Bauprojekte bei RB Leipzig + Neugestaltung Stadionumfeld

  • Und noch ein recht interessanter Fund im "Integrierten Stadtentwicklungskonzept" (SEKo) Leipzig 2020: http://www.leipzig.de/de/buerger/stadtentw/konzept/


    B3 Fachkonzept Freiraum und Umwelt
    http://www.leipzig.de/imperia/…ngfassung_ohne_Karten.pdf


    Handlungsschwerpunkt West


    Auch im Leipziger Westen steht die Fortsetzung einer integrierten Stadtteilentwicklung im Vordergrund. In Bezug auf die Freiraum- und Umweltentwicklung ergeben sich durch die vorhandenen Entwicklungspotenziale und die identifizierten Defizite verschiedene Handlungsansätze. Gleichzeitig ist die weitere Aufwertung des Freiraums wichtig für die Stärkung und Stabilisierung der Wohnfunktion. Die nachfolgenden Maßnahmebündel spiegeln dies wieder.


    Maßnahmebündel im Leipziger Westen:
    - Reduzierung der Luft- und Lärmbelastung an Magistralen (z. B. Lützner Straße, Merseburger Straße, G-Schwarz-Straße, Karl-Heine-Straße, Zschochersche Straße, Gießer Straße, Dieskaustraße)
    - Umfeld Cottaweg/ Auwaldverbund


    Räumlicher Handlungsschwerpunkt im Bestand – Leipziger Auwald


    Maßnahmebündel
    - Qualifizierung, Ausbau und Vernetzung Umfeld Cottaweg – Stärkung Auwaldverbund


    Handlungsfeld Revitalisierung Flussauenlandschaft von Elster, Pleiße und Luppe
    - Erhalt und Förderung des Zusammenhangs zwischen nördlichem und südlichem Auwald, Grünverbund Cottaweg


    Auf der entsprechenden Karte erscheint der Punkt als Nr. 4 "Grün- und Sportverbund Cottaweg": http://www.leipzig.de/imperia/…pzig_Karten_Teil_B3_5.pdf


    Mal abwarten, welche Maßnahmen nun zur Stärkung des Auwaldverbunds ergriffen werden. Das das SEKo nur Makulatur wäre möchte man niemanden unterstellen, zumal ja intensiv an anderen Maßnahmen gearbeitet wird, so etwa dem Ausbau der Erich-Köhn-Str.
    http://www.leipzig.de/imperia/…pzig_Karten_Teil_B6_9.pdf (Karte 3)
    http://www.leipzig.de/imperia/…ngfassung_ohne_Karten.pdf S. 169.


    Im KSP West 2009 - Konzeptionellen Stadtteilplan für den Leipziger Westen – Präzisierung und Erweiterung 2009 (http://www.leipziger-westen.de…sung_-_Bericht_090323.pdf ) - findet sich auf S. 12 folgendes Ziel:


    G Cottaweg
    Im Bereich um das Kleinmessegelände zwischen Erich-Köhn-Straße und Cottaweg soll durch Gestaltung der Eingangsbereiche, Begrünung und neue Wegeverbindungen der Stadtteil Lindenau und der Auewaldgürtel besser miteinander verzahnt werden. Insbesondere durch die Anlage neuer Waldflächen soll die Verbindung zwischen nördlichem und südlichem Auewald gestärkt werden.


    Und auf S. 28 unter
    G. Qualifizierung und Verbesserung grüner Infrastruktur
    G2) Handlungsfeld Cottaweg mit den Schwerpunkten
    1. verbesserte Wegeanbindung Richtung Lindenau/Grünau (Elster-Saale Radweg und Verflechtung mit dem Auewaldbereich
    2. Gestaltung des Eingangsbereichs zum Kleinmessegelände und Weiterentwicklung
    vorhandener Sportflächen
    3. Rückbau und Aufforstung von Brachen

  • le mon hist,


    das stadtentwicklungskonzept wurde zu einer zeit erarbeitet, als es rbl noch nicht gab. da ist doch klar, dass damals noch kein trainingszentrum vorgesehen wurde.
    nun hat es in der stadt eine andere entwicklung gegeben - da müssen die alten pläne halt überarbeitet werden. es ist ja kein "stadtnichtentwicklungskonzept.

  • Die LVZ berichtet heute ausführlich über die Pläne. Entscheidende Neuigkeit ist dabei folgendes:


    Nach Angaben von Rosenthals Referenten Matthias Klotz soll es stattdessen noch in diesem Jahr eine gemeinsame öffentliche Präsentation des geplanten Trainingszentrums von Stadt und Investor geben. „Wir haben derzeit in den Verhandlungen noch minimale Fragen zu klären und hoffen dann auf einen baldigen Termin“ sagte Klotz am Freitagnachmittag.


    Sehr interessant auch das:


    Hinter verschlossenen Türen soll der Bürgermeister betont haben, dass RB sein gesamtes Engagement in Leipzig von der Zustimmung zu dem Projekt abhängig macht.


    Man ist offensichtlich der Meinung, daß eine Halbmillionenstadt nicht ohne einen Regionalligisten auskommen kann...

  • Erbpachtvertrag, Baubeginn, Bebauungsplan

    Am gestrigen Samstag, an den die LVZ ihren ausführlichen Artikel auf S. 19 brachte - die Überschrift in der Druckausgabe lautet übrigens "Red Bull verschreckt seine Nachbarn" -, erschien auch in der BILD ein kleiner, nur zwei Spalten und je acht Zeilen umfassender Artikel im Sportteil auf S. 15: "Cottaweg-Vertrag wird verhandelt." In dem kurzen Text stecken zweieinhalb wichtige Informationen (so denn BILD hier richtig berichtet):


    1.) Die Gespräche zwischen Rasenball Leipzig und Stadt Leipzig um den Erbpachtvertrag für das Gelände am Cottaweg stehen kurz vor dem Abschluss.
    Also tatsächlich kein Kauf, sondern Vergabe im Erbbaurecht (http://de.wikipedia.org/wiki/Erbbaurecht). Der Erbbauzins beträgt üblicherweise zwischen drei und sechs Prozent des Grundstückswertes, die Stadttochter LWB verlangt z.B. sechs Prozent des von ihr veranschlagten Kaufpreises für ihre Grundstücke. Ich bin gespannt, wie hoch der Grundstückswert am Cottaweg veranschlagt wird und wie hoch der Zins sein wird, also wieviel RB jährlich an die Stadt abführen wird.
    Weiterhin vermute ich, dass die auch in der LVZ angekündigte "gemeinsame öffentliche Präsentation des geplanten Trainingszentrums von Stadt und Investor" noch in diesem Jahr damit im unmittelbaren Zusammenhang steht und nach der Vertragsunterzeichnung erfolgen wird. Damit hätte sich der Unwunsch des Investors erfüllt: "Der Investor wünscht nicht, dass darüber öffentlich gesprochen wird, bevor nicht die Verträge unterzeichnet sind."


    2.) Die ersten vier Trainingsplätze sollen im Frühsommer nutzbar sein.
    Das ist ein sehr sportliches Ziel, wenn am 15. Dezember der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan verabschiedet wird. Oder auch diies wird es so wie bereits angekündigt, die Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt ergeht ohne vorherige öffentliche Diskussion und Verabschiedung eines neuen Bebauungsplanes und ohne eine gegebenenfalls notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes.


    2 1/2.) Bereits am Mittwoch wird der Stadtrat der Stadtverwaltung den Auftrag erteilen, einen Bebauungsplan auszuarbeiten.
    Schön, dass die BILD schon am Samstag weiß, wie der Stadtrat am Mittwoch entscheidet. Aber dass die ganze Sache ohne größere Diskussion durchgewunken wird, daran gibt es ja kaum einen Zweifel.

  • zum beispiel arbeitsplätze ;)


    Ich hatte eigentlich gedacht, das Argument Arbeitsplätze käme schon viel früher. Mit dem Schlagwort kann man ja fast jede konkrete Kritik an jedem Bauvorhaben abwürgen. Aber fragen wir trotzdem mal genauer nach.


    Wieviele und welche Arbeitsplätze werden hier neu geschaffen und nicht nur verlagert? Und bitte jetzt nicht die alle hochbezahlten Internatslehrer_innen, persönlichen Assistent_innen von 1.-BL-Spielern und -Trainern, Vier-Sterne-Köche des integrierten Restaurants und andere mehr anführen. Es geht ja sonst immer nur um den besagten ersten (und maximal einen zeitlich und inhaltlich undefinierten zweiten) Bauabschnitt und die derzeitige Mannschaft, die bekanntlich in der fünftklassigen Regionalliga Nord spielt.


    Natürlich kann man auch mal als Argument die Arbeitsplätze anführen, die mit dem geplanten allmählichen Aufstieg von RB bis hin zur 1. Bundesliga und UEFA Champions League hinzukommen sollen. Aber dafür würde ich dann jeweils gern wissen, wo ihre konkreten Arbeitsplätze sein werden, d.h. mit welchen Baumaßnahmen an welchen Stellen dieser Zuwachs verbunden sein wird.


    PS: Offenbar hat RB selbst die Arbeitsplätze-Karte noch nicht selbst gespielt. In der Begründung der Vorlage Bebauungsplan Nr. 384 „Westlich vom Cottaweg“ heißt es lediglich bezüglich der Übereinstimmung mit den strategischen Zielen der Kommunalpolitik:


    · Schaffung von Rahmenbedingungen für den Erhalt bzw. die Neuschaffung von Arbeitsplätzen
    Mit der vorliegenden Planung soll u. a. die Errichtung eines Trainingsgeländes für einen Leipziger Fußballverein vorbereitet werden. Mit der Umsetzung der Planung ist davon auszugehen, dass Arbeitsplätze im Trainingsgelände für den Trainingsbetrieb oder im Verwaltungsbereich bzw. für die Pflege des Geländes geschaffen werden.


    Von wievielen Arbeitsplätzen mit der Umsetzung der Planung ... auszugehen ist bleibt allerdings offen.

  • le mon hist,


    das stadtentwicklungskonzept wurde zu einer zeit erarbeitet, als es rbl noch nicht gab. da ist doch klar, dass damals noch kein trainingszentrum vorgesehen wurde.
    nun hat es in der stadt eine andere entwicklung gegeben - da müssen die alten pläne halt überarbeitet werden. es ist ja kein "stadtnichtentwicklungskonzept.


    Das ist mir schon klar, dass RB vor einem Jahr noch nicht im Rennen war. Nichtsdestoweniger ist gerade das SEKo als ganz großer Wurf gefeiert worden. Es soll es einen Orientierungsrahmen für die Entwicklung der Stadt bieten. Entsprechend seinem integrierten und langfristigen Ansatz stellt das SEKo Leipzig 2020 die Gesamtstadt in den Mittelpunkt der Handlungsfelder und Konzeptbausteine. Im Rahmen von strategischen Zielen der Kommunalpolitik werden diese konkretisiert und Aussagen zur Umsetzung getroffen. Siehe: http://www.leipzig.de/de/buerger/stadtentw/konzept/ziel/


    Und wenn im dem Leifaden der Stadtentwicklung bis 2020 gleich an mehreren Stellen ausdrücklich eine geplante Stärkung des Auwaldverbund im Bereich des Cottaweges als Ziel ausgegeben wird, würde ich nun gern wissen, ob das aktuelle und künftige weitere Bauvorhaben diesem Ziel entsprechen. Falls es, können entweder das bisherige Ziel verworfen und ein neues Ziel ausgerufen werden oder die Planungen so ergänzt werden, dass das Ziel erreicht wird.


    Durchaus bemerkenswert finde ich es, wenn auf S. 8 der Begründung zum Bebauungsplan Nr. 384 zwar auf das Vorhandensein des SEKos als "Grundlage für ein zielgerichtetes
    ressortübergreifendes Verwaltungshandeln sowie die Zusammenarbeit in der Stadtentwicklung und für die Kooperation mit den verschiedenen Akteuren außerhalb der Stadtverwaltung
    hingewiesen wird, die konkreten Zielsetzungen im Konzept für das betreffende Areal aber nicht erwähnt werden. Aussagen werden im weiteren Verfahren ergänzt. Eine notwendige Ergänzung fällt mir da doch schon mal ein. Bei den einzelnen Stadtentwicklungsplänen wird jeweils aufgeführt, dass sie nicht relevant sind oder das Plangebiet nicht betroffen ist, außer natürlich bei dem Ausbau der Erich-Köhn-Str.


    Und natürlich müssen Pläne wie das SEKo oder der Flächennutzungsplan immer wieder auf ihre Aktualität und Umsetzbarkeit hin geprüft und angepaßt werden und dies gerade bei neuen konkreten Vorhaben. Aber ein Flächennutzungsplan ( http://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chennutzungsplan ) ist nun mal nicht irgendein buntes Papier, das irgendwo an der Wand hängt und in dem man mit bunten Stiften drinrummalen kann. FN-Pläne sind vom Stadtrat bzw. den damals noch selbständigen Gemeindevertretungen beschlossen und durch das Regierungspräsidium Leipzig genehmigt worden und sie sind für die Entwicklung nachgeordneter Planwerke bindend. http://www.leipzig.de/de/buerger/stadtentw/fnp/


    Sind da Änderungen und Verbesserungen notwendig, gibt es dafür ein geordnetes Verfahren. Dies läuft im Allgemeinen vor der Aufstellung eines Bebauungsplanes und kann in Einzelfällen bei Bedarf auch mal parallel anlaufen. Hier soll das Pferd nun aber vollständig von hinten aufgezäumt werden, erst soll einem Bauantrag zugestimmt und dann der Bebauungsplan verabschiedet werden. Von einer Änderung des FNP ist gar keine Rede. Das widerspricht allen rechtlichen Normen und macht das Verfahren unter Umständen rechtlich angreifbar.


    Bislang wird in der Begründung zum Bebauungsplan Nr. 384 lediglich festgestellt: "Die grundsätzlichen planerischen Zielstellungen sind mit den Darstellungen im FNP vereinbar. Aussagen werden im weiteren Verfahren ergänzt.". Ich halte es für durchaus diskutabel, ob die geplante Bebauung zunächst mit einem Containerdorf und später mit einer Reihe von vermutlich mehrstöckigen Gebäuden noch der ausgewiesenen "Sonderbaufläche Kleinmesse" entspricht. http://www.leipzig.de/imperia/…_Stadtplanungsamt/c_2.pdf


    Ähnlich verhält es sich ja auch bei der schon erwähnten, u.a. von den Grünen angemahnten Verträglichkeitsprüfung. Auch der Nabu Sachsen verlangte von der Stadt Leipzig, dass sie dem Investor die Pläne für das gesamte Vorhaben einschließlich der erforderlichen Verträglichkeitsprüfung abfordert, damit es in seiner Gänze und mit all seinen Auswirkungen beurteilt werden könne.
    http://www.rb-fans.de/forum/viewtopic.php?f=20&t=2002
    http://www.l-iz.de/Sport/Fu%C3…eteiligung-gefordert.html

  • Zum Schluß für heute noch ein nicht ganz ernstgemeinter Vorschlag, der auch die besorgten Lindenauer_innen wie mich ein ganzes Stück mit den RB-Vorhaben versöhnen sollte.


    RB könnte doch, anstatt teuere und vermutlich nicht so ansehnliche Container und später Neubauten zu errichten, bestehende Gebäude revitalisieren. So würde sich für die Büros der Verwaltungs- und Geschäftsstelle und/oder für das Klubgebäude mit Ticketverkauf, Fanartikelverkauf und vielleicht sogar Restaurant z.B. das große und repräsentative Eckhaus Jahnallee 61 / Luppenstraße 28 anbieten.
    http://maps.google.de/maps?f=q…5Q&cbp=12,217.57,,1,-8.92


    Das wäre viel besser im Stadtbild präsent als ein Neubau am Cottaweg, näher an der Straßenbahnhaltestelle Angerbrücke, die ja sowieso fast alle Angestellten von RB nutzen werden - so zumindest laut den Beschwichtigungen, dass die steigende Verkehrsbelastung zu vernachlässigen ist - näher am RB-Stadion, um die frischgekauften Karten abreißen und die Fanartikel präsentieren zu können. Und näher an anderen gastronomischen Einrichtungen wie dem Restaurant Palmengarten, dem Restaurant Portugal, der Kantine des LVB und dem einen und anderen Dönerladen - falls das Essen in der eigenen Einrichtung nicht jedem schmeckt ;-).


    Und es wartet noch auf einen finanzkräftigen Investor mit überzeugenden Plänen (http://www.architekturforum.ne…539bca3d1fc061&view=print ganz unten).


    Die meisten anderen Gebäude im Umfeld des künftigen Sportgeländes sind ja bereits fest bezogen, da ist wohl kaum mehr Platz für RB.
    - die Kaos-Villa - http://www.kaos-leipzig.de/
    - die ehemalige Gewürzmühle an der Luppe - http://www.ksw-leipzig.de/de/referenzen/wasserstrasse_2/
    - die im Vergleich nicht ganz so attraktiven Gebäude von Baureparaturen Leipzig-West GmbH ( http://www.brw-leipzig.de/ ) und DPS Denkmalpflege Putz & Stuck GmbH ( http://www.dps-leipzig.de/). Übrigens sind dies ein ehemals städtischer Betrieb und der Nachfolger des VEB Denkmalpflege Leipzig. Wem gehören denn heute die Flächen und Gebäude?
    - das Marktamt im Cottaweg 4/5, obwohl man sich da ja auch einen Umzug vorstellen könnte
    - das Bürohaus Erich-Köhn-Str. 9 http://www.erich-koehn-strasse-9.de/ Hier soll übrigens demnächst eine Kindertagesstätte mit 125 Plätzen der FRÖBEL Leipzig gGmbH inklusive einer Waldkindergartengruppe eingerichtet werden. Die entsprechende Vorlage passierte den Stadtbezirksbeirat in der gleichen Sitzung wie der Aufstellungsbeschluss Cottaweg ( http://notes.leipzig.de/appl/l…0978366DDC12577930039D752 ). Vielleicht will die RB gleich für ihre Nachwuchsarbeit heranziehen, wenn sie schon fast jeden Tag dort vorbeikommen? Sofern sie denn von dem Standort aus überhaupt noch ohne große Umwege in den Wald gelangen.
    - einiges ist noch frei in den Bürogebäuden Angerstraße 32-44, mit illustren Nachbarn wie dem Finanzamt oder der DEKRA
    - die Garagen neben dem Schrottplatz zähle ich nicht unter Bestandsgebäude
    - die LVB hat sicherlich auch keinen Platz mehr
    - die alte, denkmalgeschützte Tankstelle an der Jahnallee, nun Restaurant "Am Palmengarten" http://www.palmengarten-leipzig.de/

  • GESPRÄCHSSTUNDE mit SPD-Leipzig-Altwest


    Der SPD-Stadtrat Christian Schulze und die SPD-Stadtbezirksbeirätin Eva Brackelmann wollen Fragen für das geplante RBL-Trainingszentrum sammeln. Dazu laden sie morgen, 14. Dezember 2010, um 17 Uhr im Café Lindex am Lindenauer Markt 21 ein.


    Quelle: L-IZ > http://www.l-iz.de/Politik/Nac…ull-Trainingszentrum.html

    3 Mal editiert, zuletzt von DAvE LE () aus folgendem Grund: Danke, LE Mon. hist.

  • Das wird vermutlich spannend ;), nicht zuletzt deshalb, weil sich die Fraktion der SPD jetzt schon mal vorab festgelegt hat. (BTW: Nur Christian Schulze ist Stadtrat, die Kandidatur von Eva Brackelmann ist gescheitert. Sie sitzt für die SPD im Stadtbezirksbeirat Alt-West.)


    http://www.spd-fraktion-leipzi…-rb-trainingszentrum.html


  • So wie ich es verstanden habe, soll es wohl Stück für Stück, quasi modulweise entstehen.


    Auf jeden Fall ist das ein riesiger Gewinn für Leipzig. Für Lindenau wird es sicherlich eine große Bereicherung und Aufwertung darstellen. :daumen:


    (Hoffentlich bekommt man eine vernünftige Verkehrslösung hin. Auch inkl Individualverkehr!)

  • Nicht zuletzt haben allerdings der LVZ-Kommentar sowie einige Stadträte recht: RB hat hier unnötigerweise Porzellan zerschlagen, obwohl man ja eh schon in Teilen der Bevölkerung mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen hat. Man sollte so etwas in Zukunft dringend vermeiden, denn das bestätigt natürlich die Meinung derjenigen, die das Bild vom großen arroganten Investor zeichnen.

  • mal kurz etwas anderes


    heute steht ein artikel auf sportal.de zum thema sport bei red bull


    Sportal.de


    kurz zusammengefasst wird nichts neues genannt, nur die bekannten punkte nochmal betont.


    - rb kaufte die spiellizenz von markranstädt für ca 350.000 euro
    - will über die nächsten 10 jahre 100 millionen in den standort leipzig und fußball investieren.
    - leipzig soll der zenit ihres fußballimperiums werden (talentsuche in ghana und sao paulo; u20/21 team in salzburg / antesten, ob fähig für profi fußball, falls ja: weiter nach leipzig, möglichst champions league, wenn nach leipzig zu alt: nach new york ...seniorenfußball quasi)
    - sportliche hindernisse in der regionalliga, aufgrund von zu vielen remis
    - sportal spricht leipzig gute prognosen für die bundesliga aus, jedoch keine CL vor 2020

  • Damit rückt Leipzig nur wieder auf eine Position, die der Stadt auch zusteht. Ich hoffe stark, dass sich durch RB auch das Sportforum endlich mal wieder seiner Funktion entsprechend belebt und vor allem auch bauliche Erweiterungen nach sich zieht. Dass die meisten Stadträte quer durch alle Parteien das wohl ähnlich sehen, sieht man am gestrigen Votum pro RB.


    Ganz schlimm finde ich andererseits, dass mittlerweile Jugendspieler von RB tätlich angegriffen werden (die Tage passiert...). Gerade das sollte noch mehr Ansporn sein, den Verein in Leipzig zu etablieren!

  • Gernot Borriss gewohnt bissig zur gestrigen Stadtratsdebatte:


    LIZ vom 16.12.2010
    Der Stadtrat tagt: RB-Trainingszentrum - Leipzigs Olympiatraum(a) und ein Generalbebauungsplan
    http://www.l-iz.de/Politik/Bre…ipzigs-Olympiatrauma.html


    Ich habe mir die Debatte auch angehört, da waren schon kleine Leckerbissen dabei. Vor allem, dass Siegfried Schlegel an die Verleihung des Ordens des IOC an den Generalsekretär des Zentralkomitees der SED und Staatsratsvorsitzender der DDR sowie Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates, Genossen Erich Honecker, für seine Bemühungen, die Olympischen Spiele in die DDR und damit auch nach Leipzig zu holen, erinnerte. Und an die schon mantraartigen Beteuerungen, dass nun alles offener, demokratischer, bürger_innennaher, besser, ... wird.

  • Änderungsanträge zum Aufstellungsbeschluss

    Bei der gestrigen Stadtratssitzung gab es einen Ergänzungsantrag und einen Änderungsantrag von den LINKEN. Es wurde nicht einzeln diskutiert und abgestimmt, sondern nur der gesamte Aufstellungsbeschluss, aber damit sollten diese Änderungen nun im neuen Aufstellungsbeschluss enthalten sein. Auch Genot Borriss als Presseberichterstatter hat es so verstanden: "Natürlich dürfen sich die Leipziger auch weiterhin auf der Kleinmesse vergnügen. Diese Forderung der Linken übernahm die Stadtverwaltung ebenso anstandslos wie deren Forderung nach Bereitstellung weiterer Parkflächen westlich des Elsterflutbeckens."


    Bisheriger Text:


    Sicherung der Flächen des Volksfestplatzes
    Die nördlichen Flächen des Volksfestplatzes sollen mit dem B-Plan für eine neue Nutzung entwickelt
    werden. Für die übrigen Flächen ist zu untersuchen, wie hier weiterhin die Durchführung
    von Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen gesichert werden können.


    http://notes.leipzig.de/appl/laura/wp5/kais02.nsf/docid/5F7A4C6BC802F20DC12577F4003A3919/$FILE/V-ds-1034-%C3%A4a-1.pdf


    Bisheriger Text:


    Unterbringung des ruhenden Verkehrs
    Für das Vorhaben sollen Flächen in Anspruch genommen werden, die bislang als Abstellplätze
    für die Schausteller der Kleinmesse genutzt werden und zudem als Stellplätze für die Sportanlagen
    östlich des Elsterbeckens bauordnungsrechtlich gebunden sind.



    http://notes.leipzig.de/appl/laura/wp5/kais02.nsf/docid/1D8428F844E0745BC12577F4003A2F5C/$FILE/V-ds-1034-ea-1.pdf


    Mir ist leider nicht ganz klar, welche Flächen die Fraktion der LINKEN nun genau meint. Der jetzige Park- und Schrottplatz zwischen verlängerter Erich-Köhn-Straße, LVB und Luppe ist ja bereits im Aufstellungsbeschluss angesprochen. Ansonsten gibt es da nur Aufforstungsflächen. Sollen die nun wieder zu Parkflächen umgenutzt werden?
    http://maps.google.de/maps?f=q….004785,0.009645&t=h&z=17


    FDP-Fraktionsvize René Hobusch meinte, seiner Faktion würde der Änderungsantrag der LINKEN nicht weit genug gehen und seine Fraktion hätte deshalb am 15.12. die Forderung nach einem Verkehrskonzept für das Areal beiderseits des Elsterbeckens eingereicht. Leider habe ich diesen Antrag bislang nicht gefunden, weder in eRIS noch auf der Website der Fraktion: http://fdp-fraktion-leipzig.de/

  • Der Artikel von Gernot Borris ist leider nicht nur bissig sondern lässt auch politische Affiliation schnell erkennen. Selbst wenn man dem ganzen negativ gegenüber steht ist eine persönliche Einschätzung des Unternehmens oder des Herrn Mateschitz doch eigentlich ziemlich irrelevant.
    Die LVZ hat recht und man hätte sich vielen Ärger ersparen können. Jetzt kann es sein dass man bei allem genau hinschaut. Auch die Infrastruktur muss neu geplant werden. Der Cottaweg sowohl als auch die Hans-Driesch-Straße werden wohl die Hauptanbindungen. Dazu braucht es an beiden T-Kreuzungen sicherlich neue Kreuzungsanlagen oder eben die bereits erwähnten Kreisverkehre.


    Wo das Problem bei der Erich-Köhn Straße liegt kann ich nicht nachvollziehen. Auch die Kritik an dem nahenden Ausbau der Merseburger Straße kann ich nicht teilen. Schon alleine weil eben diese Straße schon seit zwanzig Jahren ein Autobahnzubringer ist. Auch in der Diskussion um den Neubau auf dem Lindenauer Markt wurde schon erwähnt das eben diese Straße als Zubringer zu den Malls am Stadtrand fungiert – in negativer Hinsicht natürlich.


    Bei der Diskussion um den Auenwald als Naherholungsgebiet muss ich mir bei allen bisherig geäußerten Punkten als auch bei dir LE MON HIST eine gewisse Doppelmoral anhören. Dass der Auenwald inmitten einer Großstadt liegt ist ja mittlerweile klar. Aber man kann dadurch nicht urteilen welche Nutzung die beste ist. Der Sportplatz darf nicht mit Flutlichtbetrieb und 1000 Mann Besuchertribüne kommen. Trotzdem nutzen fast alle den Wald auf eine gewisse Art und Weise. Im Sommer wird die Neue Linie regelmäßig zum Highway und tausende Besucher sind entweder am Strand oder auf den Wiesen. Also was denn nun? Sollten wir es denn nutzen weil wir die grüne Lunge inmitten der Urbanität brauchen oder eben in Ruhe lassen und den Zutritt verbieten? Der Abschnitt des Walds ist am Cottaweg nicht nur der schmalste sondern eigentlich kaum vorhanden – zumindest zwischen Jahnallee und den Sportplätzen.

    Wieviele und welche Arbeitsplätze werden hier neu geschaffen und nicht nur verlagert? Und bitte jetzt nicht die alle hochbezahlten Internatslehrer_innen, persönlichen Assistent_innen von 1.-BL-Spielern und -Trainern, Vier-Sterne-Köche des integrierten Restaurants und andere mehr anführen. Es geht ja sonst immer nur um den besagten ersten (und maximal einen zeitlich und inhaltlich undefinierten zweiten) Bauabschnitt und die derzeitige Mannschaft, die bekanntlich in der fünftklassigen Regionalliga Nord spielt.


    (Regionalliga ist 4. Liga)
    Die Arbeitsplätze kann man so nicht argumentieren. Sicherlich ist es schwierig eine genauere Zahl zu nennen. Aber man sollte nicht nur den Rasenpfleger zählen sondern auch das komplette Umfeld des Vereins. Mit dem zu erwartenden Erfolg bis in die Bundeliga wird sich auch der Vereinsstruktur ändern. Ein erstklassiger Verein, der dann sogar in der Champions League spielen könnte, ist wie ein mittelgroßes Unternehmen zu sehen. Diverse Arbeitsplätze bei der Verwaltung, der Unterhaltung des Geländes und im Betreuer Bereich sind zu erwarten. Auch in der Versorgung des Internats, Küchen, Reinigung etc. etc. etc. Auch bei den Spielen in der Arena wird dann 2mal wöchentlich Security und Service Personal gebraucht (sicherlich auf Nebenjob Basis).


    Ein anderer Faktor sind Hotels für die hier spielenden Mannschaften und den Betreuer stab sowohl als auch Fangruppen aus dem weiteren geographischen Umfeld - das schafft Auslastungen. Wenn international gespielt wird sicherlich Charter-Flüge, Charter-Busse, etc. Auch muss man mit Steuereinnahmen rechnen sowie eine Art "Sogwirkung" für das weitere Umfeld. Sportartikelhersteller, Werbung oder Werbefirmen, Merchandising etc. etc. Es ist schwer da etwas voraus zu sehen aber da wird sich schon etwas tun wenn es zum Erfolg kommt.


    Synergie Effekt kann auch im Zusammenspiel von dem Fußballinternat, der Sportfakultät der Uni sowie dem Sport-Gymnasium und der Sport-Realschule sein. Natürlich gibt es noch andere weichere Faktoren wie Sponsoring. Nicht nur für Sport und Sportveranstaltungen sondern auch für die so reiche Kulturlandschaft in Leipzig. Vor allem unter dem Aspekt des Streichkonzerts des Freistaats macht das mehr Sinn. Dass das geht ist z.B. bei der Sanierung der Ladegast Orgel in der Nikolaikirche im Zusammenspiel mit Porsche sehen.


    Nachtrag - die "kostenlose" Werbung für die Stadt hat natürlich auch einen gewissen Reiz - vor allem bei Europapokal spielen.

    3 Mal editiert, zuletzt von hedges ()