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Alt 15.02.16, 22:06   #9
Robbi
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Robbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes AnsehenRobbi genießt höchstes Ansehen
Quartier des Tanneurs | Gerberviertel

Im Quartier des Tanneurs in der östlichen Medina arbeiten auch heute noch die Gerber, unter erbärmlichen Bedingungen. Anders als weite Teile der Medina und der Ville Nouvelle (Neustadt) ist dieses Viertel ganz offensichtlich arm. Das Gerben soll sich hier seit dem Mittelalter kaum verändert haben, was von manchen Reiseführern etwas euphemistisch "traditionell" genannt wird. Die Anlage befinden sich in großen Hinterhöfen, so dass man um eine private Führung kaum herumkommt. Dafür gibt's auch ein paar Minzstengel, an denen man schnuppern kann, wenn einem der Gestank zuviel wird. Die Tierhäute durchlaufen verschiedene Stationen in Bottichen mit z.B. Wasser, Tierblut, oder eine Mischung aus Tierurin und Taubenkot, bevor sie anschließend gefärbt werden. Der Gestank ist furchtbar, die Chemikalien giftig und die Arbeiter arbeiten oft hüfttief in den Bottichen. Nochmal würde ich mir das nicht antun, auch wenn das "Trinkgeld" für den Fremdenführer hoffentlich den Richtigen weiterhilft...



Die Gerber arbeiten immer in einem bestimmten Turnus, als ich da war, wurden hauptsächlich die gegerbten Häute getrocknet.







Ein wenig abseits kann man aber auch einfach etwas in der Sonne entspannen.



Durch das sehenswerte Bab Debbagh gelangt man aus der Medina heraus...



...in die neueren Stadtteile, aber dazu mehr im nächsten Beitrag.

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