Sonstige Bauprojekte innerhalb der Wallanlagen

  • Oh das Berlin auf Platz 24 ist wundert mich, soweit ich weiss haben da zwar alle wichtigen Finanzhäuser Zweigstellen, aber Hauptsitze gibts doch eigentlich kaum welche oder? Aber ich glaub ich auch zuwenig aus.

  • Der ehemalige Filmpalast Royal in der Schäfergasse soll abgerissen und durch ein Wohn- und Geschäftshaus ersetzt werden. Ein Frankfurter Planungsbüro, laut FAZ handelt es sich um das von Andreas und Stefan Lyson, habe das traditionsreiche Anwesen gekauft, wie heute die FNP berichtet.


    Das 1957 eröffnete MGM-Lichtspielhaus zählte einst zu den besten Kinos der Stadt, zuletzt, bis zu seiner Schließung im Mai 2003, war es das Kino mit dem größten Saal. So sieht die Straßenfront heute aus:





    Bilder: Schmittchen

  • @remy: Es gibt bestimmt auch Leute, die da anderer Meinung sind *g*. Aber wirklich gut, daß er wegkommt. Sind schon ziemlich heruntergekommen aus!

  • In diesem extrem herunter gekommenen Zustand ist nicht mehr viel vom Glanz der alten Tage, deren Letzte ich miterleben konnte, geblieben.
    Ich glaube, hätte man das Ding renoviert und dabei nicht unbedingt High Tech alà Metropolis eingestellt, hätte der Filmpalast als das besondere Kino wie z.B. Orfeos Erben etc. Erfolg gehabt, quasi als Non-Mainstream.


    LG


    Octavianus, hoffentlich bald wieder öfters mehr online...

  • Mit dem neuen Citybeach (siehe #544 f) scheint es nun doch noch etwas zu werden. Gestern habe ich in der fünften Etage des Parkhauses Konstablerwache geparkt: der kleine nicht überdachte Teil ist jetzt vom Rest abgesperrt, dort liegen Stahlträger und unten auf der Straße steht ein kleinerer Kran. Offenbar soll dem Parkhausdach eine Stahlkonstuktion aufgesetzt und dort dann der Beachclub eingerichtet werden. Weil man aber noch ganz am Anfang der Arbeiten steht, wird es wohl eine kühle Eröffnungsfeier werden.

  • Weil man aber noch ganz am Anfang der Arbeiten steht, wird es wohl eine kühle Eröffnungsfeier werden.


    Dazu noch ein kleiner Hinweis von der Homepage des Citybeach:
    "Dabei gehen die Planungen weit über den Sommer hinaus. Mit einem bestehenden Winterkonzept soll die Idee der Ruheoase im Herzen der Innenstadt nun auch auf die kalte Jahreszeit ausgeweitet werden."


    Da bin ich mal gespannt... :)

  • Hier mal ein Foto vom ersten montierten Stahlträger des neuen City Beachs auf dem Parkhaus Konstabler:



    Foto:MartinLSC

  • Fressgass: Neubau statt Feinkost-Plöger-Gebäude

    Siehe hierzu zunächst den Beitrag #436 mit einer Pressemeldung und weiteren Informationen. Nach einem Rendering suche ich seit längerer Zeit, nun war eines zu finden. Ihr findet die Visualisierung weiter unten.


    Nachdem in der Pressemeldung bereits die beauftragten Architekten genannt wurden, habe ich durchaus mit etwas in dieser Richtung gerechnet. Nicht zuletzt wegen des angeblich intensiven Abstimmungsprozesses mit dem Stadtplanungsamt und Phrasen wie "Bedeutung des Standortes für die Stadt entsprechend" habe ich einen dermaßen hohen Glasanteil aber nicht erwartet. Für sich gesehen ist der Entwurf nicht einmal schlecht, in anderen Teilen der Innenstadt, im Gebiet Ostzeil etwa, wäre ein solches Gebäude durchaus begrüßenswert. Aber an die Fressgass passt es meiner Ansicht nach nicht.



    Bild: Development Partner AG

  • Danke Schmittchen. Das erinnert mich stark an das Gebäude auf der Zeil wo der Saturn drin ist und dort würdes auch hinpassen. Aber für die Fressgass ist das definitiv unpassend. Sieht aus wie ein Shopping-Tempel

  • Kalt und abweisend... Außerdem verstehe ich nicht, was die horizontale Schichtung in der Fassadenrasterung soll? Das passt da gar nicht her.


    Irgendwie doch ziemlich krass wie wenig sich viele Architekten um die Umgebung kümmern.

  • Ach, alles in Allem ist es doch nicht schlecht.


    Die Fressgass hat architektonisch gesehen, doch wirklich nicht ein einheitliches Konzept. Solange jetzt nicht sämtliche Fassaden an der Fressgass durch Glas ersetzt werden, kann ich mich durchaus mit diesem Entwurf anfreunden.

  • Stimmt schon, die Fressgass hat diesen "bunten" Charme, vor allem auch durch den teilweise so schön kitschig-schrottigen Gastronomengeschmack.


    Das Problem beim dem Entwurf ist aber eben, dass die Fassade hier so viel "Kälte" gerade auf den ersten zwei geschossen einbringt.

  • Ich finde das Gebäde nicht schlecht, man sollte noch wissen, dass dort eine Einkaufspassage gebaut wird, die am Parkhaus Börse an der Meisengassse endet. Meines Wissens nach werden dort ca. 20 Läden untergeracht. Ich finde es bereichert die Fressgass, bis auf wenige Bauten gibt es dort nichts wofür man Tränen vergießen sollte.

  • Naja, die Südseite sind zu 50% Altbauten, auf der Nordseite 100% Nachkriegszeit, wobei ich die Kollonaden im Westteil ganz nett finde. Auch wenn es keine große Architektur ist was da nach dem Krieg entstanden ist, zum Teil sogar richtig mies aussieht, gibt es da kein Gebäude das sofort negativ auffällt weil die "Neubauten" relativ zurückhaltend sind. Aber das was man da vor hat ist ganz und gar nicht zurückhaltend. Wie ich schonmal sagte, das Teil wirkt wie ein Einkaufstempel auf der Zeil, und sowas hat auf der Fressgass nunmal nichts verloren. Erst recht nicht wenn es so kalt ist und mit diesem viel zu großen Glasanteil. An sich nicht schlecht, aber darüber ob es für die Umgebung passend ist scheint der Architekt nicht eine Sekunde nachgedacht zu haben.

  • Nochmals Fressgass: Neubau statt Plöger-Gebäude (#607)

    Bemerkenswert ist an der Fressgass, dass sie trotz der teilweise scheußlichen Bebauung besonders an der Nordseite letztlich doch eine sehr attraktive Straße ist. Entstanden ist die dortige Bebauung nachdem, um eine "autogerechte Stadt" zu schaffen, zwischen 1952 bis 1956 alle verbliebenen Gebäude an der Nordseite abgerissen und die Straße um acht auf 32 Meter verbreitet wurde (Quelle). Die aktuelle Situation:



    Das mit der von rako erwähnten Passage zur Meisengasse lässt einen hinteren Ausgang in dem Bereich erwarten, der unten auf dem Foto zu sehen ist. Eine hervorragende Gelegenheit, auch diesen struppigen Winkel umzugestalten und beispielsweise Gastronomie anzusiedeln. Natürlich zu sehen in Verbindung mit den Abriss- und Neubau-Plänen der Frankfurter Volksbank, außerdem ist eine neue Fassade für das Parkhaus Börse vorgesehen.


    Links im Bild vom vergangenen Samstag der rückwärtige Bereich des Maredo, hinter dem Kastenwagen die ehemalige Warenannahme von Plöger, rechts das Parkhaus Börse.



    Bilder: Schmittchen