Dass ein Universitätsneubau im Zentrum der Stadt im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses und damit auch der Diskussionen steht, ist doch klar. Dass sich Studenten hauptsächlich für die "inneren Werte" interessieren, ist ebenfalls klar. Dass sie meist nach dem Studium die Stadt wieder verlassen, allerdings auch. Insofern sind die Meinungen der einzelnen Interessengruppen doch absolut nachvollziehbar. Und auch hier im Forum ist m.E. die Mensa am Park von den Neubauten am besten abgeschnitten.
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Es ist aber schon verwunderlich, wie wenig das Feuilleton interessiert, ob die neuen Gebäude für die Nutzer optimale Arbeitbedingungen bieten. Es soll ja Gebäude geben, die zwar sehr schön sind, aber nur bedingt genutzt werden können. Die studentischen Beiträge im KREUZER beleuchten andere Aspekte des Projektes. Finde ich gut.
Hier ein ARTIKEL in dem die Nutzer nur am Rande vorkommen und die Autorin Leipzig als Mekka für die Liebhaber typischer DDR-Kunst erkannt haben will.
Hier mal eine (stark entzerrte) Frontalansicht der Paulinerkirchen/-aula-Rückseite, um zu zeigen, dass das Strichmuster auch durch die Fenster verläuft. Auf der Aufnahme von DaveLE konnte man es schlecht sehen.
Bild: Cowboy
Ansonsten bin ich so frei, und zeige noch eine gut in Szene gesetzte Aufnahme von DaseBLN.
Bild: DaseBLN
warum sollte das paulinum, welches die paulinerkirche neu interpretiert hinter glas verschwinden?
was hat das mit dem MdBK zu tun, welches ganz gezielt den sichtbeton nach innen zeigt und es "nur" nach außen abmildert?
muss den alles wie eine bankfiliale der 1990er aussehen?
"aber bevor jedwede bauherren sich noch einmal auf eine derartig kostspielige variante einlassen werden, wird wohl leider noch sehr viel zeit vergehen".
@ tj tinitus - warum sollten sich denn die bauherren auf derartige sachen ueberhaupt einlassen? sollten wir denn alles den bauherren zulassen?
die erste, dritte und fünfte frage kann ich nicht beantworten, sie stellen sich eigentlich auch nicht.
zur zweiten, vierten und sechsten frage: weil eine qualitativ hochwertige verglasung reizvoller ist als eine not- und ersatzvariante, wie der vergleich von paulinum und mdbk vor augen führt.
@ hedges: es wurde doch bereits in diversen DIskussionen hier ausgeführt, dass die jetzige Industrieglasvariante nicht das ist, was sich die Architekten ursprünglich vorgestellt hatten. Hochwertig muss ja nicht immer gleich Spiegelglas bedeuten.
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^ Dank für die aufschlußreichen Bilder an Stoney85
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Eine Literatur- sowie Veranstaltungsempfehlung für all jene, die nicht nur an der „reinen Architektur“ des neuen Universitätskomplexes interessiert sind:
Prof. Dr. Helmut Görlich, der seit 1992 den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, Verfassungsgeschichte und Staatskirchenrecht an der Juristenfakultät der Universität Leipzig inne hat (s. auch: http://www.uni-leipzig.de/~staat/html/goerlich.html), und RA Torsten Schmidt haben jüngst eine Schrift verfaßt, die unter dem Titel Res sacrae in den neuen Bundesländern - Rechtsfragen zum Wiederaufbau der Universitätskirche inLeipzig im Berliner Wissenschafts-Verlag erschienen ist und eine völlige Neubewertung der Rechtssituation unternimmt (s. auch: http://www.stiftung-universitaetskir...literatur.html). Die Folgen dieser Rechtsbewertung dürften, soviel ist vorauszusehen, nicht folgenlos bleiben.
Görlich und Schmidt kommen nach gründliche Analyse und Quellenauswertung zu dem Schluß, daß mit dem Neubau am Ort der gesprengten Universitätskirche St. Pauli - aufgrund der in der Bundesrepublik Deutschland gültigen Rechtsverhältnissen - die Widmung der Universitätskirche St. Pauli neu aufgelebt ist. Offensichtlich kommt dem Mut und dem Widerstand jener Männer und Frauen der Kirche, die sich 1968 weigerten, die Universitätskirche vor ihrer Sprengung zu entwidmen, wie das von den SED-Machthabern verlangt worden ist und wie es bei den sonstigen Sprengungen von Kirchen in der DDR in aller Regel geschehen ist, eine entscheidende Bedeutung bei.
Wie einer Pressemitteilung der Universität Leipzig (http://idw-online.de/pages/de/news338375) zu entnehmen ist, widmen sich die Theologische Fakultät der Universität Leipzig und die Stiftung "Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig" am Freitag, dem 23. Oktober 2009, in einer gemeinsamen Veranstaltung der Frage nach Mitwirkungsrechten der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens bei der Ausgestaltung und Nutzung der künftigen Universitätskirche am Leipziger Augustusplatz.
Das öffentliche Symposium mit Podiumsdiskussion unter dem Thema "Res sacrae - zum rechtlichen Status der Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig" findet statt in der Alten Börse und beginnt 13:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es dürfte, nicht nur für Geschichtsinteressierte, spannend werden.
^^ Auf dem 3. Bild sind die Trapezbleche zu sehen, die die künftige Konstruktion der Außenwand bilden werden. Laut heutiger LVZ sind momentan Monteure einer Waldsteinberger Firma damit beschäftigt, diese am Neuen Augusteum vollständig anzubringen, so dass dieses in den nächsten Tagen geschlossen werden dürfte.
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Er wird sich, soviel kann angenommen werden, nicht gefreut haben. Aber muß er sich deshalb zu abstrusen Äußerungen versteigen, indem er 40 Jahre KMU-Hauptgebäude-Bebauung am Ort der gesprengten Universitätskirche St. Pauli gegen über 700 Jahre Universitätskirche auszuspielen versucht und wörtlich behauptet, zwischen dem sog. Paulinum und der Universitätskirche gebe es keine Kontinuität, an der Stelle habe sich jahrzehntelang das Uni-Gebäude befunden und niemand würde doch behaupten, dass das eine Kirche gewesen sei?!
(http://mephisto976.uni-leipzig.de/se...m-zurueck.html)
Und dabei wie selbstverständlich unterschlägt, daß es zum vier Jahrzehnte lang stehenden KMU-Hauptgebäude mit Marxismus-Leninismus-Monument während der SED-Diktatur nur deshalb kommen konnte, weil es die damalige Universitätsleitung war, die über Jahre hinweg die barbarische Vernichtung der Universitätskirche St. Pauli solange verlangte, bis diese - ohne zuvor entwidmet worden zu sein - über ihren geschändeten Gräbern innerhalb weniger Sekunden in sich zusammensacken mußte?