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Alt 08.03.18, 16:37   #376
Schmittchen
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Fraport möchte mehr als 1.800 Beschäftigte einstellen

Auszug aus einer heutigen Pressemitteilung der Fraport AG:

Der Flughafen Frankfurt ist das Tor zur Welt. Allein im vergangenen Jahr zählte er mehr als 64,5 Millionen Fluggäste, ein Anstieg um 6,1 Prozent und so viele Passagiere wie nie zuvor. Die steigende Nachfrage sowie zusätzliche Angebote durch neue Airlines und Destinationen sorgen dafür, dass Deutschlands größtes Luftverkehrsdrehkreuz einen enormen Personalbedarf aufweist. Das macht sich vor allem beim Flughafenbetreiber Fraport und seinen Tochterunternehmen FraGround, FraSec und FraCareS bemerkbar.

„Der Jobmotor Flughafen läuft – aktuell wollen wir unser Personal im gesamten Fraport-Konzern deutlich aufstocken. Insgesamt sind über 1.800 Stellen in den unterschiedlichsten Bereichen offen. Entsprechend differenziert sind Aufgaben, Anforderungen und Zielgruppen“, erklärt Michael Müller, Arbeitsdirektor und Mitglied des Vorstands der Fraport AG. Ende 2017 beschäftigte der Konzern 21.732 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Heimatstandort, dem Flughafen Frankfurt.

Hier muss die Aufenthaltsqualität in den Terminals beispielsweise durch ein angenehmes Klima sowie funktionierende Aufzüge und Rolltreppen sichergestellt werden. Um das auch bei weiter steigenden Passagierzahlen zu gewährleisten, braucht Fraport in diesen Bereichen mehr qualifiziertes Personal. Gleiches gilt für die operativen Bereiche wie Flugzeugabfertigung und Fluggastkontrolle, da mehr Passagiere und mehr Fracht bewältigt werden müssen. Um diese Tätigkeiten vor und hinter den Kulissen auszuüben, sind aktuell beispielsweise folgende Funktionen ausgeschrieben: Facharbeiter für Aufzugs- und Fahranlagentechnik im Bereich Mechatronik/Elektrik, Sachbearbeiter Systemspezialist Gebäudeautomation, Elektriker/Elektroniker/Mechatroniker als Facharbeiter für die Instandhaltung der Gepäckförderanlage, Gepäckfahrer, Flugzeugabfertiger oder Busfahrer.

Mit Blick auf den angespannten Arbeitsmarkt hat Fraport eine breit aufgestellte Recruiting-Kampagne aufgelegt, um den enormen Personalbedarf zu decken.
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Alt 09.04.18, 10:42   #377
tunnelklick
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Neuer Großparkplatz in der Cargo-City-Süd

Für Flugreisende wird FRAPORT in der Cargo-City-Süd einen neuen Großparkplatz mit 2.200 Stellplätzen einrichten. Der neue "Holiday-Parkplatz P592" ersetzt den bisherigen Parkplatz P29 im Westen von T1. Auf der Website von FRAPORT kann man ihn unter Holiday-Parken schon sehen (gelbe Fläche im Süden), in Betrieb geht er aber wohl erst im 4. Quartal 2018. Das alles ergibt sich aus einer aktuellen Ausschreibung für den Bus-Shuttle von dort zu den Terminals 1 und 2:

Zitat:
Die Fraport AG ist Eigentümerin und Betreiberin verschiedener Parkflächen am Frankfurter Flughafen. Neben den Parkflächen an den Terminals gehört auch der neue Holiday Parkplatz in der Cargo City Süd zu den öffentlichen Parkplätzen, die das Parkraummanagement der Fraport AG anbietet. Die Kunden, die auf dem neuen Holiday Parkplatz parken, müssen vorausgebucht haben und können dann mit ihrem QR-Code in den Bereich und auf den Parkplatz fahren.

Kunden, die auf dem Holiday Parkplatz parken, werden von dort mit Bussen zu den Terminals und wieder zurück gebracht. Dieser Shuttlebusverkehr stellt für die Kunden, des Holiday Parkplatzes, eine Inklusivleistung dar.

Inhalt dieser Ausschreibung ist die eigenständige Organisation und Durchführung des Shuttlebusverkehrs vom Holiday Parkplatz zum Terminal 1 und 2, sowie von den Terminals zum Parkplatz.

Der Auftragnehmer stellt den Busshuttle zwischen den Terminals 1 und 2 sowie dem Holiday Parkplatz sicher und bringt die Kunden vom Parkplatz zu einem der Terminals, oder vom Terminal zu dem Parkplatz. Die Taktung beträgt an allen Tagen des Jahres durchgehend mindestens 30 Minuten, das heißt, dass Kunden an keinem der Haltepunkte im Normalfall länger als 30 Minuten auf einen Bus warten müssen.

Der neue Holiday Parkplatz (P592) liegt in der Cargo City Süd beim Tor 31 und umfasst 2.200 Stellplätze für Kunden. Der Parkplatz liegt im zufahrtskontrollierten Bereich des Frankfurter Flughafens. Die Zufahrt erfolgt über das Tor 31 oder Tor 32 mittels Fahrgenehmigung.
Der neue Holiday Parkplatz ersetzt den bisherigen Holiday Parkplatz (P92).
In den ersten Wochen (voraussichtlich ca. 4 Wochen) muss sowohl der alte, als auch der neue Holiday Parkplatz von dem Auftragnehmer angefahren und die Kunden zu beiden Parkplätzen gebracht werden.

Umlauf:
Fahrt vom P592 über T1/P29 zum T2 und zurück zum P592 (siehe Anhang 2)
P592 - Terminal 1: ca. 14 Minuten, 9 km
Terminal 1 - Terminal 2: ca. 6 Minuten, 3 km
Terminal 2 - P592: ca. 9-12 Minuten, 7 km (je nach Route)
zzgl. Aufenthaltsdauer pro Haltestelle ca. 3-5 Minuten

Die Leistung ist mit Niederflur-Solobussen mit ca. 30 Sitzplätzen zu erbringen.
Ausführungsbeginn: ca. 4. Quartal 2018
Auf den derzeit verfügbaren Luftbildern kann ich die Fläche noch nicht ausmachen, aber bei 2.200 Plätzen müsste sie um die 50.000 m² groß sein. Die Bezeichnung P92 in der Ausschreibung ist wohl ein Zahlendreher, denn verzeichnet ist bisher nur ein P29 am Terminal 1, weiter unter steht auch noch mal P29.
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Alt 13.04.18, 08:35   #378
Schmittchen
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Verkehrszahlen 1. Quartal 2018

Ein sattes Plus von 10,0 Prozent beim Passagieraufkommen verzeichnete der Flughafen in den ersten drei Monaten des Jahres. Fraport zählte einer heutigen Meldung zufolge 14,4 Millionen Fluggäste. Zurückzuführen sei das vor allem auf umfangreiche Angebotsaufstockungen und die frühe Lage der Osterfeiertage. Die Anzahl der Flugbewegungen erhöhte sich um 8,3 Prozent auf 113.213 Starts und Landungen. Das Cargo-Aufkommen stieg im ersten Quartal um 0,7 Prozent auf 539.610 Tonnen.
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Alt 16.04.18, 19:42   #379
Tapaar
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Zitat:
Zitat von tunnelklick Beitrag anzeigen
Die Bezeichnung P92 in der Ausschreibung ist wohl ein Zahlendreher, denn verzeichnet ist bisher nur ein P29 am Terminal 1, weiter unter steht auch noch mal P29.
Das ist nicht ganz richtig...
Es gibt sowohl ein P29 (westlich neben Terminal 1) als auch ein P92 (im Süden, Nähe der Startbahn 18 West, derzeitige Holiday Parking Fläche).
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Alt 17.05.18, 16:35   #380
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Die Kritik der Lufthansa AG am Frankfurter Flughafen dürfte bekannt sein, schließlich hat sie die Fluggesellschaft in der letzten Zeit beständig wiederholt. In einem Gespräch mit der FAZ nennt Fraport-Chef Stefan Schulte die Gründe für die Wartezeiten an den Passagierkontrollen. Vordergründig ist natürlich das unerwartet starke Passagierwachstum von jährlich mehr als sechs Prozent Hauptursache der Schwierigkeiten. Doch liegt es nicht im Einflussbereich der Fraport AG, die Abläufe an den Sicherheitskontrollen zu verbessern. Dies kann nur die Bundespolizei beziehungsweise das Bundesinnenministerium. Auch die technische Ausstattung darf der Flughafenbetreiber nicht beschaffen. Noch nicht einmal bereits in anderen EU-Ländern zugelassene Sicherheitstechnik darf eingesetzt werden, wenn sie nicht nochmals für den Einsatz in Deutschland zertifiziert wurde.
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Alt 14.06.18, 16:28   #381
tunnelklick
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Verkehrszahlem im Mai 2018: + 9,5%

Fraport meldet, im vergangenen Monat hätten die Passagierzahlen mit 6,1 Mio rd. 9,5% über denen von Mai 2017 gelegen. Kumuliert über die Monate Januar bis Mai liegt der Zuwachs bei 8,9 Prozent.

Das Cargo-Aufkommen ging im Mai leicht um 1,1 Prozent auf 184.555 Tonnen zurück. Mit etwa 2,8 Millionen Tonnen stieg die Summe der Höchststartgewichte um 6,0 Prozent an. Die Zahl der Flugbewegungen erhöhte sich um 9,0 Prozent auf 45.708 Starts und Landungen.

Q
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Alt 06.07.18, 15:33   #382
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Überdurchschnittliches Wachstum des Flugverkehrs in Frankfurt

Nach den Zahlen der Deutschen Flugsicherung (DFS) für das erste Halbjahr 2018, war der vergangene Juni der verkehrsreichste Tag in der deutschen Luftfahrtgeschichte: am 29.6. wurden im deutschen Luftraum 11.015 kontrollierte Flüge registriert und damit der Rekord aus dem Juni 2017 eingestellt (10.667 Flüge). Dies geht auf eine Steigerung des Flugverkehrs in ganz Europa zurück.

Auf allen 16 von der DFS kontrollierten Flughäfen wuchs die Zahl der Starts und Landungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,4%, wobei das Wachstum aber höchst unterschiedlich ausfällt: Leipzig/Halle (+ 15,6%), Frankfurt (+ 8,5%), Stuttgart (+ 7,5%) verzeichneten dabei überdurchschnittliche Zuwächse.

Q: DFS v. 5.7.2018
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Alt 12.07.18, 09:08   #383
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Erstaunliche Zuwächse weiterhin in Frankfurt: Im ersten Halbjahr verzeichnete der Flughafen ein Passagier-Plus von 9,1 Prozent auf rund 32,7 Millionen Fluggäste. Im Juni zählte er rund 6,4 Millionen Passagiere, ein Plus von 9,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Mit 45.218 Starts und Landungen stieg die Zahl der Flugbewegungen um 8,9 Prozent, die Summe der Höchststartgewichte erhöhte sich um 5,5 Prozent auf etwa 2,8 Millionen Tonnen. Lediglich das Cargo-Aufkommen nahm leicht um 2,8 Prozent auf 182.911 Tonnen ab. Einzelheiten in einer Fraport-PM von heute.
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Alt 06.08.18, 10:57   #384
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Am kommenden Mittwoch, dem 8.8.2018 verhandelt der HessVGH in Kassel über die Klage des Kreises Groß-Gerau gegen die Baugenehmigung der Stadt Frankfurt vom 7.8.2014 für den 1. BA des Terminals 3. Der Kreis argumentiert, die Baugenehmigung hätte nicht erteilt werden dürfen, weil es an der erforderlichen Erschließung fehle. Weil ein S-Bahn-Anschluss nicht vorgesehen sei und auch das PTS erst später zur Verfügung stehe, befürchtet der Kreis, dass die Passagiere deshalb mit Taxis und Autos anreisen werden, wodurch mit der Überlastung von Kreisstraßen westlich und südlich des Flughafengeländes gerechnet werden müsse.

Zunächst wird es um die Frage gehen, ob der Kreis überhaupt klagebefugt ist; das ist er nur, wenn er durch die Baugenehmigung in seinen subjektiven Rechten verletzt wird; ein solches Recht kann aber nur das Recht auf kommunale Selbstverwaltung sein, eine eher gewagte These. Wenn schon der Flughafenausbau insgesamt nicht die kommunale Selbstverwaltung und Planungshoheit in ungesetzlicher Weise einschränkt, kann das durch Pier G wohl kaum bewirkt werden.

An sich ist gesamte Erschließung des T3 im PFB zum Ausbau des Flughafens aus dem Jahr 2008 geregelt; dabei waren die Belange des Kreises berücksichtigt und abgewogen worden. Entstanden ist der Streit durch die Entscheidung von Fraport, Pier G als Low-Cost-Terminal vorab fertigzustellen und in Betrieb zu nehmen, d.h. vor Fertigstellung des PTS und des Autobahnanschlusses. Der Kreis meint, eine solche Teilinbetriebnahme verstoße gegen den Ausbaubeschluss von 2008.

Im Vorfeld war die streitige Position des Kreises durch ein Rechtsgutachten untermauert worden, das die Städte Mainz, Flörsheim, Neu-Isenburg und der Kreis Groß-Gerau in Auftrag gegeben hatten. Kurz darauf hatte das Hessische Wirtschaftsministerium gutachtlich klären lassen, dass die erteilte Baugenehmigung für den 1. BA mit dem Planfeststellungsbeschluss von 2008 in Einklage stehe.
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Alt 08.08.18, 15:42   #385
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Eben diese Klage hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof heute abgewiesen. Fraport sieht dadurch auch die Hürden für den immer noch nicht entschiedenen Antrag für den Bau von Pier G (der zeitlich vorzuziehende Low-Cost-Pier) als beseitigt an. Die soeben herausgegebene Pressemitteilung des Flughafenbetreibers:
Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat heute die Klage des Kreises Groß-Gerau gegen den Bau des Terminals 3 abgewiesen. Geklagt hatte der Kreis gegen die Stadt Frankfurt als Bauaufsichtsbehörde und den bereits im August 2014 genehmigten Bauantrag für den ersten Bauabschnitt von Terminal 3. Inhalt der Klage waren Zweifel an der gesicherten Erschließung und der bereits höchstrichterlich bestätigten Rechtmäßigkeit der planfestgestellten Ausbaumaßnahme von Terminal 3.

„Das heutige Urteil bestätigt die Rechtmäßigkeit der Baugenehmigung zu Terminal 3 als Bestandteil des planfestgestellten Ausbaus des Frankfurter Flughafens. Mit der Abweisung der Klage sehen wir keinen Grund mehr, dass Flugsteig G als zweiter Bauabschnitt von Terminal 3 nicht gebaut werden kann“, sagt ein Sprecher der Fraport AG.

Am ersten Bauabschnitt von Terminal 3 wird bereits seit Oktober 2015 gebaut. Derzeit erfolgt auf der etwa 90.000 Quadratmeter großen Grundfläche des neuen Terminalhauptgebäudes der Tiefbau. 2019 folgt der Hochbau. Der erste Bauabschnitt von Terminal 3 bietet mit den Flugsteigen H und J Kapazität für 14 Millionen Passagiere. Geplante Inbetriebnahme ist 2023. Terminal 3 wird dann auch über ein neues Passagier-Transport-System an die Bestandsterminals im Norden des Frankfurter Flughafens angebunden. Pkw-Fahrer erreichen Terminal 3 direkt über die erweiterte Anschlussstelle Zeppelinheim der Autobahn A 5. Parken können sie auf einem der etwa 8.500 Parkplätze im nahe gelegenen Parkhaus.
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Alt 09.08.18, 10:16   #386
tunnelklick
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Etwas ausführlicher als die heutige Lokalpresse und die Fraport-Meldung von gestern ist die Pressemitteilung des HessVGH. Zugleich auch noch ein paar Sätze zur Einordnung und Präzisierung.

Wie erwartet, hat der VGH die Klage als unzulässig abgewiesen, dem Kreis fehle bereits die erforderliche Klagebefugnis, weil er offensichtlich unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt durch die der Fraport AG erteilte Baugenehmigung für den 1. Bauabschnitt des Terminal 3 auf dem Gelände des Flughafens Frankfurt am Main in eigenen Rechten verletzt werde. Die gesamte verkehrliche Erschließung des genehmigten Terminal 3 sei zu Recht nicht Gegenstand der angegriffenen Baugenehmigung geworden; auch hätte die Verkehrserschließung des Terminals entgegen der Auffassung des Kreises nicht einer Regelung in der Baugenehmigung zugeführt werden müssen. Die gesamte (innere und äußere) verkehrliche Erschließung des Ausbaus des Flughafens Frankfurt am Main und damit auch diejenige des Terminal 3 sei im Planfeststellungsbeschluss vom 18. Dezember 2007 in der Gestalt, die er durch den 21. Planänderungsfeststellungsbeschluss vom 6. September 2013 erhalten habe, umfassend und abschließend geregelt worden.

Der unterlegene Kreis monierte gestern (vgl. z.B. Hessenschau), die zentrale Frage, was eine Bauaufsicht für eine Baugenehmigung prüfen müsse, wenn schon ein Planfeststellungsbeschluss existiere, sei weiter ungeklärt. Die Bauaufsicht in Frankfurt war zu Recht der Auffassung, sie müsse nur noch prüfen, was der PFB ausdrücklich offenlässt. Zum T3 legt er Lage, Nutzflächen, Kubatur und verkehrliche Erschließung fest, nicht aber die gesamte bauordnungsrechtliche Thematik wie Statik, vorbeugenden Brandschutz, Rettungswege, EnEV usw. Unabhängig von der Frage, ob das wirklich ungeklärt ist, der Kreis Groß-Gerau wird es nicht klären können.

Die im Vorbeitrag verlinkte Pressemeldung von Fraport einhät einen Satz, der vielleicht der Erläuterung bedarf:

Zitat:
Mit der Abweisung der Klage sehen wir keinen Grund mehr, dass Flugsteig G als zweiter Bauabschnitt von Terminal 3 nicht gebaut werden kann“.
Streitgegenstand der gestern verhandelten Klage des Kreises Groß-Gerau war die Baugenehmigung der Stadt Frankfurt für den 1. BA des T3 aus dem Jahr 2014, er umfasst das Terminalhauptgebäude und die Flugsteige H und J, nicht aber den Flugsteig G.

Für den Pier G gibt es noch keine Baugenehmigung gibt, denn Pier G ist Teil des 2. BA und in der streitgegenständlichen Baugenehmigung für den 1. BA natürlich nicht enthalten. Fraport will Pier G, also den 2. BA, vor dem 1. BA fertig stellen, hat aber noch keine Baugenehmigung, der Bauantrag wurde 2017 gestellt ; mit der Bauabschnittsbildung – Pier G nimmt Betrieb auf, bevor die Infrastruktur des 1. BA (Gepäckanlage, PTS, Autobahnanschluss) zur Verfügung steht – befassen sich die oben verlinkten Gutachten. Ob die Stadt Frankfurt die Baugenehmigung für Pier G bis zur Entscheidung über ihre erste Baugenehmigung zurückgehalten hat, darf man annehmen, wird aber nirgends bestätigt. Für potentielle Kläger gegen eine Baugenehmigung für den vorgezogenen Bau und die provisorische Inbetriebnahme des Flugsteigs G ist aber die Hürde auf jeden Fall deutlich höher gelegt worden, denn wer könnte jetzt noch befugt sein, eine Frankfurter Baugenehmigung anzufechten.
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Alt 09.08.18, 11:43   #387
bridget
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bridget ist einfach richtig nettbridget ist einfach richtig nettbridget ist einfach richtig nettbridget ist einfach richtig nettbridget ist einfach richtig nett
Neben der Meldung über die abgewiesene Klage beim VGH hat Fraport gestern auch noch die Zahlen für das erste Halbjahr veröffentlicht.

32,7 Mio. Passagiere (+9,1%), für das komplette Jahr werden etwas mehr als 69 Mio. erwartet. (2017 waren es 64,5 Mio.).
Das Cargo-Aufkommen blieb mit 1,1 Mio. Tonnen in den ersten sechs Monaten in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

PE der Fraport
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