Zollhafen - neues Stadtquartier in Bau

  • Der Architekturwettbewerb zum Baufeld "Hafenkai" (siehe #75) scheint entschieden. Wie die Allgemeine Zeitung (Achtung! nur 5 Artikel pro Monat einsehbar) heute berichtet hat sich das Büro Schneider + Schumacher durchgesetzt.


    Der Entwurf ist in der Form eines doppelten X aufgebaut und soll im Erdgeschoß Flächen für Gastronomie und Einzelhandel bereitstellen. So das das besondere Gelände (an drei Seiten von Wasser umgeben) auch in Zukunft für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Eine erste Visualisierung findet sich ebenfalls im Artikel der AZ.

    2 Mal editiert, zuletzt von deweh () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Das Projekt heißt "DOXX". Die Pressemitteilung (PDF:(


    Der Siegerentwurf des Auswahlverfahrens für die Bebauung des Baufeldes „Hafenkai“ im neuen Stadtquartier Zollhafen Mainz steht fest: Eine Jury unter Vorsitz von Prof. Ludwig Wappner kürte den Entwurf „DOXX“ von schneider+schumacher Architekten mit bb22 Architekten (Frankfurt am Main) zum Sieger und empfahl dem Auslober die Umsetzung des Entwurfes.


    Die Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG, die gemeinsame Projektgesellschaft der Zollhafenentwickler CA Immo und Stadtwerke Mainz AG, hatte in Abstimmung mit der Landeshauptstadt Mainz für das prominent gelegene Baufeld „Hafenkai“ im neuen Stadtquartier ein mehrstufiges Verfahren gestartet. Zuletzt vier Teams entwickelten in den letzten Monaten einen dreiseitig von Wasser umgebenen Standort für hochwertiges Wohnen.


    Ziel des Verfahrens war die Entwicklung einer zeichenhaften Wohnarchitektur auf einer Geschossfläche von ca. 15.000 qm, die von attraktiven Dienstleistungs- und Serviceeinrichtungen ergänzt wird. Das Preisgericht begründete die Qualitäten des Siegerentwurfs DOXX:


    „Der Wunsch nach der Schaffung einer markanten Landmarke wird durch die Doppel-X Struktur des Entwurfs in besonders hohem Maße erfüllt. Die außergewöhnliche Typologie betont den hervorgehobenen Standort auf dem Hafenkai. Durch das weitgehende »Aufständern« des Gebäudes, das Lösen eines Großteils des Baukörpers vom Erdgeschossniveau, bleibt der überwiegende Teil des Hafenkais öffentlich zugänglich. Während ein Großteil der Wohnbereiche des Zollhafens eher privaten Charakter hat, erscheint die ungewöhnliche Mischung von Wohnen und öffentlicher Nutzung an dieser Stelle des Hafens angemessen. Es wird erwartet, dass sich auf dem in dieser Form überbauten Hafenkai vielfältiges urbanes Leben in positiver Weise entfalten kann.“


    Weitere Rangfolge:


    2. Rang: Dietz Joppien Architekten AG, Frankfurt
    3. Rang: Henning Larsen Architects, Kopenhagen
    4. Rang: Hadi Teherani Architects, Hamburg


    Alle Entwürfe der zweiten Wettbewerbsstufe werden in Kürze öffentlich im Erdgeschoss des Weinlagers in der Taunusstraße 59 – 61 präsentiert. Der Ausstellungszeitraum wird gesondert bekanntgegeben.





    Bilder: schneider+schumacher Architekten mit bb22 Architekten / Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG

  • DOXX

    Vom Baukörper her ein sehr vielversprechendes Konzept. Die Öffnung im Erdgeschoss gefällt mir.


    Einzig die Fassadenstruktur und das Fassadenmaterial sagt mir nicht zu. Die Anordnung der Fenster bzw. (wohl) Loggien wirkt unruhig. Die Oberfläche passt, zumindest was man auf der Visualisierung erkennen kann, nicht in die Umgebung.
    Warum kann die Stadt hier nicht klare Rahmen vorgeben, damit die Fassaden im Quartier zueinander passen?

  • Rheinkai 500, Dock1Mainz

    Die nördliche Hälfte von Rheinkai 500 scheint im Rohbau mehr oder weniger fertig zu sein, der südliche Teil dürfte bald folgen.



    Blick von der Höhe des Weinlagers Richtung Neustadt.



    Die Balkone sind bereits mit dunklem Klinker verkleidet.



    Dock1Mainz ist noch in der Grube, es wurde aber schon viel betoniert.



    -Bilder von mir-

  • Baufeld "Hafenallee II" verkauft - Hotel und Wohnungen geplant

    Ein Budgethotel und später auch Wohnungen wird Münchner Grund auf dem Baufeld "Hafenallee II" im Nordwesten des Zollhafens bauen. Auszug aus der aktuellen Pressemitteilung der Zollhafen Mainz GmbH und ein Ausschnitt aus dem Baufelder-Lageplan:


    "Die Investoren CA Immo und Stadtwerke Mainz AG haben für die Entwicklung des neuen Stadtquartiers Zollhafen einen neuen Partner gewinnen können: vor kurzem wurde der Verkauf des Baufeldes 'Hafenallee II' an die Münchner Grund Immobilien Bauträger GmbH – Member of UBM – notariell beurkundet. Auf dem 4.268 Quadratmeter großen Grundstück ist auf ca. 15.000 Quadratmeter Geschossfläche zunächst die Errichtung eines modernen Budget Hotels vorgesehen. Im zweiten Bauabschnitt werden Wohnungen mit Hafenblick realisiert. Der Baubeginn ist im Jahr 2017 geplant."





    Grafik und Luftbild: Zollhafen Mainz GmbH Co. KG

  • Baubeginn auf der Südmole

    Im März sollen die Bauarbeiten auf der Südmole beginnen. Das teilt BPD Immobilienentwicklung Frankfurt der Presse mit. Gestern wurde die Baugenehmigung erteilt.


    Insgesamt entstehen 128 Eigentumswohnungen nach einem Entwurf des Büros Langhof, Berlin, dazu oben die Beiträge #47 ff. Im ersten Bauabschnitt mit 58 Einheiten werden 13 verschiedene Grundrisse realisiert. Diese Wohnungen sind auf zwei Gebäude mit vier Hauszugängen verteilt. Erste Bewohner werden voraussichtlich im Dezember 2017 einziehen können. Bisher ist ein Viertel der Wohnungen verkauft.





    Bilder: Langhof GmbH / BPD Immobilienentwicklung

  • Schön, dass der Baustart bevorsteht. Aber immer noch ein bisschen schade, dass nicht der Entwurf, der auf der ersten Visualisierung zu sehen war, realisiert wird: Der war etwas eleganter und nicht so klobig ...

  • Rheinallee II

    ^ Mit gefällt der Entwurf auch mit dem geänderten Gebäudeteil am Molenkopf (der Baukörper ganz links auf den Visualisierungen) ganz gut, vor allem freut mich, dass die Fassaden wohl verklinkert werden sollen.


    Aber apropos klobig, bei Rheinallee II (Lage) wird seit Anfang des Jahres gebuddelt. Letzte Beiträge dazu hier, Infobeitrag dort. Das Projekt wurde im Dezember 2015 in einem "Forward-Deal" von SBT Immobilien an das Unternehmen Industria Wohnen verkauft ([nr]=26"]Mitteilung) und soll bis Anfang 2018 schlüsselfertig übergeben werden. Geplant sind nach aktuellem Stand auf sechs Geschossen 138 Wohnungen mit im Durchschnitt 77m², 1.600m² Gewerbefläche und (wohl im UG) 206 PKW-Stellplätze, die Baukosten belaufen sich auf 52mio€. Realisiert wird vermutlich der Entwurf von DDJ Architekten, die 2014 auch den Wettbewerb gewonnen hatten.




    Bilder: DDJ Architekten Düsseldorf


    Und so sieht es aktuell vor Ort aus:



    Im Hintergrund das Rheinkai 500.



    -nicht anderweitig gekennzeichnete Bilder von mir-

  • Hochwasserschutz ?

    Gibt es Informationen über Vorschriften oder Bauhöhen über/unter letzten Höchstständen sogenannter "Dekaden- oder Jahrhunderthochwässer" ?
    Gefühlt sind diese schönen Gebäude auf dem Rendering mit hohem Risiko sehr nah ans Wasser gebaut, mindestens aber die Tiefgaragen gefährdet.
    Der Klimawandel wird die nächsten Jahre sicherlich für die ein oder andere überraschende Eskapade gut sein.


    VG
    B.

  • Hochwasserschutz

    ^ Es gibt ein umfangreiches Bauherrenhandbuch zum Hochwasserschutz am Zollhafen (pdf-Datei). Daraus ergibt sich, dass die großen Zufahrtsstraßen bis zu einem zweihundertjährigen Hochwasser (HW200) plus 50cm Freibord (sozusagen als Puffer) trocken bleiben sollen, die Sockel der zur Wohnbebauung vorgesehenen Gebäude müssen nochmals 1,40m oder 1,60m höher als HW200 liegen. Damit sollen die Anwohner auch vor Extremhochwasser geschützt werden, bei dem man davon ausgeht, dass es 1,20m über HW200 liegen kann. Ob die Tiefgaragen zur Flutung vorgesehen werden oder nicht ist, wenn ich das richtig überflogen habe, Sache des Bauherren. Insgesamt ist der Hochwasserschutz also auf dem Niveau der anderen am Rhein gelegenen Stadtteile.

  • Der ehemalige Zollhafen hat sich jetzt in eine Riesenbaustelle verwandelt, an fast jeder Ecke wird gearbeitet, und zwar von Land und von Wasser aus. Zwei Baggerschiffe verstärken die Hafenmauern mit Bruchsteinen. Auf der Südmole hat es den angekündigten Baubeginn gegeben, es wird gebohrt und ausgeschachtet.


    Blick über die Rheinallee II auf das Alte Weinlager, Dock1 und Rheinkai500:



    Auf der Südmole (links neben dem Alten Weinlager) sind viele Baucontainer und eine Pfahlbohrmaschine zu erkennen, die LKW sind schon weiter unten im Erdreich.


  • Dock1Mainz, Südmole

    ^ Seit Beggis Fotos kann mein einen baulichen Fortschritt erkennen, Dock1Mainz kommt langsam aus der Baugrube.




    Auf der Südmole wird derzeit ziemlich viel gebuddelt.



    -Bilder von mir-

  • Fußgängerbrücke

    Wie die Allgemeine Zeitung berichtet wird im Juli der Bau der Brücke zwischen Nord- und Südmole beginnen! Mitte 2017 sollen Fußgänger und Radfahrende die Klappbrücke dann queren können. Optisch geht der Bau in Ordnung, nicht zu bieder aber sicherlich auch nicht extravagant - was ich persönlich ja ein bisschen schade finde. Ich hätte mir hier ein kleines architektonisches Ausrufezeichen gut vorstellen können. Aber allzu progressiv fällt das neue Quartier ja eh nicht aus ...


    Klappbar muss die Brücke ja unter anderem wegen des geplanten Jachthafens sein - die Machbarkeitsstudie für die zunächst 150-plätzige Marina läuft laut erwähntem Artikel derzeit.


    Und: Noch in diesem Jahr wird die MVG die Straßenbahn zum Zollhafen hin verlängern (das ist nun doch ein klein bisschen progressiv)!

  • Hat da jemand Hafenallee und HafenCity verwechselt? :confused:


    Sieht sehr norddeutsch aus, könnte am Zollhafen aber durchaus funktionieren.

  • Rheinallee II

    Auf dem Baugrund der Rheinallee II scheint die nächste Bauphase gekommen zu sein. Zwei Kräne sind neu hinzugekommen, was auf eine fertige Baugrube und den Beginn des Errichtens der Tiefgeschosse hindeutet.