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Alt 13.01.16, 16:54   #3
Robbi
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Robbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes Ansehen
Djemaa el Fna

Djemaa el Fna heißt nach der gängigsten (da spannendsten) Herleitung "Versammlung der Toten", weil hier früher Menschen gehenkt worden sein sollen. Heute zeigt der Platz ganz veschiedene Gesichter, zum einen ist er auch für die Bewohner Marrakeschs ein zentraler Punkt, zum anderen eine Hauptanlaufsstelle für Touristen mit allen daraus folgenden Vor- und Nachteilen. Tagsüber eher beschaulich, wandelt er sich durch mobile Garküchen, Musiker und Gaukler abends zu einer großen Freiluftarena.

Am Rande warten Kutschen auf Fahrgäste, ein Spaß den ich mir aber angesichts des Verkehrs und der Abgase geschenkt habe, zumal die meisten Straßen in der Medina dafür eh zu schmal sind.



Das Interessante am Platz ist, wie man vielleicht schon sieht, weniger die Bebauung, als vielmehr die Atmosphäre. Tagsüber kann man auf dem Platz gut frisch gepressten O-Saft kaufen, den es zu einem festgesetzten Preis gibt. Das ist selten, sonst muss man um fast alles feilschen. Das Mädel im Vordergrund hat nur zufällig in meine Richtung geschaut



Daneben gibt es auch allerlei Früchte und Gewürze zu kaufen.



Das Café de France am Djemaa el Fna punktet vor allem durch seine Lage, genauer gesagt die Dachterrasse. Dort kann der Nachteil der etwas trägen Bedienung leicht zum Vorteil werden: Man kann unbehelligt ewig lang mit einem Minztee auf dem Dach sitzen und dabei zusehen, wie der Platz in der Abenddämmerung immer lauter und bunter wird. Wer bei Sonnenuntergang einen Platz ergattern möchte, sollte allerdings zeitig vorher da sein.



Blick über die Medina nach Norden. Die Moschee weiter hinten sieht ähnlich aus wie die Koutoubia, ist aber eine andere. Das kann bei der Orientierung in den engen Altstadtgassen schnell zur Verwirrung führen.





Wenn kurz vor Sonnenuntergang die Grills angeworfen werden, wabert Rauch über den Platz.



Dazwischen tummeln sich neben Musikern auch Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzählen, Hütchenspieler, Tänzer, Wahrsager... Dieses Zusammenspiel hat die UNESCO bewogen, den Djemaa el Fna als immaterielles Erbe unter Schutz zu stellen.



Die Musik und die Gerüche tragen viel zum Gesamteindruck des Platzes bei, einen kleinen Eindruck davon, wie es abends klingt, kann man auf der Homepage des Café de France kriegen.



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