Neubau P+C (fertiggestellt im September 2005)

  • Ich denke mal dass durch die "schöne" Kachelfassade nichts mehr übrig ist vom Urzustand - entweder zerstört oder abgeschlagen.


    das Bisschen was man erkennen kann befindet sich im Bereich der vorgehangenen Werbeflächen und des Vordachs...war quasi darunter konserviert.


    Ich freu mich aber immer wieder wenn solche Relikte auftauchen, wie die ursprünglichen grünen Kacheln (60er) in der UBahn-Haltestelle Neumarkt, die man beim Umbau kurz erspähen konnte...bitte mehr davon!

  • Aber das Grundgerüst ist noch da... und eine Fassadenreko wäre eine Top-Aufwertung für die Ecke, würde mich mal interessieren, was für Altbauten in Köln noch alles hinter Kacheln versteckt sind, der Hammer ist ja das Stollwerckhaus, das mittlerweile "kritisch" rekonstruiert wurde, vielleicht reicht es ja irgendwann mal für eine richtige Reko.

  • Es gibt sicherlich hunderte/tausende Gebäude, deren Bausubstanz historisch ist. Eine umfassende Fassadenreko im Rahmen eines Sanierungsprojektes (wie etwa das Baulücken-Projekt des Landes NRW) würde hier teilweise ganze Ensembles wieder auferstehen lassen.


    Man sieht die "Gründerzeitler" überall - hohe Fenster, Erker, gemauerte Giebel... oftmals versteckt hinter ergrautem Rauhputz oder den genannten "U-Bahn-Kacheln"...


    - Hansaring/Lübecker Str., dieses grüne etwas, mit uninspirierter Verputzung und drangeknallten Stahlrohrbalkonen... :mad:


    - Aachener Str./Brabanter Str., ein regelrechter Koloss über eine ganze Blockfront, schlummert hinter Fliesen... :nono:


    - Weissenburgstr./Ewaldistr./Neusser Str. (Agnesviertel), auch so ein Riese, glatte Steinfront... :Nieder:


    ... to name but a few... aber wir kommen vom Thema ab, das nur kurz zu dem Fassaden-Exkurs. :)


    Weiß jemand, was es ungefähr kostet, die Stuckfassade eines normalen Gründerzeit-Reihenhauses zu rekonstruieren ?

  • Zitat von Lunke


    Weiß jemand, was es ungefähr kostet, die Stuckfassade eines normalen Gründerzeit-Reihenhauses zu rekonstruieren ?


    Das ist 'ne gute Frage, denke, es ist nicht ganz billig, aber für soetwas könnte man durchaus Fördermittel aufbringen.


    Ebenso interessant wären vielleicht "Fassadenpatenschaften", dass Firmen oder auch Privatleute eine Fassadenreko sponsorn und dafür mit einer Inschrift am Haus bedacht werden. Auf jeden Fall ist es wichtig, vorhandene Altbauten so zu sanieren bevor man sie voreilig mit anderen Nachkriegsbauten abreißt. Gerade an den Ringen und in der Innenstadt täte mehr sichtbare Altbausubstanz ganz gut.

  • hier n paar Fotos von heute Nachmittag


    Das Gebäude ist einfach nur genial!!! Wenn ihr in der nähe seit und Zeit habt, dann geht es besichtigen




  • Mal eine positive Meldung für Köln:



    Das Kölner Weltstadthaus von Peek & Cloppenburg ist in Cannes mit dem wichtigsten Architekturpreis der internationalen Immobilienmesse MIPIM ausgezeichnet worden.


    Der MIPIM Award 2006 ging an das ei-förmige Einkaufszentrum des Architekten Renzo Piano, das am 7. September 2005 erstmals seine Pforten öffnete. Das Gebäude, das in seiner Form an ein Schiff erinnert, umfasst 14.400 Quadratmeter Verkaufsfläche auf einer Länge von 130 Metern. Das Atrium, welches sich über fünf Stockwerke erstreckt, erlaubt reizvolle Blicke nach oben und unten. Die Kuppel des Gebäudes ist aufgrund von öffentlichen Auflagen der Allgemeinheit nicht zugänglich. Sie ist für Spezialveranstaltungen und Einladungen des Hauses vorgesehen.


    Insgesamt waren in diesem Jahr auf der MIPIM, der internationalen Messe für gewerbliche Immobilien, mehr als 20.000 Teilnehmer vertreten. Das Weltstadthaus gilt neben dem Internationalen Kongresszentrum Bonn als Blickfang des Köln/Bonner Gemeinschaftsstandes.


    (Quelle: Meldung koeln.de - http://www.koeln.de/cms/artikel.php/1/27593/artikel.html)

  • Wirklich ein richtig spektakulärer Bau den ich beim nächsten Köln-Besuch unbedingt mal in Augenschein nehmen muss. Glückwunsch Köln, das ist TOP:daumen:

  • Endlich wird der Stilbruch an der Ecke beseitigt. Bin aber sehr gespannt, wie stark der Eingang an den Stadtautobahnen Cäcilienstraße und Nord-Südfahrt frequentiert wird.

  • Habe mir dieses Gebäude-Ensemble noch nie aus der Vogelperspektive angeschaut.
    So ist mir also erst grade ersichtlich geworden, dass das P&C-Gebäude das alte Bestandsgebäude ja quasi "umzingelt".
    Die zu bebauende Fläche, die durch den Abriss entstehen würde, ist ja nicht allzu groß - so dass ich mir nur schwer vorstellen kann, dass ein Neubau an dieser Stelle irgendetwas aufwertet.
    Und soooo schlimm find' ich das Bestandsgebäude jetzt auch nicht. *duckundweg*
    :)

  • Wie ich im anderen Thread schon schrieb:


    Der Piano bau wurde bereits links und rechts an Voegels lang gezogen zur C-Str. (drumherum gebaut halt) denke daher nicht dass der Anbau großartig Massiv geändert wird. Er wird iwo da reinpassen zur bestehenden Architektur und nur Minimal aufgewertet um diese Seite evtl. als Eingang zu nutzen.

  • zu #132:


    Warum "duckundweg"?


    Seit der Fertigstellung 2005 hat sich doch dort drum herum an der Cäcilienstr. auf 300 Meter bis zum Neumarkt viel getan...
    Gegenüber das Eck mit Gestaltung zur Kirche, der Museumsneubau, geplantes Aral Tank-Parkhaus Thema..., geplante Gleisveränderung / Begrünnung.

  • Das "Duckundweg" bezog sich auf meine Aussage, dass ich das Bestandsgebäude gar nicht so schlimm finde. :)
    Aber du hast recht - in letzter Zeit tut sich in der Ecke sehr viel.
    Irgendwann in hoffentlich absehbarer Zeit soll ja auch das Parkhaus gegenüber dem RJM fallen.
    DAS wird vermutlich eine Aufwertung mit sich bringen und auch dazu führen, dass bislang eher unscheinbare Gebäude in der Nachbarschaft (ich denke da z.B. an das "Maison Belgique") mehr ins Augenmerk fallen.

  • Um den unansehnlichen Bestandsbau ist es zwar nicht schade, aber ich würde davon ausgehen, dass sich der Neubau gestalterisch nicht an den geschwungenen Glaskörper des Pianobaus anlehnen wird, sondern eher an die bunkerartige Langeweile des restlichen Baukörpers.... von einer Verbesserung des Erscheinungsbildes würde ich daher noch nicht ausgehen :)

  • von einer Verbesserung des Erscheinungsbildes würde ich daher noch nicht ausgehen :)


    Es kommt halt darauf an.


    Ich gehe schon davon aus das hier ein neuer Eingang geschaffen werden soll. Entsprechend hat das Repräsentativ zu sein. Es wird aber def. Glas im Spiel sein. Das ganze Gebäude ist durch die ganze Glasfront mit viel Licht versorgt und offen. Der Anbau jedoch ist von diesem Glasbau abgeriegelt. Da es sich um Verkaufsfläche handelt die angebaut wird muss, um den Charme des Hauptgebäudes zu erhalten, auch hier ebenfalls mit viel natürlichem Licht gearbeitet werden. (+ halt der angesprochene Repräsentative Faktor im Falle eines Eingangs)

  • Mit der Erweiterung scheint es bald loszugehen; das Lederwarengeschäft verkündet auf einem Plakat seinen baldigen Umzug und einige Büroetagen scheinen auch leerzustehen.

    2 Mal editiert, zuletzt von tieko ()