Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 09.04.14, 14:36   #51
RianMa
DAF-Team
 
Benutzerbild von RianMa
 
Registriert seit: 03.01.2012
Ort: Berlin/Dresden
Alter: 28
Beiträge: 628
RianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle Zukunft
Okay, ich stimme in jedem Fall zu, dass dieser Grünzug seine stadträumlichen Qualitäten hat (was ich ja erwähnt hatte) und in Bezug auf das Dresdner Stadtklima als Frischluftschneise sicherlich große Vorteile bringt. Ich habe auch nichts dagegen, wenn dieser Grünzug langfristig unbebaut bleibt, bin wie gesagt aber auch einer Bebauung nicht abgeneigt.

Interessant ist doch Frage, welche Funktionen (abgesehen vom Stadtklima) dieser Grünzug eigentlich erfüllt?
Städtebaulich könnte man denken, er verbindet zwei wichtige Punkte in der Stadt. Der Status Quo ist folgender: Er startet am Altstadtring und führt leider ins Nichts bzw. endet im Moment am ADAC-Haus. Das heißt also, dieser Grünzug macht eine städtebauliche Geste, die unvollendet ist bzw. wieder ist. Ursprünglich endete der Grünzug am Achtgeschosser an der Ecke Striesener Straße/Reißiger Straße. Diesen Städtebau hat man leider durch das 90er-Jahre ADAC-Haus kaputt gemacht. Im Übrigen ist dieser auch optisch keine Augenweide. Die Fläche neben dem ADAC-Haus könnte nun die Möglichkeit bieten, hier wieder einen markanten Endpunkt zu setzen.

Daraus folgt für mich gleich ein zweiter Kritikpunkt. Dadurch, dass der Grünzug fast 2 Kilometer lang ist, wären auch bauliche Orientierungspunkte im Mittelteil des Grünzugs hilfreich. Die begleitende DDR-Bebauung schafft das leider nicht.

Mein dritter und wichtigster Kritikpunkt ist die Tatsache, dass ein Grünzug für mich nicht nur aus Rasen und einzelnen Baumgruppen besteht. Diese Freiflächen glänzen durch ihre Nichtnutzung und Leere. Ich sage nochmal, dass dieser Grünzug durchaus seine Qualitäten hat, aber diese müssen auch genutzt werden, was im Moment (noch) nicht getan wird. Wenn ich vor Ort bin, sehe ich immer nur vereinzelte Spaziergänger, Fahrradfahrer oder Hunde samt Herrchen. Ich verstehe sofort, warum die Menschen andere Grünflächen bevorzugen. Der Große Garten oder die Elbe sind schnell zu erreichen. Selbst die Grün- und Sportflächen an der Dürerstraße werden viel intensiver genutzt. Der Striesener Grünzug ist zwar für alle öffentlich, aber genau hier beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz. Es ist alles viel zu öffentlich und einsehbar und dadurch laut und ungemütlich. Die mögliche Lösung ist einfach. Entweder man sorgt hier für eine stärkere Bepflanzung, die auch nicht ständig gepflegt werden muss. Das könnte geschützere Bereiche schaffen, damit man nicht von allen Seiten einsehbar ist. Oder man schafft unterschiedliche Freizeit- und Sportmöglichkeiten, wie Basketball- oder Volleyballplätze. Die Breite des Grünzuges reicht dafür locker aus.
Ich bevorzuge ja eine Mischung beider Varianten. Zwischendurch können natürlich auch Liegewiesen verbleiben, die aber auch von der Straße abgeschirmt werden müssen.
Durch die Sportbereiche könnte man zugleich bauliche Orientierungspunkte, die ich oben erwähnt hatte, schaffen.

Die Bürgerwiese ist für mich ein "Grünzug", die Striesener Straße ist dies definitiv nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Solange der Zustand aber so bleibt, wie er aktuell ist, kann ich nur dabeibleiben, dass ich eine Bebauung begrüßen würde, weil es sich hier um eine große Verschwendung städtischen Raumes handelt.
Ich bin offen für alles.
__________________
Alle Fotographien sind generell durch mich aufgenommen und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Danke.
RianMa ist offline   Mit Zitat antworten