch ich habe die natürlich nicht auf dem Schirm.

Richtig ist aber sicher auch dass solche Großprojekte Impulse setzen und in gewisser Weise auch vollendete Tatsachen. Sowas bindet ganz automatisch Prosperität an sich. Gerade also wenn man bedenkt, dass auch in London der zukünftige Erfolg kein Automatismus ist, wäre man gut beraten solch ein mutiges Projekt umzusetzen. Eine ganze Stadt, wenn nicht gar ein ganzes Land, kann von solchen "Leuchttürmen" enorm profitieren. Denk du zB bei dir in München an den Flughafen München (einige Nummern kleiner zwar, aber München selbst ist dies ja auch im Vergleich mit London). Es ist längst bekannt, dass der als "Jobmaschine" für den Boom der Region München maßgeblich mitverantwortlich ist. Vor dem Bau hielten den mit Sicherheit auch alle für Gigantomanie usw.
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