Elbtower 245 Meter [Baustopp]

  • ^ Positiv finde ich, dass für etwa 3.000 Arbeitsplätze ungefähr 600 PKW-Stellplätze vorgesehen sind (20%) - bei der Verkehrserschliessung setzt man weitgehend auf den ÖV. Es fällt aber auch, dass auf 21.055 Qm Grund gerade mal 104.000 Qm BGF entstehen werden, eine GFZ knapp unter 5,0 - in Hochhaus-Quartieren im Düsseldorfer Quartier-Central werden mit einzelnen Hochhäusern um 60 Meter zzgl. Sockelbauten bereits GFZ über 5 erreicht. Im Frankfurter Projekt Four soll mit Hochhäusern bis über 200 Meter Höhe eine GFZ weit über 10 erreicht werden. Das Fazit daraus ist, dass es am Fuß des Turms eine relativ niedrige Sockelzone geben soll, was die Visualisierungen auf verlinkter Webseite bestätigen.

  • Bevor nun alle einen Link klicken müssen - machen wir diesen Strang doch bunt, wenn schon Pressebilder zur Verfügung gestellt werden:






    Bilder: David Chipperfield Architects


    Daten & Fakten zum Projekt:


    • Bauherr: Signa Prime Selection AG
    • Architekt: David Chipperfield Architects Berlin
    • Höhe des Gebäudes: 233,30 m (über 8,70 m NN)
    • Gesamtinvestitionskosten: rund 700 Mio. Euro
    • Grundstücksgröße: 21.055 m²



    • Fläche: Bruttogeschossfläche gesamt 104.000 m² (über 8,70 NN)
    • Nutzung bzw. Nutzungsverteilung: Nutzungsmix aus Büros (im Turm), Hotel (in Sockelzone), Retailflächen sowie öffentlichkeitsbezogene Nutzung (in Sockelzone)


      • 73.000 m² Büro- und Co-Working Space
      • 20.000 m² Hotel und Boarding House
      • 11.000 m² öffentlich zugängliche Flächen


    • Arbeitsplätze: ca. 3.000
    • Stellplätze: ca. 600
    • Verkehr: Verkehrsanbindungmit U- sowie S-Bahn, Anschluss an das Autobahnnetz bzw. an den Individualverkehr, Bootsanleger "Elbtower" geplant
    • Nachhaltigkeit:

      • Zertifizierung mit dem Platinum Standard des Umweltzeichens HafenCity
      • Umsetzung des Smart Mobility-Konzeptes der östlichen HafenCity
      • Verpflichtung zur Übernahme der Fernwärme mit einem Primärenergiefaktor 0,11



    • Baubeginn (voraussichtlich): Anfang 2021
    • Fertigstellung (voraussichtlich): Mitte 2025


    Text Pressemitteilung:


    Signa baut Elbtower nach Entwurf von David Chipperfield Architects Berlin


    • Signa baut Jahrhundertprojekt „Elbtower“ in Hamburg
    • Herausragender Entwurf von David Chipperfield Architects Berlin überzeugt Jury aus Architekten, Städtebauern und Immobilienfachleuten
    • Spektakuläres Hochhaus mit geplanter Fertigstellung Mitte 2025 wird mit 233,30 Metern höchstes Gebäude in der Hansestadt
    • Zuschlag erfolgte aus architektonischer Qualität, Verlässlichkeit, finanzieller Solidität sowie fundierter Erfahrung bei ähnlich komplexen Projekten
    • Bestehendes Signa Portfolio in Hamburg mit Alsterhaus, Alsterarkaden und Kaufmannshaus wird um Jahrhundertprojekt Elbtower erweitert


    Nur ein Jahr nach der ersten Ankündigung für Hamburgs Hochhauspläne an den Elbbrücken in der HafenCity hat die Stadt die Entscheidung für den Bau des Elbtowers getroffen. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz stellte gemeinsam mit Senatorin Dorothee Stapelfeldt, mit Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH, mit Christoph Felger, Partner und Design Director von David Chipperfield Architects Berlin, mit Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing, und mit Timo Herzberg, Vorstand der Signa Prime Selection AG, am 8. Februar 2018 im Rathaus den neuen Bauherrn Signa, den architektonischen Entwurf von David Chipperfield Architects Berlin sowie das Nutzungs- und Realisierungskonzept für Hamburgs zukünftig höchstes Gebäude vor.


    Signa Prime Selection AG wird in den kommenden Jahren – Baubeginn ist Anfang 2021, die geplante Fertigstellung ist für Mitte 2025 vorgesehen – den Elbtower nach Plänen von David Chipperfield Architects Berlin als zeichensetzendes Hochhaus direkt an den Elbbrücken realisieren. 233 Meter hoch, wird der Elbtower ein unverwechselbarer Kristallisationspunkt in Hamburg sein. Der Elbtower bildet nicht nur einen Abschluss der HafenCity-Entwicklung, sondern ist gleichzeitig Auftakt für den Eingang zum Zentrum Hamburgs. Zusammen mit der neuen U- und S-Bahn-Station Elbbrücken wird er zu einem neuen städtischen Knotenpunkt, der bis in die künftigen Stadtentwicklungsräume Billebogen und Grasbrook ausstrahlen wird.


    Für das Hochhausprojekt „Elbtower“ wurde ein einphasiges Bauherren-Auswahlverfahren durchgeführt. Das Verfahren wurde innerhalb von nur neun Monaten erfolgreich zum Abschluss gebracht: Am 31. Mai 2017 hatte die Auslobungsphase begonnen. Eine interdisziplinär und unabhängig besetzte Jury suchte die drei Bewerber aus, mit denen die HafenCity Hamburg GmbH nach Zustimmung des Aufsichtsrates im November 2017 dann zeitgleich Verhandlungen aufnahm.


    Im Rahmen einer finalen Juryentscheidung am 31. Januar 2018 konnte sich Signa unter den drei Bietern als zukünftiger Bauherr durchsetzen. Dass sich der Entwurf von David Chipperfield Architects Berlin mit Respekt in Hamburgs Baukultur und berühmter Stadtsilhouette einbettet, hat die Jury überzeugt. Gemischt besetzt aus Architekten, Städtebauern und Immobilienfachleuten, hat sie sich einstimmig für den Entwurf von David Chipperfield Architects Berlin ausgesprochen.


    Mit Hilfe des Entwurfs von David Chipperfield Architects Berlin, die für Signa schon das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck und das Projekt WaltherPark in Bozen entworfen haben und u.a. für das Nobel Center in Stockholm und die James Simon Galerie in Berlin verantwortlich zeichnen, konnte sich Signa im komplexen Auswahlverfahren für die Hochhausbebauung an den Elbbrücken durchsetzen.


    Darüber hinaus überzeugte Signa mit einer Belastbarkeit der Finanzierung durch eine hohe Eigenkapitalsicherung, mit finanzieller Solidität sowie fundierter Erfahrung bei ähnlich komplexen Projekten.


    Am 6. Februar 2018 erfolgten die Zustimmung des Aufsichtsrats sowie die notarielle Beurkundung. Zur Wirksamkeit des Vertrages bedarf es noch der Zustimmung der Hamburgischen Bürgerschaft, die voraussichtlich im Spätsommer 2018 darüber entscheiden wird.


    Als mischgenutztes Hochhaus mit ca. 104.000 qm Bruttogeschossfläche entwickelt sich der Elbtower von einem öffentlichen, vielfältig genutzten Sockel mit Entertainment- und Edutainmentflächen, Einzelhandel und Gastronomie über halböffentliche Nutzungen wie Hotel, Boarding House, Fitness- und Wellnessbereiche, Kinderland und Co-Working-Flächen bis hin zu modernen und flexibel gestaltbaren Büroflächen in den Turmgeschossen. Sozialer und kommunikativer Treffpunkt des Gebäudes ist ein tagesbelichtetes, überdachtes Atrium.


    Der Elbtower erfüllt höchste Nachhaltigkeitskriterien. Er wird nach dem Platinum Standard des Umweltzeichens HafenCity zertifiziert und wird das ambitionierte Smart Mobility-Konzept der östlichen HafenCity erfüllen.

  • Super Entwurf. Endlich mal ein Wolkenkratzer außerhalb von FFM.
    Das wird Hamburg gut tun.
    Allerdings glaube ich erst dran, wenn der erste Bagger anrollt.

  • Fad, schon tausendfach gesehen, könnte auch in Breslau stehen. :Nieder:
    Eine ähnliche Form mit mehr Türmen gab es doch schon einmal für die Planung des „Alsterzentrums“ in Hamburg im Jahre 1966,
    besonders der Sockelbereich sah doch genauso aus.
    Ist über 50 Jahre her, da erwarte ich doch jetzt nicht solche Langeweile.
    https://img.abendblatt.de/img/…w820-cv16_9-q85/title.jpg

    Einmal editiert, zuletzt von Betonrüttler () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Schicker Entwurf:)


    Lustig finde ich ja die Begründung im FAZ-Artikel zur Planung, warum es im gemischt genutztem Hochhaus keine Wohnungen geben soll:


    "Nicht geplant ist der Bau von Wohnungen wegen der hohen Lärmbelastung an dem Standort."


    In den oberen Geschossen ist der Lärm, der von den Brücken ausgeht, garantiert kein Problem mehr und beim typischem Hamburger Wetter würden Loggien oder weit zu öffnende Fenster so hoch oben eh keinen Sinn machen.


    Ich denke, die unteren bis mittleren Etagen wären fürs Wohnen nicht attraktiv genug, weil zu unspektakulär, man könnte sie also nicht teuer genug vermarkten. Und nur für wenige Wohnungen weit oben einen extra Erschließungskern zu bauen (sicher will man keine Mischnutzung der Aufzüge) nähme in den Etagen darunter zuviel Platz weg. Also unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten dann lieber der Verzicht auf Wohnungen.

  • ^^ Das Problem liegt darin, dass der Lärm nicht gemessen, sondern gerechnet wird, generell abstrakt nach TA-Lärm oder 16. BImschV. Von der Gebietsausweisung des Hochhaustandortes und der Umgebung hängen die einzuhaltenden Immissionsgrenzwerte ab; dabei ist zwischen Verkehrslärm und Gewerbelärm zu unterscheiden. Wird eine schutzbedürftige Nutzung im Einwirkungsbereich eines lärmintensiven Verkehrswegs oder Gewerbebetriebes geplant, muss durch passiven Schallschutz am Objekt die Einhaltung der Grenzwerte garantiert werden; das kann dazu führen, dass die Einhaltung der Grenzwerte bei Nacht nur bei geschlossenen Fenstern gewahrt werden. Die FAZ weiß, wovon sie schreibt, denn beim Henningerturm in Frankfurt ist diese Problematik im Hinblick auf den Fluglärm und den Lärm aus der unmittelbar benachbarten Binding-Brauerei komplett durchdekliniert worden. Ergebnis: extrem komplizierter baulicher passiver Lärmschutz. Kann man machen, muss man aber nicht.

  • Trotzdem etwas bedauerlich aus meiner Sicht, dass der gesamte Turm aus reiner Büronutzung bestehen wird, wie ich das verstehe. (Wenn er denn tatsächlich kommt, so ganz glauben kann ich es noch nicht.) Das Hotel soll ja offenbar im Sockelbereich untergebracht werden.

  • Aus der Bahn heraus sind mir zwei Dinge aufgefallen:
    - Zum einen ist der Bolzplatz an der Stockmeyerstraße weg.


    - Zum anderen scheinen die Bauarbeiten am S-Bahnhof Elbbrücken begonnen zu haben.

  • Na dann hoffe ich mal, dass ganz oben eine öffentlich zugängliche Aussichtsterrasse nicht vergessen wird. Es wird ja auf unabsehbare Zeit das höchste Gebäude der Stadt bleiben.

  • Ich finde den Entwurf erstmal nur solala, bin gespannt wie andere Entwürfe ausgesehen haben. Was ich aber einfach nur kritisieren kann ist, dass bisher scheinbar keine Aussichtsplattform geplant ist. Finde ich nicht richtig da so der Hochbau den Bürgern kein Mehrwert bringt wie bisher beworben wurde.

  • Bestimmt wird der Turm noch um ein Drittel eingekürzt, um nicht irgendwelche Blickachsen zu beeinträchtigen.

  • Vielleicht wird er auch noch einfach um 25m vergrößert damit man das Größe Hochhaus in Deutschland hat, man will die Katze nur nicht schon vorher aus dem Sack lassen damit andere (FOUR) eventuell drauf reagieren. Eine schön geformte Spire würde sicher schick aussehen. ;)


    Der Entwurf ist so wie er ist ganz solide. Interessant wird es ja erst wenn das alles noch Praxisnah überarbeitet wird: realitätsnahere Darstellung der Fassade, Technikaufbauten.

  • Grad erst wieder in Hamburg gelandet, muss ich die Bilder erstmal noch ueber das Wochenende 'sacken' lassen, damit mein Urteil nicht zu sehr vom Ersten Eindruck gepraegt ist...


    Was ich allerdins schon vorhersagen kann sind die Grundrichtungen der Leser-Kommentare bei den ueblichen Medien-Outlets.


    Ich schaetze:


    20% - Wir sind noch hier nicht in Frankfurt / Mainhatten


    20% - da wollte sich Olaf Scholz ein 'Denkmal' setzen


    15% - Am Ende wird das eine zweite Elbphilharmonie und der 'kleine Mann'bleit auf den Kosten sitzen


    15% - Penis / Phallus - Vergleiche


    10% - Nazivergleich (Gau-Hochhaus Altona Parallele)


    10% - City-Hof-Geschwafel (Erst der 'furchbare' Neubau dort und jetzt...)


    9% - Filz- und Korruptions-Vorwuerfe (da macht bestimmt jemand einen Riesen-Reibach...)


    1% - Zuspruch / positive Kommentare

  • Noch ein neues Render:

    Bild: David Chipperfield Architects


    Ein Grundriss:

    Bild: David Chipperfield Architects


    Ein Aufriss:

    Bild: David Chipperfield Architects


    Insgesamt 56 Etagen (plus drei Untergeschosse) - Das sind also mit 4 Meter von Etage zu Etage (ca 1 Meter davon fuer Boeden / Zwischendecken) echte "Premium" Raumhoehen von ca 3 Metern.


    Die weissen Fassadenelemente sind aus Aluminium. Studio Other Spaces wird den Turm nachts mit einem bewegten Lichtkonzept erleuchten. (Hier etwas Background zu Studio Other Spaces und Olafur Eliasson)

    5 Mal editiert, zuletzt von Midas ()

  • Die Formsprache ähnelt etwas der Elbphilharmonie. Ein Bisschen erinnert mich der Turm auch an ein schmales Segel, wirklich schick :)

  • Minimalistisch, elegant, ikonisch – sehr guter Entwurf! Hat was nordisch-nautisches, die Assoziation Segel ist ja bereits gefallen. Proportion und Höhe stimmen auch, Geradelinigkeit ohne Schnick-Schnack. Top, ich freue mich für Hamburg.

  • Das Haus ist auffällig aber nicht schön.
    Im Gegensatz zur Philharmonie wirkt die Form des Turms unausgeglichen. Wirklich schade, dass am Höchstpunkt der Stadt so was schräges steht.